Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo liebe Gemeinschaft,


    ich bin gerade in einer sehr aufgewühlten Situation und gerade gar nicht sicher, ob ich jetzt mit meiner "Vorstellung" am richtigen Wort gelandet bin.
    Seit über 24 Jahren lebe ich nun mit einem Mann zusammen, heute kann ich sagen, dass er, seit ich ihn kenne, mit Alkohol ein Problem besitzt.
    Zu Beginn unserer Beziehung habe ich das nicht wirklich realisiert. Es war für mich nicht wirklich sichtbar, obwohl der Ablauf jeden Tag ähnlich verläuft.
    Ab 20 Uhr ist er ausgerüstet mit seiner Dosis und legt los. Je nach "Stress" und "anderen Auslösern" beginnt er seinen Level aufzubauen im Laufe des Abends.
    Mein Blick auf das Gesicht und den Gesichtsausdruck, alles was dazugehört, fällt mir sehr schwer. Die Gefühle sind schwer zu beschreiben.
    Über die Jahre hat sich eben eine gewisse Unwucht in den Gefühlen entwickelt.. Heute Nacht bin ich auf das Forum gestoßen und die Darstellungen von Clärchen und ihren Gefühlen gegenüber dem Partner. Als wäre ein Spiegel vorgehalten, entdecke ich so viele Parallelen in den Gefühlen.
    Während mein Partner mich überhäuft mit Liebe, dem Versuch der Annäherung, habe ich alles an Bedürfnissen ihm gegenüber verloren.
    Dabei fühle ich mich schuldig. Lasse seine sexuellen Wünsche über mich ergehen, weil ich keine Kraft für die mögliche Diskussion bei einer Verweigerung habe. Verbunden mit Alkohol und Tabletten dann auf seiner Seite. Ich fühle mich schuldig, weil ich mich nicht einkriege ihm gegenüber. Und noch schlimmer, dass ich kein Bild habe von einem schönen Leben mit ihm, selbst wenn der Alkohol nicht mehr Thema wäre.

    Das ist so kurz gefasst der Anriss über die Gefühlslage.


    Vielen Dank für Feedback - wie geht es mit mir weiter hier in diesem Kreis ?

    Liebe Grüße,

    Kerstin.


  • Hallo Tiare,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich habe für dich ein eigenes Thema eröffnet, damit dein Anliegen nicht in dem anderen Thema untergeht.


    Damit wir dich fürs Forum freischalten können, klicke bitte den folgenden Link an und fülle das Feld aus, dann absenden.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • hi tiare


    ich bin seit fast 35 jahren mit meinen mann zusammen. und ja er trinkt auch seit dem wir uns kennen. er hat schon lange vor unserer zeit angefangen.

    er trinkt jetzt nicht jeden tag aber auch sehr regelmässig. da kann man die uhr nach stellen. wenn er umher tigert weiß ich genau das er in den nächsten minuten verschwindet.

    einen grund braucht er nicht. er tut es einfach.

    seine ständigen beleidigungen haben bei mir eine art sexuelle blockade ausgelöst. ich habe keinen sex mehr seit fast 1 jahr. in diesem punkt fühle ich mich schuldig, aber ich kann einfach nicht...

    davor hatten wir noch regelmäßig, aber entweder war es so schlecht oder ich hatte wochenlang probleme bei allem was ich tue.

    mein mann hat jegliches interesse an mir verloren. es ist ihm nichts mehr wichtig. und das ist das erschreckene daran. dieses desinteresse... an uns, an den kindern und vor allem an unseren enkeln.

  • Liebe Schmusekatze,
    ich fühle genau deine Schilderungen ja auch bei mir.
    Jeden Abend gehe ich meist traurig ins Bett - seine Worte vom Abend über die Sinnlosigkeit des Lebens im Kopf nachwirkend bei mir.
    Dass ich gerade mit Krebsverdacht kämpfe, scheint eine weitere Belastung für ihn zu sein. Jetzt muss ich ihn hier auch noch aufrichten.
    Aber wo bleiben wir, .. ?
    Irgendwie hatte ich auch die Idee, dieses Forum könnte uns Mut machen, eben durch den Austausch wieder in die agierende Rolle zu bringen, als immer nur zu reagieren.
    Denkst du an Trennung ?

  • Hallo Tiare,


    du hast den Verdacht auf Krebs, daß ist eine unglaubliche Belastung. Wieso meinst du, dass du deinen Mann da aufrichten musst? Damit sollte er selbst klar kommen, er ist doch erwachsen. Du brauchst nun deine Kraft für DICH.


    Ich habe deine Vorstellung gelesen und finde es sehr traurig, dass du das alles über dich ergehen lässt. Das ist Missbrauch, Gewalt, er missbraucht dich und du lässt das zu. Wo ist dein Selbstwert, dein Lebenswille? Du hast das doch SO nicht verdient.


    Deine Idee, dass der Austausch hier was für dich bewirken könnte, ist richtig. Darum habe ich dir diese Frage gestellt. Du kannst einfach ganz ehrlich zu dir selbst sein und darüber nachdenken, es ist nicht böse gemeint sondern ein Beginn.


    Liebe Grüße

    Aurora

  • liebe tiare,


    ich kann dich so gut verstehen. es ist trostlos.. kaum noch lachen oder freude. ich würde mir irgendwann einen job suchen um hier rauszukommen.

    dann kommt auch noch deine krebserkrankung zu tun. ich habe etwas ähnliches durch. ich hatte eine schwere sarkidose das war richtig schlimm. aber ich habe mich da raus gekämpft. alleine. mein mann hat mir kaum geholfen.

    mit 23 rückfällen in den letzten 20 jahren war dies gar nicht so einfach. aber jetzt geht es mir gut und ich bin "gesund".


    trennung? ich habe mehr als einmal darüber nachgedacht. aber es ist leichter gesagt als man denkt. ich müsste mich trennen, aber ich kann nicht. ja es ist schwierig zu erklären. aber jeder zieht seine eigene grenze wo man was macht... z.b. trennen. und meine.. ist noch nicht erreicht

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