• Hi Ihr alle.

    Möchte mich gerne vorstellen.

    Mein Name ist endless summer 47 mit 5jähriger Tochter von einem Alkoholiker.

    Ich hab echt alles durch, unter anderem eine 2jährige psychoanalytische Therapie.

    Es geht mir gut, ich lebe allein mit Kind.

    Ich bin froh, daß ich die Therapie gemacht habe nach 10jahren Quälerei, aber ganz durch ist die Nummer scheinbar noch nicht.

    Aufgrund seines Alkoholismus kann ich ihm das Kind nur bedingt geben, was bedeutet, er kommt dann zu mir und säuft hier wie bei sich, nur mit dem Unterschied, daß ich, wie im Hotel, alles mache, während der Herr seinen Gelüsten fröhnt.

    Ich habe wohl schon viel geschafft, aber seit 4 Jahren stagniert die Sache ein wenig.

    Ich finde keinen neuen Partner, der alte klebt an mir und belastet mich durch sein scheiss Alk und Drogen Problem und ich komme weder beruflich, privat noch mit meinem Haus und Hof voran.

    Blockiert durch die abwechselnden Alk und Drogen Exzesse meines Ex, die ich aus der Ferne mitbekomme und deren Auswüchse auch in mein Leben geschwemmt werden.

    Ich kann und will hier nicht weg wo ich bin, merke aber, ich benötige Support für meinen nächsten Schritt...

    Mehr Abstand gewinnen...

    Ich habe sooo viele Fragen...

    Fragen wie: er ist doch so schlau, warum lässt er sich nicht helfen?

    Wieso kümmert er sich nicht um seine Gebrechen die er sonst noch hat? Er ist sich sehr viel mehr egal geworden, hab ich den Eindruck...

    Weshalb lässt er kein konstruktives, helfendes Gespräch zu?

    Wie kann ich mich noch besser von alldem abgrenzen?

    Und so viele Fragen mehr...

    Vielleicht finde ich hier ja ein paar Antworten und Menschen, die Ähnliches erlebt haben.

    Viele Grüsse

    Endless Summer

  • hallo Endless Summer,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Das abgrenzen fällt den Angehörigen sehr oft schwer, gerade wenn Kinder da sind.
    Er ist Alkoholiker, da nützt ihm keine Schlauheit. Er braucht Krankheitseinsicht, sie Einsicht, dass er süchtig ist. Ohne die geht es nicht.
    Wenn du dich hier austauschen möchtest, klicke unten auf den Link, schreibe noch einen kurzen Satz, dann schalten wir dich für den offenen Bereich frei:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Morgenrot - guten Abend 😊,

    Lieben Dank für Deine Antwort.

    Ich hab viel Phantasie und bin auf die tollsten Ideen gekommen, meinem Ex Partner helfen zu wollen.

    Es geht nicht.

    Mittlerweile glaube ich, er hat aufgegeben.

    Er hat doch etwas Geld, war aber immer sehr knausrig und hat mich oberst ausgenutzt. Jetzt aber ist es so, daß er ziemlich spendabel wurde, so, das ich mir die Frage stelle, ob er schon abgeschaltet hat und die tage/Monate zählt, bis er tot ist?

    Er trinkt schon sehr lange sehr viel. Er hat sicherlich einen Organschaden. Es ist beängstigend für mich zusehen zu müssen und nicht helfen zu können, ausser mich selbst und das Kind zu schützen.

    Dennoch nistet er sich heimlich und doch verstetigt wieder bei mir im Haus ein am Wochenende.

    Heute habe ich ihn wieder rausgeekelt könnte man fast sagen, weil es mich so derbe angewidert hat, wie er es allein durch sein Erscheinen schafft, sämtliche Pläne die gerade anstehen zunichte zu machen. Und es ist in meiner Situation schon schwer genug. Ich bin eigentlich auf Hilfe angewiesen, da ich einen kleinen Hof führe mit Tieren und großem Garten, das Kind da ist und ich Vollzeit arbeite sogar mit nebenjob, um alles erhalten zu können. Und dann sehe ich diesen gestandenen Mann, der es eigentlich drin könnte und sein Leben versäuft - während ich zusehe meinen Standart zu halten und ihn fernzuhalten mit seinem elend..

    Ach, es ist schon manchmal zum kotzen und trotzdem fühle ich mich gut.

    Gut, das er nicht da ist.

    Und leider auch einsam...

    Blockiert von einem Menschen, der die meiste Zeit nicht da ist...

    Danke für Eure Aufmerksamkeit ☺️

  • Hallo Endless Summer,

    willkommen in der SHG. Auch ich fühle mich manchmal einsam und dann bin ich hier. 24/7 kannst du hier lesen und schreiben. Auch mitten in der Nacht, wenn man mal wieder nicht schlafen kann. So wie ich gerade. 😬

    Wenn du dich hier eingelesen hast, wirst du feststellen, dass sich die Geschichten und Erfahrungen sehr ähneln. Du wirst aber auch Gegenwind bekommen, der beflügeln kann, wenn du ihn annimmt.

    Aufgrund seines Alkoholismus kann ich ihm das Kind nur bedingt geben, was bedeutet, er kommt dann zu mir und säuft hier wie bei sich, nur mit dem Unterschied, daß ich, wie im Hotel, alles mache, während der Herr seinen Gelüsten fröhnt.

    Warum tust du dir und deinem Kind das an? Das musst du nicht tun. Und vor allem solltest du dein Kind schützen. Du hast die Möglichkeit ihn fernzuhalten. Lass dich nicht ausnutzen. Du brauchst deine Kraft für deinen Alltag. Setzt klare Grenzen.

    Wie kann ich mich noch besser von alldem abgrenzen?

    Lies, lies, lies und du wirst es schaffen. Als ich vor einem Jahr hier aufgeschlagen bin, wollte ich nur hören, was ich noch alles tun kann um meinen Mann zu retten. Das ich rein gar nichts ausrichten kann, hatte mir Jahre vorher schon einmal jemand gesagt. Ich war aber bis dahin nicht bereit es zu akzeptieren. Und jetzt hab ich mich aus der Situation befreit. Mich und die Kinder und ich fange mein neues Leben an. Und du wirst es auch schaffen. Du bist schon auf dem richtigen Weg.

    Weshalb lässt er kein konstruktives, helfendes Gespräch zu?

    Weil er krank ist. Reden bringt nichts. Kümmer dich um dich und dein Kind. Alles andere ist Zeitverschwendung. Es gibt bestimmt nichts, was nicht schon 100 Mal gesagt wurde. Er weiß was du möchtest, aber er möchte ein anderes Leben führen. Und solange dein Hotel für ihn offen steht und er sein Kind trotz Konsum sehen kann, braucht er nichts ändern. Aus seiner Perspektive ist doch alles gut.

  • Hallo und willkommen Endless Summer,

    für den Austausch hier klick bitte einfach den Link an, dem Morgenrot dir gegeben hat. Hier ist ja noch der Vorstellungsbereich.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Sonnenschein.

    Vielen Dank für Deine Erläuterungen. Ich weiss nicht genau, wie ich es ausdrücken soll... Ich bin dankbar, daß ich nicht allein bin und es andere gibt, die ich treffen kann, die leider in ähnlicher Situation stecken. Ich hoffe, ich hab es einigermaßen passend ausgedrückt 😬.

    Ich sehe, wie er verfällt, wie sein Lebenswerk (seine Firma) kaputt geht und vor lauter alkwirren und narzisstische Gehabe kein ankommen an ihn ist.

    Es tut weh, wobei ich doch ordentlich Abstand habe. Dennoch schaffe ich es nicht, eine komplette Egalität an den Tag zu legen.

    Ich hätte gern wieder einen Partner, ich finde aber keinen... Bin ich blockiert?

    Allen eine gute Zeit.

    Viele Grüße von Endless Summer

  • Marie04 5. Oktober 2025 um 20:26

    Hat den Titel des Themas von „Hallo“ zu „Endless Summer - Hallo“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Endless Summer.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Guten Morgen Endless Summer,

    in Teilen erkenne ich mich in Deiner Geschichte wieder - und vor allem meinen (Ex)-Partner in Deinem Partner. Alkohol und Drogen sind auch seine langjährigen Begleiter, auch er ist "eigentlich" ein gestandener Mann, der eine große Hilfe sein könnte bei allem, was hier anliegt, aber immer mehr selbst hilfsbedürftig wird.

    Auch wir wohnen nicht zusammen, bis vor der derzeitigen Reha war er mehr weg als da - und doch hält mich diese Beziehung gefangen. Obwohl wir anders als Ihr kein gemeinsames Kind haben. Das nutzt Dein Partner offenbar als Türöffner,. Eine Partnerschaft leben, schafft er suchtbedingt nicht, aber so ganz jede Verbindung zu Euch verlieren will er auch nicht... Kenn ich so gut...

    Bestimmt hast Du längst versucht, Regeln für den Umgang mit Eurem Kind aufzustellen? Nüchtern und "auf neutralem Boden" wäre ja grundsätzlich in Ordnung, aber darauf kannst Du Dich bestimmt nicht verlassen und lässt Dich vermutlich bisher drauf ein, dass er dann bei Dir ist? Vielleicht hilft Dir, das zuallererst vom Kindeswohl her zu denken. Der Schutz sollte ja über allem stehen. Unter diesen Umständen kein Kontakt - das sehe ich wie Sonnenschein.

    Parallel wird's aber auch drum gehen, Dich gedanklich aus der Beziehung herauszuarbeiten. So wie Du die Lage beschreibst, ist es aussichtslos, dass er was ändert. Er hängt tief drin, und auf all Deine Fragen gibt es leider nur die eine traurige Antwort: Weil er süchtig ist. Und offenbar keine Krankheitseinsicht hat, wie schon Morgenrot schrieb. Und wenn doch, hat er vielleicht wirklich resigniert. Du kannst jedenfalls nichts daran ändern, auch kein konstruktives Gespräch würde was nützen, alleine er müsste da raus wollen.

    Für uns Cos sollte im Mittelpunkt stehen, uns selbst zu helfen. Das ist schwer genug, hab ich festgestellt. Ich bin schon Mitte 50, in Deinem Alter hab ich mich in einer Art "emotionaler Umnachtung" zum zweiten Mal auf meinen Xy eingelassen, nachdem schon einmal eine Beziehung mit ihm in jungen Jahren wegen Drogen vor die Wand gefahren ist. Oft denke ich wie einfältig kann man sein, das wiederholen zu wollen? Aber das hilft mir ja letztlich nix und ist nur weitere Zeitverschwendung.

    Ich möchte noch ein paar bessere Jahre erleben. Mit neuem Mann wäre schön, aber besser ohne als mit einem Menschen, der vor allem eine Belastung für mich ist und an mir klebt, wie Du es so treffend von Deinem beschrieben hast. Ich mag meinen Xy wirklich, aber es gibt auch immer wieder Momente, in denen mich seine Egozentrik auf die Palme bringt. Er hat sich jahrzehntelang mit Vollgas selbst zerstört und erwartet nun, dass sich alles um ihn dreht.

    Deshalb hab ich mir selbst das endgültige Beziehungsende "verordnet", falls er wieder konsumiert nach der Reha. Bin auch ziemlich sicher, dass dieser Tag kommen wird. Vielleicht könnte Dir auch so ein Ultimatum an Dich selbst helfen, um Dich ganz zu lösen? Und positive Erlebnisse mit anderen Menschen plus Untersützung für Deinen Alltag von anderer Seite. Au Pair, Praktikanten, Urlaub gegen Hand auf dem Hof, Freiwilliges Soziales Jahr, Freunde, was auch immer. Das sind alles auch Möglichkeiten, aus dem Gedankenkarrussell um ihn herauszufinden.

    Ich nehme mir wieder mehr vor, möglichst ohne Xy. Er kann auch vieles gar nicht mehr, die Sucht hat ihn körperlich ziemlich kaputt gemacht. Zurzeit bin ich ohne ihn im Urlaub, und das ist gut so... .

    Liebe Grüße!

  • hallo Endless Summer,

    du kannst nur dir helfen, und dafür sorgen, dass es dir und deinem Kind gut geht.
    Wenn du weitere Schritte gehen willst, wäre es wichtig konsequent zu sein. Nur ankündigen, was du auch bereit bist zu tun. Sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.

    Mir ging es damals schon besser, als ich nicht mehr verheimlicht habe, was wirklich los ist. Da fiel eine Last ab, denn ich mußte mich nicht mehr verstecken.
    Ich habe Jahrzehnte versucht, die "heile Welt" aufrecht zu erhalten, wegen meinen Kindern. Diese haben mir dann später erzählt, wie sie alles erlebt haben. Sie haben schon sehr früh gespürt, dass nichts in Ordnung ist. Das tat damals sehr weh.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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