Hallo ihr Lieben,
Ich war auf der Suche nach einer Problemlösung. Ich stieß dabei auf dieses Forum, ich las einige Beiträge und fand mich da in einigen wieder.
Ich bin jetzt ein wenig überfordert, wie das hier auf der Seite läuft.
Hallo ihr Lieben,
Ich war auf der Suche nach einer Problemlösung. Ich stieß dabei auf dieses Forum, ich las einige Beiträge und fand mich da in einigen wieder.
Ich bin jetzt ein wenig überfordert, wie das hier auf der Seite läuft.
Hallo Meersalz,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.
Schreibe ruhig etwas mehr von Dir, damit wir Dich kennenlernen können.
Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen.
Du bezeichnest Dich als Quartalstrinkerin. Siehst Du Dich selbst als Alkoholikerin und willst eine lebenslange Abstinenz?
Liebe Elly,
Ich weiß, dass ich ein starkes Alkoholproblem habe. Mal trinke ich 6 Monate nicht, mal 3, dann kommt der Suchtdruck. Dann trinke ich einen Tag soviel, dass ich mich an nichts erinnere. Der letzte Absturz war am Freitag, da rief ich meinen Vater an und habe ziemlich gemeine Sachen gesagt. Das sind wohl alte Konflikte. Ich stamme aus einer Alkoholikerfamilie, geprägt von Abstürzen und Gewalt und ich wollte nie so werden, bin aber auf dem besten Weg dahin. Ich will weg von diesem Teufelszeug.
Du hast ein Alkoholproblem, also siehst Du Dich noch nicht als Alkoholikerin?
Wenn Du noch nicht süchtig bist, kannst Du das erste Glas stehen lassen. Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele. Du merkst es ja selbst, dass es Dir nicht gut tut zu trinken.
Kontrollverlust ist ein Zeichen von Alkoholismus. Auch ich konnte nie aufhören zu trinken, sobald ich angefangen hatte. Und das war bei mir jeden Tag der Fall, anders als bei Dir.
Ich habe dann vor über 13 Jahren körperlich und seelisch nicht mehr gekonnt und bin mithilfe dieses Forums abstinent geworden.
Hast Du Dich schon ein wenig eingelesen bei uns? Ich lasse Dir zum Anklicken und Lesen unsere Grundbausteine da zur Orientierung:
Artikel
Grundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
Wie bereits erwähnt tauschen sich hier nur bekennende Alkoholiker aus, die bereits abstinent sind und eine lebenslange Abstinenz wollen.
Wie ist Dein Plan, wie willst Du weiterhin leben?
Es lohnt sich immer den Alkohol wegzulassen, auch Du kannst es schaffen ein zufriedenes, nüchternes Leben zu führen, wenn Du das wirklich willst.
Alkoholekerin trifft es ziemlich genau. Ich trank vor 10 Jahren täglich. Über drei Jahre hinweg. Dann trennte ich mich von meinem Freund und trank ein Jahr gar nichts. Dann bekam ich eine Flasche Sekt geschenkt und dachte, ich habe es überstanden und dann steigerte es sich wieder, Wochen, Monate war ich abstinent. Ich meide Gesellschaften, weil überall getrunken wird, denn fange ich erstmal an, ist kein Ende in Sicht. Ich merke sogar, wenn es losgeht, Schlafstörungen, Herzrasen... aber ich marschier dann los und habe nur ein Ziel, heute betrink ich mich. Mein zukünftiges Leben soll anders werden. Mir tun manche sozialen Kontakte nicht gut, nur habe ich nie gelernt Grenzen zu zeigen, bzw.werden die von anderen nicht wahr genommen und darüber ärgere ich mich und dann ist da wieder dieser Teufelskreis.
Gegen diesen Suchtdruck hilft es einen Notfallkoffer zu packen. D.h. diese innere Ruhe aushalten, ausweichen und den Alkohol sein lassen.
Du hast am Freitag zuletzt getrunken, hast Du geschrieben. D.h. Du willst jetzt eine lebenslange Abstinenz?
Dabei können wir Dich unterstützen, aber erst wenn Du mit einem Arzt gesprochen hast und Dich bei der Entgiftung unterstützen lässt, damit Du nicht in den kalten Entzug kommst. Oder aber wenn Du 7 Tage abstinent bist, kann hier der Austausch erst losgehen, d.h. wenn Du lebenslang abstinent leben willst, das ist die Vorausetzung.
Der kalte Entzug, d.h. das Weglassen von Alkohol von heute auf morgen kann lebensgefährlich werden.
Ich lasse Dir zum Anklicken und Lesen unsere ersten Schritte da, darin enthalten ist auch der Artikel über den kalten Entzug, den Du momentan durchlebst, beschrieben.
Artikel
Vom 1. Arztbesuch bis zur Entgiftung
Viele Alkoholkranke haben Angst vorm Arztbesuch.
Es werden sooo viele Gründe genannt, nicht zum Arzt zu gehen....
Ihr seid mit euren Ängsten vorm 1. Arztbesuch und der Entgiftung nicht
…
Das Forenteam
Genau, am Freitag, davor Anfang Februar, Ende November, immer nur einen Tag. Und dieser Tag soll eben nie wieder kommen. Das muss doch irgendwie zu schaffen sein. Ich war beim Arzt, auch bei einer Beratung, dann habe ich aber immer das Gefühl, ich habe das im Griff oder andere haben wirkliche Sorgen usw. Das ist ja das dumme bei der Quartalstrinkerei. Ich bin überfordert, sei mir nicht böse.
Hier ist Dir niemand böse. Wir kennen das alles aus eigener Erfahrung.
Nützlich ist für Dich noch unser Notfallkoffer, dort stehen viele Tipps, um aus dem Saufdruck heraus zu kommen.
Artikel
Der Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
Melde Dich einfach wieder, wenn Du weisst, wohin Dein Weg gehen soll.
Hier kannst Du die nötige Unterstützung bekommen, wenn Du ernsthaft mit dem Trinken aufhören willst.
Ich danke Dir. Manchmal hilft das wahre Bekennen und Benennen schon sehr. Mitte Juni habe ich meine berufsbegleitende Ausbildung abgeschlossen, das wahren harte Jahre des Funktionierens und ich habe es geschafft, neben Beruf und alleinerziehend 24/7. Und ich habe mir fest vorgenommen, danach für mich zu sorgen und vor allem auf mich zu achten! Ich werde dann wieder zur Beratung gehen. Denn jetzt bin ich dran. Gesund werden und bleiben. Lieben Dank für diesen Austausch.
Gerne, Meersalz.
Schön, dass Dir unser Austausch gut getan hat und Dir weiter die Augen geöffnet hat.
Alles Gute für Dich und melde Dich einfach hier wieder, wenn Du bereit bist für den nüchternen Lebensweg.
Hallo Meersalz. Leider kenne ich deinen Trinkstil nur allzu gut. Bei mir waren es die Opas die viel tranken. Alkohol war OK zu der Zeit. Bei meinen Eltern gab es das eher weniger. Ich habe leider aber auch diesen Weg bestritten. Seit 2022 versuche ich ernsthaft aufzuhören, habe es auch schon anderthalb Jahre geschafft. Dann kam jedoch Ende 2025 der Rückfall. Nun soll es endgültig sein. Gehe auch zu Psychotherapeutin usw.
Ich weiß wie schwer es ist als Quartalstrinker, weil man sich so sicher fühlt und bei mir begann der letzte Rückfall auch mit einem geschenkten Sektglas.
Hallo Hope,
Bei mir haben alle getrunken und irgendwann einfach aufgehört und niemand hat darüber gesprochen was war. Je älter man wird, umso reflektierter wird man. Das Schamgefühl, wenn ich mal wieder rückfällig wurde, ist immer am Schlimmsten. Ich habe Hoffnung und will es schaffen. Wie geht es Dir momentan?
Ich habe auch einige erlebt, dass mein Onkel der krass gesoffen hat - mehrere Tage am Stück und auch dann mit Mitte 40 aufgehört hat. Sonst wäre er wohl mittlerweile tot. Deswegen denke ich auch, dass ich es mittlerweile begriffen habe. Sonst mache ich mir immer noch Selbstvorwürfe wegen dem Rückfall. Anderthalb Jahre irgendwo so weggeworfen und starte nun wieder bei 0. Bin jetzt bei Tag 21. Und der Alkohol ist mir so fern. Ich finde es bringt viel hier am Ball zu bleiben und natürlich auch bei seiner Psychotherapie. Ich halte mich auch von alten Trinkkumpanen fern. Mit den meisten Kontakt abgebrochen oder schreibe sehr nüchtern, das nötigste wenn sie sich mal melden. Ist meist eh nur dann wenn sie einen zum saufen brauchen.
Oh Mensch, ja das kenne ich, nun hab ich es solange durchgehalten und zack wieder kam der Teufel durch. Bei mir waren alle Beziehungen starke Alkoholiker. Und immer wieder war ich am selben Abgrund. Ich habe auch viele Kontakte abgebrochen, weil ich immer für jeden da bin, mir alles anhöre usw. Aber muss ich das? Ich glaube nicht. Wie gesagt, es ist an der Zeit für mich zu sorgen und der erste Schritt ist doch schon mal, dass ich mich hier angemeldet habe und mich bekenne. Ich hoffe auf liebe Leute ohne Verurteilung, auf gegenseitigen Rat. Na was man eben so hofft. Vlt ist eine Therapie bei mir auch mal angebracht.
Der Austausch hier im Vorstellungsbereich ist dafür gedacht die Tatsachen abzuklären und nicht für Weiteres.
Hier soll der Austausch so kurz wie möglich gehalten werden.
Meersalz, melde Dich, wenn Du ernsthaft mit dem Trinken aufhören willst.
Entweder wenn Du beim Arzt warst, oder 7 Tage abstinent bist.
Und alle anderen Teilnehmer bitte ich, sich hier erstmal zurückzuhalten. Wir sind im Vorstellungsbereich. Danke!
Guten Abend...
ich lese hier so viele wundervoll verfasste Texte, Geschichten und Erfahrungen, sodass ich gar nicht mehr weiß, was ich schreiben soll. Es fällt mir schwer den Anfang zu finden, dennoch sollte oder könnte ich mich wieder melden, wenn ich einen nüchternen Lebensweg bestreiten will.
Liebe Grüße
Ja ich mache das ähnlich. Einfach bisschen was vom Tag schreiben oder irgendwo seinen Senf dazu geben. Hauptsache am Ball bleiben. Ich finde gerade bei uns Quartalstrinkern ist das ja so, dass es schwer ist am Ball zu bleiben, weil man sich ja irgendwann wieder sicher fühlt und denkt man hat es im Griff. Und dann passiert es wieder.
Deswegen habe ich mir selber auferlegt jeden Tag irgendwo hier im Forum was zu schreiben - ob bei mir oder wie jetzt in den Fall bei dir hier.
Bin mal so im Forum die Threads von den Quartalstrinkern durchgegangen und gerade bei denen ist es mir aufgefallen, dass viele von denen - wie ich auch - immer mal da sind und dann wieder weg. Ich sehe mich nun als "gewöhnlich" Alkoholkrank. Und hoffe das hilft mir dieses Mal wirklich für immer am Ball zu bleiben und nicht nur anderthalb Jahre.
dennoch sollte oder könnte ich mich wieder melden, wenn ich einen nüchternen Lebensweg bestreiten will.
D.h. Du hast seit letztem Freitag wieder Alkohol getrunken, Meersalz?
Hallo Elly, NEIN!!!! Ich war die ganze Woche wieder bei mir und fokussiert. Ich bezog mich auf das Gespräch von letzter Woche.
Gut, dann hast Du die erforderlichen 7 Tage Abstinenz hinter Dir, dazu gratuliere ich Dir, Meersalz!
Deine Bewerbung liegt schon vor, deswegen bist Du jetzt freigeschaltet und ich verschiebe Deinen Thread in den offenen Bereich der Alkoholiker.
Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
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