Hannah - Vorstellung

  • Hallo zusammen,

    danke für das liebe Willkommen und eure ehrlichen Worte! Das tut unheimlich gut.

    Um direkt auf euch einzugehen:

    Tabsi Dein Gedanke mit dem „stabilen Außen“ ist so wahr. Den Schichtdienst loszuwerden, würde enorm viel Druck rausnehmen. Mein Bauchgefühl meldet sich auch langsam wieder.

    Alex_aufdemweg : Danke für deinen Zuspruch. Dass du den harten Schnitt damals nie bereut hast, macht mir richtig Mut ...auch wenn ich es jetzt erst mal langsam angehen lasse.

    Bolle : „Tun muss man tun“ ...das hat gesessen. Das Gespräch mit der PDL anzugehen, kostet Überwindung, aber dein Zuspruch baut mich echt auf.

    Zu euren Fragen:

    Alleinerziehend bin ich zwar nicht, aber mein Mann ist als Fernfahrer oft tagelang in ganz Europa unterwegs. Im Alltag bin ich mit den drei Kids also meistens auf mich allein gestellt.

    Wie es jetzt weitergeht:

    Ich bin gerade noch krankgeschrieben und überstürze nichts ,nach eins kommt zwei. Ich werde erst mal mit meiner Ärztin sprechen und dann das Gespräch mit meiner PDL suchen, um zumindest das ständige Einspringen im Frei zu stoppen.

    Ein kleiner Lichtblick heute: Ich habe mich aufgerafft und war seit Ewigkeiten mal wieder im Fitnessstudio. Es hat mir wahnsinnig gutgetan!

    Danke für eure tolle Begleitung hier. Ich halte euch auf dem Laufenden!

    Liebe Grüße,

    Hannah

  • Herzlich willkommen auch von mir, liebe Hannah!

    Respekt, was du leistet mit den Kids und deinem Job!

    Du klingst zielorientiert und hast Grund zur Zuversicht, dass dies der Beginn einer lebenslangen Abstinenz werden kann. Bleib im Forum dabei. Hier zu lesen und zu schreiben war und ist für mich der beste Stabilisator. Niemals mehr zurück in den Alk-Sumpf ...

    Liebe Grüße, alles Gute!

    Mattie

  • Herzlich willkommen auch von mir. Ich bin trockene Alkoholikerin auch mit Kindern und fühle mit dir.

    Das tollste an der Abstinenz ist, dass man nicht mehr dieses Gefühl hat bei Schule, Großeltern, Arbeit von ‚wenn ihr wüsstet‘.

    Außerdem meldet meine Tochter rück, dass ich viel geduldiger und ausgeglichener bin ‚ein neuer Mensch‘. Auch wenn du getrunken hast als die Kinder schon im Bett oder in der Schule waren- es macht einen Unterschied!

    Du klingst klar und aufgeräumt. Deine Angst vor dem Jobwechsel kann ich nachvollziehen, aber tendiere zu der Stelle in der Praxis. Allerdings bin ich auch selbst ein äußerst Veränderungsfreudiger Typ und will dir das nicht aufdrücken. Immer dem Gefühl nach- ohne Alkohol kannste dich auch wieder drauf verlassen (außer wenn die Suchtstimme laut wird- die gilt es zu bändigen). Weiter so- das klingt echt gut bei dir!

  • Hallo Hannah. Ich glaube, es ist ganz oft, dass ein besonderes Ereignis einem die Augen öffnet!

    Schaue nicht zurück. Das alles kannst Du nicht mehr ändern! Konzentriere auf die Zukunft und freue dich auf ein deutlich besseres Leben ohne Alkohol. Ich bin derzeit seit 16 Tagen nüchtern.

    Ich will es auch schaffen! Wir können es gemeinsam schaffen!

  • Riesige Motivation vs. Angst vor dem „Überdrehen“ – Wie viel Veränderung verträgt der Anfang?

    Das ist eine gute und berechtigte Frage.
    Quasi alleinerziehend, mit 3 Kindern und im Pflegedienst tätig, das ist schon echt taff. Meinen Respekt hast du.

    Die Anfangseuphorie kann einerseits helfen, sie kann aber auch ein schlechter Ratgeber sein, gerade wenn es um weitreichende Entscheidungen geht. Ich hatte sie am Anfang auch und sie war ist auch nicht von Dauer. Im ersten JAhr habe ich Schritt für Schritt mein Leben neu strukturiert.

    Was aber angegangen werden muss, ist die Belastung die zum Risiko für deine Abstinenz werden kann.
    Du stehst ganz am Anfang und wirst feststellen, dass deine Kräfte wieder zurückkommen und du nun viel mehr Zeit zur Verfügung hast, die du für dich nutzen kannst.
    In deinem Körper und Geist ist momentan einiges los, beide müssen mit der neuen Situation "ohne Alkohol" klarkommen und das können sie auch.
    Für Körper und Gehirn ist die Entgiftung und Entwöhnung ein enormer Stress und dafür brauchst du Ruhephasen. Es hat schon einen Grund, warum du derzeit krankgeschrieben bist.

    Du setzt dich unter Druck, weil du das Risiko erkannt hast und beseitigen willst. Aber auch wenn du den Job wechselst, müsstest du noch eine Weile mit der aktuellen Situation klarkommen und da würde ich ansetzen. Erst das Jetzt verbessern und dann das Morgen vorbereiten, da läuft dir ja nichts weg und wenn doch Zeitdruck existiert, dann besteht die Gefahr, dass du wegen Zeitdruck entscheidest und nicht weil du es willst und für dich das Beste ist.

    Du kannst am besten beurteilen, ob du ein offenes Gespräch mit der PDL suchen kannst und ob du das notwendige Vertrauen dort finden wirst. Ob du dich nun gleich als Alkoholikerin outest oder nicht, ich finde alleine deine familiäre Situation ist schon Grund genug, etwas zu ändern, denn sie hat dazu beigetragen, dass du krank wurdest und deshalb kann es so nicht weitergehen.

    Alleine dadurch, dass du dein Problem und deine Überlegungen mitteilst, bist du mit deinem Problem nicht mehr alleine und es kann eine Lösung gefunden werden.
    Auch deine Ärztin kann dich von bestimmten Aufgaben befreien, das kannst du mit ihr besprechen.

    Egal was du tust, deine Abstinenz steht für dich an oberster Stelle, denn ohne sie wird alles nichts. Das gilt auch für die Verantwortung deinen Kindern gegenüber. Sie registrieren sehr genau, dass die Mama wieder da ist.

    Du wirst dabei sehen, welche Optionen sich für dich ergeben und wie es weitergeht. Alkohol ist keine Option.

    LG Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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