gemini212 - Tochter einer Alkoholikerin

  • Hallo ich bin neu hier und wollte mich schnell mal vorstellen.
    Ich bin 21 Jahre alt und wohne dementsprechend noch zuhause mit meinen Eltern.
    Meine Mutter war sehr lange süchtig (Wein und Sekt) und vor gut 2 Jahren kam es zu einem Vorfall mit der Polizei und einer zwangseinweisung.
    Leider war sie nicht lange trocken. Erst heute habe ich wieder was entdeckt..diesmal sogar Schnaps.

    Sie war als ich noch in die Grundschule ging schon einmal süchtig aber konnte sich mit Hilfe von meinem Vater wieder retten. Aber ungefähr seit so 2021 ging es brutal Berg ab und wir wussten nicht mehr weiter. Jede Hilfe wurde und wird konsequent abgelehnt.
    Der Aufenthalt in der Klinik war auch die Hölle für sie und sie wollte dann auch nicht noch in die Reha oder in Selbsthilfegruppen. Jetzt scheint es wieder von vorne loszugehen.
    Ich weiß nicht was ich tun soll, sie will keine Hilfe und sagt immer Sachen wie „ist ja mein Problem, muss ich alleine schaffen“ aber sie hat damals schon Job und Führerschein verloren wodurch wir kurze Zeit echt finanzielle Probleme hatten. Und wenn sie jetzt wieder dasselbe durchlebt, wird alles vermutlich noch schlimmer. Vor allem da sie ja jetzt scheinbar sogar Schnaps trinkt.

    Was kann ich tun?

  • Hallo Gemini,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Leider können Angehörige, vor allem die Kinder, von außen nichts tun. Wenn der süchtige Elternteil nicht von sich aus aufhören will und wirklich ALLES für eine stabile Abstinenz tut, dann hält die Trinkpause nicht lange an.

    Nur als Beispiel, für deine Mutter war die Klinik die Hölle. Klar, sie wollte ja nicht aufhören. Wer aufhören will nimmt die Angebote an und macht das Beste aus der Käseglocke.

    Bei meiner Mutter war und ist es ähnlich. Ich habe mich irgendwann abgegrenzt, obwohl es sich völlig verkehrt angefühlt hat.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich bekomme es grad nicht hin, dir am Handy den Bewerbungslink zu schicken.

    Bitte scrolle ganz nach unten, klicke auf Bewerbung und folge dem Link.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet,gemini212.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Gemini,

    ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du dich fühlst. Ich kenne diese Gedanken und Sorgen sehr gut. Mein Vater ist seit über 30 Jahren starker Alkoholiker.

    Leider musste ich lernen: wir können nichts für unsere suchtkranken Eltern tun. Wir können sie nicht retten. Wir sind nicht dafür verantwortlich, sie zu retten. Nur sie selbst können sich retten. Das einzige, was wir tun können, ist gut für uns selbst zu sorgen und auf uns aufzupassen.

    Auch, wenn es sehr schmerzhaft und schwierig ist. Ich musste schon mehrfach den Kontakt zu meinem Vater abbrechen, wenn der Alkoholkonsum mir zu krass wurde. Und gestern Abend habe ich den Kontakt nun endgültig abgebrochen. Zumindest möchte ich den Kontakt nicht, solange er nicht trocken und stabil ist.

    Deine Mutter muss trocken werden wollen. Sonst wird es nicht funktionieren. Und diese Einsicht kann leider nur aus ihrem Inneren kommen.

    Achte gut auf dich!

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