butterweich und steinhart zugleich

  • Das ist einfach nur Feeling, liebes Kaltblut.

    Weich ist stärker als hart. Ich habe jahrelang Vollkontakt-Kung-Fu ausgeübt. Das weiche Anpassen an den Angriff kann eine Stärke erwachsen lassen, die nicht fassbar ist - weil sie genau die Kraft des Gegners umsetzt.

    Wie bei Deinem Bike! Entweder Ihr seid eins oder Du trittst ihn ;) Das war immer das, was mich als Sozia gereizt hatte, das liegen und schwingen mit Moped und Fahrer in Kurvenlagen.

    Ich finde es herrlich wärmend, liebes Kaltblut, wie Du über Deinen Lernprozeß schreibst. Ich finde es sehr schön, wie Du über Zugang zu Tischkultur und das sehen der schönen Dinge schreibst. Das nämlich ist ein Thema, von dem ich eigentlich dachte, der Mensch hat es. Ich war so naiv und war der Meinung ein liebevoll zusammengestellter Tisch, mit passenden Tellern und Besteck "muss" gefallen. Dass das aber manchen Leuten nicht einmal auffällt, weil Teller und Besteck nur Sinn und Zweck erfüllen musste, das traf mich wohl so wie eine Fliege durch Klatsch getroffen wird. Schön naiv ... aber na ja, so bin ich halt....

    Das was Du sagst, liebes Kaltblut "jeder ein Stück des anderen" habe ich mir in den letzten Tagen überlegen müssen, als wieder eine Lieferung vor meine Türe abgestellt wurde.

    Ich habe den Eindruck, dass denken an die andere Person Energien bei der Gegenseite bewegt, die zu Handlungen - egal welcher Art und egal ob positiv oder negativ führen. Ich denke sehr wohl, dass Menschen, die sich einmal nahe waren eine gewisse Verbundenheit besitzen, und sei es nur über persönliche Lebensrhythem oder Gewohnheiten.

    In meinem Fall - wo alles böse und aggressiv zu Ende ging - beängstigend, in Fällen wie bei Dir schön....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Liebe Dagmar,

    meine Kinder meinten einmal: warum sind denn da so viele Teller, Gläser und Besteck auf dem Tisch? Das ist ja wie Weihnachten, aber an einem normalenTag. Bei euch ist immer Weihnachten. Nicht Weihnachten, nur schön und das kann mir niemand mehr nehmen.

    Mein Denken Dagmar, daß kann nur bei mir etwas auslösen. Du kannst vorahnen wie der andere sich verhält, an seiner Haltung, an seiner Gestik, an seinem Geruch, aber nie an seinen Gedanken.

    Die Beziehung zu meiner Frau begann mit dem Ausraster eines Herrn Dr. Wumme Beam Michelinman (kaltblütig frei erfunden) und endete nicht viel anders bzw. mit meinem sofortigen Abflug zu unserem eigenen Schutz.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Guten Morgen Heißkalter,

    ich mag deine Texte sehr, auch wenn ich manches hinterfrage, was du schreibst.

    Du sprichst von der Wonne des Gewöhnlichen, die bei dir angekommen ist. Wenn du das Gewöhnliche (ich vermute, du meinst die kleinen Dinge des Lebens) für dich entdeckst, wieso bist du dann deiner Frau dankbar, die dir die „große Welt“ zeigte? Wie können sich zwei Menschen bedingungslos lieben, wenn ihre Köpfe oft genug Bowlenschlüsseln glichen? Karl, kann es sein, dass du Vergangenheit glorifizierst? Die Dankbarkeit, dass du durch ihr Trinken angefangen hast, dich mit dir selbst auseinander zu setzen, die verstehe ich jedoch gut. Du hast eine Menge geschafft in der Zeit, seit ich dich kenne. Das ist etwas, wofür du dir auf die Schulter klopfen kannst, denn es ist allein DEIN Verdienst, was du aus den Wirren und Erfahrungen heraus geschafft hast.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hi Ette,

    das Leben an sich ist gewöhnlich. Ich sah es nur nicht und mit den ganzen Rezeptoren im Kopf und wer da alles meine Sinne beeinflußte, war ich oft vernebelt. Bowlenschüssel, hm, als Bowlingkugel was auf die Zwölf, das hätte geholfen.

    Es tut mir heute gut an schöne Dinge zu denken, die ich gestern noch nicht kannte. Nicht nur was meine Frau mir genommen hat, hat mir etwas gegeben, was ich geschenkt bekam, einfach so, was ich daraus mache, das hat mich verändert.

    Es würde mir nicht gut tun, wenn ich am Modder der Vergangenheit festhalte, es reicht, wenn die Warnlampen zum richtigen Zeitpunkt früh angehen.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Ihr Lieben,

    mir ist aufgefallen daß mein Junges Kind immer einen großen Vorteil seinen 2 1/2 Jahre älterem Bruder hatte. Er kam flutschend und reibungslos auf die Welt und so verläuft sein bisheriges Leben. Er konnte sich seine Lebenserfahrungen einfach ablesen und ohne Druck erlernen, vieles kam einfach zugeflogen. Vieles was der Ältere machte fiel gleich durch und wurde anders, besser, perfekter gemacht. Da fällt mir der Ausspruch ein: auf die Doofenschule (Gesamtschule, mit allen Stufen, sogar einer Musikschule) gehe ich nicht, er wollte aufs Elite-Gymnasium.

    Kinder müssen ihre Erfahrungen machen, ohne Widerstand fehlt etwas. Das mit dem Besser sein und überflügeln hat seine Grenzen und die werden irgendwann aufgezeigt. So wie vor 4 Monaten, im triumphalen Endspiel, Hand gebrochen. So wie Samstag, als er auf einen Lehrgang gegen die Banden knallte. Wir sind alle mit dem Bike auf die Schnauze geflogen, aber keiner ist einfach im Gefecht mit dem Bruder geradeaus gefahren. Besser dort als in Bergischen, im Westerwald oder der Eifel. Da hält so ein Abflug lebenslang, hier ist es mit 3 Wochen Gips an der anderen Hand getan. 2 1/2 Jahre Erfahrungsunterschied sind unbezahlbar, die kommen nicht mehr einfach angeflogen.


    Als ich auf die Welt kam, da bekam ich meine ersten zwei Herausforderungen: ich durfte entscheiden zu schreien oder für immer den Mund zu halten. Mein ewiger Widerspruch an sich, das Leben der ewigen Ruhe vorzuziehen.

    Ich wurde geboren um mich zu entwickeln, immer weiter und dazu gehörte auch zu widersprechen. Mich vertreten, widersprechen, da fühlten sich manche in den Allerwertesten getreten, nur wenn ich den Mund aufmachte. Widerspruch kann Widerspruch und Widerstand erzeugen und so ergab sich eine herrliche Widerquakerei.

    Manchmal war ich zu müde zum quaken, denn der Widerstand kostete viel Kraft. Die konnte ich bei anderen erneuern, indem ich keinen Widerstand produzierte, mit lieb sein, mit gut sein und sie konnten sich an mir erfreuen, ich durfte aufhören zu leben und wurde gelebt. Wie früher, nur etwas anders.

    Es half mir auch nicht, den Widerstand aus mir herauszulösen. Dafür gab es noch andere Mittelchen zum einführen. Flüssige, die mir die Gedanken für kurze Zeit ausknipsten. Feste, die mir feste am Körper hingen. Luftige, die ich mich von innen schwärzten. Arbeitsame, die mir die Zeit nahmen. Freudige, die mich blendeten. Alle zusammen schafften es meine Gedankenmuster ordentlich mit Gründen, mit für und wider zu versorgen. Wie früher, nur etwas anders.

    Später war ich oft in den Köpfen der anderen und suchte in deren Gedanken, Gründe, für und wider und mir wuchsen mehrere Köpfe in meinem Hirn.

    Erst als ich Spaß daran fand, am Widerspruch an sich, an grundloser Veränderung, daran im Heute zu leben, den Widerspruch anderer nicht auf mich zu beziehen, nicht zu bewerten und die Mittelchen der Mittelchen für nix aus meinem Hirn entließ, da gingen meine Türchen auf, denn ich hatte mich für den Widerspruch zum Leben entschieden.

    Danke, daß es dieses Forum gibt.

    Frohe Weihnacht und schöne Festtage alles Liebe Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Da sagst Du viel wahres liebes Kaltblut.

    Gerade der innere Aufschrei "nein, so ist das nicht" aber halt, warum reagiere ich jetzt so? Ist es doch so? Bin immer ich gemeint? Nicht unbedingt, denn so wichtig bin ich gar nicht - davon mal abgesehen, dass sehe ich anders, aber es lohnt sich nicht immer über alles und jedes zu diskutieren. Eine Meinung stehen lassen, auch wenn man dieser nicht zustimmen kann.

    Das verrückte scheint ja zu sein, erst wenn wir das Leben zulassen und es so annehmen, wie es sich uns präsentiert, dann scheinen sich Türen zu öffnen. Erst dann gehen die Geheimtüren auf, die wir doch zuvor so verbissen gesucht hatten. Natürlich bisher ohne Erfolg, weil wir mit Gewalt versucht hatten, diese Türen zu öffnen.

    Wobei ich, liebes Kaltblut, eine gewisse Wehmut und Trauer sehr wohl noch in mir spüre, trotz allen den vielen schönen Dingen, die nun in mein Leben getreten sind, die ich oft nicht kannte.

    Aber auch das ist wohl eine Stimmung, die zum Leben und zum annehmen des Lebens gehört.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Servus Kaltblütiger,

    es hat sich viel getan in diesem Jahr, vieles, was Dir noch vor einem Jahr nicht möglich oder undenkbar erschien.

    Heute schaffst Du es, Dinge an Dich heranzulassen, ohne im Vorfeld wissen zu müssen, wie sich die Dinge entwicken werden - und es geht Dir gut dabei.

    Das nimmt Dir keiner mehr, das ist "Deins".

    Ich wünsche Dir frohe Festtage und dass sich Deine Wünsche erfüllen! :)

    LG
    Spedi

  • Hallo Du warmblütiges Kaltblut,

    vieles hat sich getan im vergangenen Jahr!

    Du konntest so einiges für Dich annehmen und wie es Spedi schon sagte, es geht Dir gut damit! Das freut mich für Dich!

    Ich wünsche Dir richtig frohe und besinnliche Weihnachtstage und überhaupt.... alles Liebe!!!!!

    Lieben Gruß
    Speedy

    lieben Gruß

    Speedy

    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

  • Hi du Warmblüter,

    du trabst du denn herum? Ich hoffe, es geht dir gut.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ette,

    ich war noch was im Interkontinentalrausch, bin aber recht funktionsfähig und gut gelandet.

    Als ich anfing mich immer mehr mit meiner Gesundheit, anstatt mit meiner Krankheit zu beschäftigen, ging es mir immer besser, daß ist noch gar nicht so lange her, obwohl es mir schon lange immer besser geht.

    Zu lernen, daß der Alkohol, die Co-Abhängigkeit und meine kranken Gedanken nicht meinen Tag bestimmen, sondern das was mir wirklich gut tut, war eine wichtigste Erfahrung. Daran arbeite ich mit viel Spaß und Freude dieses Jahr und noch viele weiter.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Guten Tag Ihr Lieben,

    die Tage sortieren sich langsam wieder in mir, meine Morgenstunde beginnt sich auf das Frühjahr einzustellen, auf frühes Aufstehen und den vollen Tag genießen. Gewöhnlich gehe ich jetzt zeitig ins Bett, vor Mitternacht und bin spätestens 6 Stunden später ausgeruht auf den Beinen. Dann lese ich, in meinen Lebensbüchern, Sachbücher, Lebensbüchern. Ich habe einen unglaublichen Durst auf Bücher bekommen.

    Dann kommt der Augenblick wo ich mich entscheiden muß: Kuscheldecke oder raus. Ich bin über ein viertel weniger, also fällt es mir weniger schwer aufzuspringen, in meine Laufklamotten zu springen, unrasiert, ungeputzt, unverblümt in die Natur zu laufen.

    Es müssen keine große zehrende Strecken sein. Es ist dieses füllen der Lunge, das Drumherum, das Natürliche, sogar die stinkenden Abgase der Pendler aufzunehmen, die Bewegung, wenn die Nacht zum Tag wird. Es ist dieses sehen, riechen und fühlen, alles ohne hallo wach. Pendler die mit dem Fahrrad hetzen, Gemächliche, die sogar einen dahergelaufenen Fremden freundlich grüßen, Hundeausführer, die intime Gespräche an Ohr haben, die sie in ihrem Familienkreis nicht führen können oder das huschen und verstummende Kreischen im Dickicht.

    Dabei mache ich immer noch kleine Schritte, wie vor bald einem Jahr. Fester, ausdauernder und leichter, fließender, gedankenverloren. Verloren habe ich keine Gedanken, sie sind aufgeräumt und sortiert, gerade.

    Ich fühle mich gerader wenn ich laufe, gewachsen, obwohl meine Jungs größer geworden sind, also beginne ich zu schrumpfen oder wie die Freundin meiner Mutter meinte: du jehs in de Äd. Eines Tages werde ich ein kleines Männlein sein, wie meine Mutter eine kleine zierliche Frau wurde, aber noch fühle ich mich gewachsen. Je geradliniger ich mich fühle, je aufrechter laufe ich. Meine Brust ist gewaltig geschrumpft, aber beim Atmen kann ich sie füllen und in mich hineinhören. Dann bin ich wie ein stolzer Hahn, freilaufend, gewachsen, in Eigenhaltung, durch Selbsthilfe. Danke, daß es das Forum gibt.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut!

    Herrje, das hört sich super an, schön, das es dir so gut geht :D !
    Genau, läute du mal den Frühling ein, das macht uns Mitlesenden munter.

    Liebe Grüße von
    Elfriede

    Liebe Grüße von
    Elfriede
    _______________________________________

    Wir können die Uhr nicht zurückdrehen, aber wir können sie neu aufziehen!

  • Also, ich genieße gerade die dicken Schneeflocken, die vor meinem Fenster runterschweben.
    LG Thelma

  • ... immer mal wieder dich kurz mitlesend finde ich es so schön, von und mit welcher errungenen Freiheit du immer wieder schreibst.

    Mich immer mehr mit meiner Gesundheit, anstatt mit meiner Krankheit zu beschäftigen, das finde ich so Seelenversprechend und aussprechend über genau das, was ich fühle und wohin auch ich hoffe, dass mein Weg mich zu diesem Ziel trägt. Hinaus spazierend und stolzierend aus der atemlosen Trägheit.

    Alles Gute und auch ein Dankeschön, dich hier im Forum zu lesen.

    koketterie

  • Hallo Ihr Lieben,

    gestern hatte ich eine merkwürdige Erfahrung. Als ich ein Buch verleihen wollte wurde es dankend abgelehnt. Derjenige meinte er könne zwar den Kindern vorlesen, er versteht aber nicht die Zusammenhänge und brauche jemanden dem er zuhören kann, dann versteht er. Nicht das Lesen, die Zusammenhänge verstehen ist also wichtig. Er ist ein Mann der Öffentlichkeit, er versteht Menschen, aber keine Texte. Ich war sehr erstaunt. Da fiel mir ein wie oft ich mich über das Geschreibsel mancher Forenteilnehmer aufregte, weil ich es nicht verstand. Ich muß es nicht verstehen, es ist alles schon lange in mir, ich kann es nur noch nicht richtig lesen und dann habe ich Probleme mit dem Denken an sich.

    Immer wenn ich schlecht über Erlebtes nachdenke, wenn etwas Vergangenes hochkommt, dann bin ich der Einzige dem es weh tut, der sich dabei verletzt, dem es nicht gut geht. Für meinen Frieden brauche ich keine schlechten Gedanken, denn ich kann verändern. Ich kann zum Beispiel meine Richtung ändern, mit einem Schritt bin ich wieder aus der Vergangenheit im Hier und Heute.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Zitat von kaltblut

    Hallo Ihr Lieben,

    gestern hatte ich eine merkwürdige Erfahrung. Als ich ein Buch verleihen wollte wurde es dankend abgelehnt. Derjenige meinte er könne zwar den Kindern vorlesen, er versteht aber nicht die Zusammenhänge und brauche jemanden dem er zuhören kann, dann versteht er. Nicht das Lesen, die Zusammenhänge verstehen ist also wichtig. Er ist ein Mann der Öffentlichkeit, er versteht Menschen, aber keine Texte. Ich war sehr erstaunt. Da fiel mir ein wie oft ich mich über das Geschreibsel mancher Forenteilnehmer aufregte, weil ich es nicht verstand. Ich muß es nicht verstehen, es ist alles schon lange in mir, ich kann es nur noch nicht richtig lesen und dann habe ich Probleme mit dem Denken an sich.

    Immer wenn ich schlecht über Erlebtes nachdenke, wenn etwas Vergangenes hochkommt, dann bin ich der Einzige dem es weh tut, der sich dabei verletzt, dem es nicht gut geht. Für meinen Frieden brauche ich keine schlechten Gedanken, denn ich kann verändern. Ich kann zum Beispiel meine Richtung ändern, mit einem Schritt bin ich wieder aus der Vergangenheit im Hier und Heute.

    LG Karl

    Hallo Karl,

    Dein Text hat mich heute begleitet, immer wieder zog es mich in Deinen Thread, ich wollte verstehen, was Du hier mit uns teilen wolltest.

    Zuerst dachte ich sind klasse Gedanken, Richtungsänderung, mit einem Schritt bin ich wieder aus der Vergangenheit im Hier und Jetzt.

    Wenn aus der Vergangenheit etwas hochkommt, meinst Du, verletze ich mich selbst. Zunächst wurde ich als Kind von Suchtkranken verletzt, diese Tatsache darf man nicht verdrehen. Ehre Deine Eltern hat seine Berechtigung hiermit verloren, ich finde die dazugehörigen Gefühle, die aus dem Erlebten hochkommen, wollen berechtigterweise gelebt werden. Und nicht heute noch andauernd, wenn ich nur die Richtung ändere, weiterhin nicht beachtet werden.

    Ein Kind das ge-und beachtet wurde in seinem Elternhaus, achtet und beachtet seine Mitmenschen, Selbstliebe und Mitmenschlichkeit sind selbstverständlich, müssen nicht im Erwachsenenleben erst angeeignet werden.

    Zaubern können wir hier alle nicht, es wäre schön, ein Schritt und ich wäre meiner Vergangenheit mächtig. Es ist schon Arbeit meine Emotionen aus denen meine Gefühle entstehen, zu verstehen, in gutem Kontakt mit ihnen zu sein.

    Übrigens ich bewundere Deine Stärke Rauchen lassen zu können und Deine Ernährung so umzustellen, dass Du viel weniger mit Dir herumtragen musst.

    Das erstere habe ich am 23.10.2008 eingestellt. An der Ernährungsumstellung bin ich gerade dabei, fällt mir schwerer als das Rauchen zu lassen. Ich weiss, dass ich besseren Kontakt zu meinen Gefühlen habe, wenn ich sie egal mit welcher Sucht, sie nicht mehr betäube oder verdrängen möchte.

    Gefühle kommen und gehen, wieso nicht hochkommen lassen, welche Angst steckt dahinter?

    Alles Liebe Weitsicht

    Je mehr ich das meinen Gefühlen gestatte umso besser kann ich meine Vergangenheit, mit seinem unmenschlichem Vorleben, ruhen lassen.

  • Hallo Weitsicht,

    Du machst eine ganz tolle Entwicklung durch und ich lese Dich gerne. Ich habe damals auf manche Äußerung sehr gereizt reagiert, mit Rechtfertigungen und Begründungen. Dazu gab es keinen Grund, denn ich konnte vieles noch nicht begreifen, dazu brauchte ich Monate und Monate, andere waren da schon viel weiter, Frauen sind oft viel weiter.

    Deine Kindheit ist Deine, meine war anders, die Suchtmuster treffen sich dann wieder, irgendwo.

    Es gibt Gefühle, die tun mir nicht gut. Die können Kettenreaktionen bewirken. In diesem Augenblick spielt es keine Rolle, ob ich krank bin, Angst habe, warum und wieso und überhaupt. Da gibt es für mich nur eine einzige Reaktion, nicht nach links oder rechts zu sehen, nicht vor oder zurück, das Hirn abschalten, S/W einschalten und gut ist. Vieleicht kann ich ja morgen oder übermorgen besser damit umgehen, aber nur Heute, im Jetzt lebe ich, auf sicheren Wegen.

    Große Klasse, wenn Du mit Deinen Gefühlen gut umgehen kannst. Ich konnte lange Zeit mit meinen Gefühle nicht umgehen.

    Lass mich einfach einmal in die spedierte Trickkiste greifen: da haben wir Wege finden und Gründe suchen. Der Zauber liegt im grundloses Tun.

    LG und schönes langes Wochenende Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,

    ich lese und lerne einiges in Deinem Thread.

    Zitat


    Der Zauber liegt im grundloses Tun.

    In jedem Neuanfang liegt ein Zauber inne. Ich brauche nur nach Innen SEHEN und HÖREN zu wollen. Ich bin dankbar, dass ich mich in meine Meditationen fallen lassen kann. Hier finde ich Ruhe, Entspannung und manchmal Antworten auf meine Lebensfragen. Komme dadurch besser mit meinen äusseren Aufgaben und Pflichten zurecht. HABEN oder SEIN, ich habe mich schon vor vielen Jahren für das SEIN entschieden. Das Umsetzen im Alltag ist schwierig, da viele Stolpersteine von meinen(Eltern, Lehrer, Kirche), auf meinem Weg lagen bzw. noch liegen, um aufrecht weiterzugehen. Fallen sind immer noch zu finden. Ist in unserer Gesellschaft (Werbung + Abhängigkeit) nicht einfach, geht nur, wenn ich spüre, was ich durch das "SEIN" und Verantwortung für mich selbst übernehmen, an Lebensfreude geschenkt bekomme.

    Dir auch ein erholsames Wochenende, Weitsicht

  • Hallo Kaltblütiger,

    ich freu mich, wenn du wieder da bist.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

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