Mich hat das im Grunde nicht die Bohne interessiert...hauptsache meine Angehörigen funktionierten, der Rest war uninteressant.
Hallo Sunshine,
das hatte ich so gemeint, dass es ja vielleicht den ein oder anderen trockenen Alkoholiker hier interessiert, was jemanden überhaupt bei einem Substanz-Süchtigen hält.
Bei mir war es die Hoffnung ... da der Mensch an sich, also ohne Alkohol, auch tolle Charakterzüge hat und die Beziehung, ohne Alkohol, eine ganz wunderbare sein könnte.
Allerdings gehört dieses Fantasieren und In-die-Zukunft-Projizieren auch zum "Krankheitsbild" von Liebes- und Beziehungssüchtigen (zu denen ich mich zähle) ... die dadurch eben auch vor wahrer Intimität flüchten, genauso wie ein Alkoholiker auch.
Co-Abhängige sind übrigens häufig auch Liebes- und beziehungssüchtig - sprich: Können nicht ohne Beziehung oder DEN EINEN Partner sein und definieren ihre komplette Existenz über einen anderen Menschen.
Das habe ich mir lange nicht eingestanden, da ich nach außen vollkommen unabhängig und selbstbewusst wirke. Aber es IST so ...
Ich weiß, das liest man hier als CO nicht gern, denkt man doch, man könne den nassen Alkie retten, mit Liiieeeebe...mit dem Hinlegen von Informationsmaterial, mit eeeendloser Geduld und Verständnis und dem ganzen pipapo...
Dabei ist das alles sowas für die Katz!
Wer trinken will, wird trinken.
Egal, was gelabert wird, egal wie sehr geliebt wird, egal was auch immer...alles latte.
Danke für deine realistische Einschätzung und schonungslose Darstellung!