Beiträge von Alex_aufdemweg

    Solche Gedanken wären (Konj.) für mich gefährlich, weil ich meinem Suchtgedächtnis eine Steilvorlage lieferte.

    Ich meine, soche Gedanken sind das Suchtgedächntis. Das ist die Suchtstimme, die da spricht.

    Bin mir dann sicher, dass alles was ich mir aufgebaut habe spätestens in einem Monat zunichte wäre.

    Das ist so. Es ist aber auch mit der Suchtstimme argumentiert.

    Das muss nicht sein. Du weißt es ja schon. Ich möchte Dir raten, wenn die Stimme spricht, denn das sind diese Gedanken, direkt drüber bügeln. Ich habe sie nicht ausreden lassen. Du brauchst Dich nicht selbst überzeugen. Sie hat in Deinem Kopf nichts mehr verloren.

    Ich bin im Moment auch bei 3mg Nikotin.

    So war es bei mir auch. Bis zum Schluss.

    Dann hatte ich beschlossen, dass ich mein Liquid leer dampfe und nichts mehr kaufe. Ging noch eine gute Woche.

    Beim letzten Zug, habe ich trocken kräftig weiter gezogen und volle Kanne den Verdampfer verbrannt. Dann ab in den Müll damit.

    1.000 Trigger in zwei Wochen. Es war schon krass. Weil Dampfen halt immer und überall ging. Und es mir deswegen ja auch nicht so schlecht ging. Da hat es schon auch Willen gebraucht. Dafür war es nach zwei Wochen durch.

    Jetzt ist es über zwei Jahre her.

    Jedenfalls war ich zu dem Zeitpunkt bereits über zwei Jahre stabil trocken. Sonst würde ich das nicht empfehlen.

    Ich war auch in dem Getränkemarkt wo ich über viele Jahre eingekauft habe.

    Für mich ist das im Moment sehr gut und hilfreich,

    Nein. Das ist es nicht. Denn:

    Leider grübel ich dann und popel in meinem gesamten Leben rum. Von der Jugend, von Partys usw.

    Du hältst mit diesen Aktionen Deine Suchtstimme am Leben. Es geht darum Dein Leben neu zu gestalten.

    Ich hätte gern 3...4.. ach was 6 Monate schon gern hintermir.

    Und gerade erst recht, wenn Du 6 Monate rum hättest, würdest Du erkennen, dass der Ort dort nichts mehr für Dich ist. Weil Du noch besser erkennen würdest was Deinem Denken und Deiner Gefühlswelt schadet.

    Es gibt viele andere Möglichkeiten zum Einkaufen. Das ist mein Rat.

    Mein Charakter ist nüchtern eigentlich eher stoisch,

    Ein Trockenrausch ist aber, wie Du reagiert hast, als Du betrunken warst. Nur jetzt im "trockenen" Zustand.

    Auf alle Fälle kam es aus einer starken Unzufriedenheit. Wahrscheinlich die Unzufriedenheit der Sucht. Dieses "mir fehlt etwas"-Gefühl hatte ich anfangs auch ab und zu kurz. Das hat recht schnell aufgehört. Das ist nicht von Dauer.

    Solche Erlebnisse machen im nachhinein immer stärker. Hatte z. B. nach 1 1/2 Jahren einen recht hartnäckigen Versuch meiner Suchtstimme. Hatte danach auch Angst, dass das jetzt öfters passiert. Doch es war Ruhe. Bis heute (2 1/2 Jahre später).

    Ach ja. Mir hat auch geholfen, dass ich damals bereits meine Empfindungen und was ich mache im Kopf für's Forum formuliert habe. Das hat mich mehr in die Betrachter Rolle gehoben. Von außen betrachtet, war es um einiges einfacher.

    Ich wollte ja auch z. B. nicht berichten "und da bin ich da gelegen und habe Bauklötze geschaut". Sondern ich bin dann auch aktiv geworden und aus der Situation raus.

    Das ist immer das Beste.

    Habe überlegt loszufahren weil es mich so gestresst hat.

    Dein Suchthirn hat es also geschafft Dir weiß zu machen, dass Du jetzt saufen "darfst" weil es stressig genug ist.

    Trinken ist immer das Gegenteil einer Lösung der Situation. Ich wünsche Dir, dass Du bald noch besser erkennst, wann die Sucht spricht und wann Du selbst "am Steuer" bist.

    Denn nur wenn Du das erkennst, klappst Du auch Deinen Notfallkoffer auf, wenn die Sucht am Drücker ist.

    Also, wenn irgend etwas in Deinem Kopf, aus absolut egal welchen Gründen sagt, "jetzt ist trinken gerechtfertigt" ist es die Sucht.

    Kann es sein das du wegen ihr soviel gesoffen hast?

    :cursing: Liest Du eigentlich, was hier im Forum geschrieben wird? Du bist ja jetzt nicht den ersten Tag da.

    Ich rege mich ja selten wo auf. Aber dieser Satz ist absoluter Müll.

    Wenn Du den wenigstens bei Dir selbst schreibst, hätte ich nicht extra etwas dazu geschrieben. Übrigens heißt Dein Thread ja immer noch "Der lange Kampf". Das sagt mir schon alles.

    So lange das so ist, solltest Du vorwiegend bei Dir bleiben.

    Mangelndes Selbstvertrauen, keine Selbstliebe. Aufgabe der eigenen Interessen und Ansprüche zum Wohl des Partners. Sie war nicht nur meine Frau, sie war MEIN Leben. Wenn's ihr schlecht ging, ging es mir auch schlecht und ICH machte alles, damit es besser wurde.

    Wahrscheinlich hatte ich Dir deswegen geschrieben. Genau so liefen meine Beziehungen auch ab.

    Wenn ich es heute lese, stehen mir deswegen die Haare zu Berge. Mal von der anderen Seite aus betrachtet. Mir geht es schlecht und mein Partner kann mich nicht unterstützen, sondern es geht ihm auch schlecht. Weil es mir schlecht geht. Also muss ich immer stark sein, weil er einfach so schwach ist und seine ganzen Emotionen von mir abhängig macht. Und dann trinkt er auch noch und macht mich indirekt auch noch dafür verantwortlich.

    Mir wurde mal bei einem Einzel-Coaching gesagt "Herr S. so wie sich sich verhalten, zwingen sie mich zum Täter zu werden."

    Das hat einiges in mir bewegt. Als sich Freundin zwei nach Jahren tatsächlich mal bei mir entschuldigen wollte, habe ich ihr das so gesagt. Dass ich ihr keinen Vorwurf machen kann.

    Und jetzt speziell zum Alkohol. Du schreibst Dinge wie "dann war ich wieder ein halbes Jahr trocken". Ich kenne den Begriff "trocken" nur im zusammenhang mit stabile, zufriedene Abstinenz. So wie meine. Über vier Jahre und für mich stellt Alkohol keine Lösung mehr für irgend etwas dar. Was ich bei Dir lese sind Trinkpausen. Du hast nicht abgeschlossen. Nicht wirklich kapituliert. Alkohol ist noch immer eine Option für Dich. Nur so lässt sich für mich z. B. erklären, dass Du Dich morgens gemütlich mit Bier eindeckst.

    Die Vorstellung Alkohol herunter zu schlucken verursacht mir Brechreiz. Tatsächlich. Als ich versehentlich eine Süßigkeit herunter geschluckt habe, die Alkohol enthielt, habe ich mich übergeben. Ich konnte nicht anders.

    In den letzen Jahren, seit ich trocken wurde, hat sich mein ganzes Leben einmal auf den Kopf gestellt. Früher wären das 1.000 Gründe zum Trinken gewesen.

    Also, zwei Tips von mir.

    Da ich noch meinen Psychologen vor mir habe, der das Innere mal aufräumen muss,

    Mach das. Nur wenn Du auch alleine zufrieden bist, kannst Du eine gute Beziehung führen. Sich an den Partner hängen und durch ihn leben habe ich auch erst ablegen müssen.

    Zweitens. Schließe mit dem Alkohol ab. Du bist Alkoholiker und wirst nie mehr trinken. Es ist eine Flüssigkeit, die alle lebenden Zellen zerstört, die sie erreicht. Mehr nicht. Sie hat keine Macht. Ist nur eine giftige Flüssigkeit.

    Hast Du Dir die Grundbausteine schon angeschaut?

    Mein Sohn hat eine Flat auf sein Handy. Immerhin eine 100er Leitung. Da stellt er sich dann einfach einen Hotspot daheim.

    Eigentlich reichen 100 mbit für alles aus. Außer Du bist der große Zocker. Dann müsstest Du gar nichts machen. Ich weiß jetzt aber nicht, ob es das in Deinem Land auch gibt.

    Wenn Du nicht rauchen willst, fragt ja auch keiner nach wieso.

    Bei Leuten, die mich schon vorher kannten und wussten, dass ich viel getrunken habe, bin ich etwas deutlicher geworden.

    Da habe ich gesagt, dass ich für dieses Leben genug Alkohol getrunken habe. Meist kam dann die Nachfrage "War es denn so viel" und ich antwortete "Ja".

    Damit war das Thema durch. Ich hätte jetzt auch nicht angefangen aufzuzählen.

    Bei meinen "Freunden" bin ich ganz deutlich geworden. Kann und will sie ja nicht für immer anlügen. Ja, für immer. Also habe ich klar gesagt was sage ist. Sie wollten sich melden, wenn sie etwas machen wo Alkohol nicht im Mittelpunkt steht. Das war vor über 3 1/2 Jahren. Nie mehr was gehört. Nur mit zweien, die keine Alkoholiker sind, habe ich noch Kontakt. Ach ja, und ich habe andere kennen gelernt. Z. B. durch meine reale SHG.

    Hallo Stehaufmännchen.

    Oft werden Namen und auch Threadnamen gewählt, die die innere Einstellung widerspiegeln.

    Ein Stehaufmännchen wird regelmäßig umgeworfen und "kämpft" sich wieder nach oben. Wenn ich in Ruhe darüber nachdenke, ist das nicht so positiv, wie sich das im ersten Moment anhört. Im Prinzip ist es als wärst Du ein Spielball.

    Ich werde nie mehr Alkohol trinken. Da gibt es mit meinem Suchthirn nichts zu diskutieren. Und dann vergeht es der Suchtstimme auch. Ich habe immer direkt darüber gebügelt, wenn sie etwas vermelden wollte. Nicht diskutiert (ich weiß es ja schon) und auch nicht zu Wort kommen lassen.

    Mich interessiert, ab wann der Alkohol nicht mehr die permanente Macht über den Kopf hat und zumindest langsam anfängt sich zurückzuziehen? Gibt es bei langer Abgstinenz Tage, an denen man überhaupt nicht mehr an Alkohol denken muss?

    Du räumst dem Alkohol diese Macht ein. Denn er selbst ist nur eine Flüssigkeit. Die Zellen zerstört. Du kämpfst gegen Dich selbst.

    Also, die Suchstimme hat sich anfangs bei mir gemeldet. Aber ich hatte keine Diskussion, weil ich ja weiß, dass ich sowieso nichts mehr trinke.

    Nach einem halben Jahr war da dann nicht mehr viel. Ich hatte meine Gewohnheiten umgestellt. Und jetzt komme ich immer wieder ins Forum um nicht zu vergessen, dass ich Alkoholiker bin. Denn ich denke überhaupt nicht mehr an Alkohol. Außer ich begebe mich in nasses Umfeld. Bzw. würde mich begeben. Denn ich wüsste nicht wieso ich mir das geben sollte. Ich finde angetrunkene Leute ätzend. Weil es mein früheres Selbst widerspiegelt, nehme ich an.

    Also ja. Es gibt definitiv Tage, an die ich überhaupt gar nicht an Alkohol denke. Eigentlich fast jeder Tag. Und damit das so bleibt, schaue ich immer wieder hier rein.