Danke Rennschnecke für die Thematisierung und ich möchte meine Gedanken auch hier lassen.
Für viele, der hier neu ankommen, mag es erstmal befremdlich und unbequem sein, wie die Rückmeldungen im eigenen Vorstellungs-Thread oder bei anderen empfunden werden. Es braucht ein bisschen Zeit, bis man erkennt, wie das Forum tickt und was die Grundwerte sind. Stilles Mitlesen hilft auf jeden Fall.
Es hat einen Grund, warum die Statistiken bezüglich Rückfällen nicht ermutigend sind. Es gibt viele Foren und Online-Chats, die sich mit dem Thema Alkohol beschäftigen.
Einige davon empfinde ich als Zeitverschwendung und sogar als gefählich.
Den Weg in ein abstinentes Leben zu finden, ist kein Spaziergang, sondern eine Bergwanderung mit höchstem Schwiergigkeitsgrad. Wenn ich eine Rückmeldung oder Empfehlung bekomme und sie passt nicht in mein Denkschema, dann fühlte ich mich zuerst falsch verstanden, vermisste mehr Verständnis und Empathie, oder manche empfinden es gar als Diktat. Niemand zwingt mich hier zu sein, niemand kontrolliert mich. Ich bin für mich hier um Hilfe für meine Selbsthilfe zu erfahren. Ich musste meine Selbsthilfe erst aufbauen und verinnerlichen, damit sie wirksam werden konnte. Und wenn ich dann an die Punkte ran gehe, die mich besonders emotional getroffen haben,
dann habe ich die Chance, mich weiterzuentwickeln, sei es indem ich meine Denke revidiere oder dass ich mich sogar bestätigt fühle.
Das Forum hat ein Wertegerüst mit Grundregeln und Grundbausteinen. Ich konnte sie bald ohne Einwände für mich annehmen, wie viele andere auch hier.
Ich bin froh, dass es dieses Wertegerüst gibt und dass es durch die Moderatoren, aber auch durch die User geschützt und angewendet wird.