Hallo ihr lieben.
Wieder sind fast 2 Wochen um und ich bin weiter alkoholfrei. Insgesamt sind es jetzt 3 Monate und 5 Tage....klingt so wenig wenn ich bedenke das ich alle 2 Wochen mal ein oder 2 mal etwas getrunken habe, und fühlt sich doch nach Zeit an.
Ich habe inzwischen für mich rausfiltern können welche Situationen wirklich eine Gefahr sind und welche ich gut unter Kontrolle habe. Natürlich immer mit bedacht und ohne Risiko.
Das die Jugendweihe meiner Tochter ohne Alkohol statt finden wird, hat hohe Wellen geschlagen. Mein Narzisst von einem Vater hat mich am Telefon zur sau gemacht, erst weil "wir uns einbilden über alle hinweg zu entscheiden ", er "ja nur ein oder zwei Bier trinken und sich nicht besaufen will" und grade zu einer Jugendweihe gehört das ja wohl dazu. Als das Thema dann durch war und er damit gedroht hat Meine Tochter zu löchern warum sie denn nun tatsächlich keinen Alkoho auf ihrer Feier will (er wusste nämlich nur den Fakt nicht den grund) habe ich ihm gesagt das ich ein Problem mit Alkoho habe aber die Entscheidung mein Kind getroffen hat. Naja nachdem ich mir dann Vorwürfe anhören durfte darüber das ich also wie erwarte das Problem bin, ich auch nie Anrufe, und er als Vater ein recht darauf hat sowas zu wissen, habe ich einmal lange ausgeahtmet und ihm zum ersten Mal ehrlich gesagt das ihn das alles nichts angeht, weil wir kein gutes Verhältnis haben und ich das so entschieden habe das ihn das nichts angeht. Er war mehr Als beleidigt und kommt jetzt wahrscheinlich nur zur Zeremonie und nicht zur Feier.. zu meiner mutter sagte er , wenn er doch kommt bringt er dann sein eigenes bier mlt, ihm.wurde daraufhin von ihr sehr deutlich gemacht das er dann wieder geht und wenn er wegen einem abend ohne bier so einen aufstand macht mal überlegen soll ob er nicht auch ein problem hat.
Hat er natürlich nicht, trotz schlechter leberwerte , in meiner Familie gillt Bier nämlich nicht Als Alkohol.
Naja lange Rede kurzer Sinn, (sry fürs zutexten und abladen), ich habe früher immer nur mit ihm geredet wenn ich etwas getrunken hatte, so alle 4-6 Monate mal, und ihm dann immer zum Mund geredet, man will ja geliebt werden, nicht das es was gebracht hat
... das war das erste mal das ich nüchtern und ehrlich ihm gegenüber meinen Mann (bzw Frau ^^) gestanden habe und auch noch mit soetwas wie einem Sieg aus der Nummer rausgegangen bin. Nicht einen Sieg gegen ihn, sondern einen für mich. Ich habe mich selbst und mein Kind vertreten und habe nicht nachgegeben. Für mein Kind ging das immer aber für mich selbst noch nie.
Auch die Arbeit klappt, ich fühle mich mit allem hin und wieder überfordert, oder eher dauergestresst, ich muss noch lernen mich mal hinzusetzen, durchatmen und eine Pause zu machen wenn ich kann, mit baby, teeny und Job gibt es da nicht viele und wenn ich aktuell eine habe Fülle ich die mit " Dingen die erledigt werden müssen" und mache mir so selber Stress. Ich habe das gefühl ich will mich selbst beschäftigt halten und auch einfach alles schaffen, wenn ich Abends etwas im Haushalt legen gelassen habe fühlt sich das wie versagen an und ich kann nicht schlafen bis es gemacht ist. Das ist neu, früher hatte ich den Alkohol der mir hin und wieder eine Pause verschafft hat mit "mir ega Stimmung ". Allerdings auf Kosten von wichtigen Dingen also muss und will ich jetzt lernen wie ich das auch ohne hinbekomme.
Ich weiß das dass alles ein schwerer Weg ist und ich versuche wirklich alles und gebe mein bestes um den Weg weiter zu gehen.
Den Urlaub im Sommer habe ich nun abgesagt, da fahren mein mann und die Große alleine hin, ich bleibe mit dem zwerg zu hause und übe mich in Selbstgespräche und Geduld.
Übermorgen ist mein nächster Beratungstermin, und zum Geburtstag von meinem Opa in 2.wochen ist auch alles geklärt das ich alkoholfrei bleibe. Dann kommt noch die jugendweihe Feier meines Neffen, da bleibe ich auch zu Hause mit baby, mein Mann und meine Große gehen. Ich fühle mich alleine wenn ich über das so nachdenke, aber das ist nun mal die Konsequenz aus vergangenem Handeln, und ich habe das Ziel vor Augen nächstes Jahr wieder mit in den Urlaub zu fahren, mir wunderschöne nüchterne Erinnerungen zu schaffen, noch lange zu leben um mir noch ganz viele weitere zu schaffem, meine Familie zu haben und den tollen job usw usw...Das ist es auf jeden fall mehr als wert !
Danke fürs lesen ❤️