Beiträge von Sam

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hi Spirit.


    Dein Wochenende ist ja voller schöner Aktivitäten.

    Wie geht es Dir dabei mit dem alkohol? Kitzelte im freibad nicht die nase nach einem kühlen alkgetränk in der sonne? Wie gehst du das gemütliche beisammensitzen mit deinen motorad kumpeln*innen an? Sowas kann sich ja rasch in richtung gemütlichen biergelage entwickeln.


    Viele erfolgreich trockene alkoholiker meideten diese aktivitäten anfangs. zumindest ist es gut ihnen gut vorbereitet zu begegnen.


    In meiner nassen zeit ging ich x-mal auf gemütliche beinandersitzen mit dem festen vorsatz dort nichts zu trinken. Schnell sitzt man dann vorm bier und schraubt sein limit von getränk zu getränk nach oben, das bekannte "eins geht schon noch" tritt dann in kraft.


    Dir auch einen schönen sonntag.

    Hallo Kati!


    Ich weiß du hast die frage an hartmut gestellt.

    Wenn ich Dir trotzdem darauf antworten darf. Ansonsten ignoriere bitte meinen beitrag.


    Ich erkenne häufig mein Verhalten in deinen Erzählungen über deinem mann.


    Bei mir war es damals ehrlichgesagt, dass ich körperlich und geistig am ende war. Die tatsache, meinen kindern und meiner frau viel schlimmes angetan zu haben, hat mich leider lange nicht davon abhalten können es so weiter zu betreiben.


    Mit viel harter trinkerarbeit (vertuschung= 6 bier sind halt weniger als 10+, nur bier und kein hartes zeug usw) und noch mehr glück entging ich der katastrophe vor der womöglich grad dein mann steht, der bruch der familie.


    Du siehst wahrscheinlich nur die spitze des eisbergs, oder der schwimmenden flasche. Würdest du alles wissen hättest du weniger zweifel.


    Beim trinker ist es der glaube das alles irgendwie doch zu schaffen, was das problem aufschiebt.


    Erst mein entzug, das teilnehmen an selbsthilfegruppen (bei mir aa) oder dieses forum, veranlasste mich dazu, mich meiner vergangenheit mit gnadenloser Ehrlichkeit zu stellen. Dies dann hier oder in der gruppe zu erzählen machte es real. Davor waren es viele dunkle geheimnisse in meinem kopf die ich gleich verkrampft verdrängte wenn sie auftauchten. Erst dieser prozess, in dem ich immer noch stecke, ließ mich erkennen welch wahnsinn ich meiner familie zugemutet habe. In der regel tut das auch weh, sonst hat man bei der ehrlichkeit gespart. Vl ist das auch ein grund dafür warum das im nassen zustand so schwer ist, weils weh tut und dann säuft man noch mehr.


    Es heißt der säufer braucht seinen persönlichen tiefpunkt, womöglich schiebt ihr gemeinsam seinen grad auf.


    Wenn ich mir deinen thread so durchlese, sehe ich, dass du eine gründliche bestandsaufnahme gemacht hast. Ich hab das gefühl, dass die antwort auf die du hoffst leider nicht dabei war.


    Die frage ist, was machst du jetzt.


    Viel kraft!

    Ich denke, dass es bei meinem Mann auch so ist, dass er oft nur das Bier im Kopf hat

    Ich möcht noch ergänzen, trotz alle dem, was ich Dir erzählt habe und was sonst noch war, die liebe zu meinen kindern war immer da! Wenn diese dinge passierten, waren das immer die schlimmsten momente für mich. Mehrmals stand ich danach vor dem Eingeständnis alkoholiker zu sein.

    Ich will nur damit sagen, das heißt nicht dass dein mann seine kinder nicht liebt.

    Gleichzeitig denke ich muss man gut auf sie aufpassen.


    Aber ich denke du weisst es am besten wie es bei euch ist. Vieles kann leider ungesehn bleiben.

    Hallo Kathi!


    Ich habe bei Dir ein wenig mitgelesen und jetzt ist mir doch das Herz beim Thema Kinder entbrannt.


    Ich selbst bin seit letzten Herbst trocken und habe eine junge Familie mit zwei Kindern.


    Meiner Erfahrung nach, bekommen die Kinder das leider schon mit. Mein älterer Sohn heute acht hat mich bis heute, die längste Zeit seines Lebens nass erlebt. Anfangs noch nicht so schlimm, gegen Ende stark.


    Leider erinnere ich mich an viele, für ihm unangenehme Situationen die während meiner Trinkerei passierten. Eingeprängt haben sich Sätze von ihm, als bspweise meine Schwiegermutter fragte: was trinkt der Papa in der früh (sie spielte auf Kaffee an - den ich gern trinke, damals trank ich noch nicht morgens.) War seine Antwort Bier. Mehrere Male auf dem Spielplatz, wollte er gemeinsam mit mir spielen und ich dachte mir jetzt gönn ich mir mal eine Pause und trinke ein Bier, kamen Sätze wie "Papa, musst du zuerst noch dein Bier austrinken?".

    Wenn wir am Rückweg des Spielplatzes waren, wollte ich natürlich noch die Gelegenheit nutzen schnell Bier zu kaufen. Ich kann mich erinnern wie er fragte ob es denn unbedingt noch sein müsse, meine Antwort war ja, denn wir brauchen etwas zum Abendessen. Als er sah wie ich, neben andere Produkte auch Bier kaufte sagte er "ach immer geht es nur ums Bier".

    Ich glaube diese Vorfälle waren so in seinem, 4., 5,, 6., Lebensjahr und nur ein Auszug.


    Nicht weniger schlimm war es mit meinem kleineren Sohn, heute zei. Ihm fielen, egal wo wir waren mit einem Jahr, immer Bierflaschen oder Dosen auf zeigte darauf und sagte Papa. Einmal wollte er mich auch nachahmen, saß sich hin und versuchte die Dose zu greifen (was ich verhindern konnte).


    Die Prägezeit bei Kindern fängt sehr früh an, man weiß ja heute, dass wenn Eltern rauchen oder raucher waren die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Kinder zur Zigarette greifen höher ist.

    Vieles geht ins Unbewusste und Kinder können zwar nicht sagen was da los ist aber ich denke Verknüpfungen im Hirn entstehen.


    Das Verhalten deines Mannes, wenn er die Kinder ins Bett bringt oder mit ihnen Spielt, ist rein zur Gewissensberuhigung und um Dir und sich selber zu beweisen, dass ja alles ok ist, man darf doch wohl als engagierter Vater ein paar Bier zur Entspannung trinken. Bei mir war das so. In Wahrheit, hatte ich nur im Kopf wie ich zu meinen nächsten Schluck komme oder noch schnell etwas besorge um ausreichend Vorrat zu haben.


    Ich trank auch vorrangig Bier, mein Körper machte es am Ende plötzlich nicht mehr mit, weil mein System der "gute Vater", "engagierte Mitarbeiter" zu anstrengend für einen Säufer war der kaum noch schlief. So brach alles innerhalb weniger Wochen, nach langjähriger hohen aber moderaten Trinkzeit, in sich zusammen. Der Umstieg auf Wein und Schnaps war bei mir grad im starten. Ab einer gewissen Trinkmenge, die man zu vertuschen versucht, wird es mit Bier logistisch als auch beim Trinken fast unmöglich. Ein paar Schluck höherprozentiges geht schneller als der halbe Liter Bier, der kaum noch Wirkung zeigt. Meine Wege zur und von der Arbeit führten auch immer durch den Keller, sowie mehrmals täglich zwischendurch. Es ist verrückt und irgendwie tut es mir leid dir das jetzt so schreiben zu müssen.


    Lass die Kinder nicht zuviel mit ihm alleine. Es muss ja nicht so kommen wie bei mir, aber die Kontrolle kann irgendwann weg sein, egal ob die Kinder da sind oder nicht.


    Alles Gute & Viel Kraft!

    Ist es jetzt im Sommer schwerer für dich?

    Da ich am ende meiner nassen zeit nahezu immer an- bzw betrunken war, hatte ich jeden tag neue erfahrungen manchmal als herausforderungen. Das ging schon los bei einer meiner ersten tätigkeiten "auf freiem fuß" das reparieren meines fahrrads. Damit nicht noch vorher schnell bierholen sondern das werkzeug war eigenartig, übers kochen, hin zum haushalt. Einkaufen war auch so eine sache, da bemerkte ich das erste mal wie mein blick automatisch beim Eintritt das kühle bier anvisierte. Verging mit der zeit, heute nehm ichs nicht mehr wahr.

    Und natürlich die ganzen trinkaufforderungen, zu die es gefühlt täglich kommt.


    Der sommer ist tückisch, zurzeit fallen mir durchaus die schönen gastgärten und ecken in der stadt auf, in denen ich so gern an lauen sommernächten versumpft bin. Da schwimmt durchaus etwas positives mit. Zurecht, viele dieser abende waren ja schön, nur wurden sie zu viele und der alkohol schlich sich in meinen Alltag.


    Ich merke aber,... Vorsicht, nicht leichtsinnig werden.


    Grad am Anfang war bzw ist mir wohler dabei keine leichtfertigen gefahren einzugehen. Da unternehme ich lieber etwas anderes. Aber wem erzähl ich das ^^ Mit so vielen hobbys findet man immer etwas.

    Hallo Tuvalu!


    Ich bin alkoholiker und seit letzten herbst trocken.


    Danke für deine Geschichte. Mir gefällt wie du schreibst.


    Du hast beschrieben, du bist gerade viel auf Partys, Festivals und in kneipen usw. Mich interessiert, was machst du sonst noch? Hast du weitere interessen, Hobbys, einen beruf bzw bist du in Ausbildung. Deine Freundin hast du schon erwähnt, gibt es da noch jemanden?


    Lg

    nicht zum Artz zu gehen, sondern kalt zu entziehen war einfach meine persönliche Entscheidung, weshalb ich mich da doch sehr auf den Schlips getreten fühlte. Klar ist das gefährlich, aber es steht eben auch jedem frei hier seine eigene Entscheidung zu fällen und solange niemand des Forums verwiesen wird, weil er nicht exakt das macht, was andere von ihm erwarten, ist alles in Ordnung denke ich.

    Hallo Lust 4 Life


    Ich kann den freien Entscheidungswillen des Einzelnen zu diesem Thema nachvollziehen.

    Ich fand es anfangs auch irritierend wenn ich Vorstellungen las, in denen Hilfesuchende konsequent geraten wurde zum Arzt zu gehen bis hin zum Abbruch des Dialogs wenn es einer bis zum Schluß ablehnte.


    Inzwischen finde ich die klare Positionierung gegen kalte Entzüge ungemein wichtig. Man weiß nie wer hinterm Bildschirm sitzt. Neben den körperlichen Entzugserscheinungen, stellt sich ja auch die Frage der psychischen Stabilität und familiären Situation.


    Bietet man dafür hier eine Bühne würde, finde ich, eine Grenze überschritten.


    Ein Entzug sollte immer von einem Profi mit ausreichend Hintergrundwissen und persönlichen Kontakt begleitet werden.


    Der Nachahmeffekt wäre sicher groß. Ich hätts auch probiert als ich noch nass war und alles versuchte um wenigstens weniger zu trinken.


    Auf den zweiten blick einfacher, ist die klinik und ich denk bei den meisten am nachhaltigsten.

    Habe bis dato keinen Suchtdruck oder Graving.

    Esse aber jetzt leidenschaftlich Zucker.

    Kuchen 🍰 vor allen Dingen.

    Trotz kein Alkohol und viel Fahrrad 🚲 fahren, nehme ich einfach nicht ab.

    Sitz grad mit schokolade vorm handy..... 🙈


    Genau das gleiche, kein alk, täglich radfahren, gesunde ernährung,... Aber der eine oder andere kuchen und die schokolade am abend, da werd i schwach.

    Aber ich will mir damit auch noch zeit lassen, möcht nicht alles auf einmal ändern, steh jetzt auch vor einer beruflichen neuerung. Lieber was süßes als alkohol. Irgendwann muss ich aber auch da was machen.

    Hallo wegsuchende!


    im Moment funktioniere ich noch recht gut, kann es mir nicht leisten auszufallen oder kürzer zu treten .....haha....

    Beim lesen sprang^ ich auf diesen satz von Dir an.

    Ich kenne das. Man geht über eigene grenzen, was für eine zeitlang machbar ist. Aber ähnlich wie beim alkoholiker zieht sich der fokus zusammen, man kämpft und arbeitet an einem problem. Ist in dauerspannung auf 180 glaubt alles auszuhalten vorallem es zu müssen..


    Denkst Du, findest Du einen Weg für Dich auch mal schwach sein zu dürfen, last abulegen. Dein system runterzufahren? Ich weiß es ist schwer und oft unvorstellbar......


    Als ich einsah ein alk. Problem zu haben, erlebte ich eine psychotherapeutin, die zwar flyer mit alkohol testfragen im vorzimmer hatte (die ich alle mit Ja beantwortete also 100% alkoholproblem vorhanden) im Gespräch dann aber dennoch daran blieb, meine sucht wäre das resultat eines burnouts,.... Ich hätte mit dieser diagnose in der tasche seelenruhig zu meiner familie gehn und schön weitersaufen können.... Heute bin ich froh, dass ich damals so fertig war, dass ich ehrlich zu mir blieb, die suchtberatung ansteuerte und damit den weg in die trockenheit legte.


    Die sauferei war defenitiv der hauptgrund für mein burnout und nicht umgekehrt. Vieles löste sich in luft auf. Und erst als ich vom alkohol ein paar wochen weg war erkannte ich und die ärzte, dass ich eine depressive tendenz habe. Dann konnte ich auch daran arbeiten, die medikamente irgendwann absetzen und habe jetzt Bedarfsmed.


    Unbedingt zuerst der alk weg, unter guter ärztlicher beobachtung und dann das andere. Wurde mir auch von meinen ärzten so erklärt.


    Lg

    Hi rhododendron,


    Ich bin nun seit letzten herbst trocken und meide solche feten immer noch.


    Einmal ging ich zum 'frühshoppen" wo ich früher gern trank, weil da auch kinder sind und meine die anderen wieder mal treffen wollten.

    Außerdem war ich im glaube, dass die anderen väter sich, wie jedes jahr, an die fastenzeit halten würden. (ein beweis dafür kein alkproblem zu haben um das restliche jahr saufen zu können, ich habs nie probiert, hätts aber die letzten nassen jahre nicht geschafft).


    Einer hatte einen (von 3) "jocker" gezogen dh 24h vollgas ab 10.00. Der andere hing an seinen alkoholfreien bierflaschen. Auch wenn mr. Jocker "nur" etwas angetrunken und der andere "nur" 6 flaschen afbier trank, (also 3 L) war das verhalten, die stimmung, die ausstrahlung die gleiche wie besoffen. Zu diesem Zeitpunkt waren beide bereits ein paar wochen mehr oder weniger alkfrei unterwegs.


    Es geht letztlich nicht nur um den Alkohol an sich, es ist die haltung, der Lebensstil, das denken... All das muss sich erholen, wiederentwickeln, klarwerden.


    Dieses teffen bestätigte mir rasch, was ich ahnte, auf dauer ist das nicht das richtige Umfeld. So sicher ich mich auch fühle, setze ich mich trinkern aus, auch wenn sie grad keinen spiegel haben, aber alkohol eine große Rolle spielt, ist es nicht nur anstrengend, es beeinflusst unbewusst. so sehr es mich heute abstoßen mag, es ist noch nicht lang her da war ich gern in dieser runde.


    Ersatzweise treffe ich mich nun lieber mit überzeugten extrinkern, die gemeinsam an ihrer Trockenheit und einen sinnvollen dasein arbeiten und so wie gestern im Anschluß auch mal was gemütlich trinken gehen. Nette humorvolle leute die man in selbsthilfegruppen kennenlernt und auch in schwierigen zeiten für einen da sind.


    Gut wenn du auf alkohol verzichten konntest/kannst, 3.5 L Flüssigkeit scheint mir ein indiz zu sein dass du noch das verhaltensmuster des trinkens inne hast und sich dein körperhaushalt noch nicht normalisiert hat. War bei mir auch, ich hing an der teekanne, zeigt aber auf wie lange diese umstellung dauert. 14 tage sind jedenfalls ein guter anfang, geh bitte behutsam damit um damit noch viele dazukommen und wir uns mit dir mitfreuen können.


    Lg

    Hallo Marion,


    Kannst du dir vorstellen, in dieser schwierigen situation deinen eigenen konsum einzustellen?

    Ich denke wenn du auch am trinken bist, wird es nicht einfacher. Fällt es dir schwer aufzuhören, solltest du deinen fokus auf dich richten.


    Erst dann könntest du etwas für deinen mann unternehmen, ob das dann hilft hängt, wie schon von andren beschrieben, nur von ihm ab.


    So scheint ihr nur noch mehr Dynamik in den trinkkreislauf zu bringen.

    Nicht aus Scham, eher aus Selbstschutz. Ich wollte nicht mit der Familie oder Freunden darüber reden, weil ich niemanden emotional Involvierten wollte, der mir in MEIN Leben reinquatscht. Es wäre einfach zu viel Lärm und ich könnte mich selbst nicht mehr hören.

    Boah! Danke! Ich würd bzw hab es in meiner Situation (als abhängiger) nicht anders gemacht. Viele verstehn das nicht, zumindest in meinem umfeld, aber es gibt einfach eine phase in der muss man sich konzentrieren, auf sich selbst hören, entscheidungen treffen. All das ein-und herumreden irritiert und belastet mich nur und nutzt Oft nur den anderen selbst emotional damit fertig zu werden.


    Dein text liest sich richtig gut. Du wirkst sehr klar und kraftvoll, alles scheint gut durchdacht, das ziel anvisiert.

    So gut vorbereitet, wirst du da jedenfalls für dich eine besserung erreichen, egal wie die sache ausgeht.


    Ehrlichgesagt, finde ich mich in deinen texten, in deinem freund immer wieder. damals war ich froh, dass mich meine freundin Oft nicht zur rede stellte, weil ich ja wusste, dass ich kein leiberl anhatte (österr. Ich kann den vorwürfen nichts entgegensetzen).


    Heute denk ich mir, sie hätte Das viel öfter machen sollen, nicht für mich, sondern für sich selbst.


    Und ich hatte immer ordentlich schiss, dass sie am morgen wenn ich meine fahne hatte was sagen könnte. Ich war immer froh wenn nichts war und suchte möglichst schnell das weite,schön in der konfortzone bleiben. Ein wenig offen vor ihr trinken und vielmehr heimlich saufen, so tun als ob es normal sei, ja nicht streiten, und nicht darüber reden.

    Ahja, war mir vom titel nicht bekannt, wird aber häufig in den meetings verwendet, hat bislang immer gut gefallen. Für jeden tag eine geschichte, wär eine gute motivation jeden tag ein paar seiten zu lesen.


    Danke für den tipp!


    Habt ihr eure inventur schon durch? Dazu höre ich immer die unterschiedlichsten Ausführungen,... Ich bin zwar, wie ich schnell merkte, etwas zu voreilig gewesen, denk aber auch immer wieder mal dran und weiß dann gar nicht wo ich anfangen und schon gar nicht aufhören soll.


    Mal abgesehn von den tagesinventuren, die gelingen mir ganz gut, auch wenn ich erkenne dass mir immer wieder die gleichen kleinen fehler passieren.

    Liebe rhododendron, die türe zu einem schöneren echten leben hast du nun etwas geöffnet. Mir damals einzugestehen alkoholiker zu sein war nicht leicht aber auch erleichternd. Ich befand mich damals in einem geschützten umfeld das mir sicherheit gab. Ich lernte meine nächsten schritte mit bedacht zu setzen, sichere räume zu schaffen zb eine alkoholfreie wohnung und mich vor verlockende situationen zu schützen.


    Partys oder andere veranstaltungen die als hauptzweck gemeinsames trinken größerer mengen alkohol haben meide ich heute noch, das muss nicht so bleiben, jedoch finde ich es für den anfang gut und wurde mir auch empfohlen.... Inzwischen fehlen sie mir nicht mal


    Eine liste meiner freunde half mir dabei zu differenzieren, wer ist mir wirklich wichtig, zu wem kann ich auch ohne alkohol einen guten kontakt pflegen, zu diesen personen vermerkte ich auch alternative gemeinsamkeiten, was ich statt dem biertrinken sonst mit ihnen unternehmen oder reden kann.

    Leider stehen manche drauf, die ich nicht aufgeben möcht aber vorerst meiden werde da sie vorher selbst einen wandel erleben sollten.

    Zu anderen erhielt ich die klarheit, dass uns nur der alkohol verband und habe die beziehung aufgegeben

    Besonders wichtig ist mir meine selbsthilfegruppe. Ähnlich wie dieses forum ein ort wo man über alles sprechen kann was einen belastet, sich erfahrungen anderer holen und ohne scham über sein alkoholproblem und damit verbundene erlebnisse die in einem schlummern erzählen kann.


    So habe ich mein leben eingerichtet um auf meine erworbene trockenheit, die zu Beginn zerbrechlich ist gut aufzupassen, jeder findet seinen eigenen weg, die lauernden gefahren sind oft ähnlich. Umfeld, verfügbarkeit, Beziehungen, frust, stress, Übermut, hochfreude, leichtsinn, 'alkoholfreies' bier.....


    Mit der zeit gewinnt man zunehmend an sicherheit, für den anfang einen schritt kürzer zu treten tut gut und schützt.

    Ja die meisten sind im kh. Da gibts einen eigenen aaraum.


    Heute hab ich noch nicht. Aber das blaue und stecke gerade im grünen buch drinnen.


    Obwohl ich grad beim lesen nicht sehr viel weiterkomme, weil mich das forum grad hat.


    Lg

    Hallo Lila!


    Ich finde du kommst gar nicht 'kühl' rüber. Meiner Meinung nach, hast du eure Geschichte sehr sachlich und gut beschrieben was ich gut finde und dennoch liest man deinen schmerz aus den zeilen, die mich sehr berühren!


    Ich selbst bin alkoholiker und habe vergangenen herbst ähnliches erlebt. Womöglich hilft dir meine Geschichte weiter.


    Ich habe zwar meinen job nicht verloren, schaffte es aber aufgrund meiner trinkerei, die mir dann auch psychisch und physisch stark zugesetzt hatte meine arbeit nicht mehr ganz richtig zu machen. Irgendwann gings dann nicht mehr und ich ging in Krankenstand.


    Meine Hausärztin verwies mich zu einer psychotherapeutin, die mir burnout diagnostizierte, obwohl ich klar auf meinen hohen alkoholkonsum verwies.

    So leicht öffnen sich türen durch die man wieder in eine ausrede fürs trinken flüchten kann.


    Ich war damals so fertig, dass ich mich damit zum glück nicht zufrieden gab, gleichzeitig aber so weit weg vom Ausmaß des problems, dass ich zu diesem zeitpunkt noch fest glaubte 14 tage krankenstand und eine therapie, die ich nebenberuflich absolviere, würden mich wieder auf schiene bringen.


    Dabei spielten natürlich gewisse ängste, jobverlust - finanzen - familie mit zwei kinder und nicht zuletzt der gesichtsverlust, also stolz auch eine rolle, das problem klein zu reden.


    So richtig weiter half mir dann die alkoholberatung! Hier fand ich in einem diskreten umfeld gehör, verständnis und mir wurde dabei geholfen die krankheit alkoholismus zu verstehen.


    Es dauerte eine woche bis ich einen platz in der suchtstation bekam. Während dieser zeit hatte ich termine bei der beratungstelle, die mich am plan hielten mich aber weder vom trinken abhalten konnten noch dazu brachten weniger zu trinken. Es wird sogar abgeraten plötzlich aufzuhören, dies wäre ein kalter entzug, der durchaus gefährlich verlaufen kann.


    Mir dem problem voll bewusst, trank ich weiter. Ich war während den beratungen betrunken (nicht stark, sodass man es mir nicht ankannte wie ich später erfuhr) nach der Beratung ging ich entgegen der tips erst möglichst spät am tag und weniger trinken zu trinken, direkt ins nächste geschäft bier holen, dass ich gleich trank.


    Ich kann es mir heute selbst nicht erklären aber meinen letzten schluck alkohol trank ich in der toilette des wc's im krankenhaus um 8.50.um 9.00 trat ich meinen entzug an.


    Den entzug empfand ich als erleichterung. Im krankenhaus wurde viel darüber gesprochen und auch die ernsthaftigkeit dieser abhängigkeit vermittelt - was ich für furchtbar wichtig finde! Viele, ich auch, die dort ankamen dachten in 5 tagen ist es erledigt, ein großer fehler! Ich bin froh 16 tage dort verbracht zu haben. Die zeit nutzte ich einerseits zur Erholung aber noch wichtiger um das angebot zu nutzen wie man mit der allgegenwärtigen droge alkohol umgeht und sich schützt nicht umzufallen.


    Im Anschluß erhielt ich die möglichkeit einer stationären entwöhnung in einer außenstelle für sechs wochen - es gibt aber auch ambulante angebote beides sehr sinnvoll. Um auf dauer (ich bins ja noch nicht so lange aber es ist mein ziel) trocken zu bleiben ist es meiner Meinung nach wichtig für die hilfe offen zu sein viele denken sich 'ach die übertreiben' und es ernst zu nehmen.


    Für mich aber das allerwichtigste ist an eine nachsorge anzuknüpfen, hierfür solltest du deinen mann unbedingt motivieren sobald du ihn wieder 'erreichen' kannst.

    Für mich ist eine nachsorgegruppe wie eine lebensversicherung. Es gibt verschiedenste angebote, wie zb dieses tolle forum ;). Einzel-, gruppenberatung, selbsthilfegruppen usw. So wie ich die verschiedenen möglichkeizen kennengelernt habe, gehtbes auch nicht immer nur um alkohol sondern auch um themen des lebens, was gut ist weil im leben der auslöser für einen rückfall steckt.


    Ich denke wenn dein mann schon anknüpft ist es ein gutes zeichen. Sein trinken wird aber deshalb wahrscheinlich nicht gleich verschwinden. Ich denke wichtig ist zu erkennen ob er diesen weg auch ernsthaft gehn möchte, dann brauchts etwas bis die trinkerbrille ganz ab ist, dem problem ins auge geschaut wird und man sich daran gewöhnt.


    Alles gute!!

    Hallo Petter!


    Danke der Nachfrage! Und selbst?


    Ich hab mich schon etwas durchgelesen, wobei natürlich manche themen schon sehr fortgeschritten sind und es mir schwer fällt einzusteigen.

    Dafür habe ich viele interessante Geschichten gelesen und mir einige tipps abholen können.


    Bis jetzt gefällt es mir ganz gut, mich abends hier ein wenig zu bewegen, vorallem wenn mir die Zeit fehlt Meetings zu besuchen.


    Da du schon länger trocken bist und auch Aa besuchst, würde mich interessieren wie oft du noch gehst und ob du anfangs auch zu vielen Treffen gegangen bist.


    Bei mir ist es zur Zeit so, dass ich mich gerne täglich mit dem thema beschäftige, da aa nicht immer geht, bin ich eben auf dieses forum gestoßen.


    Vor einiger zeit hab ich mich glatt dabei erwischt wie ich ein altes trinkmuster an einem meeting anwendete. Dienstag, wo ich normal kein meeting besuche und bei den kindern zuhause bin, kam ich nach hause und fand niemand vor. Da gings los, handy raus - partnerin angerufen, die bei einer nachbarin zu besuch war - blick auf die uhr - riesen vorfreude in 5min gehts meeting los - rauf augs rad und reingehetzt in richtung krankenhaus.


    Früher hätte mich der weg zur tankstelle geführt... Q1

    Hallo Rhododendron


    Dein Beispiel könnte aus meiner Feder vor einigen jahren stammen.

    Ich habe es oft versucht, auf festen mit keinem und/oder nur wenig alkohol zu feiern.

    Und/oder deshalb, weil mir immer wieder passierte, dass ich von 'heut trinke ich nichts' schnell zu 'nja nur 2, dann kann ich mich zum 3. überreden lassen damit die anderen zufrieden sind, ich den absprung schaffe und mich nicht ganz verraten habe' hin zum 'scheiss drauf' kam.

    Leider erlebte ich so viele dieser aufwachmomente in denen mir dämmerte, dass ich ab einem gewissen moment vom vorabend keine ahnung mehr habe. Dann stellte sich eben dieses schlechte gefühl bei mir ein gepaart mit der erfolglosen anstrengung mich wieder zu erinnern was letzte nacht passiert ist.


    So erlebte ich vermeintlich coole partys von denen ich letztlich nichts hatte weil sie weg waren.

    Schlimmer wars noch, wenn ich dann im versuch rauszufinden was gestern los war, von einem saufkumpanen, manchmal selbstgefällig um vom eigenem Verhalten abzulenken, es erzählt bekam.


    Ausreden für unpassendes verhalten und übermäßiges trinken fand ich mit der zeit immer schneller und erlaubten es mir auf die nächste party zu gehen.


    Ich bin froh aus diesem Kreislauf draußen zu sein, es half mir auch zu erkennen, welche personen in meinem leben wichtig sind.


    Für mich war das ein harter und langer kampf, bis ich einsah dass es einer war den ich so^^ nie gewinnen konnte, auch die kleinen Siege übee den alkohol, wenn ich es mal doch schaffte ohne vollrausch nachhause zu kommen wurden immer seltener oder lagen em zugrunde dass ich immer mehr vertrug.


    Letztlich fand ich meinen weg, in der einsicht dass der kampf zu nichts führt und ich zugeben muss dass der alk stärker ist. Er ist immer stärker, leider auch bei dem einem glas das ich mir so gern zu besondere anlässe gönnen würde oder der schluck sekt zur geburtstagsfeier eines bekannten..... Sodass es, es einfach nicht wert ist.


    Mit der zeit verliert dieser besondere drink auch seine Wertigkeit. Ich habe ihn durch ein gutes antigetränk ersetzt, wäre es alkohol würde es mich nur an die obige rzählung erinnern und frustrieren.


    Zuzugeben, dass ich schwächer bin als der Alkohol, fiel mir leicht.


    Heute kann ich es aussprechen alkoholiker zu sein, wenn auch nicht vor jedem, muss ich auch nicht aber vor guten Freunden, nähere familie und am wichtigsten mir selbst. Dafür brauchte ich auch etwas zeit.


    Lg Leonard