Hallo,
ich bin weiblich ,schon viele Jahre verheiratet und Coabhängig.
Ich kam mir jahrelang wie auf einem Schiff vor,auf und ab.Obwohl ich wusste mir bekommt diese Fahrt nicht,ich werde krank fuhr ich weiter mit.Bei jedem" Hafen "schwor ich ,heute steigst du aus und als es losgehen sollte blieb ich an Bord.Es hat lange dedauert bis ich begriffen habe was mit mir los ist.Durch das viele lesen hier wurde mir nach und nach klar das ich eine gestörte Wahrnehmung habe,nur darauf geachtet was der trinkende Partner falsch macht,doch nie auf mich,was bei mir selber im argen liegt.Das ich nur bei selber anfangen kann etwas zu ändern.
auf und ab als Co
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Wie liefen diese Jahre?Erst habe ich nicht bemerkt das so viel Alkohol floss,ich selber trinke nicht!Doch jede Feier endete von seiner Seite mit schwankendem Gang und lallen.Es war nicht regelmässig und jetzt im Rückblick war ich schon damals wüend-auf ihn-das ich selber etwas ändern kann, der Gedanke ist mir nicht gekommen.Die Kinder wuchsen heran und gehen ihren Weg-zum Glück.
So vergingen seine Jahre mit dem Alkohol und meine Jahre ihm die Schuld an den Misstand zu geben.Er brauch doch nur nicht mehr zu trinken,dann wird alles wieder ok.das schon gar nichts mehr ok war verdrängte ich ausgezeichnet.Ich kontrollierte die Trinkmenge,machte ihm Vorwürfe,fand es toll wenn ich schlagfertig auf seine dummen Bemerkungen reagieren konnte.Und ich merkte immer noch nicht das ich mich ändern muss oder sollte,wenn ich diesen Zustand nicht mehr aushalte.Mir schlecht wird,schwindelig,ich traurig und wütend bin.Die Wahrnehmung eines Cos scheint gestört zu sein.Schritt für Schritt wird mir bewusst wieviel Anteil ich an dieser Situation habe. -
Co,ja erst alles kontrollieren,dann verheimlichen vor der Welt und zu gutem Schluss wurde ich gefragt warum ich so schlecht aussehe,naja mein Mann trinkt zu viel,er bekommt wenig auf die Reihe,Opferhaltung!Was waren die Antworten,ach du Arme,da dachte ich, das hilft mir nun ja auch nicht.Dann kamen Antworten,machen doch alle.Hmm dachte ich,ist das wirklich so?Sehe ich das nur so dramatisch,meine Selbstzweifel blühten auf!Zum Schluss noch die,welche es wohl am ehrlichsten meinten.Warum trennst du dich nicht?Hmm,ich soll mich trennen,er braucht doch nur aufzuhören.Warum soll ich dann gehen,die wollen blos das meine Ehe scheitert.Später wurde mir erst bewusst,das bei weitem nicht alle so viel Alkohol tranken und die,welche mir zur Trennung rieten es ehrlich meinten.Es war ein gut gemeinter Rat,sie lebten ihr Leben einigermassen zufrieden und es war ihnen im Grunde egal ob ich bei meinem Mann bleibe oder nicht.Sie wollten nur einen Denkanstoss geben,über diese Option nachzudenken.Ich wollte darüber nicht nachdenken,ich wollte das er aufhört zu trinken und sich seine Persönlichkeit nicht immer mehr verändert.Ich wollte das er sich ändert,das ich mich ändern muss begriff ich noch lange nicht.
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Hallo Seekrank,
ich sag dir mal "Hallo" im Forum.
Du hast ja eine Menge erkannt und dir klar machen können. Deine Geschichte liest sich so ähnlich wie meine. Das langsame Reingleiten in die Sucht und die Coabhängigkeit. Das Verdrängen und Hoffen, das immer tiefer Einsinken in bestimmte Verhaltensmuster und Abläufe. Es gleicht sich schon immer wieder ziemlich...
Nun interessiert es mich aber doch, wie es bei dir jetzt aussieht. Konntest du denn inzwischen was verändern?
Viele Grüße
Aurora -
Hallo Aurora,
Danke für deine Worte!
Ich bin zur Zeit in eine günstige Pension gezogen und werde nach einer Wohnung schauen.Wenn man weg möchte, ist das für mich die schnellste Variante,ehe das mit der Wohnung klappt, befindet man sich schon wieder auf dem alten "Schiff" und es geht weiter.
Ich habe deine Geschichte gelesen und habe grosse Achtung vor dir.Wie du trotz schwerer Schicksalsschläge und sicher von Gefühlen überwältigt ,hier noch Menschen mit deinen Worten unterstützt.
Du kannst deine Gefühle sehr gut benennen,ob es Trauer,Wut oder Neid ist.Du kannst es benennen und immer wieder bei dir bleiben.
Ich dachte so,Aurora könnte eine Selbsthilfegruppe gründen,für Eltern denen ein ähnliches Schicksal widerfuhr.Deine Gedanken die du uns mitteilst finde ich sehr wertvoll,du berührst.Gruss Seekrank
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Hallo seekrank,
ich danke dir für deine Worte, die du für mich gefunden hast. Das berührt mich gerade auch sehr und es tut mir sehr gut!
Du hast ja dann schon einen guten Schritt getan, indem du dich trennen konntest. Es hat bei mir ja auch viele Jahre gedauert, bis ich das konnte. Aber dann hat es sich sowas von gut und richtig angefühlt (meistens
, ich hatte ja durchaus meine Teufelchen...) . Ich drück dir die Daumen, dass es mit einer passenden Wohnung bald klappt.Liebe Grüße
Aurora -
So verging die Lebenszeit,ich wurde immer wütender auf ihn.Vielleicht auch auf mich,doch es war für mich einfacher meine Wut auf ihn zu lenken.Er trinkt,er ist Schuld,er ändert nichts.Ich kontrollierte im Keller die Flaschen,in allen Flaschen waren immer Reste,warum er sie nie vollständig ausgetrunken hat ist mir bis heute ein Rätsel!
Dann "lernte"ich ,das ich mir Gutes tun muss.Ich kann ihn nicht ändern ,nur mich selber.Gut,also alte Hobbys aktiviert,mit Freunden getroffen,Ablenkung.Mehr war es nicht, Ablenkung vom Problem.
Kam ich nach Hause war die Unzuverlässigkeit wieder im Bewusstsein,die gegenseitigen Kämpfe,ich machte Vorhaltungen,er machte mich klein,er meinte die ganze Welt ist schlecht,ich auch und dann dachte ich vielleicht hat er recht. Wenn ich wieder netter bin zu ihm, braucht er keinen Alkohol mehr.
Ich wurde netter,erledigte alles,ein paar Tage trank er nichts,oder ich merkte es nicht und ruck zuck waren wir wieder im alten Fahrwasser.Er verschwand im Keller,ich war traurig und wurde immer ruhiger. -
Ich wurde so traurig,das ich zu nichts mehr Lust hatte.Ich wusste dort ist das Land,ich kann dort hin und kann trotzdem nicht gehen.Zu wissen was zu tun ist und es umzusetzen sind verschiedene Dinge.Es ist ein Prozess.Da kann schnell gesagt werden du kannst einfach gehen,es gibt immer Möglichkeiten der Unterstützung.Das wusste ich alles,ich konnte nicht gehen.Nicht weil ich kein Selbstbewusstsein habe.Für mich war das eine Angsststörung.Ich wusste ich sterbe nicht wenn ich gehe,es wird mir besser gehen,aber eine Angststörung liess mich bleiben.keine normale wichtige ,gesunde Angst,nein eine krankhafte Angst.
Ich weiss nicht ob das jemand nachvollziehen kann. -
hallo seekrank
ich kann das sehr gut nachvollziehen..
Habe alles durch. Schwere depression. Panik und angststörung...
Ich konnte monatelang nicht die wohnung verlassen...
Und als paar ging es gut...
Ich war ja förmlich auf ihn angewiesen und er hat es genossen...
' was ich alles für dich tue'...
Wie hätte ich ihn verlassen können? ich konnte ja nicht mal die wohnung verlassen...
Aber ich habe mich allen wiederständen entgegen wieder ins leben zurückgekämpft...Was ihm nicht gefiel... Da mir ja angebelich dabei eine gehirnwäsche verpaßt wurde, die mich nur von ihm entfernte!
Ja. Und die habe ich auch gebraucht.
Meine ängste kommen immer noch hoch. Aber inzwischen habe ich gelernt damit umzugehen...Lg
topas -
Ich habe mich immer wieder gefragt warum ich nicht handeln kann,obwohl ich es doch von Herzen möchte.Und warum meine Wahrnehmung jahrelang da war,ich sie aber nicht erkennen konnte.Ich halte die Sprüche :du bist 18 und jetzt liegt es an dir das Richtige zu tun,oder du handelst nicht weil du dir deine Anerkennung durch diese Situation holst- für überflüssig.
Ich durfte durch den Beruf ein wunderbares medizinisches Seminar besuchen.Dort ging es um Bewusstsein und Unbewusstsein und die Bewertung der Wahrnehmung erfolgt durch beides im Gehirn.Das alles was wir tun aus einem Bedürfnis herraus entsteht und Emotionen durch frühe Erlebnisse verschüttet sein können.Trotzdem reagiert der Körper auf bestimmte Auslöser wie Worte,Gerüche,Gesten...wir verhalten uns wieder so wie es in frühen Situationen erfahren haben.Es kommen die gleichen Gefühle auf.Es ist für mich wichtig in die Kindheit zu schauen,bei Suchtfamilien,gewalttätigen Familien kann kein gesundes Kind heranwachsen.Es hat vieles aus Angst verdrängt,aber auslösende Situationen bringen bewusst oder unbewusst die schützenden Reaktionen hervor.
Das hatte ich für MICH!!!gelernt.Ich wollte als erwachsene Frau das mir mein Partner die Wünsche erfüllt, welche ich als Kind so vermisste.Und unbewusst suchte ich mir wieder einen der das gar nicht konnte.Der Alkohol,andere Probleme aus seiner Kindheit.Ich schreibe nur für mich!!!!Meine Lernaufgabe war das niemand anderes meine Bedürfnisse erfüllen kann,ich kann nur selber dafür sorgen.Ich brauch keinen Partner der mir zeigt-"ich bin es nicht wert geliebt zu werden,wo ich mich ungeschützt fühle,wo man nicht gehört und gesehen wird.Ich begann langsam etwas zu ändern. -
Guten Morgen Seekrank und Topas
Bei mir war es nicht so schlimm.
Allerdings mit Ihm fühlte ich mich schon stärker/mutiger.
Zuletzt allerdings kritisierte er mich oft z.B. beim Autofahren (Ich fahre seit 35 jahren unfallfrei und viel Auto,davon viele jahre im Pflegedienst!)
verunsichern konnte er mich damit aber schon!
Selbst fuhr er kaum noch(alk?) Ich durfte ihn überall hinfahren!!!!!
Ähnlich auch bei anderen alltäglichen Kleinigkeiten.
In der ersten Zeit nach der Trennung wurde mir mein alleinsein schon sehr bewußt ,besonders abends im Bett ,dachte dann schonmal ,,und wenn dir mal was passiert,bis das jemand merkt können Tage vergehen usw.Mit ihm gab es ja unter der Woche engmaschigen Telefonkontakt....
Inzwischen ist das nichtmehr in meinen Gedanken,auch zu ihm fühle ich eine innere Distanz.
Alles gut so wie es ist.
Ich wünsche euch auch diese Befreiung.
Kein Mensch braucht oder sucht sich einen Partner um gesagt zu bekommen was man alles angeblich nicht kann ,welche Fehler man hat etc.
Jeder Mensch hat Fehler/Angewohnheiten und Ängste unsere ex XY auch!!!!
Aber andere ständig auf ihre angeblichen Defizite hinweisen lenkt ja vom sich selbst ab.
So sehe ich das heute mit Abstand.
Wenn man noch drinsteckt sieht man das nicht.LG R...
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hallo an alle
ZitatAber andere ständig auf ihre angeblichen Defizite hinweisen lenkt ja vom sich selbst ab.
du hast mir mit diesem Satz grad sehr geholfen....
es ist so das mein Freund mich auch oft kritisiert und mich das doch immer sehr mit nimmt auch wenn es manchmal nur kleinigkeiten sind aber mir ist noch nie so recht in den Sinn gekommen das er das vielleicht auch tut weil er mich sich so unzufrieden ist. Aber umso mehr ich darüber nachdenke wird es für mich immer logischer. Ich glaube das gibt mir die Kraft die ich brauche um besser damit umgehen zu können und ihm auch mal konter geben zu können.
Ich danke dir!!!
LG georgina -
Ich wusste das ich etwas ändern muss,nämlich mich!Ich ging nicht mehr kontrollieren,machte ihm keine Vorwürfe und drohte auch keine Handlungen, an die ich letztlich doch nicht durchzog.Es wurde hier ruhiger,aber nicht besser für meine Gefühle,da half es auch nicht mich ununterbrochen abzulenken.
Ich hätte meine Sachen packen können ,zu einer Freundin gehen,sogar ganz weit weg ziehen.Doch was hätte es genutzt,solange die Situation noch so fest in meinem Kopf war, wäre ich an jedem Platz der Welt wieder in meine alten Muster gefallen.Nicht mit diesem Mann,aber mich hätte bestimmt jemand gefunden der alte Muster in mir ausgelöst hätte.Ich muss nicht mein Leben ändern,ich muss mich selbst ändern.Meine Zufriedenheit,mein Gefühl vom Glück finde ich nicht irgendwo.Ich möchte lernen das Glück,die Zufriedenheit,meine Bedürfnisse in mir selbst zu finden.
Meine Einstellung zu vielen Dingen überprüfte ich,dann begann ich mit Sport.Nicht exessiv,das habe ich genug gelebt,sondern 3 mal die Woche,etwas laufen,einen anderen Tag schwimmen,einen anderen Tag tanzen oder Radfahren.Zum Anfang war ich nachlässig,doch jetzt wurde eine Gewohnheit ein Bedürfniss daraus.Ich atme besser,der Stress wir weniger,ich fange an mich zu ändern.Es tut mir gut. -
Guten Morgen Seekrank
Natürlich hast du vollkommen Recht,sich selbst nimmt man überall hin mit,da kann man schlecht weglaufen.
Du klingst sehr sortiert und denkst an Dich ,das ist sehr schön weiter so.
Liebe Grüße R... -
Guten Morgen Renate,
es freut mich das du bei mir reingeschaut hast.ich habe deinen interessanten Tread gelesen.
Du hast recht,ich bin dabei mich zu sortieren.
bei mir war es so, das ich blitzschnell die Gefühle anderer Menschen übernommen habe,waren sie glücklich,war ich es auch,waren sie traurig,war ich es auch.
Auch das rührt aus der Kindheit,als Kind ist man abhängig und in einer ungesunden Familie immer auf der Hut.waren alle vergnügt konnte man es auch,doch wehe die Stimmung war schlecht,da war es nötig diese gefährliche Stimmung rechtzeitig zu erkennen um sich irgendwie unsichtbar zu machen.So lernte ich die Stimmung von anderen sehr zeitig wahrzunehmen und mein Verhalten darauf einzustellen ,um mich der Situation hoffentlich entziehen zu können.Was selten gelang.
Es ist wie beim Pawloschen Hund antrainiert,diese verquere Wahrnehmung.Darum ist es auch so, das ich wusste ich muss mich ändern,ich weiss das nichts richtig läuft,aber ein kleiner Auslöser reichte schon um es nicht zu schaffen.Ich möchte auch nicht das man sagt,du kannst sofort gehen und wenn du nicht gehst findest du Gefallen an der Situation.Puhh,ich glaube die wenigsten Menschen finden gefallen an einer Situation wo man gekränkt und gedehmütigt wird.
Aber es muss erst ins Bewusstsein rücken, das man nicht mehr in der früherin Situation ist und das Unterbewusstsein immer noch alte erlernte Reaktionen hervorruft.Ich musste umlernen,mich Wahrnehmen lernen,mir vertrauen,mich annehmen.Und man kann das schaffen,jeder in seinem Tempo,aber nur nicht aufgeben.
Gruss Seekrank -
NUN weiter,ich begann meine Einstellung zu ändern,mache nicht viel,aber regelmässig Sport,mir ist klar geworden das ich selber entscheiden kann ob ich mir Gedanken über meinen Partner mache,oder es besser ist zu schauen wie ich etwas tun kann,für mich.Ich lese gern und nehme mir schon länger jeden Abend ein Buch mit ins Bett.
Ich räumte meine Schränke auf,gab vieles weg(nicht alles,ist schon noch genug Nützliches und Unnützes vorhanden)und fühlte mich freier.Und ich sage mir jeden Tag eine Affirmation vor"Durch die Wahl von liebevollen,freudvollen Gedanken erschaffe ich eine liebevolle Beziehung zu mir.Ich bin in Sicherheit und frei"
und ich weiss das meine Lebenszeit das wichtigste Gut ist was ich habe.Ich kann wieder lachen,gehe mit viel mehr Humor durch das Leben.
Ja,ich habe angefangen mich zu ändern,meine Energie für mich zu nutzen und nicht für Gedanken,ob und warum der Partner trinkt,wie oder was er denkt und wer die Schuld daran trägt.Es dauerte aber noch bis ich gehen konnte. -
Hallo Seekrank, habe gerade deinen Thread gelesen und bin beeinduckt über so viel Klarheit und mittlerweilen erlangtes Selbstbewußtsein. Dass muss man erstmal "setzen" lassen.
Liebe Grüße von Angie
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Weiter,
ich fing an mich zu ändern,woher mein negatives Selbstbild kam hatte ich ja herausgefunden.Da ich alte Nachbarn traf und sie mir erzählten wie anstrengend mein zu Hause war-ohne das ich fragte-wusste ich das meine Wahrnehmungen dahingehend stimmten.Nicht meiner Phantasie entsprachen.
Ich arbeite weiter daran das zu tuen was ich möchte.
Mein M. merkte natürlich meine Veränderungen,es gefiel ihm nicht,er brauchte mich so wie ich vorher war.Er legte Trinkpausen ein,schau mal,so schlimm ist das nicht.Oder er prvozierte mich,eigentlich fühlte er sich nur wohl wenn es mir nicht gut ging.
Zwischendurch ging es mir immer wieder miserabel,ich zweifelte an mir,an der Welt,liess mich verunsichern.
Aber ich erkannte meine Bedürfnisse, nach Ruhe,Selbstbestimmtheit,Sicherheit,Klarheit,Wertschätzung. -
hallo seekrank,
das erinnert mich an meine mutter. irgendwie fühlte sie sich generell wohler wenn es mir schlecht ging. dann kümmerte sie sich auch um mich. nur das sie soweit ging zu erwarten das es mir immer schlecht zu gehen hat damit sie sich besser fühlen kann das war schon gruslig. als ich mit krebs krank wurde und erstmal selber kaum noch konnte stand sie da, trank wirklich kaum was in der zeit und half hier einwenig mit. nur als es mir dann besser ging, ich therapie machte und anfing mich um meine gesundheit zu kümmern und gesund wurde da fiel sie in ein loch, wurde mir gegenüber bösartig und mit vorhaltungen überschüttete sie mich das sie doch so viel für mich getan hätte und sie jetzt nicht mehr brauchen würde.. so quasi werd du blos nicht gesund, damit ich mich ja nicht wieder selber schlecht und mies und unbrauchbar fühle.
beim durchbrechen dieser abhängigkeit ging es dann so das ich meine mum auf dem sofa liegend und lallend erlebt habe und mir dann sagte, ist ihr elend, ihr leid, sie ist nun da wieder angekommen wo sie wirklich steht, ich gehe und fühl mich wohl und das bleibt auch so.
wär ich da nicht raus gegangen hätt ich dann wieder den part übernommen meiner mum zu helfen und mich um ihrs zu kümmern das sie ja nicht wieder abstürzt.
es ist ein kreislauf. in mir spürte ich das ich ihre hilfe nicht annehmen sollte, auch wenns die mutter ist. das sie mich nur benutzt für ihr wohlbefinden.
es ist seltsam das passierte so viele viele jahre und erst als ich mich losgemacht hatte vom co konnt ich erkennen sehen was tatsächlich an systhematik einer sucht dahintersteht. im mittelpunkt dabie immer die befriedigung der unzulänglichkeit unzufriedenheit des eigenem ich, das da überschüttet wird mit äusseren dingen. entweder als helfender oder als besoffener hauptsach sich selbst nicht so wahrnehmen wie man ist. abhaun. wegschaun. nicht wahr haben wollen das man sich selbst nicht mag. da schenken sich weder der co noch der alkoholiker was. auch ich half meiner mum um mich besser zu fühlen, deffenierte mich über die hilfe anderer und konnt mich selbst nicht sehen.
drum sag ich wieder und wieder und wieder, das beste was mir passiert ist das ich mei mir selber angekommen bin, mich wahrnehmen lernte, spüren konnte mich sehen konnte wo ich stand auch wenn das alles sehr weh tat es war das wichtigste überhaupt. danach wurde das leben endlich frei und ich lernte daraus das ich mich selbst wert schätzen und achten und leiben muss um zufrieden zu sein. mit der zufriedenheit mit sich selbst kam dann auch die fähigkeit zurück anderen zu helfen OHNE dabei mein selbstwert daran auf zu bauen sondern einfach nur zu helfen weils mir wichtig ist und spass macht es zu tun und wenn ich merke ich tu mich damit überforden steh ich da und kann auch nein sagen.das da ne grenze sein muss zwischen dem anderen und mir. das ich nicht für den anderen und er nicht für mich sein leben zu opfern hat. das ein nein ein nein ist. das auch ich hilfe annehmen lernen konnte ohne das gefühl zu haben da will einer was von mir zurück haben.
lieben gruß
melanie -
das erinnert mich an meine mutter. irgendwie fühlte sie sich generell wohler wenn es mir schlecht ging. dann kümmerte sie sich auch um mich. nur das sie soweit ging zu erwarten das es mir immer schlecht zu gehen hat damit sie sich besser fühlen kann das war schon gruslig. als ich mit krebs krank wurde und erstmal selber kaum noch konnte stand sie da, trank wirklich kaum was in der zeit und half hier einwenig mit. nur als es mir dann besser ging, ich therapie machte und anfing mich um meine gesundheit zu kümmern und gesund wurde da fiel sie in ein loch, wurde mir gegenüber bösartig und mit vorhaltungen überschüttete sie mich das sie doch so viel für mich getan hätte und sie jetzt nicht mehr brauchen würde.. so quasi werd du blos nicht gesund, damit ich mich ja nicht wieder selber schlecht und mies und unbrauchbar fühle.
hallo
es ist echt gruselig... weil ich es genau so 1:1 übernehmen kann nur nicht meine mutter sondern mein mann...
(es war nicht krebs sondern eine andere schwere krankheit). jedenfalls so liebevoll und rührend er sich um mich gekümmert hat, hatte er kein interesse, daß es mir besser geht. so hatte er mich völlig unter kontrolle.
als ich gesund wurde hielt er mich immer vor, was er alles für mich getan hat und erwartet eine lebenslange dankbarkeit.
nun gesund geworden bin ich alleine, auch wenn er versucht hat es zuverhindern bzw. es herauszuzögern...
teilweise war er echt bösartig...ich stimme melanie zu, wenn ich jemanden helfe oder unterstütze, dann tue ich es weil ich etwas geben möchte ohne dafür etwas zu erwarten... leider ist es bei suchtkranken nicht so...
aber ich habe dadurch für mich gelernt, wenn es hart auf hart kommt, kann ich mich auf mich selbst verlassen...
was ein gutes gefühl ist und mein selbstwert deutlich steigert...liebe grüße
topas -
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