Beiträge von Twizzler

    Guten Morgen GreenViolet,

    Das sind ganz perfide Spielchen, die er gerade mit dir spielt. Dafür sorgen, dass du dich schlecht fühlst, evtl sogar schuldig.

    Das ist ein häufiger Versuch vom Alkoholiker den Co wieder auf die Spur zu bringen. Dich zu erziehen.

    Der Mann von dem du dachtest, dass ihr so viel gemeinsam habt etc, den gibt es nicht. Es gibt den Mann, der trinkt, der dich emotional erpresst und was weiss ich noch macht.

    Zu diesem Spiel gehören aber zwei. Und du musst das nicht mitspielen.

    Auch wenn Liebeskummer wirklich weh tut, ist das nichts im Vergleich dazu, wie deine Seele unter solchen Spielen leiden wird.

    Ein völlig unqualifizierter Vorschlag einer "Beraterin"!

    Das kann ich nur komplett unterschreiben, denn:

    mein Suchtgedächtnis fängt dabei natürlich an zu grinsen.

    Wäre meinem Suchtgedächtnis damals nicht anders ergangen.

    Damit hat sie dir eine Hintertür geöffnet, die geschlossen bleiben sollte und die du vielleicht sogar geschlossen hast.

    Finde ich höchst fahrlässig, solch einen Ratschlag.

    Zu Trinkerzeiten bzw. in meinen Saufpausen kamen bei mir immer mal wieder die Gedanken auf, dass es ja vielleicht bei mir doch gar nicht so schlimm war, dass ich vielleicht doch keine alkoholikerin bin. Sobald ich diese Hintertür aufgemacht habe, wurde mein Verlangen nach Alkohol größer und größer.

    Dann hat es meist auch nicht mehr lange gedauert bis ich wieder an der Flasche hing.

    Ich wünsche dir sehr, dass die gedankliche Kehrtwende noch früh genug kam und du diesem drang weder heute, nich in den nächsten Tagen nachgehen musst.

    Es ist auf jeden Fall ein sehr gefährlicher Gedanke.

    Guten Morgen Leonie,

    Klasse, wie du das angehst. Es ist wichtig, keinen Alkohol mehr zu Hause zu haben. Falls doch mal eine kritische Situation kommt, hast du ihn nicht direkt zur Hand.

    Und auch das nähere Umfeld mit einzubeziehen ist eine sehr gute Sache. Dann ist die Gefahr viel geringer, dass dir bei treffen etwas angeboten wird und du ins strudeln kommst.

    Denk immer daran, dass du wieder genau dort enden würdest, wo du zuletzt aufgehört hast wenn du nur einen kleinen schluck trinkst. Es gibt kein kontrolliertes trinken für uns alkoholiker.

    Bleib auf diesem Weg. Du machst das toll.

    Hallo Leonie.

    Was du da in deinem ersten Post beschrieben hast, das war ich. Genau das gleiche habe ich immer und immer wieder durchgemacht.

    Es gibt einen Weg da raus.

    Heute muss ich mich nicht mehr schämen, wenn ich am Morgen aufwache. Ich weiss was am Vorabend passiert ist und das ist heute nichts schlimmes mehr.

    Es tut mir leid dir das zu sagen, aber einen entzug zu machen nur damit du ruhe gibst und um danach "nur noch bier" zu trinken, bringt rein gar nichts.

    Er will nichts verändern. Er möchte einfach nur in Ruhe trinken. Bier ist genauso Alkohol wie Schnaps auch. Er wird sich nicht verändern dadurch. Es wird sehr wahrscheinlich mit der Zeit immer schlimmer werden.

    Ich kann dir aus meiner Erfahrung heraus berichten:

    Nach meiner damaligen zweijährigen Saufpause, habe ich angefangen nur ab und zu zu trinken. Und ich habe mich sehr gefreut, dass es ja wohl doch kein Problem bei mir gibt. Es dauerte Wochen/Monate (ist schon zu lange her), da war mein Konsum wieder der alte. Es wurde dann mit der Zeit sogar mehr.

    Gleiches konnte ich innerhalb der Verwandtschaft beobachten. Nach beendeter Saufpause wurde abends gemütlich auf dem Balkon ein anderes alkoholischen Getränk konsumiert. Nicht jeden abend. Das hat auch einige Wochen funktioniert. Dann wurde zum altbewährten Alkohol zurück gegriffen und es war der gleiche Konsum wie vor der saufpause.

    Ob deine Frau jetzt die große Ausnahme ist, vielleicht nicht abhängig, können wir nicht beurteilen.

    Wichtig für dich wäre aber, dass du dir nicht allzu große Hoffnungen machst. Und dass du deiner Wahrnehmung vertraust.

    Das kannst du aber als Erfahrung für dich verbuchen.

    Vielleicht ist es gerade anfangs entweder die Option, sich mit solchen Menschen gar nicht mehr zu treffen oder aber ihnen die Wahrheit über deine Krankheit zu erzählen, damit jede Diskussion von deren Seite direkt im Keim erstickt wird.

    Liebe Luna,

    Auch ich möchte dich ermutigen gerade jetzt hier dem forum treu zu bleiben. Auch wenn es vielleicht anfangs nur durch Lesen ist.

    Ich habe mich auch immer zurück gezogen, wenn ich einen Rückfall hatte. Aus Scham, aus Angst vor den Reaktionen.

    Aber du hast doch ein Ziel. Trocken werden. Glaube mir, das wird ohne Hilfe nicht funktionieren.

    Vielleicht solltest du dir neben dem forum noch zusätzliche Unterstützung suchen. Da gibt es so viele Dinge, die in Anspruch nehmen kannst.

    Bleib bitte hier, lese, lerne.

    Ich wünsche dir die Kraft und den Mut direkt wieder weiter zu machen. Je länger du dich jetzt diesem Rückfall ergibst, desto schwerer wird es wieder da raus zu kommen.

    Morgens nüchtern in den Tag zu starten ist sehr schön. Nur Abends ist es noch ein bisschen schwierig, weil ich Abends häufig getrunken habe.

    Hi Luna,

    dazu wollte ich dir gerne noch etwas erzählen (gestern ganz vergessen).

    Die ersten Wochen Trockenheit habe ich jeden Tag um 16:00 Uhr (+/- 5 Minuten) auf die Uhr geschaut, weil das meine übliche Zeit war "anzufangen".

    Es war ganz egal wo ich war und was ich gerade gemacht habe, um diese Uhrzeit ging mein Blick auf die Uhr.

    Mein Körper war richtig trainiert auf diese Uhrzeit und die erste Flasche.

    Das hat dann zum Glück nach einer Zeit nachgelassen.

    Aber ich kenne das Gefühl was du beschreibst sehr gut.

    Wenn ich mal ein paar Tage nichts getrunken hatte, war ich morgens richtig euphorisch und habe mich super gefühlt. Sobald es dann Richtung Nachmittag ging, kamen diese mulmigen Gedanken und diese Unruhe.

    Bleib weiter am Ball, das wird weniger mit der Zeit.

    und bin skeptisch, ob das auf die Dauer funktioniert.

    Nein, das funktioniert nicht. Das macht diese krankheit aus. Dass wir unseren konsum eben nicht kontrollieren können.

    Sie stellt dich jetzt mit Versprechen ruhig und du spielst mit. Wird für dich in einer Enttäuschung enden. Vielleicht legst du dir jetzt schon mal einen Plan zurecht, wie du dann damit umgehen möchtest.

    Selbst wenn es "nur" Bier wäre, wäre es nicht anders. Dann würde er wahrscheinlich größere Mengen konsumieren um diesen Zustand zu erreichen und wäre genauso wie jetzt auch.

    Das klingt wirklich schlimm.

    Es wird sich bestimmt bald ein Moderator bei dir melden. Ich wünsche dir sehr, dass dir der Austausch hier gut tut und du etwas für dich und dein Leben etwas mitnehmen kannst um dein Leben zu ändern.

    Hallo Rosi,

    Herzlich willkommen hier bei uns.

    Was du beschreibst, lese ich hier sehr oft.

    Alkohol verändert das Wesen. Als Angehöriger steht man oft nur daneben und versteht die Welt nicht mehr.

    Du bist aber nicht alleine. Hier findest du Menschen, die genau das gleiche durchmachen und vor allem auch menschen, die diesen kreislauf bereits durchbrochen haben.

    Auch wenn dieser Weg nicht ganz leicht ist, lohnt er sich dich.

    Deinen Mann kannst du nicht ändern, sofern er diese Krankheit nicht selber stoppen möchte.

    Was du hier lernen kannst ist, wie du für dich selber und dein eigenes leben sorgen kannst.

    Fühl dich willkommen.