Beiträge von Twizzler

    Guten Morgen Kintsugi, vielen Dank für deine Worte.

    Ja, es sieht fast so aus, als würde es jetzt wieder etwas ruhiger werden.

    Ich finde es sehr wichtig für mich, weiterhin in der Dankbarkeit zu bleiben. Das macht das Leben für mich leichter. Und positiver.

    Ich denke, dass alles seinen Sinn hat. Auch diese letzte recht schwierige Zeit. :)

    Hallo White,

    Vielen Dank für die Glückwünsche.

    Damit meine ich vor allem die Werkzeuge, die mir beim trockenbleiben helfen.

    Dass ich an meiner Krankheit dranbleibe um den Fokus darauf nicht zu verlieren.

    Für mich sind das vor allem die Werkzeuge, die meinen Kopf trocken halten, damit ich nicht in nasses Denken komme.

    Durch meine SHG, das forum hier und noch eine Gruppe werde ich immer wieder daran erinnert.

    Ich bin ne Niete, wenn es darum geht so etwas zu erklären. Ich hoffe, du weisst in etwa was ich meine. ^^

    Zur Vergangenheitsbewältigung würde sie nochmal Hilfe in Anspruch nehmen. Mit Alkohol hat sie kein Problem, da braucht sie keine Hilfe.

    Eine Therapie zur Vergangenheitsbewältigung macht keinen Sinn, so lange sie noch nass im Kopf ist.

    Viele Therapeuten lehnen eine Behandlung in solchen Fällen auch ab.

    So etwas ist nur mit klarem Kopf sinnvoll, wird also nicht viel bringen.

    Ich musste gerade daran denken, wie ich heute vor drei Jahren aufgewacht bin.

    Voller Scham und Schuld.

    Ich habe mich so elend gefühlt, wollte so einfach nicht mehr weiterleben.

    Mit solch einem Gefühl bin ich sehr oft in meinem Leben aufgewacht. Immer, wenn ich am Vorabend mal wieder bis zum Blackout gesoffen und Freunde verbal über WA attackiert hatte.

    Heute vor drei Jahren war es dann aber einmal zuviel. Ich konnte diese Schuldgefühle einfach nicht mehr ertragen.

    Also habe ich mir Hilfe gesucht. Und dank dieser Hilfe und Gottes Gnade darf ich heute drei Jahre trocken sein.

    Ich bin so wahnsinnig dankbar. Vor allem, weil ich dieses Gefühl der Scham, welches ich vor genau drei Jahren hatte, nie vergessen werde.

    Hallo ihr Lieben,

    allmählich geht es mir wirklich wieder besser.

    Ich hatte die letzten Wochen wieder sehr stark mit Depressionen zu kämpfen.

    Einfach alles war nur noch anstrengend. Selbst so ganz banale Dinge, die einfach nur ein Aufstehen von der Couch erfordert haben.

    Dazu musste ich noch im Büro funktionieren. Das war irgendwie alles etwas zuviel.

    Jetzt hatte/habe ich langes Wochenende (Freitag und heute frei) und das hat einfach total gut getan.

    Ich finde gerade wieder in meine Routinen rein, gehe gerne aufs Laufband und versuche meine mind. 10.000 Schritte am Tag zu erreichen. Gestern waren es sogar 18.000.

    Die Waage war heute morgen auch auf einem neuen Tiefstwert. Das freut mich gerade total und motiviert mich weiter zu machen.

    Zwei meiner Babies innerhalb von 5 Wochen einschläfern zu lassen hat mir wirklich fast das Herz aus der Brust gerissen. Für mich sind meine Katzen nicht einfach nur Haustiere. Vier Jahre sind sie gerade mal geworden. Das ist ein viel zu kurzes Leben für die beiden Geschwister gewesen.

    Aber es hilft weder ihnen noch mir, wenn ich mich jetzt komplett hängen lasse. Die Zeit der Trauer - und vielleicht auch die Depression - waren ok und die habe ich wohl gebraucht.

    Ich bin sehr dankbar, dass auch in solch schlimmen Zeiten, nicht der Gedanke an Alkohol aufkommt.

    So werde ich morgen meinen 3. Trockengeburtstag feiern dürfen.

    Und ich kann es kaum glauben, dass es schon so eine lange Zeit ist. Tag für Tag zu sagen "Heute trinke ich nicht" hat mir am Anfang so unglaublich geholfen.

    Das letzte Hintertürchen zuzumachen und mir wirklich bewusst zu werden, dass ich nie wieder in meinem Leben kontrolliert trinken kann. Als ich diese Gedanken verinnerlicht hatte, wurde es auch allmählich immer leichter.

    Ich bin gerade einfach dankbar.

    Dem Forum hier und den trockenen Alkoholikern mit denen ich mich regelmäßig austausche um meine Trockenheit zu bewahren.

    Viele liebe Grüße

    Twizzler

    Hallo Volka,

    In meinen Augen handelt du sehr verantwortungsbewusst und überlegt.

    Auch wirkst du sehr klar auf deinem Weg.

    Sie hat mich mit Vorwürfen wegen meinem Verhalten überhäuft. Mir nochmal vor Augen geführt, wie schlecht es ihr geht und wie überladen sie sich fühlt.

    Das ist eine ganz typische reaktion.

    Von den eigenen Baustellen ablenken, Schuld den anderen zuschieben und im selbstmitleid baden. Ich war nicht anders als ich noch getrunken habe.

    Und diese Sicht der Dinge wird sich auch auf keinen Fall ändern, so lange sie noch trinkt.

    Sie wird weiterhin das arme Opfer bleiben, der man ja nur böses will. Die Sicht darauf, wie sehr andere gelitten haben und immer noch leiden, ist dabei komplett verschleiert.

    Das Wichtigste ist jetzt, dass du und die Kinder da gut rauskommen.

    Hallo Joey,

    Wenn einmal eine Grenze überschritten ist, dann gibt es auch kein Zurück mehr. Als alkoholikerin bleibt nur der Weg in die Abstinenz. Sonst geht der Weg immer weiter nach unten.

    Jetzt bist du dir noch nicht sicher, ob du wirklich dein Leben lang abstinent bleiben möchtest, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Als alkoholikerin wird es für dich keinen normalen Umgang mit Alkohol mehr geben und ebenfalls kein kontrolliertes trinken.

    Das forum hier richtet sich an Menschen, die den Weg der lebenslangen Abstinenz anstreben.

    Zum trocken werden gehört auch sehr viel mehr als nur nicht zu trinken. Wichtig ist z.B auch ein trockenes Umfeld. Wenn dein Freund vor dir konsumiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass du auch bald wieder zur Flasche greifst.

    Hallo Berta,

    Das ist sehr schade.

    Gut ist, dass du sofort in den entzug gegangen bist.

    Aber was sind die weiteren Pläne? Was hast du die letzten Wochen für deine noch recht frische Trockenheit gemacht?

    Und was hast du vor anders zu machen, falls du schon konkrete Pläne hast?

    Für mich hat meine Trockenheit Priorität Nr. 1. Danach richte ich mein Leben aus. Das heisst für mich: dranbleiben am Thema, mich selbst schützen vor Situationen, in die ich nicht mehr kommen möchte, mir Hilfe zu suchen, denn alleine schaffe ich das nicht.

    Ich wünsche dir sehr, dass du den Weg in eine zufriedene Trockenheit findest. Aber nur nicht trinken reicht eben nicht aus.

    Hallo Iwona,

    Oh, das kenne ich soo gut. Ich esse auch sehr gerne. Vor allem süßes.

    Und ja, früher war ich richtig dünn. Je älter ich wurde, umso mehr Kilos kamen auch drauf. Klappt nicht mehr so wie früher: alles essen u d nicht zunehmen... X/

    Was bei mir im moment ganz gut klappt, ist mehr bewegung in den alltag zu integrieren (jeden tag 10.000 schritte) und dazu mache ich noch protein-fasten. Dabei kann ich mir die ein oder andere Leckerei mal gönnen, ohne dass es direkt auf den hüften landet.

    Dieser Kreislauf wiederholt sich gerade.

    Deine Eltern haben dir beigebracht, wie Co-Abhängigkeit gelebt wird.

    Und jetzt bist du selber Co-Abhängig. Das gleiche bringst du aber gerade auch deinen Kindern bei.

    Das ist kein Angriff gegen dich, soll dir nur als kleiner Denkansatz dienen.

    Vielen Dank für eure Anteilnahme.

    Das war jetzt wirklich etwas viel die letzten Wochen.

    Gerade die eine Trauer soweit überwunden, schon steht die nächste Phase an.

    Aber ok. Ich freue mich jetzt einfach aufs Wochenende, wo ich mal nicht funktionieren muss.

    Ausgerechnet diese Woche bin ich auch alleine mit einer Aufgabe im Büro.

    Dafür bleibe ich die Woche aber im home Office.

    Das funktionieren beschränke ich aufs nötigste.

    Ich hoffe, ich kann trotzdem früh ins Bett gehen. Irgendwie finde ich in solchen Situationen nie ein Ende mit dem Abend. War gestern genauso und es wurden nur sechs Stunden Schlaf.

    Vielen Dank ihr Lieben.

    Im Moment bin ich einfach nur erleichtert, dass ich sie erlösen konnte.

    Es war einfach nur noch eine Qual.

    Sie ist jetzt bei ihrer Schwester.

    Im Moment geht es mir sogar den Umständen entsprechend gut.

    Verbinde mich gerade viel und versuche nicht, wie beim letzten Mal, mich komplett zu verkriechen. Das hilft ungemein.

    Trocken vs nüchtern.

    Hier lese ich immer, nüchtern ist man sobald man nichts mehr anrührt. Trocken, wenn auch der Kopf hinterher gekommen ist.

    Ich kenne es genau andersherum.

    Das beschäftigt mich schon ein paar Tage. 🤔

    Darum wollte ich es hier einfach mal loswerden.

    Vielleicht gibt es ja Meinungen dazu.

    Was für mich momentan schwierig ist, dass mein Kontaktabbruch überhaupt nicht ernstgenommen wird.

    Also komplett ignoriert wird.

    So wird mein Mann mit Anrufen bombardiert.

    Zieh es weiterhin durch. Irgendwann musst du ernst genommen werden.

    Dein Mann ist erwachsen und darf selber für sich entscheiden, ob er dieses Spiel mitmacht oder nicht.

    Auch er kann sich schützen.

    Ich frage mich auch echt gerade, für was genau dir dieses forum dienen soll?

    Hilfe suchst du ja scheinbar nicht. Alle gut gemeinten Tipps werden direkt im Keim erstickt, denn du weisst ja schon wie es geht.

    Wozu dann das forum? Toleranzgrenze der trockenen testen? Etwas aufmischen? Nur hier deinen Weg niederschreiben, ohne dass am besten jemand etwas dazu kommentiert?

    Der Hintergrund deiner Anmeldung würde mich tatsächlich sehr interessieren.

    Vielen Dank für eure lieben Worte.

    Ja, ein Geschenk an mich selber klingt schön. Ich habe mir ein zweites Leben geschenkt. :)

    Die Tabletten, die sie bekommt, haben schon starke Nebenwirkungen.

    Sie steht ziemlich neben sich, ist sehr müde und frisst wirklich viel zur Zeit.

    Aber bei solchen starken Medikamenten braucht es ja auch immer eine Zeit der Eingewöhnung.

    Dafür sind die Anfälle seitdem so milde, dass ich sie meist gar nicht bzw. erst später mitbekomme.

    Sie sabbert vier bis fünf Tropfen und dann ist es auch schon wieder vorbei.

    Scheinen tatsächlich zu wirken, die Tabletten.

    Da kommt doch wieder etwas Hoffnung auf.

    Und wie ich von der Tierärztin gehört habe, brauchen Katzen 20 Stunden Schlaf am Tag.

    Das ist echt ziemlich viel. Man möge sich mal vorstellen, das wäre bei uns Menschen auch so.