Beiträge von GewitterliebE79

    Hallo Linde,

    Leider empfinde ich das nicht so einfach, mal eben umzuziehen um so meine Grenzen aufzuzeigen. Wäre es das für mich, würde ich hier nicht nach Hilfe suchen. Dann wäre alles für mich klar. Ist es aber nicht. Und ich finde die Entscheidung auch sehr schwierig. D

    Ich glaube das auch nicht, dass so reagiert wird in seiner SHG. Aber dass sie den Entzug im KH empfehlen finde ich vernünftig. Deswegen habe ich auch Zweifel, wie er bei seinen Eltern entgiften möchte. Ich warte erst einmal ab.

    Hallo Sunshine,

    Das er sich vom Hausarzt Medis zu Entgiftung verschreiben hat lassen, hat er mir zumindest gesagt. Wie das bei seinen Eltern mit dem Entzug dann tatsächlich klappt, kann ich nicht sagen. Er wollte sich abends nochmal melden. Die Hilfe seiner SHG hat er am Telefon abgelehnt. Ich fände eine Therapie auch wirklich sinnvoll, nur dass muss er selber wollen.

    Sein Vater trinkt heimlich immer abends. Seinen Alkohol versteckt er in der Garage. Das er ein Problem mit Alkohol hat, würde er sich niemals eingestehen. Er schimpft immer über Menschen die zuviel trinken. Seine Frau kontrolliert alles. Die findet auch immer seine Vorräte, sie durchsucht sogar die Mülltonne.

    Es müsste sich in der Beziehung einfach vieles ändern. Ich weiß nicht, ob das klappt. Das wichtigste wäre, dass er weiterhin regelmäßig sein Netzwerk nutzt um trocken zu bleiben und nach einer abstinenten Zeit, nicht alles verharmlost. Auch sollte, dass ist meine persönliche Meinung, sich die Priorität zur Arbeit verändern. Kein Mensch kann auf Dauer immer 130 Prozent geben. Das ist meine Meinung dazu. Wir haben uns irgendwann irgendwo verloren. So fühlt es sich an.

    Hallo Sunshine,

    vielen Dank für deine Nachricht. Ich finde deine Sichtweise besonders wertvoll, weil du ja aus der Erfahrung einer selbst Betroffenen sprichst. Ich bin froh, dass du den Text abgeschickt hast.

    Das mein Mann wieder mit Alkohol gekocht hat, habe ich erst jetzt erfahren. Da hat er schon wieder getrunken.

    Ich war leider auch nicht sehr sensibel für die Anzeichen, die auf einen Rückfall hingedeutet haben. Tatsache ist, ich habe nach der langen Zeit überhaupt nicht mehr in Betracht gezogen, dass es einen Rückfall jemals wieder geben könnte.

    Wenn mein Mann Suchtdruck hatte, hat er immer Anspannungslösende und schlaffördernde Medis genommen und mit mir darüber geredet oder ist zur SHG gegangen. Das hat er mir aber überhaupt nicht mehr mitgeteilt und so war ich in dem Glauben, dass es da überhaupt keinen Handlungsbedarf gegeben hat. Alle Ratschläge oder Meinungen von mir bzgl seines Arbeitsverhältnis wollte er überhaupt nicht hören. Es wäre seine Entscheidung. Manchmal hat er sich Einsicht gezeigt, dass hielt aber nicht lange an. Ich konnte ihn fast, außerhalb der Arbeit auch zu nichts mehr motivieren. Hab ihm aber geraten wieder Kontakt zu seinem Therapeuten aufzunehmen. Das allerdings alles in Bezug auf die Arbeitsbelastung.

    Der Leiter der SHG lebt seit über 30 Jahren abstinent, daher dachte ich immer, dass das auch möglich sei.

    Die Suchtberatung hat mir dazu eine andere Auskunft gegeben, welche mich noch tiefer verunsichert hat, nämlich dass über uns ein Damoklesschwert hängt und er jederzeit wieder rückfällig werden könnte. Das war sicherlich nicht ihre Absicht, aber so ist es bei mir angekommen. Es ist auch möglich, dass mein Mann sich seit 2 Jahren so verändert hat und immer mehr gearbeitet hat, um seinen Suchtdruck auszuhalten oder zu kompensieren. Das denke ich mittlerweile. Arbeit ist sehr wichtig für ihn.

    Das ist aber nur meine Vermutung. Die Antwort darauf kann nur er wissen. Ob er da so ehrlich wäre, glaube ich nicht.

    Er hat heute wieder leicht versucht mir die Mitverantwortung für sein Dilemma zu geben. Da konnte ich mich aber sofort abgrenzen. Er hat es dann auch nicht weiter versucht.

    Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich jederzeit an seine SHG wenden kann. Er erklärte, dass würde jetzt nichts bringen. Die würden ihm jetzt nur sagen, er wäre ein "Arsch" und sollte entgiften.

    Hallo Marie,

    lieb von dir, dass du mir auch deinen Eindruck von der Suchtberatung schilderst. Vielleicht ist das auch in erster Linie erst einmal deren Hauptaufgabe, den Suchtkranken zu unterstützen.

    Ich habe mir auch vorgenommen, jetzt keine voreiligen Entscheidungen zu treffen und alle Stellen zu kontaktieren, bevor ich nicht alles für mich klar habe.

    Es ist ja richtig, daß er jetzt bei den Eltern ist und auch nicht vor hat, nach Hause zu kommen.

    Ja, es liegt einiges im Argen.

    Hallo Achelias,

    Dankeschön für deine Antwort. Ich würde am liebsten tatsächlich in ein anderes Bundesland ziehen und ganz neu anfangen.

    Meine damaligen Freunde hatten dafür leider kein Verständnis. Jetzt habe ich nur gute Bekannte. Mit denen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen über Probleme welcher Art auch immer, zu sprechen. Ich bin auch sehr distanziert im Umgang mit anderen, um die Fassade aufrechtzuerhalten.

    Wenn ich sowas lese, dann wird mir ganz anders. Rückfälle passieren da oder da, aber gehören nicht dazu. Das würde ja suggerieren, Rückfälle wären einzuplanen. Kann ich nicht nachvollziehen.


    Folgende Fragen würde ich mir stellen.

    Fällt jetzt die Begründung / Vorwand der Trennung weg, wenn er wieder nüchtern wird? Oder war das nur ein Puzzleteil, sich zu trennen?

    Hallo Hartmut,

    Ich habe es so verstanden, dass Rückfälle dazu gehören, dass wir nüchtern Strategien besprechen, z. B. dass der Rückfall nicht zu Hause im Beusein der Kinder erfolgt. Also, dass ich Rückfälle mit einplanen müsste, ja würde ich sagen, dass das zu der Aussage passend ist, die da getroffen wurde. Wie gesagt, ich habe die Beratung sehr positiv und wohlwollend für den Betroffenen erlebt.

    Deine zweite Frage ist auch sehr wichtig für mich. Ich kann sie leider noch nicht klar beantworten. Mein Verstand sagt mir, dass selbst wenn er wieder nüchtern wird, die Beziehung generell sehr belastet ist. Bei mir ist es die Angst, die mich zurückhält. Angst vor der neuen unbekannten Situation, die möglicherweise aber viel besser für alle wäre. Trotzdem ist dieses Gefühl da. Schaffe ich das alles? Eine Wohnung suchen, den Umzug alleine gestalten, meine Arbeit weiterhin auszuüben. Verliere ich sie möglicherweise.

    Vielen Dank Hera,

    vielleicht können einige meine derzeitige Handlungsunfähigkeit verstehen.

    Ich schäme mich trotzdem dafür.

    Die erforderliche Stärke kann man nicht auf Knopfdruck herbeirufen.

    Hallo Gisa, ich kann deine derzeitige Handlungsunfähigkeit sehr gut nachvollziehen. Wenn das alles so einfach wäre, hätten sich viele, einschließlich mir, schon lange getrennt. Es ist aber meiner Ansicht überhaupt nicht leicht, sich aus so einer destruktiven Beziehung zu lösen. Du hast mein tiefstes Mitgefühl. Vielleicht kannst du dir bei anderen Stellen auch noch Hilfe suchen. Eine SHG für Angehörige unterstützt auch sehr gut, jedenfalls hat mich das Gespräch emotional gestärkt.

    Mein Mann hat sich gerade gemeldet. Er hat sich vom Hausarzt Medikamente zur Entgiftung verschreiben lassen. Der Hausarzt kennt ihn und seine Erkrankung sehr gut und hat selber in der LWL Klinik auf der Suchtstation gearbeitet. Ich habe ihm aber mitgeteilt, dass ich es besser gefunden hätte, wenn er im KH entgiften. Aber das ist seine Entscheidung. Jetzt bin ich wieder im Zwiespalt. Gerade, wo ich mich gedanklich distanziert hatte. Ich habe mit der Suchtberatung telefoniert und sie meinte Rückfälle gehören dazu. Es wäre gut, wenn ich ihm sagen würde, wo meine Grenzen sind und das er nüchtern zurück kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, dass die Beratung auch eher positiv für den Betroffenen selber gehalten wurde. Vielleicht habe ich auch nicht deutlich gemacht wie es mir geht. Sie fande es toll, dass er 6 Jahre trocken war und dementsprechend auch über Ressourcen verfügen würde, wieder lange Zeit abstinent zu leben.

    Ich weiß nicht, was ich gerade machen soll. Ich hatte mich gedanklich schon auf eine Trennung vorbereitet, jetzt bin ich wieder nicht so klar.

    Guten Morgen Christrose,

    Vielen Dank für deine Nachricht. Sie hat mich ehrlich nochmal zum Nachdenken gebracht. Bei meinem Schwiegervater habe ich die Suchterkrankung immer etwas heruntergespielt. Wahrscheinlich, weil er immer erst dann angefangen hat zu trinken, wenn keiner von uns da war. Morgens war er immer nüchtern. Aber deine Worte waren diesbezüglich sehr klar und ich finde, du hast recht. Im Nachhinein betrachtet, ist es sogar möglich, dass meine Schwiegermutter so darauf bestanden hat, die Kinder zu betreuen, dass ihr Mann auch tagsüber nüchtern bleibt. Ich habe die Kinder auch oft alleine in den Kiga gebracht. Meine Schwiegermutter wollte da schon, dass ihr Mann sie bringt. Dann hätte er eine Aufgabe und wäre viel besser gelaunt. Ich weiß nicht warum, aber im Moment kommen mir plötzlich die verschiedensten Situationen in den Sinn.

    Auch wenn mein Mann die letzten Jahre trocken war, waren zumindest die letzten 2 Jahre unserer Ehe, alles andere als schön. Er hat sich für nichts mehr interessiert. Er war immer nur genervt und wollte seine Ruhe. Im Haushalt hat er mich gar nicht mehr unterstützt, eher das Gegenteil. Mit unseren Kindern hat er nur widerwillig etwas unternommen. Er hat es immer mit der Belastung auf der Arbeit begründet, hat daran aber auch nichts verändert. Ich habe lange Gespräche mit seiner Arbeitskollegin und guten Freundin geführt. Mein Mann hat auch immer, bei allen zusätzlichen Aufgaben immer "hier" geschrien und war dann frustriert, dass ihm keiner geholfen hat. Auch der Urlaub, der verschoben wurde, wurde von ihm freiwillig verschoben. Mir hatte er gesagt, sein Vorgesetzer hätte das so angeordnet.

    Auch hatte er wieder angefangen mit Alkohol auf der Arbeit zu kochen. Das wusste ich auch gar nicht, war für seine Kollegin aber auch ein Alarmsignal.

    Mein Verstand sagt mir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Trennung gekommen ist. Mein Herz bzw. mein Gefühl hat Angst vor der neuen Situation. Und es ist nichtmal die Liebe für meinen Mann, eher die Angst, wie alles alleine sein wird.

    Mein Ex-Freund war nicht so lang abstinent wie Dein Mann - aber als er wieder angefangen hat zu trinken, habe ich auch ein paar Tage gehofft, er tritt von alleine wieder auf die Bremse und holt sich Hilfe.

    Die Tatsache, dass er das nicht getan hat, war für mich entscheidend und ein Zeichen dafür, dass er nicht nur einen schwachen Moment hatte sondern ganz bewusst wieder trinken wollte. Ich finde es wichtig, in der Situation konsequent zu bleiben. Wenn Du gesagt hast, dass Du das nicht mehr mitmachst, wusste er ja, was er aufs Spiel setzt.

    Ich finde es wirklich prima, dass du dich trennen konntest und konsequent geblieben bist. Vor 6 Jahren war ich immer konsequent inkonsequent. Gut, zum Schluss waren es auch jetzt nochmal 6 trockene Jahre. Ich hatte jedesmal die Hoffnung, dass seine Versprechungen nach den Rückfällen auch wahr sind. Außerdem habe ich mir immer die Mitschuld gegeben. Er konnte mir auch immer sehr gut suggerieren, dass mein Verhalten immer der Auslöser seines Trinkens gewesen sei. Ich habe das auch wirklich lange Zeit geglaubt. Vor 6 Jahren hatte ich mir dann auch Hilfe gesucht und eine Therapie gemacht. Dadurch habe ich auch sehr viel gelernt und verstanden. Mittlerweile, zieh ich mir den Schuh auch nicht mehr an. Er ist alleine für sein "Sucht"verhalten verantwortlich.

    Ich glaube auch und hoffe es, dass ich die Kraft habe mich zu trennen. Denn er wusste was er aufs Spiel setzt und kennt meine Meinung dazu. Mittlerweile habe ich die Verantwortung für 2 Kinder, nicht nur für mich.

    Nachdem ich deine übrigen Beiträge gelesen habe, möchte ich dir noch schreiben, dass es gerade jetzt sehr wichtig ist konsequent zu handeln.

    Wie hier schon geschrieben wurde.......finanziell unabhängig bleiben, Kontakt zu den Schwiegereltern einschränken und Beratung suchen, um Möglichkeiten für ein eigenständiges Leben mit den beiden Kindern zu finden.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen,

    liebe Grüße Christrose

    Vielen Dank Christrose. Ich wollte mich beim Jobcenter erkundigen, ob ich dort ergänzende Leistungen beantragen könnte. Für Wohngeld und Kinderzuschlag hab ich zuwenig Einkommen. Allerdings kann ich mich, glaube ich, nicht so schnell finanziell unabhängig machen. Wir stehen beide im Mietvertrag und haben auch ein gemeinsames Konto.

    Sehr gut!

    Das kenne ich leider auch zu gut. Allerdings sollte es Dich motivieren, Dich ggfs. finanziell unabhängig von ihm zu machen, indem Du eine Beratungsstelle suchst und schaust, ob Du nicht von anderer Stelle Unterstützung bekommen kannst.

    Auch das kann ich sehr gut verstehen. Ich vermute, das kommt nun auch stark darauf an, wie er sich in den nächsten Tagen verhält: trinkt er weiter oder zieht er sofort wieder die Reißleine und arbeitet an seiner neuen Abstinenz.

    Ja, es ist eine Krankheit aber vor dem Rückfall gibt es immer die Möglichkeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oder eben die Entscheidung zu treffen, wieder zu trinken. Seine Verantwortung. Ich nehme an, ihr habt vor Jahren darüber gesprochen, was ein Rückfall für Dich/Euch bedeutet?

    Ja, wir haben darüber gesprochen, was ein Rückfall für mich bedeutet. Ich hatte ihm gesagt, dass ich sowas nicht mehr mitmachen werden. Der Rückfall dauert ja bereits seit Freitag an. Mit jedem Tag wird es schwerer wieder abstinent zu leben. Der Leiter der SHG, der meinen Mann und sein Teinkmuster kennt, hat mir gesagt, er müsste jetzt schon zur Entgiftung ins KH.

    Ich habe einfach das Gefühl, dass er sich den ganzen Urlaub die " Kante" geben wird und nicht an seiner Abstinenz arbeitet. Ich werde bis Freitag abwarten, ob er sich Hilfe geholt hat, ansonsten werde ich mich intensiv mit der Frage auseinandersetzen müssen, hat diese Beziehung noch einen Sinn? Möchte ich in Zukunft wieder unter Anspannung leben und Angst haben, dass es wieder zu so einer Situation kommt?

    Häufig ist die Familienstruktur so, wie Du sie beschreibst. Und das ist großer Mist! Die Familie von meinem Ex-Freund hat auch immer gesagt, er brauche nicht ganz aufhören zu trinken - nur mehr genießen und früher aufhören und war gleichzeitig sehr darauf bedacht, dass er nicht laut sagt, dass er Probleme mit Alkohol hat. Sie haben trotzdem gebechert auf Familienfeiern, obwohl zumindest der enge Kreis ja wusste, dass er gerade wieder Entgiftung und LZT hinter sich hatte.

    Die Mutter von meinem Vater hat ihrem alkoholkranken Sohn auch immer Alkohol gekauft. Als er dann mit 50 gestorben ist - an den Folgen des Konsums - ist sie nicht zur Beerdigung gekommen. Begründung: Weil er sich „totgesoffen“ hat.

    Mein Schwiegervater ist selber Alkoholkrank. Er hat nur ein anderes Trinkmuster. Er trinkt nach 19 Uhr und versteckt seinen Schnaps immer in der Garage. Außerdem regt er sich immer tierisch über Jugendliche auf, die Alkohol konsumieren, aber auch gerne über andere Personen aus der Familie. Da redet er sich gerne mal in Rage.

    Ich war mit meiner Schwiegermutter auch einmal vor 6 Jahren in einer SHG für Angehörige. Dort hat man ihr auch gesagt, sie sollte ihren Sohn fallenlassen und auf gar keinen Fall Alkohol für ihn kaufen. Sie hat alles Gesagte abgetan, in dem sie darauf gekpocht hat, dass ihr Sohn anders sei und man alles nicht verallgemeinern könnte.

    Ne ich habe keine Unterstützung ,zumal es keiner so weiss wie mein Mann drauf ist wenn er dann so getrunken das er nichts mehr gecheckt hat und komplett neben der Spur ist ...dieses Forum gibt mir die Gelegenheit einfach Mal alles so auszusprechen und vorrallem noch nicht Mal zu lügen...mein Mann möchte sein Meister machen im Dezember hab ihm schon gesagt wenn er weiter trinkt wird das nicht s mit seiner beruflichen Entwicklung...ich ignoriere ihn wen er trinkt vorrallem auch wegen meinem Sohn will ich keine Szene mehr machen...das ständig unter Abspannung kann ich so gut nach empfinden...ich hoffe und bete dass mein Mann irgendwann den Alkehol von sich aus abschwört...ich glaube wenn ich Unterstützung hätte wäre die Scheidung schon eingereicht....aber ohne Alkohol ist unser Zusammensein super ..

    Man ist da so im zwiespalt

    Hallo Angy, die Scheidung hatte ich vor 6 Jahren tatsächlich auch schon eingereicht, aber dann, nach der Entwicklung wieder zurück genommen. Ich drücke dir auch die Daumen, dass dein Mann sich dafür entscheidet trocken zu leben. Mir fällt es auch unglaublich schwer nachzuvollziehen, was man am Alkohol so gut findet, dass man trinkt. Klar, lese ich dazu viel, aber es ist für mich einfach nicht zu verstehen.

    Hallo Gewitterliebe,

    es macht mich gerade sehr sprachlos. Nach 6 Jahren unfassbar diese Erkrankung. Also ein Tipp, ruf in der Schule an und bitte um einen Notfallplatz zur Betreuung deiner Kinder. Die muss eine OGT frei halten. Jedoch würde ich mich an deiner Stelle erst einmal nach dem Urlaub krankschreiben lassen damit du Kraft tanken kannst und einen Kopf für deine Kids hast, denn die brauchen jetzt ganz besonders dich und deine Aufmerksamkeit.

    Vergiss die Vorhaltungen deiner Schwiegereltern. Auch wenn es weh tut, was ich sehr gut verstehen kann. Vielleicht ist es ihre eigenen Hilflosigkeit damit umzugehen. Für dich zählt jetzt nur Kraft für deine Kinder zu haben. Bitte pass ganz gut auf dich auf. Gibt es bei dir am Ort eine Ferienbetreuung/Ferienprogramm? Dann hast du etwas Zeit Luft zu holen.

    Hallo Petra,

    Leider gibt es bei uns kein Ferienprogramm. Es gibt Nachmittage, allerdings nur für ältere Kinder, und das auch nur vereinzelt.

    Dankeschön für den Tipp mit dem Notfallplatz, dass wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt.

    Hallo Christrose,

    so empfinde und erlebe ich die Situation auch gerade, als Bestrafung. Du hast für mich da wirklich das passende Wort gefunden. Ich werde deinen Ratschlag auch befolgen und zu Schulbeginn direkt nachfragen und die Situation kurz schildern. Hatte mir auch überlegt eine Mail zu schreiben, es findet auch immer eine Ferienbetreuung statt, weiß nur den Zeitraum nicht.

    Ich weiß auch nicht, wie man so herzlos sein kann. Mir ist auch nicht klar wie ich das meinen Kindern gut erklären kann. Also, dass sie jetzt nicht mehr zu den Großeltern kommen dürfen.

    Die Familienstrukturen waren immer schon sehr desolat wie ich finde. Gerade der Umgang mit dem Konsumverhalten von meinem Mann. Meine Schwiegermutter bringt ihm, wenn er da ist, weiterhin Alkohol und fördert damit mMn seinen weiteren Konsum.

    Ich finde es auch wirklich unfassbar, dass beide wirklich verlangt haben, dass mein Mann in seinem Zustand hier bleiben sollte, obwohl die Kinder hier sind. Mein Schwiegervater hat mich so angeschrieben und beleidigt am Telefon, dass ich ihn blockiert habe.

    Ich kann dass alles noch gar nicht richtig begreifen. Tagsüber bin ich mit den Kindern immer unterwegs, Spielplatz, usw. dass sie auf andere Gedanken kommen. Aber am Abend tauchen dann wieder viele Fragen auf. Ich weiß oft keine richtige Antwort darauf.

    Gab es ein besonderen Vorfall, weshalb dein Mann wieder angefangen hat zu trinken?wenn ich fragen darf

    Hallo Angy, nicht das ich wüsste. Die Arbeit ist sehr anstrengend gewesen. Mein Mann hatte 6 Jahre auch nicht einen Tag eine AU. Er kann sich aber schlecht abgrenzen, fängt immer 2 Std. eher an, bietet Kollegen seine Hilfe an, kommt mitten im Urlaub einen Tag zum arbeiten zurück zur Firma. Ich habe zum 01.08. meine Stelle deswegen reduziert, dass ich mich intensiver um alles zu Hause kümmern kann und um ihn zu entlasten. Wir wollten auch am 30.07. zur Ostsee fahren, ist alles gebucht. Gestritten haben wir uns nicht. Er war die letzten Monate schon recht unzufrieden. Hauptthema war seine Arbeit, er hatte zu nichts Lust, war genervt, saß vorm Handy ider hat an seinem freien Tag geschlafen. Er war sich dessen auch bewusst, hat aber nichts an der Situation geändert. Er hat sich auch woanders beworben und am Freitag ein Vorstellungsgespräch-eigentlich. Ich denke nicht, dass er dort hingeht.

    Hi Gewitter liebe, fühl dich gedrückt,boah nach 6jahren wieder Rückfall da sieht man wie tückisch diese Krankheit ist.ich.kann gut nachvollziehen wie du dich fühlen musst und dann die Reaktion von deinen Schwiegereltern ... könnte glatt meine Schwiegermutter gewesen sein.... schau ob es bei dir im Ort eine Anlaufstelle gibt die dich beraten kann bei deiner Situation...und ganz wichtig stell deine Kinder und dich an vorderste Stelle.du brauchst deine Energie für deine beiden Kids...dein Mann ist erwachsen...mein Mann trinkt Bier bis zu 4oder mehr Dosen Flaschen...ich kommentiere es nicht mehr er muss selbst dahinter kommen...die müssen selbst aufhören wollen..lg

    Hallo Angy, fühl dich auch lieb gedrückt von mir. Nach 6 Jahren habe ich tatsächlich nicht mehr an einen Rückfall gedacht. Die erste Zeit war ich immer unter Anspannung und habe damit gerechnet. Mit der Zeit wurde es immer weniger. Wenn mein Mann Suchtdruck hatte, hat er eine Tablette zur Entspannung und zum einschlafen genommen. Hat der Arzt ihm verschrieben und hat prima geklappt. Mein Mann ist Komatrinker. Er trinkt direkt eine halbe Flasche Schnaps, erbricht, trinkt weiter, schläft, erbricht,....teilweise wurde er auch sehr aggressiv und wusste gar nicht mehr wo er war oder wer ich bin. Ich glaube er war so lange Abstinent, weil er damals keine Unterstützung mehr bekommen hatte, weder von mir, noch irgendwann (das erste Mal) von seinen Eltern. Er war in einer sehr schäbigen Notunterkunft und als er da dann nüchtern aufgewacht ist, hat er sich selber um alles gekümmert. Entgiftung, Langzeit, Therapeut, Umschulung, SHG. Warum seine Strategien jetzt plötzlich nicht mehr geholfen haben, kann ich mir nicht erklären. Wie gehst du mit der Situation um? Hast du Unterstützung? Wie schaffst du es, dich gut abzugrenzen?