Erwartungen an einen Alkoholiker

  • Hallo gipfel,


    Zitat

    war ein interessanter thread - danke für's moderieren.

    Och gern geschehen, habe mir auch die größte Mühe gegeben :)


    Gruß

    BC

  • Hallo Gela,

    ne - verpasst hast nix - dass sind nur Wortklaubereien - ich denke, der Matthias hat heute einfach nur einen schlechten Tag.

    :)

    Gruß

    BC

  • @ hartmut

    weils nen dikussionstread ist und ich leider, vergessen habe, anstelle hartmut dann über dem statemant das ich abgegeben habe (als schlusswort für alle) ein HALLO ZUSAMMEN hinzuschreiben!!!!!!!!!!

    Zitat

    Warum diskutierst du denn schon wieder mit mir? Alles was ich bei dir gerade lese entspricht meiner -Erfahrung einer CO Denkens.

    ich bin eine COABHÄNGIGE JA!!!!!! schon kappiert?????? ES IST SO!!!!drum FÜR MICH MEIN SCHREIBEN HIER!!!!!!

    ich lass das jetzt mir bringt das nichts mich zu rechtfertigen.

    ein schönes austauschen wünsch ich noch!

    melanie

  • Ui Melanie,

    jetzt aber nicht so gehen :(

    Kann ich irgendwas zur Schlichtung beitragen?

    Ist nicht immer einfach, anderen seine Gefühle mitzuteilen und ich finde, Du machst das wirklich klasse.

    Gruß

    BC

  • ...was der Matthias für nen Tag hat, weiß er wohl selbst am besten. ich meinte auch nicht nur seinen Beitrag.

    jedenfalls bin ich beruhigt, dass es immer noch um Erfahrungsaustausch geht und wünsch Euch jetzt nen schönen Abend.

    Bis denn dann
    Gela

  • liebe BC,

    Zitat

    war ein interessanter thread - danke für's moderieren.

    ich schliess mich dem an und dank dir fürs moderieren, auch wenns manchmal echt durcheinander war, der faden ging ja zum nicht wirklich verloren.

    danke
    melanie

  • oha noch was gefunden, an mich

    danke fürs aufmuntern wollen. es ist immer sehr schwer gefühle mitzuteilen ich versuchs einfach und das das rüber kommt ist ja schön zu lesen.das ich wenn ich gefühle mitteile angreifbarer bin ist normal. mir tuts manchmal weh so manche sprüche hier von den selbst ernannten "ganz harten".

    allerdings alles andere was da am nebenschauplatz sich abspielt da kannste echt nichts tun. des regel ich selber, mach ich mit mir selbst aus. danke.

    gruß melanie

  • Hallo Melanie,

    ich wollte deine Gefühle die du mitteilst nicht mindern . Ich dachte, in deiner letzten Post, das sie an mich gerichtet ist, obwohl ich "bei diesem Thema" mit dir nicht weiter gekommen wäre und für mich die Diskussion darüber beendet, gesehen hatte.

    Aber ich eröffne mal eine Thread im CO Bereich bei dem du mir sicherlich weiterhelfen kannst. Obwohl das nur ein Wunsch und keine Erwartung ist :)

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Melanie!

    Zitat

    danke fürs aufmuntern wollen. es ist immer sehr schwer gefühle mitzuteilen ich versuchs einfach und das das rüber kommt ist ja schön zu lesen.das ich wenn ich gefühle mitteile angreifbarer bin ist normal. mir tuts manchmal weh so manche sprüche hier von den selbst ernannten "ganz harten".

    Warum tut dir das weh, es sind doch im Grunde Menschen die dir egal sein können? Ob sie trocken bleiben oder rückfällig werden ist mir im Grunde egal es ist nicht meine Sache.

    Anders war es natürlich beim eigenen Partner den habe ich ja geliebt das ist ein gewaltiger Unterschied. Aber hier? Einige Antworten waren sehr aufschlussreich für mich auch wenn ich sie nicht begriffen habe.

    Ich habe es einfach akzeptiert, respektiert und meine Folgerungen daraus gezogen - fertig.

    Innerlich berührt oder aufgewühlt hat es mich in keinster Weise denn ich habe ja die Möglichkeit jederzeit aus der Diskussion auszusteigen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • hallo speranza,

    Zitat

    Warum tut dir das weh, es sind doch im Grunde Menschen die dir egal sein können?

    ehrlich gesagt?????hartmut ist mir nicht egal! warum? egal gehört nicht hier her!

    wär diese aussage von nem anderen gekommen wärs mir echt nicht nahe gegangen! das meine ehrliche antwort darauf.

    gruß melanie

  • Hallo Melanie!

    Zitat

    ehrlich gesagt?????hartmut ist mir nicht egal! warum? egal gehört nicht hier her!

    Ich weiss ja jetzt nicht inwieweit dir Hartmut nicht egal ist das kann ich nicht beurteilen.

    Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt dann sage ich es so: Ich stelle keinerlei Erwartungen an Hartmut oder an andere Menschen hier - ob sie mit mir diskutieren wollen oder nicht, ob sie rückfällig werden oder nicht denn es ist IHRE Sache.

    Gleichwohl darfst du mir nicht das Recht absprechen dass es MIR egal ist. Ich diskutiere hier im Forum aus einem Grund: Ich möchte Dinge einfach besser begreifen.

    Ich habe eine feste Meinung gerade zu diesem Thema und habe sie offen hingeschrieben was nun jemand von mir denkt ist mir egal.

    Es ist mir deshalb egal weil ich diese Menschen im Forum weder liebe noch zu irgendetwas überreden will. Sie müssen selber wissen was sie tun,
    ich leide nicht unter einem Helfersyndrom. Ich kann ja schliesslich nicht immer überlegen was andere Menschen denken könnten oder versuchen mich in sie reinzuversetzen.

    Mir hat mein Partner mit seiner Sucht gereicht, und ich bin egoistisch genug so etwas nie wieder an mich ranzulassen.

    Liebe Grüsse
    Speranza

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ich finde, es geht hier teilweise um Spitzfindigkeiten.

    Ich empfinde, die Abwehrhaltung gegen eine Erwartung von Angehörigen an den Trockenen nun Trockenzubleiben wiederholt die Verhaltensmuster des nassen A.

    Ich möchte niemanden überzeugen, ich möchte niemandem helfen außer mir selbst.

  • Ich möchte niemanden hier überzeugen, ich möchte nur mir helfen.

    Wenn mir mein nun kürzlich trockengelegter Alki-mann sagt, ich dürfe keine Erwartungen in seine zukünftige Trockenheit haben, weiß ich woran ich bin.

    Erwartungen an einen Partner zu haben,empfinde ich als das Normalste auf der Welt. Warum soll ich bei einem trockenen Alkoholiker Ausnahmen machen? Soll ich wieder dem Muster der Cos entsprechen?

    Ob meinen Erwartungen allerdings entsprochen wird, ist eine andere Sache. Aber dann weiß ich, was ich zu tun habe.

    Ich bekomme Panik, wenn ich an die Feuchtbiotope der letzten Jahre denke.

  • Wenn ich etwas erwarte, dann kontrolliere ich auch, ob sich diese Erwartung erfüllt (sonst wärs keine Erwartung).

    Eine Partnerin, die regelmäßig ihre Erwartungen in mich überprüft, wäre nicht meine Partnerin, weil sie mehr bei mir als bei sich selbst wäre.

    Ich kann selbst auf mich achten, und wenn's mir mal irgendwann nicht gelingen sollte, dann nützt die Erwartung eines anderen Menschen auch nicht.

    gipfel

  • Hallo Oldie,

    Zitat

    Ich finde, es geht hier teilweise um Spitzfindigkeiten.

    Finde ich nicht, denn sonst hätte der Thread nicht schon 44 Seiten.

    Zitat

    Ich empfinde, die Abwehrhaltung gegen eine Erwartung von Angehörigen an den Trockenen nun Trockenzubleiben wiederholt die Verhaltensmuster des nassen A.

    Genauso könnte ich sagen, dass Du ein nasses Co-Verhalten an den Tag legst, wenn Du durch Deine Erwartungshaltung versuchst, Deinen Alki-Mann trocken zu halten, denn sowas ist utopisch, weil diese Krankheit nicht heilbar ist, sondern lediglich gestoppt werden kann.

    Und wir haben ja das Wissen, dass es 95 % eben nicht schaffen. Da kannst dann erwarten, drauf hinarbeiten, wie Du willst - bringt nix, weil es nicht an DIR liegt, ob ein Alkoholiker trocken bleibt. Genauso, wie Du vorher keinen Einfluss darauf hattest, dass er trocken wird, hast Du auch jetzt keinen Einfluss, dass er es auch bleibt.


    @ all

    Ich beschäftige mich zur Zeit viel mit dem Wort: Erwartung. Dabei fiel mir auf, wie oft wir am Tag doch damit zusammen stoßen.

    Selbst in ganz lapidaren Gesprächen, wird eine Erwartungshaltung kommunizert.

    Z. B.

    "Du kannst doch nicht sagen, dass die Tapete blau ist! Sie ist grün, sieh es doch ein!"

    = Erwartung, dass ich mich der anderen Meinung anschließe und ein einsehen habe.

    Wenn ich aber bei meiner Haltung bleibe, dass die Tapete blau ist, würde mein Gegenüber immer wieder erwarten, dass ich seine Sicht annehme.

    Warum tut mein Gegenüber dies? Wieso will er jetzt unbedingt von mir hören, dass die Tapete grün ist?


    Genau dies ist für mich auch eine kommunizierte Erwartungshaltung.


    (Bitte nicht falsch verstehen - ich bin kein eingefleischter Gegner von Erwartungshaltungen, finde es nur wahnsinnig interessant, auf wieviele Arten eine Erwartungshaltung zustande kommt)


    Gruß

    BC

  • Gut, deine Ansicht.

    Ich erwarte, dass, wenn ich bei meinem Mann bleibe, er trocken bleibt - ohne dass ich kontrolliere - das habe ich in vergangenen Jahrzehnten! nie getan (Ausnahme: vor kurzem eine Woche lang, da mir höhnisch gesagt wurde, ich wisse ja nicht wieviel er trinkt, also bilde ich mir alles nur ein), und werde es in Zukunft nicht tun.

    Kontrolle braucht es absolut nicht.

    Falls er wieder zu trinken anfängt, weiß ich, dass er in Kürze wieder auf seinem Pegel mit dem entsprechenden Verhalten ist.

    Wenn ich bereit bin, meinen Auszug in meine Wohnung zu verschieben, dann nur unter dieser einzigen Bedingung, von der ich - ohne gr. Hoffnung auf Erfüllung - erwarte, dass sie eingehalten wird.


    ICH möchte, dass es MIR gut geht - mein Alki und seine Probleme interessieren mich nur mehr am Rande und ich habe keine Lust mehr mich darin verstricken zu lassen.

    Ich war imstande vom Egoismus der Süchtigen etwas sehr wesentliches zu lernen. Damit fühle ich mich sehr wohl.

  • Hallo Oldie,

    Zitat

    Wenn ich bereit bin, meinen Auszug in meine Wohnung zu verschieben, dann nur unter dieser einzigen Bedingung, von der ich - ohne gr. Hoffnung auf Erfüllung - erwarte, dass sie eingehalten wird.

    Du redest von Bedingung - ich von Erwartung.


    Zitat

    ICH möchte, dass es MIR gut geht - mein Alki und seine Probleme interessieren mich nur mehr am Rande und ich habe keine Lust mehr mich darin verstricken zu lassen.

    Du bist aber automatisch verstrickt - solange Du mit ihm zusammen bist. Nur Du kannst dazu beitragen, dass es Dir gut geht - kein anderer. Und wenn es Dir in Deiner eigenen Wohnung besser geht - warum bringst Du dann ein so großes Opfer und stellst Bedingungen, hegst Erwartungen? Sowas verstehe ich dann wieder nicht.

    Ich möchte aber auch nichts vorweg nehmen, vielleicht bekommst Du die eine oder andere Erkenntnis im Co-Bereich noch.

    Eines aber möchte ich Dir von meiner Seite noch auf den Weg geben - meine Sucht war kein Egoismus - die Sucht hat mich zum Egoisten gemacht - es ist Teil der Erkrankung, nur noch daran zu denken, wie man an den Stoff kommt und wie man ihn am besten verstecken kann. Ich höre aus Deinen Post viel Verletzungen und Verbitterung, was sein darf. Aber: einer macht und der andere läßt mit sich machen. Und dies trifft auf Beide zu - auf den Alk. sowie auf den Co. - es ist ein ganz defizieles Geflecht, wo eine Abspaltung kaum möglich ist. Jeder ist Täter und gleichzeitig Opfer. Es gibt bei der Erkrankung Alkoholismus keine Schuldfrage.


    Gruß

    BC

  • @BC,

    bevor wir "den armen Alki" hier totdiskutieren, steige ich aus dieser Diskussion mal aus. Gern wieder in alter Frische an anderer Stelle.
    Habe ja einige Begriffsklärungen zum Thema Hoffnung, Erwartung, Vertrauen und Vertrag aus meiner Sicht versucht.

    Gerade die Abschweifungen zum Thema "trocken" haben mir gezeigt, dass mein Versuch, die Dinge auf wenige Fakten zu reduzieren, der für mich richtige Weg ist.

    Ich bin alkoholabhängig und lebe abstinent. Zufällig sogar "straight edge", da andere Drogen nie ein Thema für mich waren.
    Ich kann durch meine Abstinenz meine Gefühle meine Stärken und Schwächen besser spüren und erkennen und arbeite an meiner Persönlichkeitsentwicklung.

    LG Jürgen
    -----------------------------------------------
    Meine Meinung. Keine Suchtberatung.

  • Ich stimme dir großteils zu.

    Ich fühle mich nicht so sehr verbittert, sondern eher desillusioniert und sehr, sehr realistisch. Ich habe die Lebenslüge, der ich lebte, deutlich erkannt.


    Zitat

    Du bist aber automatisch verstrickt - solange Du mit ihm zusammen bist. Nur Du kannst dazu beitragen, dass es Dir gut geht - kein anderer. Und wenn es Dir in Deiner eigenen Wohnung besser geht - warum bringst Du dann ein so großes Opfer und stellst Bedingungen, hegst Erwartungen? Sowas verstehe ich dann wieder nicht.

    Ich möchte das so erklären. Nachdem nicht einmal andeutungsweise bis vor 3 Wochen die Erkenntnis da war, dass seine nicht mehr zu übersehenden Probleme vom Alkohol kommen (nein, ich kontrollierte nicht, ich weinte und flehte nicht, ich machte keine Szenen, es gab seinerseits keine Versprechungen, ich forderte natürlich auch keine, es gab vielleicht 4 ernsthafte Gespräche über dieses Thema im nüchternen Zustand), ergab sich folgende Situation:

    Ich wurde als Ursache aller Probleme und als böser Geist hinausgeschmiessen. (meiner Erinnerung nach zum 3. Mal) Beim zweiten Mal kündigte ich meinen Auszug an. Beim dritten Mal packte ich am Morgen meinen Koffer. Nun hörte ich zum e r s t e n Mal, dass er sich an einen vergangenen Eklat nicht nur erinnerte, sondern mir in sehr ehrlich erscheinenden Worte sein Empfinden schilderte, dass das nicht persönlich gemeint war, sondern er all das, was da auf ihn wie eine dunkle Wolke einstürzt, wegschieben wollte. Er gestand zum e r s t e n Mal ein, dass er psychisch abhängig wäre.

    Innerhalb einer Stunde waren von Seite aus Termine vereinbart und mir wurde von ihm mit guten Argumenten nähergebracht, dass er ein stabiles Umfeld brauchen würde, um diese ambulante Therapie durchzuziehen. Dieser für mich nun doch einsichtigen Begründungen konnte ich folgen.

    Nun, kommt ein Co-Verhalten - ich nenne es allerdings ein rein menschliches Verhalten.
    Ich gebe ihm und vor allem mir diese erste echte Chance., vom Alk wegzukommen. Ich bringe keine Opfer, ich lebe gern hier in dem Haus, Garten mit Tieren, eben mit allem, was wir uns hier mit gemeinsamer, jahrzehntelanger Arbeit und auch von mir verdientem bzw. eingebrachten Geld aufgebaut haben.

    Es ist eine geringe Chance, dass das Experiment erfolgreich ausgeht. Nüchtern, so wie er jetzt ist, kann ich mir ein weiteres gemeinsames Leben durchaus vorstellen.

    Auch ich habe meine Therapie in der Suchtberatung und es gibt Paargespräche mit beiden Therapeuten. Ich arbeite intensivst, fast Tag und Nacht, an meinen schlechten Strukturen, was Grenzziehung, Selbstbewußtsein und Kommunikation betrifft.

    Ich tue meinen Teil und erwarte, dass er seinen Teil tut.

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