Na ja, ob das Einräumen der Alkoholsucht nach mehreren Trunkenheitsfahrten für die Frau wirklich so überraschend kam, sei mal dahin gestellt.
Du hast jedenfalls daheim reinen Tisch gemacht, den restlichen Stoff entsorgt, das ist ein guter Anfang.
Ich habe mich auch noch von meiner geliebten Weißbiersammlung und den Schnapsgläsern getrennt. Nach einigen Wochen der Nüchternheit mixte ich mir mal eine Apfelschorle in einem Weißbierglas, hola das gab einen fetten Suchtdruck. Mein Suchthirn sprang sofort an und piesackte mich, da das richtige Glas plötzlich den falschen Inhalt aufwies. Daher kehrte die Einsicht ein, dass die Dinger auch weg müssen.
Zusätzlich habe ich mich seinerzeit gegenüber dem engsten Kreis offenbart, gewusst haben sie schon immer, dass ich viel zu viel soff. das war vor allem für mich erleichternd.
Wie weit dieser Kreis zu ziehen ist, mag jeder selbst für sich entdecken und herausfinden. Meiner ist sehr eng, es wissen nur die, die es wirklich was angeht, aber das ist heute nach mehr als 11 Jahren kein Thema mehr. Für meine Umgebung bin ich ein Nichttrinker. Warum, das interessiert keinen.
Anders ist es bei Leuten, mit denen früher gemeinsam gesoffen wurde. Die werden nicht nur hellhörig, sondern auch neugierig, warum ein Schluckspecht plötzlich nicht mehr pichelt. Denn es fehlte ihnen plötzlich der Zechkumpan, der ihnen auch noch eine Art Spiegel vorhält. Meine Kontakte zu früheren Mittrinkern sind allesamt eingeschlafen, und genau da belasse ich sie.
Wie möchtest Du weiter vorgehen? Evt. eine Therapie?
Was ist mit der Mutmaßung der MPU? Ist die Gewissheit?
Ich wünsche viel Kraft und Erfolg auf Deinem begonnenen Weg.