tottie68 - 40 Jahre trocken und kein bisschen nüchtern

  • Es ist so: Wenn man mit zwölf anfängt und das Gehirn noch in der Entwicklung ist, dann geht die Abhängigkeitsentwicklung wirklich extrem schneller vonstatten, als wenn du mit 19 anfängst. Es zerschießt dir komplett die Reifeentwicklung deines Gehirns.

    Deswegen war damals meine Therapie vor 40 Jahren eher ein militärisches Camp. Durch Disziplin und Unterordnung unter fast militärische Regeln wurde man wie „umprogrammiert“. Aber der Erfolg spricht für sich.

    Einerseits diese Härte, und andererseits wurde der Erfolg dieser Härte innerhalb der Therapie den Süchtigen selbst bewiesen – und zwar während der sogenannten Entlassphase, die einen Monat dauerte. Jeder Erfolg wurde aber auch belohnt.

    Jetzt mal konkret: Man musste – ich betone: musste – alleine in die Stadt gehen, sich in eine Kneipe setzen und dort ein Glas Wasser bestellen. Ich kenne Alkoholiker, die nach einer solchen Therapie Jahrzehnte hinter dem Tresen ihrer eigenen Kneipe standen und Alkohol ausgeschenkt haben, ohne einen Rückfall zu bauen.

    Und ich saß dann in der Kneipe und habe mir immer wieder gesagt: Es gibt keinen Grund zu saufen.

    Man macht es heute auch mit Leuten mit Panikattacken oder Höhenangst: Die müssen dann auf einen 100‑Meter‑Turm und es so lange aushalten, bis die Panik weg ist – selbst wenn sie dabei schreien. Hab ich übrigens auch durch, aber das ist hier nicht das Thema.

    Wenn ich richtig Suchtdruck hatte, dann wurde das in der Selbsthilfegruppe mit einem müden Lächeln quittiert – mit dem Hinweis, dann doch einfach auf den Knien sitzend den Boden mit der Zahnbürste zu schrubben. Ohne Wenn und Aber. Klar haben wir das gemacht.

    Wir mussten beweisen, beweisen, beweisen, dass wir nur einen Satz verstanden hatten. Und an dem hängt für mich hinsichtlich Alkoholismus alles: Es gibt keinen Grund zum Trinken.

    Wer von mir persönlich den einzigen Tipp haben will, wie man 40 Jahre trocken bleiben kann: Es gibt keinen Grund zum Trinken. Niemals. Oder andersherum: Niemals wird durch Trinken etwas besser. Fertig.

    Und nicht rumreden, sondern zeigen, zeigen, zeigen. Das ist die härteste, aber meines Erachtens effektivste Methode.

    Und jedem Co‑Abhängigen sage ich dasselbe: Sag deinem Gegenüber: „Es gibt keinen Grund zu trinken.“ Und dann verlass ihn.

    Es gibt keinen Grund zu trinken.

    Aber wie heißt es so schön am Tisch – und das sehe ich genauso: Das sind nur meine Erfahrungen.

    Aber bitte: Wer kontrolliert trinken will – nur zu. Ich werde ihn nicht aufhalten. Du willst alkoholfreies Bier trinken, obwohl du weißt, dass da 0,5 % Alkohol drin sind? Tu es. Du willst um dein Leben zocken? Mach es.

    Aber bevor du es tust, schreib dir auf einen Zettel diesen Satz: „Es gibt keinen Grund zum Trinken.“

    Dann lies ihn dir – und am besten auch noch einen zweiten Satz – laut vor und trink kontrolliert oder ein alkoholfreies Bier oder ein Schnäpschen oder einen Sekt am Abend.

    Einmal editiert, zuletzt von tottie68 (10. Mai 2026 um 14:02) aus folgendem Grund: Und noch einen Rat. Diesen Zettel immer bei sich tragen. Und nein, ich habe nicht viel zu verarbeiten. Das ist alles bewältigt. Den Rest meiner Bio habe ich nur reingestellt, um den Beweis zu erbringen. Schau Euch mein Leben an. War das schön? Nach 6 sechs Jahren Abstinenz, haben mich Leute aus der Selbsthilfegruppe gefragt, ob Trinken nicht doch irgendwie eine Lösung wäre. Damals wusste aber noch niemand, das man depressiv und süchtig nebeneinander sein kann. Die hatten ein zufriedenes Leben. Aber ich saß da jahrelang hochdepressiv in der Gruppe nach der harten Therapie und sagte immer wieder diesen Satz in die Gruppe. Nach 40 Jahren kann ich sagen, dass dieser Satz stimmt und zwar für jeden Süchtigen, egal welche Droge. Wer das nicht glaubt, der beweise mir das folgende: Was wurde durch Alkohol in deinem Leben besser? Konntest Du mit Alkohol endlich in der Gruppe lachen? War das schön? Und was war der Preis, hast Du dann echte Liebe erfahren? Dann doch lieber mal durch den harten Entzug mit der Zahnbürste in der Hand. Wer es besser weiss, der soll es mir beweisen. Der andere steht in der Beweislast, nicht ich. So und jetzt erst mal zur Ehefrau mit dem Glas Wasser in der Hand, denn es gibt wichtigeres als zu trinken.

  • Danke tottie68 für den Einblick in dein Leben und alles alles Gute für dich, ist ja eine heftige Vita die dir da in den Zellen steckt… 😔

    Und Mega, dass du es geschafft hast so lange trocken zu bleiben… 🎩 ab… u zutiefst berührt, was dir alles widerfahren ist…😔

  • tottie68 ,

    Ich habe in deinem Beitrag ein paar Absätze eingefügt, da es im Forum Menschen mit Sehbehinderung gibt.

    . Ich kenne Alkoholiker, die nach einer solchen Therapie Jahrzehnte hinter dem Tresen ihrer eigenen Kneipe standen und Alkohol ausgeschenkt haben, ohne einen Rückfall zu bauen.

    Und ich kenne auch jemanden, der sich nach einem Rückfall totgesoffen hat. Die gibt es eben auch.

    Aber am Ende gibt es nur mich für mich. Genau das muss jeder für sich selbst sortieren.

    Ich habe mit 13 angefangen zu trinken, das Ganze über Jahre immer weiter gesteigert und erst mit etwa 45 aufgehört, als ich meinen Tiefpunkt erreicht hatte.

    Keine Therapie, keine klassischen Maßnahmen. Nur dieses Forum mit seinem Programm und der Start mit größtmöglicher Risikominimierung.

    Diese ganzen Konfrontations-Modelle kenne ich auch. Ich nenne das eher die „Faust in der Tasche“-Methode. Der Süchtige versucht Kontrolle über etwas zu demonstrieren, das ihm längst die Kontrolle genommen hat. Widersprüchlicher geht es für mich kaum.

    Denn ich habe das damals selbst ausprobiert. Da war ich hier schon angemeldet. Nach etwa zwölf Wochen kam ein fast tödlicher Rückfall. Seitdem ist mir klar. Es lohnt sich nicht, mit der Sucht zu spielen.

    Entscheidend ist nicht das Experimentieren, sondern die Erkenntnis, dass die Sucht stärker ist, sobald man ihr wieder Spielraum gibt.

    Und irgendeinen „Grund“ zu saufen gibt es immer. Sonst wäre ich nie süchtig geworden. Nur das Der eigentliche „Grund“ zu saufen die Sucht selbst ist

    Wenn ich das begriffen habe, dann setze ich mich gerade in der Anfangsphase nicht griffbereit vor das Glas und rede mir ein, ich hätte alles unter Kontrolle.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Genau darum geht es: Nach diesem, nennen wir es mal Test, bin ich nie wieder alleine in eine Kneipe. Kneipen eines bestimmten Typs, meide ich noch heute, selbst wenn ich dort mit einer ganzen Gruppe trockener Alkoholiker rein könnte.

    Was ich zum Ausdruck bringen will anhand meiner Bio: hätte ich zb in der Phase nach acht Monaten geschlossener Psychiatrie wieder getrunken, dann hätten Aussenstehende (meinetwegen nichtbetroffene Aussenstehende) irgendwie auch zu Recht sagen können: Irgendwie kann ich den verstehen, 15 Jahre trocken und immer noch kein Land in Sicht.

    Aber aufgrund dieses einen Satzes habe ich das nicht gemacht, ohne zu wissen, ob es mir jemals besser wird. Entgegen aller Hoffnungslosigkeit trotz totaler Abstinenz.

    Von hinten her gesehen, vom Erfolg nach 38 Jahren, ist es immer leicht zu sagen, es hat sich doch gelohnt. Aber mach es mal, wenn es Dir nach über 38 immer noch nicht besser geht und Du aus ganz anderen Gründen als Suchtdruck oder ähnlichem leidest.

    Und hat es sich gelohnt, die 38 Jahre Abstinenz, in seelischer Finsternis, verkannt und übersehen? Natürlich!

    Hätte ich meinetwegen nach 37 Jahren wieder getrunken, dann wäre im 38ten Jahr niemals die Fehldiagnose aufgefallen.

    Und ich hatte zehn Jahre, wo ich mich der Psychiatrie entziehen konnte und die Medikamente abgesetzt habe. Da habe ich dann all das gestemmt. Ich habe meinen Master während meines Jobs gemacht. 4 Kinder großgezogen, die mich so nehmen, wie ich bin. Die Ehe hat gehalten. Niemand hat letztendlich einen gravierenden Schaden genommen. Keiner meiner Kinder mußte mich trinkend oder depressiv sehen, sondern leider sehr lange fehldiagnostiziert.

    Der Satz:"Es gibt nie einen Grund zu trinken" ist mehr als nur ein Satz oder eine Methode oder ein widersprüchlicher psychologischer Kniff.

    Es ist ein Satz der Hoffnung.

    Er bedeutet: Gib niemals die Hoffnung auf. Ja es klingt lächerlich, aber mir hat mal eine Ergotherapeuten, die in

    der geschlossenen ein Leben lang gearbeitet hat (und da sind natürlich auch Süchtige, ich war ja mitten unter ihnen) und vor der Rente stand, das folgende gesagt:

    Thorsten, eines kann ich Ihnen versprechen: Es wird besser.

    Deshalb habe ich schon eine Botschaft:

    Wenn Du fällst, dann steh wieder auf. Egal ob einmal oder hundert Mal. Aber spiele nicht dieses Spiel.

    Du wirst es verlieren.

    Teste nicht die Wahrheit dieses Satzes aus, sondern lass es einfach sein.

    Und zwar selbst, wenn Du nicht abhängig bist.

    Meine große Tochter schickte mir mal ein Bild mit ihren Freundinnen aus dem Hofbräuhaus:

    Alle hatten ein Glas Alkohol in der Hand, nur sie nicht.

    Uns Sie hat mich nie trinkend gesehen.

    Abstinent zu leben, selbst wenn man nicht süchtig ist, kann eine Lebenshaltung sein.

    Ein Statement an sich selbst. Denn wer weiss schon, ob man nicht doch eines Tages dazugehört, zu den Trinkern?

    Es ist ein, nicht der Weg, zur echten Freude und echtem Leid ohne jegliches Dazuwirkens durch irgendeinen Stoff.

    Und wer kann dagegen etwas haben?

    Aber das braucht Zeit und Geduld. Nicht gleich nach einem Jahr Trockenheit, die ganze Welt "trockenlegen" wollen.

    Ich denke aber, nach 40 Jahren, darf man schon ein bißchen die falsche Bescheidenheit ablegen.

  • Ich sage ja schon. Es gibt Unterschiede im Weg oder der Denkweise.;)

    Und solange hinter dem Ganzen am Ende „trocken“ steht, ist das erstmal okay, egal, wie jemand dahin gekommen ist. Ich bin hier ja bekanntlich kein großer Freund von tiefenpsychologischen Analysen, theoretischen Modellen oder endlosen Ursachenforschungen , zumindest dann nicht, wenn keine schwere psychische Erkrankung dahintersteht.

    Ich habe das für mich nie gebraucht und auch nie als notwendig empfunden. Meine Erkenntnis war irgendwann schlicht die Notwendigkeit. Fertig. Natürlich gab es bei mir genug Begleitumstände rund um die Sucht, aber das war für mich nie „der Grund“, sondern eher das Umfeld, in dem die Sucht gewachsen ist.

    Getrunken habe ich trotzdem. Und aufgehört habe ich am Ende auch. Dazwischen war der Absprung, den ich nicht geschafft hatte.;)

    Und da macht es für mich eben auch einen Unterschied, ob jemand zwei oder drei Jahre problematisch gesoffen hat oder ob einer sich jahrzehntelang komplett zerlegt hat. Für mich ist es heute egal, ob es „gute Gründe“ fürs Saufen gibt oder nicht. Es bringt ja nichts. Ich bin süchtig und kann mit dem Zeug nicht mehr umgehen.

    Mir ist auch nicht wichtig, rückblickend auszuwerten, ob sich das alles „gelohnt“ hat oder welche tiefere Bedeutung dahintersteckt. Ich muss heute meinen Tag nüchtern verbringen , das reicht mir völlig. Und ich verbinde Trockenheit inzwischen auch nicht mehr mit Stolz oder besonderer Leistung. Am Anfang vielleicht. Aber das ist lange vorbei.

    Der Rückfall beginnt sowieso nicht erst beim Griff zum Glas, sondern deutlich früher im Kopf. Und wenn ich merke, dass Gefühle, Stress oder innere Zustände anfangen, mich Richtung Alkohol zu schieben, dann ist ein alkoholfreies Umfeld für mich keine Einschränkung, sondern schlicht Risikominimierung.

    Es ist ein Satz der Hoffnung.

    Er bedeutet: Gib niemals die Hoffnung auf. Ja es klingt lächerlich, aber mir hat mal eine Ergotherapeuten, die in

    Du benutzt oft Begriffe und erklärst dann, was sie für dich bedeuten. Das ist auch völlig okay. Aber deine Deutung muss ja nicht automatisch die gleiche Bedeutung für andere haben.

    Für den einen bedeutet ein Begriff etwas völlig anderes als für den nächsten User, der hier neu aufschlägt. Genau deshalb halte ich persönlich nicht viel davon, alles bis ins Detail theoretisch erklären oder zerlegen zu wollen.

    Ich muss mir die Sucht auch nicht bis in jede Nuance erklären. Mir reicht erstmal die Erkenntnis, dass sie eben nicht vollständig erklärbar ist und vor allem, dass sie stärker werden kann, wenn ich anfange, mich zu sehr gedanklich mit ihr zu beschäftigen.

    Und genau das habe ich hier in über zwanzig Jahren bei vielen Rückfällen erlebt. Da wurde analysiert, verstanden, gedeutet, Ursachen gesucht, Nuancen herausgearbeitet und innerlich schon wieder mit der Sucht verhandelt. Das sieht nach außen oft sehr reflektiert aus, ist für mich als Alkoholiker aber manchmal einfach nur die nächste Schleife Richtung Rückfall.

    Deshalb halte ich es lieber einfacher. Impuls erkennen, Risiko ernst nehmen, nicht trinken, Alltag weiterleben.

    So, jetzt haben wir uns mal abgeklopft. Dir weiterhin einen schönen Austausch.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ja, genau jetzt haben wir uns abgeklopft.

    Wir sollten uns erst in 21 Jahren, falls wir dann noch Leben, wieder sprechen.

    Wenn wir bis dahin beide trocken unseren eigenen Wege gegangen sind, dann hat sich dein Weg 40 Jahre lang bewährt, und ich gehöre zu den wenigen 10 trockenen Alkoholikern der Welt, die das 61 Jahre oder länger geschafft haben und deren Echtheit dokumentiert ist.

    Wenn…;)

  • Wir sollten uns erst in 21 Jahren, falls wir dann noch Leben, wieder sprechen.

    Ja, vielleicht. Aber ich halte an meinem alten Spruch fest.

    Es geht nicht darum, Jahrzehnte miteinander zu vergleichen, sondern darum, wie man den heutigen Tag verbringt. Nicht die Zeit zählt, sondern der Tag. "Heute trink ich nichts":mrgreen:

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hey, wenn jemand das letzte Wort unbedingt haben muss, dann bin ich es.

    Natürlich habe auch ich von Anfang an gelernt, von Tag zu Tag zu leben. Diese Grundregel kennt jeder alk schon seit den 1930.


    Aber es ist ja wohl ein Unterschied, ob man das 19 Jahre lang geschafft hat oder 40. Da gibt’s kein wenn und aber und darüber diskutiere ich jetzt nicht mehr.


    Du musst noch den Beweis bringen, dass du dieses von Tag zu Tag leben, noch weitere 21 Jahre zu schaffst.

    Deshalb hin oder her: auch für dich gilt: mehr Respekt, gegenüber jemanden, der das schon länger drauf hat als du.

    Der Respekt wird mir in anderen Gruppen ob online oder nicht auf jeden Fall viel mehr gezollt, als in diesem Forum.


    Klar bin ich ein Vorbild für sehr vielen andere süchtigen Menschen und immer sehr oft bekomme ich von der anderen Seite zu hören: wenn du das 40 Jahre Tag für Tag geschafft hast, dann schaffe ich das auch.

    Ich habe eine ganz klare Vorbildfunktion, und die nehme ich auch wahr. 19 und 40 Jahre Trockenheit haben definitiv eine andere Außenwirkung, von der man auch ganz bewusst gebrauchen machen sollte.

    Vorbilder wie ich sind extrem selten und zeigen ganz klar der Welt dass solange Trockenzeiten überhaupt möglich sind und nicht auf Zufall oder Glück beruhen


    Es ist schon fast absurd, überhaupt darüber überhaupt zu reden.

  • aber sonst geht es dir gut oder wie? du kommst hier neu rein, beantwortes fragen mit romanen die einen tolstoin blass werden lassen und meinst hier mit deinen 40 jahren sofort auf die komandobank zu kommen? sorry nur 40 jahre nicht saufen ist zwar für dich ein erfolg, aber die arbeit hier braucht dann doch son klitze kleines bißchem mehr als seiten lang irgend welche parolen zitieren. ich weiß echt nicht woher du dir diese anspruchshaltung nimmst aber ich finde es dann doch recht anmaßend.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Mir persönlich ist es völlig egal ob jemand 2 Jahre, 20 Jahre oder 50 Jahre trocken ist. Ich glaube der Schw*vergleich ist hier völlig fehl am Platz.

    Wichtig ist doch, dass wir hier füreinander da sind und uns unterstützen. Wir lernen voneinander aber jeder geht seinen eigenen Weg.

    LG Lebensmut

  • Ähm, bei allem Respekt für Deine Lebensgeschichte und Deine ehrenwerten Absichten, Totti:

    Hier gibt es genügend Vorbilder - die auch deswegen welche sind, weil sie sich auch nach zig Jahren Trockenheit nicht ein für allemal auf der sicheren Seite fühlen - und hierhergekommen sind, um das nicht zu vergessen, und nicht, um einer langjährigen und höchst lebendigen SHG beizubringen, wo der Hase langläuft. Da würde ich mir auch etwas mehr Demut wünschen.

    Ohne Ironie: Hast Du mal überlegt, Deine eigene SHG oder einen Podcast zu zu gründen oder ein Buch dazu zu schreiben? Denn Du hast ja eine Menge zu sagen - und dann bestimmst Du die Regeln. Und wer mag, kann sich dazugesellen. Alles Gute!

  • Als Erstes, du bist hier nur Gast.

    Es ist schon fast absurd, überhaupt darüber überhaupt zu reden.

    Sag mal, was soll eigentlich dieser Thron, auf den du dich hier setzt? Hier ist niemand mehr wert als jemand, der heute zum ersten Mal reinschaut. So funktioniert dieses Forum nicht .

    Also bitte, einmal runter vom Gas. Hier trägt niemand seine Trockenheit wie ein Orden durchs Forum. Wir sind alle gleich viel wert, egal ob 1 Tag oder 40 Jahre.

    Der Respekt wird mir in anderen Gruppen ob online oder nicht auf jeden Fall viel mehr gezollt, als in diesem Forum.

    Wenn du in anderen Gruppen mehr Respekt bekommst, ist das doch gut für dich. Aber hier läuft das anders: Niemand bekommt Sonderstatus, nur weil er länger trocken ist. Wenn du Gruppen suchst, die dich dafür feiern, dann geh dorthin. Hier geht es um Selbsthilfe auf Augenhöhe.

    Diese Erhöhung deiner Person kannst du dir hier sparen. Und wenn jetzt weiter Diskussionen darüber kommen, endet der Austausch.

    Das ist dann der Respekt, den wir dir hier im Forum mit auf den Weg geben.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ein letzter Tipp: speicher diesen Dialog zwischen uns und diskutiere ihn im Rahmen einer Supervision. Das Ergebnis wird dich überraschen. Ich habe nämlich selber durchgeführt in meiner Berufswelt. Aus der von mir formulierten Vorbildfunktion abzuleiten, ich wolle mich auf einen Thron setzen, ist das absurdeste , was ich je gehört hab. Hast du ein Autoritätsproblem, machst du kontinuierlich Supervision in deiner Rolle hier? Warst du jemals in einer realen Gruppe? Ich habe diesen Dialog mal drei Menschen gezeigt, die über 30 Jahre trocken sind. Hier wird nur mit dem Kopf geschüttelt. Dann schmeiß mich raus.

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