Beiträge von mollyfisch

    ja

    Vielleicht sollten die Angehörigen ihre Partner einfach Mal fragen, ob sie nicht mit dem Trinken aufhören möchten.

    Wenn nicht, ist eigentlich (!) alles gesagt und man kann sich weitere Diskussionen ersparen.

    Das klingt gerade so als ob die Angehörigen einfach nur Fragen müssten und alles wäre ganz einfach. Was glaubst du denn warum viele in dieser Spirale stecken.

    Ja du hast in allen Punkten recht. Das ist aber auch das Grundübel. Der eine trinkt und wird vom Co beschützt und betütelt. Der Co kommt nicht raus weil er sich nicht trennt und der Trinker kommt nicht weiter weil der Co ständig um ihn ist.

    Es wäre besser für alle wenn man es offen ausspricht. Der Leidensweg von allen wäre eventuell kürzer und so mancher Alkoholiker würde dadurch vielleicht eher sein Sucht behandeln lassen.

    Aber mir z.B. war ja nicht bewusst was Co-Abhängigkeit bedeutet (für beide). Du musst ja erst mal verstehen dass du als Angehöriger kaum bis gar nicht helfen kannst. Das ist glaube ich das Hauptproblem daran. Bei mir jedenfalls war es so.

    Heute frage ich mich auch manchmal wie blöd ich teilweise war, aber ich wusste es einfach nicht besser.

    LG

    Ich hatte kürzlich meinen Kollegen von der Trennung berichtet. Da habe ich zum Glück auch ganz liebe Kollegen. Gestern fragte meine Kollegin mich nach dem Grund der Trennung. Ich habe es ihr erzählt und dann sagte sie mir dass ihr Vater ebenfalls alkoholabhängig ist. Er ist ein Quartalstrinker. Da war ich dann doch überrascht. Aber sie hat mich dadurch verstanden und ich musste nicht viel erklären.

    LG

    Hallo Achelias,

    wenn ich zurückblicke hätte ich vor 7 - 8 Jahren die Reißleine ziehen müssen. Das war so der Zeitpunkt wo es unser Zusammenleben stark beeinflusst hat.

    Aber da gab es auch immer wieder Phasen wo es besser lief und die Hoffnung da war. Damals sah ich aber auch finanziell keinen Ausweg, wusste keine Lösung. (das Haus zu dem Zeitpunkt gerade begonnen zu sanieren, nichts fertig, gerade Kredit aufgenommen usw.). Mir war hier noch gar nicht so bewusst das er wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt schon als Alkoholkrank einzustufen war.

    Aus heutiger Sicht wäre es besser gewesen für alle. Irgendwie wäre es weitergegangen.

    Ich würde jedem zur schnellen Trennung raten wenn der Alkoholiker nicht einsichtig ist und nichts unternimmt . Aber wie du schon schreibst jeder ist anders und ich habe lange gebraucht mir einzugestehen dass er wirklich abhängig ist. Ich war einfach noch nicht so weit diesen Schritt wirklich zu gehen.

    Jetzt bin ich soweit und trotzdem ist es so unglaublich schwer. Ich glaube nicht das ich es früher geschafft hätte das durchzuziehen.

    LG

    Hallo Ste55,

    ja ich bin enttäuscht, klar, weil alles Reden, Hoffen usw. die letzten Jahre umsonst war. Ich habe letztlich meine Zeit vergeudet. Alles was wir uns die letzten Jahre aufgebaut haben war umsonst. Wir werden alles verlieren und es ist ihm augenscheinlich egal. Ja da bin ich tatsächlich enttäuscht und ja es nimmt mich mehr mit als ich dachte.

    Deshalb habe ich auch nach einer realen SHG in meiner Nähe gesucht.

    Ich habe aber trotz allem das Gefühl das so langsam besser wird. Aber die vielen Enttäuschungen über die vielen Jahre haben natürlich Spuren hinterlassen. Während des Umbaus, die Krankheit meines Sohnes, die Alkoholsucht meines Partners - ja ich war immer die Starke die an alles Fronten gekämpft hat.

    Es wird einfach Zeit brauchen.

    LG

    Hallo Panama,

    Habe jetzt noch mal geschaut ob ich was übersehen habe. Aber ich habe diese Infos jetzt nicht gesehen.

    Wo lebt denn dein Mann gerade und warum. Ist er ausgezogen?

    Macht er eine Therapie?

    Er will uns nicht verlieren und sein Leben weiter ändern. Er meint, es fällt ihm hier viel leichter, weil er hier eine Struktur hat und viel mehr Möglichkeiten (aktuell lebt er aus dem Koffer, hat nur wenige Sachen dabei, hat keine Küche, kann keine Freunde einladen etc.).

    Ich habe zu wenige Infos aber wenn er aktuell noch trinkt würde ich das kritisch sehen. Dann bist du wieder am Zug und kümmerst dich und und und.

    LG

    Seine Lebens Entscheidung ist nicht meine, liebe Linde.

    Letzte Woche hab ich ihm auch ganz klar geschrieben, dass er über das letzte Jahr meine Lebenszeit vergeudet hat.

    Hallo Mimose,

    du machst aber seine Lebensentscheidung mit zu deiner. Denn du begleitest sie.

    Warum lässt du zu das er deine Lebenszeit vergeudet?

    Liebe Mimose, nur du kannst daran etwas ändern. Du bist ja nicht glücklich so. Warum machst du dann so weiter?

    Es ist nicht einfach die Konsequenzen zu ziehen aber an etwas festhalten was einen unglücklich macht kann ja auch keine dauerhafte Lösung sein oder?.

    LG

    Guten Morgen in die Runde,

    Am Montag ging es mir wieder sehr schlecht. War immer wieder am Weinen. Zweifel und die unrealistische Möglichkeit das er trocken wird und bleibt und wir vielleicht doch ...... Seit Dienstag geht es mir aber wieder gut. So langsam merkt man doch das es besser wird. Bei dem Gedanken das es vorbei ist kommt nicht mehr dieses "O Gott Gefühl". Seit Dienstag habe ich nicht mehr geweint.

    Meinen Mann allerdings verstehe ich nicht mehr: vor 2 Wochen sagte er mir er trinkt nicht mehr. Ich habe ihm gesagt mir kann er nichts vormachen. Ich weiß das er noch trinkt. Daraufhin sagte er das er vielleicht doch noch mal in die Entgiftung gehen möchte. Wäre ja gut wenn er aktiv werden würde.

    Vor 2 Tagen habe ich ihm die Haare geschnitten (er hat mich gefragt und ich fand das o.k). Anschließend hat er sich bedankt und mich gefragt was ich dafür haben möchte? Nichts natürlich. Dann sagt er nochmal danke und fragt mich ob er ein Küsschen bekommen kann. Natürlich nicht. Was soll das?

    1 Stunde später bin ich nochmal runter um das noch mal anzusprechen. Auch habe ich nochmal die Wohnsituation angesprochen und das mir das nicht guttut. Ja es lässt sich halt nicht ändern so sein Kommentar. Doch man könnte es ändern. Er könnte ausziehen.

    Im Gespräch meinte er er trinkt seit etlichen Tagen nichts mehr, überlegt aber nochmal in die Entgiftung zu gehen? Ich habe dazu nichts mehr gesagt.

    Ich bin sicher das er nach wie vor trinkt. Ob es wirklich so ist weiß ich nicht, aber über die vielen Jahren hat man ein Gespür dafür bekommen und damit lag ich bisher auch immer richtig.

    Er geht arbeiten, seine gesamte Freizeit verbringt er vor der Glotze. Am letzten WE im September hatten wir eigentlich abgesprochen uns zu treffen um das Guthaben unserer Konten zu trennen. Am besagten WE hatte er keine Lust. Gut ich habe es dann allein gemacht, mir blieb ja nichts anderes übrig, da ab 01.10. jeder sein eigenes Konto hat. Bis heute hat er nicht nachgefragt wie sein Kontostand aktuell ist usw. Das Online-Banking und die Push-Tan müsste bei ihm noch eingerichtet werden - kein Interesse seinerseits. Ich mache es nicht.

    Ich habe alles dokumentiert und Fotos vom Kontostand vor der Trennung gemacht. Wie kann man nur so sein? Als ich ihn kennenlernte hatte er nichts plus Schulden aus erster Ehe. Warum? Weil er sich auch damals um nichts gekümmert hatte. Diese Dame war allerdings nicht so fair wie ich und hat seine Gleichgültigkeit und sein Desinteresse schamlos ausgenutzt. Sollte man aus solchen Dingen nicht lernen?

    Manchmal kommt so der Gedanke ob er es mir absichtlich schwer machen möchte? Kein Auszug, keine Mitarbeit bei der Kontentrennung usw.

    Andererseits bestärkt mich das ja nur in meiner Entscheidung.

    Mittlerweile merke ich schon das bei mir keine tieferen Gefühle mehr da sind. Ich vermisse ihn nicht in meinem Alltag, ich vermisse ihn auch nicht körperlich. Es ist nur der Gedanke das wir die "guten Zeiten" nie wieder miteinander haben werden. Die wenigen harmonischen Wochenenden und die Urlaube. Das tut noch weh. Diese Erinnerungen werden wahrscheinlich immer schmerzen.


    So das musste ich mal loswerden.

    LG

    Hallo Stefanie,

    warum möchtest du an dieser Beziehung festhalten. Er lässt seine Aggressionen an dir aus und versucht dich mit in den Strudel seiner Sucht zu ziehen indem er dich zum mittrinken animiert.

    Das ist keine Grundlage für eine Beziehung und es hat auch niemand verdient so behandelt zu werden. Warum möchtest du dich nicht trennen. Ich gehe mal davon aus das 1986 dein Geburtsjahr ist. Dann bist du noch so jung. Möchtest wirklich so leben?

    LG

    Hallo Yasmin,

    es ist gut das du für dich und für deine Kinder diese Entscheidung getroffen hast. Wie könnt ihr denn eine räumliche bzw. persönliche Abgrenzung hinbekommen?

    Du hast von einem beruflichen Neustart geschrieben. Wann geht es denn da los? So wie ich das verstehe möchtest du erst wieder arbeiten und dann eine eigene Wohnung suchen?

    Ich wünsche dir Durchhaltevermögen und viel Kraft für die nächste Zeit.

    LG

    Hallo Pusteblume, ja ich habe schon länger darüber nachgedacht. Das Forum hier hat mir bis jetzt unheimlich geholfen. Ich würde aber den direkten Austausch in einer Gruppe auch gut finden. Ein Einzelgespräch möchte ich eher nicht. Die Dame ist sicher qualifiziert aber ich würde den Austausch mit Betroffenen bevorzugen. Na ja ist auch nicht so schlimm. Ich habe ja euch hier🥰.

    Hallo ihr lieben,

    jetzt hatte ich geschaut ob es hier bei mir im Umkreis eine SHG für Angehörige gibt. Im Umkreis von 30 km gibt es eine. Leider arbeite ich in der entgegengesetzten Richtung so das ich mind. 1,5 h Anfahrt habe. Da passt dann die Uhrzeit nicht. 16.00 Uhr. Für mich nicht zu schaffen.

    Ich habe jetzt 2 gefunden in der Stadt in der ich arbeite. Aber die Uhrzeiten sind nicht machbar. 14 Uhr bzw. 15 Uhr. Das kann ich nicht regelmäßig realisieren. Schade.

    Der Antrag ist gestellt. Er hat sich nach 2 Beratungungsgesprächen bei der Suchtberatung dazu entschieden, hat die Klinik ausgesucht. Ich habe nichts von der Intention gewusst.

    Ob er durchhält, abbricht oder einen Rückfall bekommen wird-hierfür ist es zu früh.

    Wichtig ist, dass er die Situation annimmt. Er leidet sehr und will laut eigener Aussage dieses Leiden beenden. Er hat viele Probleme.

    Er ging erstaunlich aufrichtig mit den Leuten bei der Suchtberatung um. Ich bin echt erstaunt.

    Hallo Yasmin,

    macht er jetzt eine Therapie?

    Du schreibst von einem beruflichen Neustart. Wie sehen deine Pläne konkret für dich aus? Möchtest du an seiner Seite bleiben oder planst du dich zu trennen?

    LG

    Für jegliche Art von Klinik, sei es professionelle Entgiftung oder Langzeittherapie, gibt es „gute“ Gründe sie nicht anzutreten. Eine Weile lang hab ich jetzt noch gehofft, dass die Einsicht kommt. Mittlerweile, und da kann mir bitte gerne jemand widersprechen, denke ich: der Wille ist immer noch nicht da. Ich kann es zwar kaum verstehen, Denn prinzipiell muss ihm ja auch klar sein, wie gut es „ohne“ ist… trotzdem behauptet er immer noch Nicht zu wissen wo der Schalter ist und warum er ausgelöst wird.

    Gibt es hier irgend jemanden der ähnlich fühlt?

    Oder sind das jetzt wieder Ausreden? Manchmal denke ich mir, ich würde so gerne zum Psychologen umschulen. Um den Scheiß endlich zu verstehen.

    Hallo Mimose,

    auch ich habe wie viele andere immer versucht zu verstehen warum er nicht aufhört, immer wieder gehofft und wurde auch immer wieder enttäuscht. Versprechungen ohne Ende. Die Abstände bis sie gebrochen wurden haben am Ende nicht mal mehrere Tage gehalten.

    Du wirst ihn nicht ändern können. Da muss er selbst aktiv werden. Das zu verstehen ist schwer. Vielleicht werde ich es auch nie verstehen aber ich habe es jetzt für mich akzeptiert.


    Wäre es für dich machbar, daß du seine Lebensentscheidung akzeptierst?

    Dieser Satz hat etwas in mir ausgelöst weil er genau das ausdrückt was es ist. Nämlich seine eigene Entscheidung. Er ist erwachsen.

    Es tut mir leid zu lesen wieviel Energie du hier immer noch vergeudest, denn du wirst damit nichts erreichen.

    LG

    Hallo Mona,

    wenn du in anderen Beiträgen von eurem gemeinsamen Weg erzählt hört sich das immer einfach und leicht an. Das ganze funktioniert ja auch nur weil ihr wirklich beide bereit seid auch dauerhaft Veränderungen im Alltag umzusetzen und jeder für sich auch an sich selbst arbeitet. :thumbup:

    Ich weiß das ich es nicht schaffen würde (das Modell leben auch einige) mich abzugrenzen in der Partnerschaft während mein Mann weiter trinkt. Einfach mein Ding machen und ihn machen lassen was er denkt könnte ich nicht.

    Ob mein Mann jemals von selbst aktiv wird. Keine Ahnung. Er reflektiert sich nicht selbst, Vorsätze halten nur bis zum nächsten Tag usw. Ich glaube auch nicht dass ich ihm bei diesem Thema jemals wieder vertrauen könnte. Von daher gibt es bei uns nur die Option Trennung.

    Ich wünsche euch noch ganz viele glückliche trockene Jahre miteinander.

    Schuldgefühle habe ich wegen seinem Konsum nie und hatte ich auch nie. Da bin ich wohl gut abgegrenzt. Bei mir ist es so, dass ich mir an schlechten Tagen schwerer tue seine Entscheidung zu akzeptieren. An guten kann ich das inzwischen ganz gut.

    Ich habe bzw. tue mich eher schwer damit meine eigene Entscheidung zu akzeptieren und damit auch die Tatsache dass ich ja dafür gesorgt habe das er nun allein klar kommen muss. Das es ja letztlich die ganzen Jahre seine Entscheidung war und ist und ich jetzt nur die Konsequenzen daraus ziehe habe ich mir so nie wirklich bewusst gemacht. Ich muss da wie oben gesagt wirklich umdenken. Er entscheidet ob er trinkt oder nicht und das hat er mit mir an seiner Seite gemacht und er macht es weiter ohne mich.

    Genau Saphira,

    wir haben mit allen Mitteln versucht die Beziehung zu retten und den Partner davon zu überzeugen endlich aktiv zu werden.

    Ich habe vor ganz vielen Jahren schon zu ihm gesagt das ich seinen Alkoholkonsum bedenklich finde. Diese Gespräche hatten wir oft. Es wurde immer abgetan. Er hätte keine Probleme, er hat nur Durst usw.

    An meinen guten Tagen bin ich diesbezüglich mit mir im reinen, mehr konnte ich nicht tun. Es liegt einzig und allein in seiner Hand.

    An schlechten Tagen kommt immer das Teufelchen und versucht mir einzureden das ich vielleicht doch ein wenig Schuld habe und das er mir ja leid tut, vielleicht kann ich ihm ja doch helfen ....

    LG