Beiträge von Erna

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Wenn dir durch diesen heiklen Ausflug die krasse und wichtige Erkenntnis gekommen ist, dass du deinen Kindern mit der Trinkerei etwas zumutest, was kein Kind erleben sollte, dann hat er sich ja wenigstens etwas gelohnt. Ich wünsche dir, dass du es schaffst, diese Erkenntnis festzuhalten.


    Ansonsten kann ich dir nur raten, dich auf die Grundbausteine einzulassen. Manche Dinge muten am Anfang seltsam und übertrieben an, aber sie erfüllen ihren Sinn und Zweck.

    Hallo Seb,


    auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum und Glückwunsch, zu deinem Entschluß trocken zu leben.


    Ich bin selbst erst 10 Wochen nüchtern und würde mir so ein Gelage nicht antuen wollen und vor allem auch nicht antun können. Suchtdruck wäre vorprogrammiert.


    Wie war das denn für dich? Fandest du die Leute denn genauso amüsant wie sonst? Hast du dich nicht fehl am Platz gefühlt?


    LG Erna

    10 Wochen nüchtern und es geht mir gut. Ich bin wieder entspannter und innerlich ruhig. Ich habe keine größeren Probleme, nichts was mir unlösbar vorkommt. Und vor allem ist meine Familie gesund. Ich kann dankbar und zufrieden sein. Es geht vielen Menschen wirklich schlecht, sie haben echte Probleme, sind krank und ich ärgere mich über Nichtigkeiten. jammere über Suchtdruck, hindere mich selbst daran, die endliche Zeit zu genießen. Welch ein Irrsinn.


    Die ganze Nachdenkerei und die Versuche des Ergründens brachten mich nicht mehr wirklich weiter. Ich steigerte mich ins Thema hinein und ich drehte mich im Kreis. Ich kann das richtige Maß noch nicht finden. Daher nun mehr Machen, weniger Nachdenken. Mehr auf mein Bauchgefühl hören. Hätte ich das getan, wären mir die beiden starken Suchtdruckanfälle erspart geblieben. Ich möchte meine allgemeine Gelassenheit und Unaufgeregtheit auch auf das Thema Alkohol übertragen.


    An meiner Entscheidung keine Therapie zu machen, zweifle ich noch immer nicht. Es nahm sehr viel Druck raus und es geht mir seitdem viel besser. Das sagte mir auch die ganze Zeit mein Bauchgefühl. Ich habe nur nicht darauf gehört.

    Ich muss nicht noch in der Vergangenheit graben. Ich war doch schon damit im Reinen und hatte mein "größtes Problem", den mangelnden Selbstwert, schon erkannt. Und dieses löst sich gerade, mit dem Weglassen vom Alkohol, immer mehr in Luft auf. Das Hier und Jetzt soll wichtig sein. Mein Sohn, meine Ausbildung, das sammeln neuer Erfahrungen, das Aufbauen neuer Beziehungen. Loslassen vom alten Ballast. Natürlich nicht so sehr, dass ich die Abhängigkeit aus den Augen verliere. Aber eben mehr mit dem Blick nach vorn und auf das Jetzt.


    Ich wünsche allen einen entspannten Sonntag.


    LG von der zuversichtlich gestimmten Erna

    hab ich das richtig verstanden, du willst nur tun was dir gut tut und daher deine ambulante Therapie beenden?

    Das klingt schräg. Ich weiß.

    Ich werde sie aber nicht abbrechen. Ich werde sie nicht beginnen und es wären 2 Termine. Ich kann und will das auch nicht richtig erklären. Habe einfach das Gefühl, dass die Abhetzerei den Nutzen überwiegen würde. Das hatte ich die ganze Zeit, dachte aber , ich müsste sie machen, was mich enorm unter Druck setzte.

    Was nun aber nicht heißt, dass ich keine reale SHG mehr besuchen werde.

    eine Belohnung muss ja nicht kostspielig sein. Vielleicht sind es auch nur 5 Minuten Ruhe in absoluter Stille. Oder zufällige Situationen wie ein gutes Gespräch oder eine positive Nachricht. Manchmal hilft es, die kleinen Dinge wieder zu sehen und sich darüber zu freuen.

    Ob sich da aber mein Belohnungszentrum drauf einlässt, dass als Belohnung anzuerkennen? Mag sein, dass ich da schon wieder zu groß denke, dass da auch schon wieder mein Suchthirn nach irgendetwas großem und besonderem schreit. Aber ich suche ja gerade nach einem Ersatz, für die entgangenen Veranstaltungen. Aber vielleicht reicht es schon, sich die kleinen Sachen bewusst als Belohnung vor Augen zu rufen. na mal sehen....

    Vielleicht wäre auch einfach eine andere Einstellung zum Suchtdruck noch eine Option. Gerade habe ich schon wieder leichte Panik davor. Aber vielleicht hilft das Annehmen ja wirklich, so,wie ich es schon mehrfach hier las. Soll er doch kommen und mich daran erinnern, dass ich abhängig bin. Dann kann ich ihm Blumen zum Dank überreichen.

    Habe mir heute mal Gedanken dazu gemacht, wann mein Suchthirn so anspringt. Dies geschah in den letzten Wochen gefühlt wieder etwas gehäufter.

    Ich glaube, dass meldet sich, wenn ich den Eindruck habe, dass es gerade ziemlich gut läuft. Wenn ich irgendetwas besonderes außerhalb des Alltags unternehme.

    Das Wegbleiben von verschiedene trinkenden „Veranstaltungen“ ist Verzicht. Wenn ich irgendwann zu einer anderen „Veranstaltung“ gehe, klopft das Alkohol-Belohnungssystem an. Unabhängig, ob da gesoffen wurde oder wird. Muss ja irgendwie etwas nachgeholt werden.

    Dies kommt mir logisch vor und würde erklären, weshalb sich mein Suchthirn in allen möglichen Situationen meldet. Es schreit nach einer Belohnung. Aber wie belohne ich mich, wenn ich nichts machen kann? Würde z.B. gerne mit ins Tropical Island fahren. Werde es aber lassen, weil ich das Suchthirn da schon wieder Lapaloma singen höre. Bin zum nachmittäglichen Grillen beim Arbeitskollegen eingeladen. Dort wird nicht getrunken, aber ist vermutlich trotzdem nicht gut. (die positiven Veränderungen bringen mir plötzlich Einladungen ein, die ich nicht wahrnehmen kann...so ein Dilemma)

    Wie belohne ich mich, wenn jedes Hoch mein Suchtgedächtnis anschmeisst und noch getoppt werden will durch den Suff?

    Essen? Irgendetwas kaufen? Vielleicht versuche ich mal jemanden zu einem Waldspaziergang zu bewegen. Saß gestern bei dem Kollegen im Garten. Das war schön und völlig neu und unbesetzt mit Alk. Vielleicht muß ich mir völllig neue Aktivitäten einfallen lassen für den Anfang. Mir würde auch etwas einfallen, aber leider übersteigen meine Ideen die finanziellen Möglichkeiten. Aber da kommt schon noch etwas.

    Wie viel bist Du Dir selbst wert?

    Sorgst Du gut für Dich?

    Ißt Du genug, das Du richtig satt wirst?

    Nimmst Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir und hast Du ausreichend Schlaf?

    Das mag sich so banal anhören, aber Saufdruck kann auch entstehen, wenn man auch nur eine Sache davon vernachlässigt.

    Dies ist auch ein wichtiger Punkt. Ich esse nicht regelmäßig und schlafe zu wenig. Und ich bin schon wieder unterschwellig gestresst. Es sind tausend Dinge zu erledigen und ich packe mir immer noch etwas drauf, was mich dann unter Dauerdruck stehen lässt. Das hat mich heute morgen spontan zu einer Entscheidung gebracht. Ich werde nichts mehr tun, was nicht nötig ist und wozu ich nicht wirklich Lust habe. Machte dann auch Nägel mit Köpfen und entledigte mich heute aller unnötigen Verpflichtungen.

    Dem ist dann allerdings auch die ambulante Therapie zum Opfer gefallen. Aber es nützt nichts, wenn ich dann irgendwann von einem Termin zum anderen hetze und mir dann alles zu viel wird.

    Habe mir jedoch die Option offen gelassen, mich wieder bei der Suchtberatung zu melden, wenn es nicht funktioniert. Dann werde ich doch beruflich kürzer treten müssen, um eine Therapie in den Vordergrund zu stellen.

    Bin damit im Reinen und Zufrieden.


    Ganz wichtig scheint mir noch euer Hinweis auf Geduld zu sein. Ich bin zu ungeduldig. Will, dass alles sofort gut ist und mit vollen Zügen aus den sich gerade neu ergebenden Möglichkeiten schöpfen. Stattdessen muß ich noch ein wenig die Füße still halten. Das ist schwer.....aber ich muss mich wohl darin üben.


    LG Erna

    Guten Morgen,


    und erstmal Danke für diie vielen Beiträge, die ich gerade zu lesen hatte, und dass ihr nicht müde werdet, sowas immer wieder durchzukauen. Es waren ein paar interessante Ansätze dabei, über die ich mir aber erstmal Gedanken machen muss.

    Jetzt nur so viel. Gestern war das Suchtgedächtnis mal wieder friedlich. Aber vermutlich gönnt es sich nur kurz Ruhe um wieder Kraft zu sammeln. Aber ich werde auch wieder Kraft gesammelt haben.

    Ich denke nicht, dass ich demnächst umkippe.


    Jetzt mach ich mir erstmal Frühstück, damit ich nicht wieder hungrig draußen rumlaufe :)


    LG Erna

    dein Auseinandersetzten Erna, kommt bei mir in die Schublade „Nur nicht trinken reicht nicht aus“ Es zieht ja nur begrenztes Handeln nach. Egal wie ich es umschreibe, du gehst auf Konfrontation in einem nassen Umfeld.

    Handle ich tatsächlich noch zu wenig? Konfrontiere ich mich, wenn ich nachmittags mit einer nichttrinkenden Freundin, mit der ich auch noch nie konsumiert habe, in die Nähe von einem Kinderfest gehe?

    Eigentlich dachte ich, ich passe schon auf. Ich war nicht im Urlaub, nicht am See , hab ein Konzert sausen lassen, meine Einkaustage angepasst. Das Offensichtliche lasse ich aus.

    Gut, ich geh zur Probe. Das könnte ich sein lassen, aber das möchte ich nicht. Ich glaube, dass hätte auch eher negative Effekte. Mal abgesehen davon, triggert mich die Probe nicht. Gehört in meinen Alltag.

    Und Ich war ganze 2 Mal mit dem Kind zu einer Kinderveranstaltung. Beide Male haben mich stark getriggert. Beides hatte etwas mit Feiern zu tun. Hatte den Hauch von etwas Besonderem, nicht Alltag. Wahrscheinlich ist das die Nuance, die dann den Suchtdruck auslöst. Und so unverfänglich mir das Kindergedöns vorkommt, ist es offensichtlich nicht für mich. Schade....aber ich werde in Zukunft danach handeln. Dafür musste ich es wohl erst am eigenen Leib spüren.

    Das WE hängt mir auch noch ganz schön nach. Immer wieder kommt der Gedanke von der Möglichkeit des kontrollierten Trinkens. Ich weiß, dass es für mich nicht machbar ist. Aber der Wusch danach, ist immer mal wieder sehr intensiv. Das alles fühlt sich nach einigen Schritten zurück an. Es ging schon bedeutend besser und ich mache mir ein wenig Sorgen. Ja , ich weiß, selbst schuld.


    Und ich mache weiter


    LG Erna

    Liebe sunshine,


    Das Tempelhofer Feld ist unser ehemaliger Flughafen und wirklich, wirklich weitläufig und dort wurden gestern riesige Drachen zum Fliegen gebracht. Ich war dort noch nicht und wir waren tatsächlich nicht mal in der Nähe von einer Bühne oder Bierbude. Auch sah ich keinen einzigen Bierbecher, aber eben typisch Berlin, ganz viele "Wegbiere" in Flaschen.

    Ich dachte tatsächlich, das ginge für mich.


    Den Gedanken, dass ich nicht nüchtern leben will, hatte ich so extrem nur gestern. Aber ja, ganz vollkommen und so richtig in mir drinnen ist der Wunsch nach Abstinenz noch nicht in mir angekommen. Oberflächlich schon und rein sachlich ist mir klar, dass ich nur Abstinent glücklich und zufrieden sein kann. Ich sehe die positiven Veränderungen und möchte die auch weiter voran bringen. Manchmal fühle ich es auch.

    Aber der letzte Rest an Zweifen ist noch da und es ist noch nicht ganz in die Tiefen meines Inneren vorgedrungen. In mir rangeln noch 2 Ernas miteinander.


    Ich hoffe, dass die Zeit ihren Teil dazu beiträgt und mein kontinuierliches Auseinandersetzen mit dem Thema, das es irgendwann wirklich ankommt. Nicht umsonst grabe ich immer mal wieder dort herum, wo es weh tut und kasteie mich selbst damit.

    Guten Morgen,


    habe mich ja inzwischen auch in den geschützten Bereich verzogen. Möchte aber ab und zu einen kleinen Bericht hier lassen. Vielleicht bringt es ja irgendeinem Neuling etwas. Heute ist der richtige Zeitpunkt dafür.


    Im Alltag läuft es bei mir, suchttechnisch ist es nach jetzt 2 Monaten noch durchwachsen. Meisst klappt es ganz gut. Aber manchmal erinnert mich mein Suchtgedächtnis auch ganz heftig daran, dass die Nüchternheit eben doch nicht langsam zur Routine wird.


    Gestern waren wir auf den Weiten des Tempelhofer Feldes unterwegs. Riesendrachenfest. Wir waren nicht mitten im Getümmel bei Musik und Bierbuden. Es gab für uns Picknick irgendwo auf dem Feld und wir ließen unseren Drachen fliegen. In kleiner Runde. 2 Damen und 2 Jungs. Es war schön. Hätte mit der Freundin auch normalerweise kein Bier getrunken. Und trotzdem....ich sah die umherlaufenden oder sitzenden gemütlichen Biertrinker und war neidisch.

    Zum Ende vom Lied saß ich zu Hause und war davon überzeugt, dass ich nicht abstinent sein will. Wäre ich da wie geplant noch allein unterwegs gewesen.....

    Stattdessen klammerte ich mich, mit dem letzten Rest Verstand, an die mögliche Enttäuschung meines Kindes und verzog mich ins Bett.


    Heute sieht die Welt dann auch schon wieder ganz anders aus.


    Bin gespannt, wie lange das Suchtgedächtnis noch in solcher Weise zuschlägt. Am stärksten meldet es sich immer am Freitag. Es will dann mit mir ausgehen. Da heist es dann Schlabberklamotten an und zu Hause was schönens machen, was es nach einer Weile dazu bringt, Ruhe zu geben. Darauf bin ich inzwischen auch vorbereitet.

    Aber gestern hat es mich kalt erwischt. Auch wenn hier immer dazu geraten wird, zu Hause zu bleiben. Dachte, wenn ich dem Getümmel fernbleibe, ist alles ok. Ich könnte die Zeit mit der Freundin geniesssen. Aber die Atmosphäre schwappte doch zu mir rüber.


    Mal sehen, was das für mich bedeuten wird. Vermutlich Hintern zu Hause lassen.....aber erstmal sacken lassen.


    LG Erna

    achelias


    Ich glaube auf deine Fragen gibt es einfach keine pauschale Antwort.

    Jeder Mensch ist individuell, lernt in verschiedenen Umfeldern, macht Erfahrungen die auf irgendeine Weise prägen, bekommt etwas in der Kindheit vermittelt oder eben nicht, hat individuelle Gene. Und so ist auch Sucht individuell und dass, was einem raus hilft oder eben nicht. Da spielen viele Eigenschaften und Dinge eine Rolle.....das Gefühl selbst etwas bewirken zu können, die Fähigkeit sich selbst zu Lieben, die Fähigkeit andere zu Lieben, die Höhe der Frustrationstoleranz, genetische Disposition, ob man Sucht zu Hause vorgelebt bekommen hat, die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren.....


    Ich stelle mir ja auch immer wieder die Frage, weshalb ich halbwegs unbeschadet aus meinen Drogensüchten aussteigen konnte, weshalb ich trotzdem nie ein richtiger Arsch war. Ich werde an irgendwelchen Stellen im Leben wohl doch die richtigen Dinge gelernt haben, an irgendeiner Stelle gab es die richtige Hilfe im richtigen Moment....ich weiß es nicht. Das kann man auch nicht genau wissen......


    Vielleicht haben "wir" einfach die Fähigkeit das Problem zu erkennen und es anzugehen. Sind fähig zur Selbstreflektion.


    Und ja, es wird immer negative Gefühle geben....bei der Bewältigung hilft Gelassenheit sicher extrem. Aber auch hier hilft jedem etwas anderes. Der eine kommt durch Yoga runter, dem nächsten hilft Achtsamkeit. Und das alles kann man trainieren. Vermutlich kann man sein Hirn auf egal was konditionieren, wenn man das denn will.

    was ich in meiner Trinkerzeit tat, genau dieses - meine Unsicherheit einfach wegspülen, irgendwann tat ich das täglich, was dazu führte, daß ich noch unzufriedener wurde.

    Völlig verrückt war dieses Verhalten, wissend, etwas falsches tun, mur weil es der scheinbar einfachste Weg ist. Ein einfacher Weg, der schlussendlich alles viel schwieriger machte, mir eben nicht half, sondern alles verschlimmerte.

    Ich war schön schräg drauf!

    Ich auch!.....

    Es ist tatsächlich Irrsinn, etwas zu tun, von dem man eigentlich weiß, dass es nicht gut für einen ist. Leider wird es einem erst völlig bewusst, wenn man einigermaßen klar ist, dass es der Suff nicht besser macht, sondern im Gegenteil.

    Wollte nochmal sagen, dass ich wirklich sehr dankbar bin für eure Kommentare und eure Anteilnahme und für eure Geschichten, die ihr hier aufschreibt.


    Dass ich bei anderen im Moment nichts/nicht viel beizutragen habe und bestimmt auch oft nicht angemessen auf eure Kommentare eingehe, tut mir manchmal leid. Aber beim Thema Sucht, habe ich noch nicht die Kraft auf Andere einzugehen.

    Das Forum ist momentan der einzige Ort, an dem ich dem Egoismus verfallen kann und ich glaube, ich brauche das auch . Das wird sicher mit der Zeit anders und in meinem Kopf wird nicht nur für mich Raum sein.


    Seid aber gewiss.....ich nehme still Anteil an euren Geschichten.

    Danke liebe Elly! Die Wünsche zum WE gebe ich zurück, auch an alle anderen :)


    ich glaube gestern hätte er gerne seine Ruhe gehabt. Aber so richtig schlimm wars dann tatsächlich nicht. :lol:


    Für ne Radtour ist am WE keine Zeit, aber ich habe gerade gesehen, dass unsere Freibäder noch aufhaben. Hin, 1 Stunde schwimmen und dann wieder nach Hause ist auf jeden Fall drin. Und bei den momentanen Temperaturen haben wir das Bad garantiert fast für uns :mrgreen:

    Aber nächste Woche werde ich mal wieder das Rad benutzen um zur Schule zu kommen, ist auch viel schöner, als im stickigen Bus und ich hatte meine Dosis Bewegung.


    Der Suchtlebenslauf ist glaube ich auch eher zur Therapievorbereitung gedacht. aber die Tante von der Suchtberatung muss auf jeden Fall einen Sozialbericht für die RV schreiben. Denke, dafür liest sie dann auch gerne nochmal rein.

    Guten Morgen,

    Bei mir hilft super der Schlafanzug-Modus. ;)

    genau das hab ich gemacht... hab meine ollsten Schlabberklamotten angezogen, Pizza in den Ofen geschoben und das Kind gezwungen, ne Tüte Chips vom Späti zu holen und mit mir nen Film zu schauen. :mrgreen:

    Das hier hinzuschreiben, hatte auch schon ein wenig Druck rausgenommen.....aber die Schlumpersachen haben es dann besiegelt :lol:


    Das kommt nun mit in meinen Notfallkoffer :)


    Bandprobe fiel diese Woche aus und ich bin körperlich nicht ausgelastet, da ich schon wieder Blockschulwochen habe, ich glaube daher war ich so unruhig. Ich muss ab und zu unter auch privat unter Leute und evtl. muss ich doch Sport machen, obwohl ich das hasse. Mal sehen, ne Radtour oder ins Schwimmbad geht ganz gut. Vielleicht mach ich das heute.


    Ich muss am WE einen Suchtlebenslauf schreiben. Für den Antrag auf die ambulante Therapie. Mal sehen, was meine grauen Zellen da zutage bringen.


    LG Erna

    Puhh......heute bin ich extrem unruhig und voll drinnen im Wochenend-ausgehmodus. Und das eigentlich schon seit heute morgen.

    Versuche mich irgendwie abzulenken, aber ich schaffs nicht in den ZuHause-Sofa-Modus.


    Schwanke gerade, ob ich noch zu einer neuen SHG gehe. Dann wäre ich quasi Aus gewesen.....Aber vielleicht wäre es besser, meinen Hintern heute zu Hause zu lassen um nicht doch in Versuchung zu kommen. Mal sehen.....

    Tja....erstmal vielen Dank, für eure Antworten.


    Ich war ja schon selbst drauf gekommen, dass mit meinen Gefühlen vermutlich alles in Ordnung ist. Trotzdem gut zu lesen ,dass es anderen auch so geht.


    Was ist im Gefühlsleben richtig? Gute Frage.....hab ja gar keinen Vergleich mehr. Habe mir in den letzten 27 Jahren, mit einer 2 jährigen Unterbrechung, immer, mal mehr oder weniger. irgendetwas zugeführt.

    Ich vermute nur, dass eben dieses Mittelmaß normal ist und die Ausschläge nur in extremen Situationen auftreten. Und auch das liegt dann daran, das der Körper irgendwelche Stoffe ausschüttet.

    Mich dürstet gerade nach irgendeinem Ausschlag.....von mir aus auch nach unten. Ich wünschte, meine Gefühle würden mit mir Polka tanzen. Mal wieder das Gefühl haben, dass man lebt. Klingt komisch, ich weiß....und ist es auch. Ich kann nicht mal mehr so richtig schön wütend werden :lol: wurde ich vorher schon selten, aber jetzt verraucht mein Ärger noch schneller. Und nicht mal mehr während der Periode spiele ich verrückt :mrgreen:


    Ich weiß, man will immer das, was man gerade nicht hat. Wenn ich nun ständig von Gefühlen übermannt werden würde, wäre es auch nicht richtig.


    Der Alkohol hatte mir immer diese Ausschläge beschert und das leider meist nach oben. Daher ist der Alk leider immer noch zum Teil positiv besetzt in meinem Hirn. Ich hoffe, das verblasst irgendwann. Nein, ich weiß, es wird verblassen. Bis dahin mach ich einfach weiter (den Spruch habe ich selber eine Zeitlang sehr gern benutzt :)).


    Heute wird endlich meine Leber per Ultraschall gecheckt.


    LG von der gespannten Erna

    Ich merkte gerade, dass es totaler quatsch ist, was ich gerade schrieb. Mit meinen Gefühlen ist alles in Ordnung. Es gibt diese leise Grundfreude/Fröhlichkeit, ich kann wunderbar mit meinen Patienten mitfühlen, ein trauriger Film rührt mich zu Tränen und über einige Dinge kann ich mich auch mordsmäßig ärgern.


    Das ist der Normalzustand und vermutlich so, wie es sein soll. Nichts dolles dabei und ich muss mich nur, wie schon geschrieben, daran gewöhnen, dass ich, durch den Wegfall von Mitteln zur Verstärkung, nichts mehr extrem fühle.


    Nichtsdestotrotz bleibt bei mir die innere Schönfärberei und das "Vergessen" der negativen Seiten des Konsums. Weiß gerade nicht, wie ich das unterbinden könnte, außer mir das immer und immer wieder vor Augen zu führen.


    Ich wünsche allen viel Kraft für den Tag


    LG Erna