Danke, Cadda! Ich habe nicht so viel know how mit Alkoholikern- hatte noch nie damit zu tun. Was würdest Du mir raten?
LG
Beiträge von Liesel
-
-
Ich zwinge ihn ja nicht. Dachte nur, wenn er aus eigenen Stücken eine Therapie macht, würde ich ihm helfen.
Was Du sagst, bedeutet im Umkehrschluss, es gibt keine Chance mehr für ihn, oder verstehe ich es nicht richtig? -
Nein, ich warte nicht ab. Ich habe ihm gesagt, wenn er eine Therapie mit Arzt etc auf seine Initiative anfängt, würde ich ihn unterstützen.
Da schaue ich mal die nächsten 4 - 6 Wochen, ob er das macht.
Habe ihm auch gesagt, dass es mit uns beiden ohne Therapie für ihn nicht weiter geht. Im Moment kümmere ich mich ausschließlich um meine Tochter und meine eigenen Dinge, nicht um ihn. -
Ok, danke. Ist auch mein Gefühl. Andererseits wird der Führerschein wohl ( da 2.Mal und erster Fall schon schwerwiegend ) wohl 12-18 Monate weg sein.
Mal sehen. -
Ich habe versucht mit ihm zu reden, wie es weiter gehen soll. Er sagt nur, es sei ja jetzt alles gelöst: er trinke ja nicht mehr. Wie beurteilt ihr so was? Ich hätte vielleicht erwartet, dass er sagt, es tue ihm leid. Ich weiß auch nicht, ob das überhaupt geht, einfach aufhören nach so langer Zeit. Habe ich ihm gesagt und er meinte, er darf ja eh nix trinken, sonst bekommt er seinen Führerscgein nie wieder.
-
Mein Mann hat zwei Wochen nach dem Vorfall das Ergebnis der Blutprobe noch nicht. Atemalkohol wurden 1.4 gemessen.
Er meint er kann erst entscheiden, was er tut wenn er das Ergebnis hat. Für mich hat das nichts miteinander zu tun. Seit das war mit dem Führerschein hat er wohl nichts getrunken. Ich fühle mich hilflos und weiß nicht, was ich tun soll. Bin aber gleichzeitig beruhigt, dass der Führerschein weg ist und er so wenigsten nicht mehr getrunken unsere Tochter fahren kann. -
Danke Euch für die Unterstützung - hilft mir sehr!
-
Danke Euch! Ich denke auch, ihm geht es vor allem um den Führerschein. Den Rest glaube ich ihm auch eher nicht.
Ich finde aber dennoch dass ich Fortschritte mache. Decke ihn nicht mehr, habe es meinem Vater erzählt, der mich unheimlich unterstützt seither und demnächst möchte ich mich noch einer Freundin anvertrauen.
Vielleicht sind das in Euren Augen noch nicht die Riesenschritte, aber ich fühle mich doch schon ein bisschen auf dem Weg. Vielleicht könnt Ihr das nachvollziehen? -
Danke, Matilda! Ich habe mich noch nicht rechtlich beraten lassen, aber werde das als Nächstes tun. Mir kommt es auch so vor, dass er nur, wenn es ganz eng wird, etwas verspricht… und nach 2-3 Tagen wieder wie üblich weiter macht.
Er ist jetzt massiv in der Klemme : hat hohe Schulden, keinen Führerschein mehr und könnte sich nicht mal mehr eine eigene Wohnung leisten. Ich setze ihn jetzt nicht auf die Straße , aber kümmere mich auch nicht um ihn und seine Themen, sondern mein eigenes Leben und meine Tochter. Bei ihr weiß ich halt nicht so, wie sie alles wahrnimmt und was das mit ihr macht. Sie ist aber schon offener geworden. -
Ich bin heute noch misstrauischer. Er hat mit einem Anwalt gesprochen und der sagte ihm wohl er könnte Suchtberatung auch online machen. Das mag sein, aber ich denke, ein Besuch bei einem Arzt wäre doch das erste und beste, oder?
Aber eigentlich will ich mich gar nicht mehr so involvieren. -
Danke Morgenrot, ist genau das , was ich auch denke!
-
Danke Euch für das Feedback! Er hat mir heute gesagt( zum ersten Mal), er sei spielsüchtig und um den Stress mit dem Spielen und den draus resultierenden Schulden zu verdrängen trinke er. Ich wusste, dass er Schulden, aber seit ich ihm vor Jahren mal Schuöden bezahlt habe, halten wir getrennte Kassen und Konten.
Er meinte, er würde eine Suchttherapie machen. Ich habe ihm nichts geantwortet, denn sagen kann man ja viel. Was haltet Ihr davon?
-
Danke, ich habe mich irgendwie nicht mehr richtig zurecht gefunden, wo ich schreiben sollte!
-
Meinem Mann wurde gestern zum 2. Mal der Führerschein wegen Alkohol abgenommen ( vor 5 Jahren schon mal mit MPU). Keine Ahnung, wieviel Promille er hatte.
Er tut mir leid, aber gleichzeitig bin ich auch froh, denn er kann niemand mehr im Verkehr gefährden. Fühle mich dennoch schlecht bei dem Gedanken, dass ich fast erleichtert bin.
Habe mich die letzten Wochen mehr abgegrenzt und auch ab und zu mit meiner Tochter über das Alkoholproblem ihres Vaters gesprochen. Ich hab keine Ahnung, wie es jetzt weiter geht. Merke, dass es schlimm für ihn ist, aber ob er wachgerüttelt ist, kann ich nicht beurteilen. Hat jemand Erfahrung? -
Liebe Wildcat
Deine Geschichte ähnelt meiner.
Ich ha e allerdings, obwohl er schon lange trinkt, erst vor 6 Monatenrealisiert wie schlimm es ist.
Er trinkt jeden Tag viel, aber funktioniert,deshalb war es schwer, ich habe auch keine Erfahrung mit Alkoholikern in der Familie und dachte (und denke manchmal, aber fast nicht mehr, dass ich ihm helfen kann, davon weg zu kommen. -
Liebe Holdy
Danke für die Nachfrage. Es geht so la la.
Ich habe mich innerhalb unseres Hauses separiert, mache größtenteils mein eigenes Programm mit meiner Tochter und habe auch mit ihr darüber gesprochen. Ihr gesagt, dass ihr Vater krank ist, alkoholkrank, und sich deshalb so benimmt. Dass er aber keine Hilfe von Aerzten will und ich ihn nicht zwingen kann . Sie hat darauf ganz gut reagiert.
Das mit dem separieren innerhalb des Hauses ist keine Dauerlösung, aber es hilft mir etwas.
Streckenweise bin ich dennoch sehr traurig oder sehr wütend.
Habe auch festgestellt, dass er wieder Schulden gemacht hat , aber zum Glück haben wir getrennte Konten/ Kassen. Habe frühere Schulden mal abbezahlt, das mache ich nicht mehr. -
Danke, Matilda. Werde mir das Buch besorgen? Was planst Du jetzt? Für mich ist es sehr hilfreich zu sehen, wie andere das Problem angehen, gerade mit und wegen der Kinder.
Bei meinem Mann weiss das auch kein Außenstehender, aber ich kann es kaum noch aushalten.
Habe jedoch angefangen, mich ausschließlich auf meine Tochter und mich zu konzentrieren.
Liebe Gruesse -
Liebe Matilda
Danke, ich bin froh zu hören, dass jemand in einer ähnlichen Situation ist, und bin sehr dankbar für Deine Tipps. Gerne nenne mir bitte das Buch- ich merke, ich brauche mehr Information und die Beschäftigung damit hilft.
Ich überlege auch mich einer Freundin anzuvertrauen.
Meine Tochter spricht jetzt mehr darüber: sie sagte kürzlich: Mama , ich verstehe das mit Papa, dass das alles wegen dem Alkohol ist.
Mir blieb fast die Sprache weg. Aber dennoch war ich froh, dass das Schweigen mal weg ist.
Liebe Grüsse -
Hallo Lotta
Ich verstehe Dich. Bin noch nicht so weit wie Du, aber hatte eine Gespräch mit meinem Mann am Wochenende , dass es so nicht mehr weiter geht. Fand er auch. Er wolle jetzt nur noch 2 Bier pro Tag trinken und dann immer weiter davon wegkommen. 2 Tage hat er es wohl gemacht- heute Abend merkte ich schon , dass er wieder zu war. Ich war so wütend und fragte ihn, was er getrunken hat. Er meinte nichts und zuvor hatte ich gesehen, dass er die Bierflasche und das halb volle Glas unter den Schrank gestellt hat. Lügt mir ins Gesicht. Wie soll da wieder Vertrauen entstehen? Aber ich sage mir, ich muss cool bleiben für meine Tochter und am Plan arbeiten.
-
Nochmals ich: hab heute schon mal ein Foto gemacht - 5 Bierdosen in seinem Kleiderschrank versteckt. Da waren heute morgen noch keine. Heute Abend ist er dann “kurz ne Pizza“ essen ( und sicher auch Bier trinken und da habe ich nachgesehen.
Er tat heute den ganzen Tag so als ob er nichts trinke, aber gerochen hat man es trotzdem.