c.o.ma - Längst getrennt, kurze Vorstellung

  • Hallo,

    ich bin neu hier, weil es mich gerade innerlich zerreißt und ich hoffe, den einen oder anderen Rat zu bekommen, wie ich mich wieder fangen kann.

    Mein Ex-Mann geht endlich in den Entzug. Leider ist es bei ihm nun schon so weit fortgeschritten, dass alle um sein Leben bangen.

    Man hilft wo man kann, aber da eine Grenze zu ziehen, fällt schwer. Ich merke nur, ich kann nicht mehr und bin total traurig darüber, dass es erst bis zum kompletten Absturz kommen musste, damit etwas passiert.

    Ich war gegangen, um ihn zu retten. Das hat nicht geholfen.

    Liebe Grüße

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Coma!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und für die Angehörigen ist es schwer, diesem Verfall des Alkoholikers zuzusehen, und nichts tun zu können.

    Der Austausch im offenen Bereich kann Dir helfen zu begreifen, dass Du wirklich nichts für Deinen Ex-Mann tun kannst.

    Nur der Alkoholiker allein kann seine Alkoholsucht zum Stoppen bringen.

    Klicke den folgenden Link an und schreibe einen kurzen Satz:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Coma.

    Je weniger Du private Details hier schreibst, desto weniger besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Du erkannt wirst.

    D.h. keine Wohnorte, Therapieeinrichtungen, Namen, Alter, Daten, etc. erwähnen. Du wirst erstaunt sein, wie sehr sich die vielen Geschichten ähneln, es ist sehr unwahrscheinlich, dass Dich jemand erkennt.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den
    neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vorher warst Du im Vorstellungsbereich. Jetzt im offenen Bereich.

    Für den geschützten Bereich gelten ein paar Voraussetzungen. U.a. eine 4-wöchige Teilnahme am Forum.

    In dieser Zeit kannst Du Dich aktiv beteiligen, indem Du so neutral wie möglich schreibst, so wie ich das oben schon beschrieben habe.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • 4 Wochen sind eine lange Zeit. Entweder ist dann der Klinikaufenthalt beendet oder aber..

    Eine Frage habe ich aber noch: Betroffene sollen sich ja von Triggern schützen, gilt das auch für Angehörige oder Freunde/Kollegen, die mit ihm getrunken haben? Also kein Kontakt mehr?

    Liebe Grüße

  • Hallo c.o.ma,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Komme in Ruhe an. Hier kannst du dich durch den großen Erfahrungsschatz ganz vieler Angehöriger lesen und sicher auch viel für dich mitnehmen.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • 4 Wochen sind eine lange Zeit.

    4 Wochen sind 4 Wochen, in denen du dich hier schon mal ganz anonym austauschen kannst. Dazu musst du gar nicht bis ins letzte Detail gehen. Die Berichte hier sind alle zwar einzigartig, dennoch ähneln so einander so sehr, dass ein Erkennen praktisch unmöglich ist, wenn du keine Orte oder Namen verwendest.

    Betroffene sollen sich ja von Triggern schützen, gilt das auch für Angehörige oder Freunde/Kollegen, die mit ihm getrunken haben? Also kein Kontakt mehr?

    Meinst du jetzt dich mit ‚Betroffene‘?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo coma,

    willkommen in der Gruppe. Was für Trigger meinst Du? Es gibt ja für alle Personengruppen Trigger. Für uns Co's auch. Mir hilft der komplette Kontaktabbruch zu ihm (ist bei dir wohl gerade schwierig) und seinem kompletten nassen Umfeld.

    Ich wäre sonst zu sehr gefangen in den ganzen Themen und meine Energie würde dann nicht mehr ausreichen, mich um mich selbst zu kümmern. Und das ist das was wir Co's halt lernen müssen.

    Ich bin übrigens schon fast ein Jahr hier im offenen Bereich. Erkannt hat mich noch niemand. Und da es ja um mich geht, kann ich vieles so schreiben, dass keine Details (die meistens auch unwichtig sind) geschrieben werden müssen.

    Das Forum hat mir sehr geholfen. Gerade die direkten und ehrlichen Antworten und Sichtweisen.

    Also Dir ein gutes Ankommen hier.

    LG Momo

  • Als Betroffenen meinte ich den Alkoholabhängigen. Wenn er sich von allen fernhalten muss, dann wird es einsam für ihn und natürlich wäre ich dann gewissermaßen auch betroffen und einige andere aus dem Umfeld auch. Ich selbst trinke fast keinen Alkohol und habe sowas nur für Besucher hier. Das sollte ich vielleicht auch mal wegkippen:/

    Liebe Grüße

  • So wie ich Dich verstehe lebt ihr zusammen? Alles Schritt für Schritt.

    Alkohol würde ich natürlich aus dem Haushalt entfernen. Aber wenn er wieder auf den Füßen steht, kann das besprochen werden. Er ist ja erwachsen und kein Kind.

    Was tust Du für Dich jetzt in dieser Zeit? Du schreibst, dass Du keine Kraft mehr hast. Was durchaus verständlich ist. Aber vielleicht nutzt Du die Zeit Dir um Dich Gedanken zu machen. Was ihm betrifft muss er sich dann Gedanken machen.

    LG Momo

  • Ein kompletter Abbruch geht aus familiären Gründen schonmal nicht und wenn er dann trocken ist, biete ich definitiv nichts mehr an. Ich werde alles wegpacken, falls mal ein besuch stattfinden sollte. Abgesehen davon sind wir langjährige Freunde. Das würde mir echt fehlen. Kann natürlich sein, dass sich das irgendwann ändert, weil er sich verändert. Sowas weiß ich natürlich nicht vorher. Vom Prinzip her ist er aber schon ein guter Mensch.

    Liebe Grüße

  • Hallo und willkommen c.o.ma,

    wenn Alkoholiker bereit sind in ein dauerhaft trockenes Leben zu starten, muss oft das Umfeld erneuert werden. Das ist tatsächlich so. Innerhalb der Familie ist das nicht immer möglich, da gibt es andere Strategien. Zum Beispiel Familienfeste zu meiden, zuhause keinen Alkohol zu haben, auch nicht für Gäste usw.

    Aber das ist die Aufgabe und Verantwortung des Alkoholikers, seine Bedürfnisse durchzusetzen und auf sich zu achten. Das ist nicht deine Aufgabe, bzw die Aufgabe des Partners oder der Familie. Dass du als Partnerin nicht in seiner Gegenwart trinkst finde ich allerdings selbstverständlich. Alles andere muss er selbst für sich festlegen und durchsetzen.

    Du schreibst, dass du gegangen bist. Das heißt, ihr seid getrennt. Verstehe ich das richtig?

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • So wie ich Dich verstehe lebt ihr zusammen? Alles Schritt für Schritt.

    Alkohol würde ich natürlich aus dem Haushalt entfernen. Aber wenn er wieder auf den Füßen steht, kann das besprochen werden. Er ist ja erwachsen und kein Kind.

    Was tust Du für Dich jetzt in dieser Zeit? Du schreibst, dass Du keine Kraft mehr hast. Was durchaus verständlich ist. Aber vielleicht nutzt Du die Zeit Dir um Dich Gedanken zu machen. Was ihm betrifft muss er sich dann Gedanken machen.

    LG Momo

    Nein wir leben nicht zusammen. Längst getrennt, aber dennoch in Kontakt mit Rat und Tat. Für mich, ja das ist ein Problem. Ich habe gerade Sorgen, dass ihm etwas passiert und der Rest der Familie eben auch. Immerhin habe ich jetzt aufgehört nach den Spätfolgen wie delir und Kosakow zu googeln. Hat ja keinen Sinn, sich den Kopf zu machen. Dafür gibt es ja die Klinik. Hab nun Kekse gebacken und Küche aufgeräumt. Dann die Überlegung, wann man ihn am besten mal in der Klinik besucht oder es besser wäre, nicht hinzufahren. Immer im Zwiespalt, mache ich zu viel oder zu wenig?

    Liebe Grüße

  • Hallo und willkommen c.o.ma,

    wenn Alkoholiker bereit sind in ein dauerhaft trockenes Leben zu starten, muss oft das Umfeld erneuert werden. Das ist tatsächlich so. Innerhalb der Familie ist das nicht immer möglich, da gibt es andere Strategien. Zum Beispiel Familienfeste zu meiden, zuhause keinen Alkohol zu haben, auch nicht für Gäste usw.

    Aber das ist die Aufgabe und Verantwortung des Alkoholikers, seine Bedürfnisse durchzusetzen und auf sich zu achten. Das ist nicht deine Aufgabe, bzw die Aufgabe des Partners oder der Familie. Dass du als Partnerin nicht in seiner Gegenwart trinkst finde ich allerdings selbstverständlich. Alles andere muss er selbst für sich festlegen und durchsetzen.

    Du schreibst, dass du gegangen bist. Das heißt, ihr seid getrennt. Verstehe ich das richtig?

    Liebe Grüße Aurora

    Vor vielen Jahren bin ich gegangen wegen des Konsums und der Uneinsichtigkeit. Freunde sind wir aber dennoch geblieben. Ich werde dann alles alkoholische (bei mir) wegsperren/-schütten oder in den Keller bringen, falls mal irgendwann Besuch ansteht. Das wird sich aber sicher noch hinziehen. Momentan weiß er nicht wo vorne und hinten ist:cry:

    Liebe Grüße

  • Komm Du erstmal in Ruhe hier im Forum an, lies Dich etwas bei den anderen Angehörigen ein, wie sie das alles handhaben.

    Und vor allem kümmere Dich erstmal um Dich. Ihm kannst Du nicht helfen, vor allem, wenn er unter ärztlicher Betreuung steht.

    Alles wird sich mit der Zeit zeigen. Sollte Hilfe gebraucht werden, in Bezug auf Kleidung oder andere Dinge, wird sich bestimmt bei Dir jemand melden.

    Jetzt ist die Zeit, in der Du Dich entspannen kannst von den ganzen Erlebnissen und wieder Kraft schöpfen kannst.

    Wie es sich weiterentwickelt ist nicht absehbar, aber auch das alles liegt nicht in Deiner Hand.

    Der Alkoholiker bleibt nach einem Klinikaufenthalt entweder abstinent und nimmt alle Hilfen an, die er braucht oder aber es geht im alten Trott weiter, bis hin zum Ende.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Als Betroffenen meinte ich den Alkoholabhängigen. Wenn er sich von allen fernhalten muss, dann wird es einsam für ihn und natürlich wäre ich dann gewissermaßen auch betroffen und einige andere aus dem Umfeld auch.

    Was dein Ex-Mann, nun guter Freund, nach seinem Klinikaufenthalt macht, kannst du nicht beeinflussen. Entweder hat er eine Krankheitseinsicht und will sich zu einem nüchternen Leben verhelfen lassen oder er säuft weiter. Und das alles völlig unabhängig von dir.

    Nichts wird einsam. Ich bin Alkoholiker und überhaupt nicht einsam. Von irgendwas fernbleiben, ist meine eigene Entscheidung…für mich …für mein nüchternes Leben.

    Du kannst die Zeit jetzt nutzen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Denn da kannst du was tun.
    Dein Ex-Mann ist jetzt gut versorgt und alles, was noch kommen wird, bestimmt ganz alleine er.

    Konntest du schon hier ein wenig in den Erfahrungen der anderer Angehörigen lesen. Da findest du ganz viele Anregungen, die vielleicht auch dir helfen können, deine Situation klarer sehen zu können.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ja, ich lese schon einiges. Bis jetzt leider nur traurige Geschichten, aber ich bin ja noch lange nicht durch und brauche zwischendurch auch Pausen. Jetzt heißt es warten. was in der Klinik passiert haben wir ja nicht unter Kontrolle. Wenigstens sind dort viele Abteilungen, die eingreifen können, falls Delir oder andere Vorkommnisse. Vielleicht können wir uns dort auch ein paar Verhaltensregeln "abholen" für einen besseren Umgang.

    Liebe Grüße

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