Was ich wollen will
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Auf die Frage möchte ich doch noch antworten, bevor ich mich ins netzfreie Wochenende verabschiede.
Nein Matthias, die Schnelligkeit und das es überhaupt geschieht, ist nicht die Ursache meiner Überraschung. Es wäre verlogen zu behaupten: „Mir kann das nicht mehr passieren!“ Die Intensität wird irgendwann nachlassen (ist mir versprochen worden).
Es ist die Zweigeneigtheit.
Einerseits, die nachvollziehbare Wut und der erklärbare Ärger über das vermeintlich enttäuschte Vertrauen und die daraus folgende Verzweiflung – und auf der anderen Seite die unterschwellige Freude darüber, dass ja das eintritt, was ich mir als „Schlimmstes“ ausgemalt habe. Und um noch eins draufzusetzen: bei der Auflösung des Konfliktes, meldet sich zu der Begeisterung darüber, auch eine „Stimme“, welche das eigene Handeln – oder vielleicht ehr den Erfolg des eigenen Handelns - bedauert.
So bewusst habe ich das noch nicht erlebt, zumindest bei mir nicht beobachten wollen. Es erklärt aber einige „irrationale“ (Nicht)-Endscheidungen in meinen Leben. Das „d“ ist dabei kein Rechtschreibfehler.
Es wird recht hilfreich sein, da etwas näher drauf zuschauen. Dafür habe ich ja die Gelegenheit in verschiedenen Gruppen und wenn nötig die (verordnete) Geduld.
LG Uwe -
Hallo
Nun, das Netzfreie Wochenende habe ich etwas ausgeweidet und eine ganze Woche daraus gemacht. Was ist passiert? - Einfach zu viel anderes zu tun. Das Weihnachtsgeschäft hat die gewohnte, etwas holprige und hektische Dynamik – kein Grund zur Resignation. Auch so etwas hat etwas von Routine und gehört für mich mittlerweile zum alljährlichen Ritual der Weihnachtszeit. Über die Feiertage ist Betriebsurlaub – und somit stellt sich die Besinnlichkeit spätestens ab den 25sten, in der Heimat, im Kreise der Familie ein.
Das „Unbewusste“ war letztes Wochenende, in dem Seminar, eines der zentralen Themen. Somit habe ich für die „Geschichten hinter der Geschichte“ einige Anregungen bekommen, die meine Handlungsweisen zumindest in einem etwas „normaleren“ Licht erscheinen lassen. Antworten, die alles erklären können, gibt es in solchen Fällen eher weniger. Es war in der Gesamtbetrachtung sehr hilfreich für mich. Es wird weiterhin ein innerer „Kampf“ ausgetragen werden, zwischen Gefühl - Vernunft – und „Ego“. Bei der Bewertung und Gewichtung werde ich nunmehr genauer nachschauen, um den Wollen und den Handeln mehr Gemeinsamkeiten abzuringen.
L.G. – Uwe. -
Morgen Uwe
Freut mich zu hören das dir das Seminar Spass macht.
Wünsch dir Gelassenheit in deinen nächsten Geschäftstagen.Grüsse OF
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hallo uwe,
ja das unbewusste bewusst erleben ist ja eine sehr schwierige aufgabe. da heissts in sich gehen und sich klar zu werden da schafft was ohne das ich was von mitbekomme und darauf zu achten wo das was ich nicht merke mich in alte muster zurückbringen kann. das wird dir dann bewusst und schwup di wup werden unbewusste dinge bewusst gemacht. so einfach geht das.......und doch so schwer ist es sich dessen klar zu sein.
gruß melanie
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Geschafft.
Das Weihnachtsgeschäft liegt hinter mir. Seit 0.30 Uhr wird Urlaub gemacht. Entweder war es heuer etwas anstrengender als die letzten Jahre oder ich sollte mich damit abfinden auch älter zu werden (es sind nicht mehr nur die Füße die sich beruhigen wollen, sondern auch das Kreuz). Egal - schon Geschichte.
Ich habe mir im Spätsommer 2008, einige Monate nach meiner Therapie, ein Ritual einfallen lassen, um den Beginn der Pause auch genießen zu können. Damals hatte ich immensen Respekt davor, plötzlich nichts mehr zu tun zu haben. Aus der permanenten Arbeitsanforderung heraus, in ein Loch zu fallen. Ich habe mir eine Pfeife und Vanilletabak gekauft. Das Duo wanderte in die Vitrine, um für den zu erwartenden Fall der Orientierungslosigkeit, auf geraden Weg mit mir in die Badewanne zu wandern. Natürlich, weil ich darauf vorbereitet war, ist nichts passiert. Was für eine „Enttäuschung“. Jeder Arzt und Therapeut, jeder mir bekannte Langzeittrockene hatte mich vor der „Langeweile“ gewarnt. Vor allem weil zu jener Zeit die Fokussierung auf meine Arbeit noch so stark war (mittlerweile haben sich die Prioritäten ja verschoben).
Trotzdem habe ich an der Zeremonie festgehalten und praktiziere sie wie letztes Jahr auch heute. Was für ein Spaß – mit Pfeife, einer exquisiten Flasche Mineralwasser und einem humorvollem Buch eine Stunde zu entspannen.
Tannennadelaromawasserbad ist fertig – tschüss bis morgen. Da steht noch ein gemeinsames Weihnachtsessen von Küche und Service auf dem Programm und danach geht’s für drei Tage, nach Thüringen, ins Hotel Mama. -
Moin Uwe
Ein leckeres Abschiedsessen und
gute Fahrt heim zu Muttern,
Nussknacker und Kerzenlicht
wünscht Dir OF
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Hallo Uwe, ganz schöne Idee mit dem Ritual, stell mir das grad so für mich vor..wuerde mir auch gefallen, genau so.., aber sähe etwas gewoehungsbeduertig aus, ich mit Pfeife in der Badewanne...
Schönes ruhiges Weihnachtsfest im Hotel Mama wünsch ich Dir, komm gut hin und gute Erholung. Consuela -
Ich verabschiede mich mal über Weihnachten aus dem Forum. Allen ein geruhsames Fest und Danke für Eure Begleitung in den vergangenen fünf Monaten.
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glück auf uwe
frohes fest im hotel "mama"
schöne zeit
matthias -
lieber uwe,
ich wünsche dir frohe weihnachten und nen guten rutsch ins neue jahr 2012
lieben gruß
melanie -
Hallo und danke für die Weihnachtsgrüße
Schon wieder vorbei – das anheimelnde der Weihnachtszeit. Nun wieder ehrlicher Umgang. Ich weiß nicht recht wo der Zynismus seinen Ursprung hat, doch es waren für mich nicht die entspannten und entkrampften Festtage. Irgendetwas scheint unerledigt, macht mich unruhig.
Ein Grund kann der heutige, außerplanmäßige Arbeitstag sein (mein Chef feiert einen „Runden“). Andererseits fühlte ich mich nicht ganz wohl, nach meiner Abreise aus Thüringen. Ich habe ein, zweimal widersprochen. Was für ein Fauxpas! Es ist, wie meist, etwas zwiespältig. Auf der einen Seite war ich ganz zufrieden mit mir darum, zum anderen: „muss das ausgerechnet zum Weihnachtsfest sein?“
Wir haben nicht gestritten, dazu schien es zu belanglos. Die verordnete, plakative Harmonie habe ich aber nicht entstehen lassen. Ich habe darauf bestanden selbst zu denken. Die gängigen „Spielchen“: „Du musst doch denken, dass…“; „Ich denke, dass du denkst…“; „Was sollen die anderen denken, wenn…“ habe ich einfach so nicht mehr gelten lassen. Dummerweise war ich genauso wenig darauf vorbereitet, wie der Rest der Familie. Vermutlich habe ich lediglich vergessen dafür zu sorgen, wenn ich schon dabei bin Verhaltensweisen und –muster zu verändern, mich auch gebührend der wegen zu „feiern“.
Wenn ich beim schreiben so darüber nachdenke, ist die Verstimmung irgendwie eine logische Folge vernachlässigter Anerkennung. Das eigene Schulterklopfen erzeugt nicht die geballte Ladung Zustimmung, als wenn ich mich dem „Angepassten“ ergeben hätte.
Sei`s drum, ich werde mich ab morgen nach einem angemessenem Weihnachtsgeschenk für mich selbst umsehen – sozusagen als Draufgabe.
LG – Uwe. -
hallo uwe,
ich versteh nicht ganz was du meinst. was ich aber versteh ist, das ausserordendliche dinge eben ausserordendlich entstehen. sprich das womit man selbst nicht rechnet sehr wohl auch sein kann und da dann schnelles handeln erforderlich ist. wenn mir mein cheff heute anruft und zu mir sagt ich soll arbeiten kommen, reagier ich inzwischen sehr schnell. will ich oder will ich nicht? wenn irgendwas in mir NEIN sagt, dann sag ich auch nein.dann gibts auch keine diskussion im diensplan steht ich habe frei , im vertrag steht nix drin das ich auf rufbereitschaftsdienst wärdend meiner freien tage verpflichtet bin.meine arbeitstunden sind schon im dienstplan festgelegt und der spricht bände mit den vielen überstunden die ich arbeitete. sprich keiner kann mir einen strick draus drehen wenn ich nicht komme und nein sage.was sie mir dann persönlich unterstellen das ist mir egal geworden. ich beruf mich auf das was fakten sind.punkt.
leiben gruß
melanie -
Hallo Melanie
Die Arbeit ist nicht das, was mich beunruhigt hat. Die hatte gestern etwas von Freiwilligkeit – nur meine Zusage, war frei von der nötigen Motivation. Ich habe mir aber auch die Freiheit genommen, in der Nacht zu gehen, wie ich es für richtig hielt. Was die Arbeit betrifft, passe ich mittlerweile ganz ordentlich auf mich auf. Das gelingt immer öfter.
Beunruhigung ist auch nicht das treffende Wort. Es als Verwirrung zu bezeichnen, entspricht der Situation besser. Ich schau immer wieder mal danach: „Was will ich den und tut mir das so auch gut?“; „Sind meine Reaktionen angemessen, bzw. überhaupt notwendig?“
Wenn ich in Lagen gerade, die ich kenne, und welche gewohnheitsmäßig mit einem Unwohlsein enden, probiere ich nunmehr, anders als bisher zu regieren. Nun stifte ich damit auch eine gewisse Verwirrung bei Personen die mich zu kennen glauben. Ich weiß dann auch sicher: so war dies oder jenes für mich gut und richtig. Was mir dabei fehlt, ist das dazugehörige Gefühl. Die (mir zu leise) Freude über etwas Gelungenes, wird überlagert von einer auffallenden, nicht nachvollziehbaren Furcht. Selbst bei vermeintlichen Bagatellen. Das vergeht relativ schnell – lässt mich aber etwas perplex und konfus zurück.
Wie wenn das Kind seinen „Vorgesetzten“ ärgert und die Konsequenzen nicht kennt.
LG – Uwe. -
hallo uwe,
was mir passiert ist, als ich dann mal endlich auf mich höre, auf mich acht gab und da auch dann so reagierte wie ichs zwar nicht gewohnt habe es für mich allerdings grundsätzlich gut war war verwirrung.
verwirrung bei den anderen. ja und auch bei mir. die reaktionen waren anderst wie ich erwartete. drum war mir auch wichtig zu hinterfragen welche erwartungshaltungen gibts denn im leben. sind es meine den anderen gegenüber? oder die die ich dachte von anderen zu erwarten. reaktionen waren durchweg interessant.ungewohnt. fremd. ja ich kannte es nicht. ich hatte imer viel zu viel angst dafor die anderen könnten auf mich sauer sein und mich nicht mehr nett finden.
das gegenteil ist der fall. es wird begrüsst. es wird positiv wahrgenommen.ich sammle durchweg positive resonanzen auf mein handeln. ich bin inzwischen auch ruhiger geworden. die aufregung was passiert wenn hat sich gelegt. ich bin mir sicherer geworden und jeh sicherer ich dem gegenüber das vermittel um so überzäugender komm ich da auch an.daraus entwickelte sich zumindest bei ir die freude für mich, meine bedürfnisse und mein leben dazustehen und meine ureigenen bedürfnisse die ich habe wahrzunehmen und durch zu setzen. es ist auch icht so das das zu einem kampf wird. ich muss heute nicht kämpfen. ich benenne es und damit ist alles gesagt.vielleicht liegt es auch daran das mein umfeld um mich rum sich komplett verändert hat. die menschen von früher gibt es nicht mehr in meinem leben. die haben sich zurück gezogen. ich renn ihnen nicht hinterher. damit habe ich viel platz für neues geschaffen.den letztn schritt bei der arbeit und der wechsel hier ist ab jannuar auch vollzogen. auch hier habe ich für mich herausgefunden was neues ist was angenehmes.
ich lebe heute so sehr zufrieden.Wer darüber nachdenkt, was andere von ihm denken, der lebt nicht sein eigenes Leben. es ist was so wahres dahinter und das gibt mir heute die möglichkeit mich nach mir zu richten.
lieben gruß melanie
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Hallo Uwe,
du schreibst hier unter realem Namen, dein Chef kann hier mitlesen.
Es ist die Frage, ob Arbeitsplatzthemen unter diesen Voraussetzungen ins öffentliche Internet gehören.
Grüße, Linde
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Hallo
Meine momentanen Aufgaben haben sehr wenig mit meiner Arbeitsstelle zu tun.
Möglich, dass dies aus den vorrangegangenen Text nicht so ersichtlich ist. Die Gedanken sind allgemein gehalten und betreffen mehr alltägliche Situationen. Es fällt mir in zwischenmenschlichen Beziehungen schwer, die Dinge einzuordnen.
Da bewegt sich Wollen, Tun und der Nachhall noch nicht im Gleichklang. Es hat sich ja nicht nur mein Verhalten ein Stück weit verändert, sondern auch zum Teil „in Stein gemeißelte“ Meinungen und Vorstellungen. Das führt dann gelegentlich zu Irritationen im inneren Erleben. Ich denke aber nicht, dass dies so ungewöhnlich ist. Die ehemals gelebte, angepasste Harmonie, hat mit meinem jetzigen Verständnis von Verträglichkeit nur noch wenig zu tun. Beim Aushalten von vermeintlichen Spannungen, haben Einsicht und Empfinden lediglich noch keinen gemeinsamen Nenner. Es ist also weniger das was die anderen von mir denken könnten (von diesen Spekulationen habe ich mich ja entledigt), sondern wie ich mit mir selbst umgehe.
Gruß – Uwe. -
Hallo
Allen ein gesundes Neues.
Ich habe am Silvestermorgen zwei unbenutzte, bespannte Keilrahmen entstaubt und begonnen für die eigene Wohnung mal etwas zu zeichnen. Ohne den Vorsatz und dem Drang: wenn schon für dich selbst, dann etwas Besonderes. Daran (und an schnell zerstörbarem Aquarellpapier) ist dieses Vorhaben das gesamte letzte Jahr gescheitert. Leinwände und Acrylfarben haben die „Angewohnheit“, nur geduldige Arbeit auszuhalten. Das heißt für heute, die getrockneten Vorlagen zu vervollständigen – ohne Anspruch auf „fotorealistische“ Genauigkeit. Ich hatte diese Art der seelischen Entspannung vernachlässigt. Trotz des Wissens um die Wirkung.
So ist mir persönlich einen recht guter Start ins neue Jahr gelungen. Passt mir gerade hervorragend. Gelöste Grüße Uwe. -
Lieber Uwe, das klingt richtig gut...bin auf deinen Thread gestoßen wg. will wollen.
Mir hat auch mal jemand gesagt man muß wollen was man will. Ein guter Satz, zum viel drüber nachdenken...
Viel Freude beim malen. Das übermalen bz. ändern habe ich auch erst vor einiger Zeit entdeckt und mir tut es total gut zu wissen das ich das Bild ändern kann...
LG Karotte -
Hallo Karotte
Meine Aufgabe ist es morgen dem ersten Impuls zu folgen, wenn ich der Meinung bin: Es kann so fertig sein. Dann ab und schnell etwas zum fixieren kaufen. Wenn ich erst einmal beginne, auszubessern, zu verfeinern, vermeintliche Mängel zu beseitigen, wird es nichts mit dem aufhängen der Bilder. Ich will es so, dass es eben nicht perfekt ist. Den Anspruch bin ich zu lange hinterher gehechelt (und sicher nicht nur beim zeichnen). Das ist eine meiner Baustellen, die fürs restliche Leben zu beackern ist. Ich weiß nunmehr, dass der anfängliche Zwang weiterzumachen, noch besseres abzuliefern, langsam vergeht. An der Geduld daran scheitere ich gelegentlich noch. Mit der Unruhe und den Zweifeln (nicht nur beim zeichnen), die mich dann befallen umzugehen, gelingt aber immer besser.
„Was ich wollen will“, habe ich mir etwas frei von Arthur Schoppenhauer geklaut, der da fragte: „Kann ich wollen, was ich will?“. Der hatte so seine Zweifel an der Willensfreiheit – doch dies würde nun zu weit führen.
Schöne Grüße – Uwe. -
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