Hallo Cadda,
da bin ich mal wieder mit meiner Geschichte. Ich kam ja auch hierher um meinen Mann besser verstehen zu können, um ihm besser helfen zu können. Und wenn er dann aufgehört hat zu trinken - selbstverständlich mit Therapie und geläutert - geht´s mir schlagartig wieder gut und mein Leben ist in Ordnung
. Ich lehn mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass es dem Großteil der Co´s so geht. Nun ist ja jede Geschichte individuell und jeder tickt anders, aber mir wurde mit Hilfe des Forums relativ schnell klar, dass ich auf dem falschen Dampfer bin. Das war schon mal der erste Schritt, dass es in meinem Kopf ratterte und ich dieses Forum wie ein Schwamm aufgesogen habe. Irgendwann war dann die Theorie klar und es kam die Schei*-Umsetzung in die Praxis. Was hatte ich Panikschübe, Angst und Bauchschmerzen - eine echt krasse Zeit, aber tun muss man nun mal tun. Das kann einem keiner abnehmen und da muss jeder seinen Weg gehen. Im Nachhinein empfinde ich es auch als wichtig, dass der Wunsch, etwas zu verändern, aus mir kam und nicht von außen aufgedrängt wurde. Nur so konnte es auch funktionieren.
Ein Wunsch, wirklich etwas an der Situation zu verändern, besteht aber irgendwie nicht.
Hm, es ist ja immer unsere Interpretation von dem, was wir lesen ohne die Person wirklich zu kennen. Ich bin da für mich ziemlich klar. Ich schreibe, wenn ich den Wunsch dazu verspüre und ich ziehe mich zurück, wenn ich für mich feststelle, dass es vergebene Liebesmüh ist. Ich kann den/die Andere da auch ziehen lassen und weitere Runden drehen lassen. Vielleicht braucht es noch bis zum persönlichen Tiefpunkt. Das kann ich doch gar nicht einschätzen. Und doch tut es mir nicht leid, dass ich schreibe. Wenn es der angeschriebenen Person nicht hilft, dann vielleicht jemandem, der mitliest und wenn nicht, ist es auch nicht dramatisch. Es ist mein Wunsch gewesen, zu schreiben ohne den massiven Hilfsgedanken im Hinterkopf. Ich hoffe, dass das jetzt nicht zu verwirrend ist.
sonnige Grüße
Lütte