Beiträge von Lycia

    Ich habe einen Entschluss getroffen. Also, vielleicht...ich bin noch nicht sicher.

    Ich überlege meinen Vater aus meinem Leben soweit es geht ausschließen.

    Ich denke darüber schon eine weile nach, aber seit dem letzten Streit, ist es immer klarer geworden.

    Mein Vater hat schon immer viel getrunken, seit einem Jahr "nur noch" Bier, früher auch fast täglich Schnaps. Ich habe zu ihm mit 21 gesagt das ich denke ich habe ein Alkohol problem und seine Antwort war, solange ich nicht morgens um 6 zitter weil ich was brauche habe ich kein problem. Wir haben früher viel zusammen getrunken und das war oft die einzige Zeit in der wir uns verstanden haben. Das ging so seit ich 17 bin, oft eine flasche schnaps zusammen. Kurz bevor ich ausgezogen bin hat er mir an meinem Geburtstag nach fast einer gemeinsam getrunkener Falsche Metaxa gesagt das er eine affaire hat und ich soll nichts meiner Mutter sagen. Habe ich natürlich doch und meinen Geschwistern auch, dafür wurde ich dann später noch von ihm rund gemacht. Nach meinem Auszug dann, hatten wir kaum kontakt weil er nicht sehr ...zufrieden mit mir und meinem leben war. In den letzten 5 jahren haben wir spuradisch kontakt, ich habe immer das Bedürfnis ihm alles recht zu machen, und mich zu verbiegen nur damit er mich evtl etwas gerne hat. Natürlich total umsonst, ich bin immer zu dick, zu faul, zu leise, zu laut, zu sehr ich. Er ruft nur an wenn er einen über den durst getrunken hat, was ansich zwar fast jeden abend vorkommt aber, und wenn er dann auch noch über irgendwen aus der Familie lästern will. Bisher habe ich immer gesagt ich halte den wenigen Kontakt, weil meine Kinder ja ihren Opa brauchen oder zumindest kennen sollen. Aber ist das nicht totaler Blödsinn? Was soll er denn gutes für meine Kinder bedeuten? Ein Narzisstischer Alkoholiker...was soll er gutes für mich bedeuten? Oder ist es doch so das er weil er mein Vater ist zu meinem Leben gehören soll, das er und meine kinder ein recht auf kontakt haben...ich will keinen fehler machen. Vielleicht rede ich mir ein das dass der richtige Weg ist dabei ist es nur der einfache, um mich nicht mit ihm auseinander setzten zu müssen. Wie erkläre ich diese Entscheidung später meinen kindern, der großen vielleicht schon jetzt aber dem kleinen, wird er nicht irgendwann fragen warum er keinen kontakt zu seinem Opa hat? Und wird er es dann verstehen?

    Oder bin ich es meinem Vater auch schuldig mich um ihn zu sorgen, und ihn kontakt zu seinen Enkeln haben zu lassen, immerhin ist er mein Vater...ich zerdenke das ganze jetzt so lange, vielleicht könnt ihr mir Ratschläge geben.

    Danke schon mal ❤️

    Danke für den Zuspruch von allen 😀 das ist Balsam für die Seele.

    Aber ich konnte das dann recht schnell nicht als ‚Konsequenz aus vergangenem Handeln‘ sehen, sondern als Vorbereitung für mein neues Leben.

    Ich habe mich über den einzelnen nüchternen Tag gefreut und nach vorne geschaut.
    Heute bin ich einfach nur dankbar, dass ich diesen nüchternen Weg gegangen bin und mich von nichts und niemanden habe aufhalten lassen.

    Ja ich bin generell ein sehrpessimistischer Mensch, die Dinge von der Guten Seite zu betrachten und nicht immer sofort erstmal in eine negative Schiene zu rutschen, muss ich auch noch üben 🤣

    Und auch nicht immer in der Vergangenheit zu leben.

    Und all die Mühe wird sich bezahlt machen, das zumindest weiß ich jetzt schon !

    Hallo ihr lieben.

    Wieder sind fast 2 Wochen um und ich bin weiter alkoholfrei. Insgesamt sind es jetzt 3 Monate und 5 Tage....klingt so wenig wenn ich bedenke das ich alle 2 Wochen mal ein oder 2 mal etwas getrunken habe, und fühlt sich doch nach Zeit an.

    Ich habe inzwischen für mich rausfiltern können welche Situationen wirklich eine Gefahr sind und welche ich gut unter Kontrolle habe. Natürlich immer mit bedacht und ohne Risiko.

    Das die Jugendweihe meiner Tochter ohne Alkohol statt finden wird, hat hohe Wellen geschlagen. Mein Narzisst von einem Vater hat mich am Telefon zur sau gemacht, erst weil "wir uns einbilden über alle hinweg zu entscheiden ", er "ja nur ein oder zwei Bier trinken und sich nicht besaufen will" und grade zu einer Jugendweihe gehört das ja wohl dazu. Als das Thema dann durch war und er damit gedroht hat Meine Tochter zu löchern warum sie denn nun tatsächlich keinen Alkoho auf ihrer Feier will (er wusste nämlich nur den Fakt nicht den grund) habe ich ihm gesagt das ich ein Problem mit Alkoho habe aber die Entscheidung mein Kind getroffen hat. Naja nachdem ich mir dann Vorwürfe anhören durfte darüber das ich also wie erwarte das Problem bin, ich auch nie Anrufe, und er als Vater ein recht darauf hat sowas zu wissen, habe ich einmal lange ausgeahtmet und ihm zum ersten Mal ehrlich gesagt das ihn das alles nichts angeht, weil wir kein gutes Verhältnis haben und ich das so entschieden habe das ihn das nichts angeht. Er war mehr Als beleidigt und kommt jetzt wahrscheinlich nur zur Zeremonie und nicht zur Feier.. zu meiner mutter sagte er , wenn er doch kommt bringt er dann sein eigenes bier mlt, ihm.wurde daraufhin von ihr sehr deutlich gemacht das er dann wieder geht und wenn er wegen einem abend ohne bier so einen aufstand macht mal überlegen soll ob er nicht auch ein problem hat.

    Hat er natürlich nicht, trotz schlechter leberwerte , in meiner Familie gillt Bier nämlich nicht Als Alkohol.

    Naja lange Rede kurzer Sinn, (sry fürs zutexten und abladen), ich habe früher immer nur mit ihm geredet wenn ich etwas getrunken hatte, so alle 4-6 Monate mal, und ihm dann immer zum Mund geredet, man will ja geliebt werden, nicht das es was gebracht hat

    ... das war das erste mal das ich nüchtern und ehrlich ihm gegenüber meinen Mann (bzw Frau ^^) gestanden habe und auch noch mit soetwas wie einem Sieg aus der Nummer rausgegangen bin. Nicht einen Sieg gegen ihn, sondern einen für mich. Ich habe mich selbst und mein Kind vertreten und habe nicht nachgegeben. Für mein Kind ging das immer aber für mich selbst noch nie.

    Auch die Arbeit klappt, ich fühle mich mit allem hin und wieder überfordert, oder eher dauergestresst, ich muss noch lernen mich mal hinzusetzen, durchatmen und eine Pause zu machen wenn ich kann, mit baby, teeny und Job gibt es da nicht viele und wenn ich aktuell eine habe Fülle ich die mit " Dingen die erledigt werden müssen" und mache mir so selber Stress. Ich habe das gefühl ich will mich selbst beschäftigt halten und auch einfach alles schaffen, wenn ich Abends etwas im Haushalt legen gelassen habe fühlt sich das wie versagen an und ich kann nicht schlafen bis es gemacht ist. Das ist neu, früher hatte ich den Alkohol der mir hin und wieder eine Pause verschafft hat mit "mir ega Stimmung ". Allerdings auf Kosten von wichtigen Dingen also muss und will ich jetzt lernen wie ich das auch ohne hinbekomme.

    Ich weiß das dass alles ein schwerer Weg ist und ich versuche wirklich alles und gebe mein bestes um den Weg weiter zu gehen.

    Den Urlaub im Sommer habe ich nun abgesagt, da fahren mein mann und die Große alleine hin, ich bleibe mit dem zwerg zu hause und übe mich in Selbstgespräche und Geduld.

    Übermorgen ist mein nächster Beratungstermin, und zum Geburtstag von meinem Opa in 2.wochen ist auch alles geklärt das ich alkoholfrei bleibe. Dann kommt noch die jugendweihe Feier meines Neffen, da bleibe ich auch zu Hause mit baby, mein Mann und meine Große gehen. Ich fühle mich alleine wenn ich über das so nachdenke, aber das ist nun mal die Konsequenz aus vergangenem Handeln, und ich habe das Ziel vor Augen nächstes Jahr wieder mit in den Urlaub zu fahren, mir wunderschöne nüchterne Erinnerungen zu schaffen, noch lange zu leben um mir noch ganz viele weitere zu schaffem, meine Familie zu haben und den tollen job usw usw...Das ist es auf jeden fall mehr als wert !


    Danke fürs lesen ❤️

    Ist eine Einstellungssache. Wenn Du dabei lieber etwas anderes machen würdest, bzw. das Gefühl hast etwas zu verpassen, wird es zum Stress.

    Ich will nicht lieber etwas anderes machen

    Aber 1. Ist mein zwerg in einem Alter wo er noch keine burgen baut, sondern damit beschäftigt ist vor mir, in erstaunlichem Tempo, wegzukrabbeln und alles in den Mund zu stecken was er kann ^^

    Und so ein Spaziergang beinhaltet jedesmal ein sich Winnenden, jammernden einjährigen anzuziehen, 13kg plus 5kg wickeltasche 5 Etagen nach unten zu tragen, dann den kinderwagen samt baby und Tasche die kellertreppe hochzuschaffen um dann wenn ich Pech habe im laufe der Aktivität auch noch von Menschen (irgs) angesprochen zu werden.

    Das ist für mich einfach stress. Ich freue mich auf die Zeit wo ich mir dem kleinen an der Hand einfach in Ruhe durch den Wald laufen kann ohne das ich schon durch bin bevor wir los sind. ^^

    Elly

    Danke !!

    Manchmal kommt man auf die einfachsten Dinge nicht, nun fühle ich mich dumm... habe ich tatsächlich noch nicht probiert. Bisher habe ich als Notlösungvverdummende Streaming Serien geguckt, Musik sollte doch ähnlich funktionieren und mich dabei nicht verblöden. :thumbup:

    "Früher" habe ich hauptsächlich Musik gehört wenn ich getrunken hatte das hat dann meist in deprimiert sein geendet. :oops:

    Danke für die Antwort Alex. Jaaa Geduld ist eine Tugend aber nicht meine Stärke ^^


    Aus welchem Grund? Andere Eindrücken "bremsen" auch ein bisschen.

    Weil rausgehen/Spazieren gehen für mich auch stress bedeuten. Ich muss halt immer den Zwerg mitnehmen und das ist einfach stressig. Versteh mich nicht falsch, wir gehen jeden tag raus, Spazieren, Spielplatz usw usw, ist halt trotzdem stress

    Hallo Lycia, hast du schon mal probiert, das, was in Deinem Kopf rattert, aufzuschreiben? Als Listen oder sogar Tagebuch? Das kann beim Sortieren helfen und der Kopf hat dann weniger Sorge, was zu vergessen ...

    Hi Rennschnecke

    Ja habe ich, aber dann werde ich nie fertig mit schreiben und ich habe am Tag höchstens 3h Pause um zu essen, duschen usw... ich vergesse auch nichts, meistens sind es einfach zu viele unwichtige Gedanken die mich nerven.

    Aber vielen lieben dank für deinen Rat

    Heute war ein schwerer Tag.

    Nichts hat geklappt, alles war nur stressig.

    Zwischendurch hatte ich wirklich das Gefühl ich Dreh durch.

    Selbst mein Auge zuckt inzwischen.

    Ich schlafe kaum, was aber am Wachstumsschub meines Babys liegt, und über Tag versuche ich irgendwie konzentriert zu arbeiten was nahezu unmöglich ist.

    Zwischen all dem Chaos, Gejammer und nicht enden wollenden Aufgaben, hatte ich heute den Gedanken: "jetzt was trinken um etwas Ruhe und Gleichgültigkeit zu bekommen wäre doch was."

    Naja Ende vom Lied, Gedanken so schnell wie möglich weggeschoben, damit ich ja kein gedankenkarussel darüber anfängt, welches ich nicht zum anhalten bekomme und ablenken.

    Jetzt bin ich tot müde.

    Gestern hatte ich meinen 2 wöchigen Suchtberatungstermin, sie war sehr zufrieden mit mir, hat mich aber erinnert mir nicht zu viele Baustellen aufzuladen. Ich neige dazu alles auf einmal machen zu wollen und mich dann zu übernehmen.

    Ich glaub ich fang an mit Meditation oder so...mir fehlt einfach so sehr Gelassenheit, ich habe das gefühl ich habe 24/7 stress und bin sicher 50% davon mache ich mir selber. Dazu kommt das ich einfach meinen kopf nicht abschalten kann. Ständig rattert es da drin und ist einfach unglaublich laut...vielleicht habt ihr ja Tips oder Ideen für mich... Spaziergänge oder rausgehen fallen im übrigen weg

    Danke fürs lesen

    Das wollte ich auch gar nicht in Frage stellen.
    Natürlich ist es wichtig, dass das engste Umfeld weiß, warum ich jetzt keinen Alkohol trinke. Nur erwarte ich nicht, dass darauf auch Rücksicht genommen wird. Dass trotzdem Rücksicht genommen wird, ist super, aber ich würde es nicht erwarten wollen.

    Alles gut, ich neige zu übertriebenem erklären und rechtfertigen. :roll: Ich habe immer das Gefühl/die Angst man versteht meine Gedanken nicht.

    Ich erwarte von meinem Umfeld gar nichts was dieses Thema angeht, der einizige Mensch von dem ich etwas bin ich, für Unterstützung bin ich dankbar

    Stern

    Danke für deine Worte.

    Ich stimme dir voll und ganz zu.

    Dennoch strebe ich an Versuchungen in Zukunft so gering wie möglich zu halten und dazu gehört natürlich die Einstellung zu dem Thema von der erwachsenen Person die mir am nähsten steht, mit der ich zusammen lebe und mit der ich jeden einzelnen Tag und 99% meiner Aktivitäten verbringe.

    Ich habe nicht vor Verantwortung auf ihn zu übertragen, ihm bei (hoffentlich nicht vorkommenden) Rückfällen irgendwelche Schuld zu geben, selbst wenn er sagen würde ich kann ruhig was trinken. Er soll nicht auf mich aufpassen, mich nicht kontrollieren oder mir abnehmen selbst zu entscheiden. Aber es wäre doch Quatsch, nicht in einem(!) Gespräch ihm zu vermitteln das es leichter für mich ist wenn der Mann den ich liebe, mir keinen Drink anbietet weil er nicht weiß das dass keine gute Idee ist und mit ihm einfach, in Anwesenheit von einem ausgebildeten Fachmenschen, über die Ernsthaftigkeit und das Thema generell zu sprechen.

    Mir ist klar das ich meine Sucht nicht von Worten und Handlungen von anderen Menschen beeinflussen lassen sollte, Aber ich weiß auch das ich nur ein Mensch bin, das ich nicht unfehlbar bin und meine Schwächen habe. Also halte ich es für mich für einen Sinnvollen weg meinen Partner zumindest ein wenig mit einzubeziehen was die generelle Thematik angeht.

    Site Effect ist, dass er so die Möglichkeit hat Informationen zu bekommen, wer weiß, vielleicht will er sich dem ganzen Mist ja lieber gar nicht geben, so hat er eine Chance sich zu informieren, fragen zu stellen und selber zu entscheiden ob er diese Beziehung so will und fällt nicht aus allen Wolken wenn es mal schwer ist.

    Natürlich ist Hauptsächlich wichtig das ich verstanden habe wie ernst das Thema ist. Aber ich finde es auch wichtig das der Patner, der mit dem Thema unweigerlich in Kontakt kommt, auch weiß wie ernst es ist. Ich finde sogar da hat er ein Recht drauf das zu wissen

    Alex_aufdemweg

    Danke dir ^^ ich bin sicher es werden noch einige viel schwerere Tage Kommen und Tage an denen ichs nicht schaffe so nach Lehrbuch vorzugehen, ich versuche allerdings aktuell einfach im Jetzt zu leben mit einem leicht vorbereitenden Blick in die Zukunft. Frei nach dem Motto:

    Dinge hinnehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die sich ändern lassen, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

    Ich bin zwar nicht stark gläubig, aber ich fand die Worte passend und nehme gerne an was hilft

    Bomben Idee. Ich habe anfangs dieses Unverständnis auch kaum glauben können. Da muss ich mir in den A... treten um das zu offenbaren und dann ... wird es einfach nicht geglaubt

    Ich gehe vor meinem Mann schon immer offen mit den Thema um, und vielleicht liegt es einfach daran das er der Typ Mensch ist, der findet das Dinge nur wirklich schlimm sind wenn sie nicht mehr auszuhalten sind.

    Ich hoffe einfach meine Beraterin und ich können ihm.vermitteln wie wichtig es ist das es auf keinen fall jemals Ausnahmen geben darf

    So ihr Hübschen..Ostern lst vorbei und ich habe alles trocken überstanden.

    Ich habe inzwischen allen Gästen für die anstehenden Jugendweihefeier gesagt das es keinerlei Alkohol geben wird. Es gab hauptsächlich die Reaktion das dies vollkommen in Ordnung wäre, es wurde auch nicht nachgefragt warum. Nur mein Großvater meinte Bier sei doch eher ein Nahrungsmittel und kein Alkohol, ich denke aber das dies eher ein Witz war.

    Mein Vater allerdings, wird nicht kommen. Ich habe mit ihm darüber nicht geredet, mein Vater ist ein Narzisst und diskutieren ist immer sinnlos. Meine Mutter hat es ihm gesagt, da ich mich in seiner Gegenwart immer fühle als wäre ich absolut wert- und machtlos. Daher kann ich nicht behaupten ihm die Möglichkeit gegeben zu haben zu Argumentieren oder ähnliches. Ich habe mit meiner Tochter gesproche und ihr erklärt das wir versuchen können eine Lösung zu finden wenn sie zu traurig ist das ihr Opa nicht kommt, sie meinte nur :"nö wenn ihm der Alkohol wichtiger ist als ich, hat er Pech ". Ein tollen Kind. Ich weiß oft nicht womit ich so ein super Mädel verdient habe!

    Mein Mann, ich und meine Tante hatten eine Unterhaltung über mein Problem mit dem Alkohol, und er hat einen Satz gesagt der mir zeigt das er nicht verstanden hat wie ernst das Ganze lst. Er sagte wenn er mein trinkverhalten in den letzten 3 Jahren (wir wohnen seit 3 Jahren zusammen) anguckt, (also einmal die Woche so 3-6 Getränk, manchmal alle 2 Woche ) findet er nicht das ich ein Problem habe. Aber da er wisse wie schlimm es wohl ganz früher war findet er gut das ich das jetzt so mache.

    Ich habe direkt meiner suchtberaterin geschrieben und wir haben vereinbart das er das nächste mal mitkommt damit sie ihm nochmal als neutrale person und mit Fachkenntniss vermitteln kann wie es tatsächlich aussieht. Mir ist sehr wichtig das er den ernst erkennt und es nicht irgendwann eine Situation gibt in der es heißt:"Ach Schatz du hast So lange nicht getrunken, das ist ok wenn du jetzt mal ein Bier trinkst."

    Ansonsten bin ich froh das ich jetzt in den letzten Tagen wirklich tageweise gar nicht mehr an Alkohol gedacht habe, das tat wirklich gut. Und auch der Gedanke an die lebenslange Abstinenz fühlt sich schon fast ein bisschen vertraut an. Ich habe das Gefühl ich hab mehr Energie, nur Stimmungsschwankungen sind noch ein Problem. Ich hab hin und wieder kaum Nerven und das ist echt anstrengend. Aber ich beisse mich durch solche Tage und bin am Ende richtig euphorisch wenn ich sie geschafft habe. So wie heute. Das war so ein Tag an dem man einfach im Bett hätte bleiben sollen. Alles ging schief, nichts hat so funktioniert wie es sollte, beide Kinder mega anstrengend und ich bin einfach zu nichts gekommen obwohl ich denk ganzen tag was gemacht habe. Zwischendurch wäre ich gerne lachend in eine Kreissäge gesprungen. Aber jetzt als ich den Abend rum hatte und doch noch etwas an Arbeit feritg bekommen habe, war ich so blödelich lustig drauf das mein mann schon dachte ich habe einen Nervenzusammenbruch XD aber es war einfach nur gute laune.

    Ich hoffe euch geht es soweit allen gut, danke fürs lesen ♡

    Alkohol wird doch immer präsent sein, mal mehr und mal weniger. Getrunken wird immer und ziemlich überall.
    Wichtig ist doch, wie mein Leben ohne Alkohol ist. Und wenn das gut ist, ‚erschlägt’ mich auch nicht die Auseinandersetzung mit dem Alkohol.

    Lieben Dank für die Antwort (das gillt natürlich für alle!)

    Ja das stimmt, Alkohol ist immer irgendwie präsent. Ich habe einfach nur das Gefühl ich habe mich noch nie soviel damit beschäftigt und das Thema dauerhaft im Kopf. Für jemanden der eigentlich Versrängungsprofi ist, ist das anstrengend.

    Das Forum oder auch die Gespräche mit meiner Beraterin sehe ich jedoch sehr als Hilfe auch wenns das selbe Thema ist. Es hilft mir mich sinnvoll damit auseinander zu setzten und so kann ich Themen für mich abhaken, so das sie nicht ständig in meinem Kopf Kreise ziehen.

    So ihr Lieben,

    Ich dachte ich lass auch mal kleine Ubdates da, ich brauche glaube ich den Austausch zurZeit.

    Ich war heute bei meiner Suchtberatung, 2. Termin. Hatte mein Trigger-Tagebuch mitgebracht, und wir haben besproche wie ich einiges Vermeiden kann.

    Evtl. Gehe ich dort dann auch in Therapie, das ist mit Baby zeitlich aktuell leider noch sehr schwierig, da die Gruppensitzungen immer Dienstags um 17uhr sind, und ich dann nur alle 2 Wochen daran teilnehmen kann. Aber mal schauen, vielleicht findet sich eine Lösung. Bis dahin habe ich jetzt alle 2 Wochen, Beratungsgespräche damit ich nicht ganz in der Luft hänge.

    Letzte Woche habe ich einen neuen Job angefangen und ich liebe ihn. Das motiviert zusätzlich!

    Leider habe ich zur Zeit, wo ich mich so viel damit auseinander setze, dasGefühl, es dreht dich 24/7 nur um Alkohol und das macht mich bald irre und mindert den Suchtdruck nicht unbedingt. Ich hoffe das wird bald weniger.

    Auch bei geplanten Veranstaltungen gibt es was neues, Die Jugendweihe meiner Tochter wird Alkohol frei sein, den Urlaub im Juli setzte ich aus und bleibe mit dem Baby zu Hause, genauso wie an der Jugendweihe meines Neffen. Am Geburtstag meines Opas werde ich vormittag hinfahren und helfen bei den Vorbereitungen um dann zu gehen wenn alle anderen kommen. So sehe ich ihn wenigstens aber vermeide die Party. Das alles ist in 2-3 Monaten und ich fühle mich einfach noch nicht so weit, so viel Alkohol um mich herum zu haben.

    Und als letztes, ich habe gestern mit meiner Schwiegermutter offen über das Thema gesprochen, sie hatte mir zu Ostern Eierkikör-Schokoeier mitgebracht, die ich ja immer wirklich mochte XD . Ich hab sie direkt meinem Mann entgegen gehalten, und der hat sie verschwinden lassen, bei dieser Gelegenheit ergab es sich gleich das Gespräch diesbezüglich zu führen, damit ich in Zukunft Alkoholfreie Schokolade bekomme. Sie hat es positiv aufgenommen, wusste nichts von der Problematik, wir kennen uns erst seit 3 Jahren und sehen uns nur so 2x im Jahr für 4-5 Tage.

    Das wäre so erstmal alles

    Danke fürs "zuhören "

    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg weitergehen kannst und sich Dein Denken ebenfalls mit der Zeit festigt. Du kannst es schaffen, der Anfang ist gemacht :)

    Zuerst vielen lieben dank für deine Worte.

    Es gibt sicher einiges was gesagt wurde und noch wird, was schwer an mir nagt. Sich wegen der letzten Jahre, meiner Kinder usw Vorwürfe zu machen, bleibt nicht aus und ich versuche mir dieser immer Bewusst zu sein, aber mich nicht durch sie in ein tiefes Loch ziehen zu lassen, in dem die Stimmen die mir sagen ich hätte als Mutter versagt lauter sind, als die die mir vermitteln das ich es besser machen kann. Es ist ein schmaler Grad. Ich versuche in der Gegenwart zu leben, auf die Zukunft zu blicken und Sachen wie :"meine Vergangenheit ist schuld", "ich musste so viel durch machen " usw zu vermeiden, um nicht wieder damit anzufangen Entschuldigungen für mich zu finden. Und doch darf ich nicht weiter in Selbsthass leben sonst wird eine lebenslange Abstinenz einfach nicht klappen. Also versuche ich mir bewusst zu sein was ich anrichten könnte wenn ich weiter alte Wege gehe und was ich schaffen kann, wenn ich neue bestreitet. Ich konnte meine komplette Schwangerschaft ohne Alkohol sein, weil es nicht nur um meine Gesundheit ging. Auf diese Stärke versuche ich aufzubauen, denn es geht nun mal immer noch nicht nur um meine Gesundheit. Aber es geht natürlich auch um mich. Ich habe durch das deutliche reduzieren vom Alkohol so viel geschafft in den letzten Jahren, ich bin gespannt was ich hinbekomme ganz ohne und ja, ich freue mich darauf. Ich weiß es wird schwer und ich weiß noch macht es mir auch Angst und löst Trauer aus, aber diese Gefühle werden sicher bald ersetzt, wenn ich schöne Erinnerungen schaffe, ohne die Verbindung zum Alkohol. Ich kenne meine Trigger und es gibt durchaus welche die ich auch mein Leben lang ganz vermeiden muss, auch wenn sie mir Spaß gemacht haben, glücklicherweise vermeiden ich diese bereits seit Jahren und ich kann mich auf die abgeschwächteren konzentrieren.

    Ich bin dankbar über den vielen input hier das hilft mir sehr. Ob es um Zuspruch oder Tipps geht oder mich an Selbstreflektion erinnert und immer wieder mal einen Spiegel vorhält, um nicht zu vergessen wie ernst das Ganze ist. Alles davon ist wichtig und so bin ich wirklich froh hier zu sein.


    (Ich bitte Rechtschreibung und kommasetzung zu ignorieren)

    Mit den Schwiegereltern kannst Du nicht darüber reden? Nur eine Frage.

    Nicht wirklich aber es wird sich sicher eine lösung finden lassen. Letztes jahr ging es ja auch ohne Alkohol

    Schonmal überlegt, wieviel Ohnmacht, Angst und Verzweiflung bei ihr vorangegangen sein muss, daß sie sich das getraut hat?

    Natürlich. Welche Mutter würde da nicht drüber nachdenken und sich deshalb Vorwürfe machen ?

    Aber sie als Unterstützung für künftige Festivitäten einzuplanen oder auch nur daran zu denken, halte ich für verantwortungslos

    habe ich doch überhaupt nicht vor

    Ich hatte alkoholfreies Weihnachten, Geburtstage und keiner meiner nicht süchtigen Gäste hatten nur ansatzweise ein Problem damit. Zudem kann ich das auch, wie in deinem Fall, den Kinder vorleben.

    Darauf wird es wie gesagt herauslaufen

    Geburtstage deiner Kinder können bei dir zu Hause stattfinden. Und zu Hause bei dir gibt es halt keinen Alkohol. Wenn die anderen kein Problem haben, sollte ihnen das wenig ausmachen.

    Ansich eine schöne Idee, allerdings ist bei uns zu Hause absolut kein Platz für soetwas. Aber ich bin sicher es findet sich eine Lösung! Die Jugendweihe zum Beispiel und auch die Geburtstage werden wohl alkoholfrei ablaufen auch wenn sie bei meiner Mutter statt finden. Bleibt nur noch der Urlaub, den ich zur Not Absage, Zumindest für mich und das Baby, und Weihnachten, da feiern wir dieses Jahr bei meinen Schwiegereltern, das wird einfach....hart.