Hallo Melanie,
Zitatmich ärgert es zum beispiel , wenn mir unterstellt wird, ich ginge in die luft oder bei einem anderen mal ich wäre angeblich aggressiv wenn ich lediglich gedanken die ich habe hier aufschreibe.
Warum ärgert es Dich, wenn Du doch genau weißt, dass es nicht so ist und Du mit Deiner Wahrnehmung nicht aggressiv rüber kommst? Dann könntest Du doch um so gelassener damit umgehen. Aber trotzdem ärgerst Du Dich über Unterstellungen - weil Du es nicht magst, dass Dir was unterstellt wird. Wobei andere (Fremdwahrnehmung) Deine gefühlte Unterstellung wahrscheinlich gar nicht als solche sehen. Schon alleine der Hauch einer Unterstellung löst bei Dir heftige Emotionen aus, die Du dann wieder spiegelst. Und genau darum geht es bei Uwe´s Post, zu schauen, ist es jetzt wirklich so, dass der andere mir was unterstellt oder habe ich so eine ähnliche Situation schon früher gehabt und trage einfach diese Gefühle noch in mir oder triggern sie einfach in mir. Wenn so ein Gefühl in einem hochkommt, einfach erst mal bei sich zu schauen: warum ärgere ich mich gerade so maßlos und womit verknüpfe ich es gerade. Vielleicht, weil mir früher immer so viel unterstellt wurde, wo ich mich nicht wehren konnte und ich mich klein gefühlt habe.
Eine alternative Antwort wäre doch gewesen, dass man einfach schreibt: "Sorry, dass hast Du jetzt mißverstanden - so habe ich es nicht gemeint, ich habe es jetzt so oder so gemeint." So habt ihr Euch gegenseitig angetriggert. Du hast es als Unterstellung gesehen und der andere so, als ob man ihn extra nicht verstehen wollte. Ein Triggerpad - sozusagen.
Das zum sachlichen Thema Fremd- und Selbstwahrnehmung.
Gruß
BC