• Hallo zusammen,


    Ich komme aus Wien und lebe mit meinem Mann seit 23 Jahren zusammen, wir haben einen Sohn, der bald 15 wird und meinen Seelentröster und Fluchtbegleiter unser Frenchi! Mein Mann hat früher hin und wieder getrunken in Gesellschaft, seit ca. 3 Jahren trinkt er sehr viel Alkohol und seit einem Jahr ist er eigentlich von Donnerstag-Sonntags durchgehend betrunken, schaut so aus, dass er am Donnerstag ein paar Bier trinkt, wenn er dann am Freitag arbeiten gehen kann (manchmal bleibt er auch zuhause), fängt er gleich nach der Arbeit an um das Wochenende zu begrüßen, geht dann manchmal Abends raus bis in der Früh, schläft kurz und braucht dann in der Früh gleich mal ein weiteres Bier um über den Tag zu kommen. Mir gefällt das natürlich garnicht und dann geht es los, er verkriecht sich mit dem Alkohol im Keller und schickt mir Nachricht, sehr ausfällig und beleidigend, letztens waren es über 100 mit Beschimpfungen und Vorwürfen usw. Hab wirklich viel versucht, denn am Montag tut ihm dann alles unendlich Leid und er weiß meistens nichts mehr von seinen Nachrichten. Hab schon oft versucht ihm zur Therapie zu überreden, aber laut ihm hat er kein Problem und schafft es locker keinen Alkohol zu trinken. Möcht jetzt nicht spoilern aber bis zum nächsten Wochenende hat er es geschafft und dann ging es meist am Freitag wieder los, ich bekomme wieder Nachricht usw. Nun bin ich an einem Punkt wo ich nicht mehr ertragen möchte, denn ich spüre schon eine gesundheitliche Belastung, emotional ist es für mich nicht mehr zu ertragen. Ich will mich scheiden lassen weil ich hier keine Zukunft sehe und so ein Leben möchte ich nicht. Auch für meinen Sohn ist es eine Zumutung.
    ist halt alles nicht einfach nach 23 Jahren aber ich lebe 5 Jahre in der Hölle und will es endlich schaffen es Durchzuziehen!!! Warum bin ich so schwach?

  • Hallo und willkommen Azalee,

    es ist nicht leicht, nach 23 gemeinsamen Jahren einen Schlussstrich zu ziehen. Das hat nichts mit Schwäche zu tun.

    Hier kannst du durch den Austausch mit anderen Mitbetroffenen Mut und Unterstützung bekommen, die Trennung durchzuziehen. Hier ist der Link für die Freischaltung zum Austausch:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du draufklickst öffnet sich eine Seite. Dort schreibst du kurz was und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema findest du dann im

    Bereich für Angehörige und Coabhängige von Alkoholikern.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Azalee,

    das ging ja jetzt ruckzuck. Du bist jetzt hier in unserer Selbsthilfegruppe und kannst dich überall austauschen.

    Schreibe aber bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, du erkennst das an den orangefarbenen Namen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Azalee,

    ich war 26 Jahre lang mit meinem ersten Mann zusammen. In diesen Jahren rutschte er von Missbrauch irgendwann in die Sucht. Und ich rutschte mit und war coabhängig. Die letzten Jahre war es richtig schlimm und irgendwann war ich völlig fertig. Da konnte ich mich trennen.

    Ich hatte mich schon vor meinem endgültigen Schritt von einem Anwalt beraten lassen. Über meine Rechten und Pflichten und über das Finanzielle. Das hat mir Sicherheit gegeben.

    Du kommst sehr entschlossen rüber. Hast du ihm schon von deinen Scheidungsabsichten erzählt? Wichtig ist, dass du nur das mitteilst, was du auch wirklich durchziehen kannst. Ich hatte meinem Exmann so oft mit Trennung gedroht, dass er mich nicht mehr ernst genommen hat.

    Schwach bist du jedenfalls nicht. Du hast dich hier angemeldet und suchst dir Unterstützung. Das ist stark.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora,

    Danke für deine Worte. Ich sehe keinen Ausweg mehr für mich außer die Scheidung und möchte auch ehrlich gesagt keine Zeit mehr verschwenden. Mein halbes Leben habe ich auf meinen Mann Rücksicht genommen und nun werde ich jedes Wochenende von ihm beschimpft, keine Wertschätzung, kein liebes Wort mehr. Mach das schon viel zulange mit. Und weiß jetzt auch endlich, dass er sich nicht ändern kann weil er es selbst nicht einsieht. Es ist aber schon hart möchte das jetzt nicht überspielen, mir geht es schlecht weil natürlich auch immer Erinnerungen an sehr schöne Zeiten hochkommen.


    Ich halte mir immer vor Augen, dass es vorbei gehen wird der Trennungsschmerz, möchte endlich wieder gern nachhause kommen, Spaß haben, Freunde treffen ohne dass es mir peinlich sein muss, weil mein Mann nicht mehr stehen kann und mich vielleicht auch noch vor allen beschimpft, einfach frei und unbeschwert! Hab schon so eine Wut auf mich selbst, dass ich dass mit mir machen lass! Bin eine erfolgreiche Frau und hab das nicht notwendig

  • Hallo Azalee,

    Herzlich willkommen und gleich mal eine Nachricht von noch so einer, die sehr lange mit ihrem Partner zusammen war: Ich habe mich nach 29 Jahren getrennt. Das geht.

    Und Du hast auch einen Sohn. Das heißt, es lohnt sich doppelt! Denn kein Kind hat es verdient, so aufzuwachsen, wie du das schilderst!

    Liebe Grüße und ein gutes Ankommen hierhin Forum

    Wünscht

    Api

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