Du hast jetzt schon viele Meinungen bekommen und ich denke du kannst sie einordnen. Am Ende wirst du entscheiden.
Die Überlegungen, die du anstellst, habe ich mir erst nach Monaten gestellt. Ich dachte, ich bin stabil, ich weiss doch was ich mir jetzt zutrauen kann.
Nichts wusste ich. Mein Experiment ging gut, aber es hat mich ganz schön gebeutelt. Ab da war mir klar, da gibt es eine Kraft in mir, die kann ich nicht alleine durch sturen Willen unter Kontrolle bringen. Dazu braucht es wesentlich mehr und um das zu erreichen braucht es Zeit und wenn ich mir diese nicht nehme, wird es beim nächsten Mal vielleicht nicht gut gehen.
Schwierig ist immer, wenn ich mich rechtfertigen muss, weil ich keinen Alkohol trinke. Total bescheuert, oder?
Das ist nicht bescheuert, du bist noch nicht soweit.
Wenn du dich allerdings doch entscheidest daran teilzunehmen, dann solltest du dir sehr klar sein, wie du damit umgehst.
Da steht plötzlich dein Chef vor dir und drückt dir ein Glas Sekt in die Hand und sagt, "Frau Bergfloh, jetzt möchte ich endlich mal mit ihnen anstossen". Ab jetzt werden Entscheidungen in Sekundenbruchteilen getroffen und die Frage ist, wer ist schneller, du oder dein Suchthirn.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du darauf reagieren kannst, "Nein Danke, ich trinke keinen Alkohol" usw.
Aber entscheidend ist, ob du all das in dem Moment sicher abrufen kannst.
Ich konnte es nicht.