Liebe Leute!
Nachdem ich in meinem Faden schon länger nicht mehr geschrieben habe, hole ich das jetzt mal nach.
Beruflich gesehen ist die Zeit von November bis zu Weihnachten bei mir schlicht "der Horror". Da kommt alles zusammen; das Geschäftsjahr will ja schließlich auch abgeschlossen werden. Und die Planung für 2026 sollte auch stehen.
Nun ist es etwas vor Mitternacht, vor ca. einer Stunde kam ich von einer längeren Dienstreise zurück und sitze (mal wieder) im Büro. Und das am Vorabend zum 4. Advent! Da könnte ich mit dem Kopf auf den Tisch hämmern... Morgen, am Sonntag, ist Büroarbeit angesagt. Meine Psychologin und Psychotherapeutin schütteln da ohnehin seit langem nur mehr den Kopf... [Ich verstehe sie beide.]
Als ich noch jünger war, steckte ich diese Arbeitszeiten noch mehr oder weniger locker weg. Inzwischen merke ich, dass das so nicht mehr geht. Man wird älter...
Wenn ich nun zurückdenke, an die Zeit vor ca. 20 Jahren, als ich zu ähnlichen Zeiten nach einem 14 Stunden-Tag nach Hause kam (steht auch in meinem Vorstellungspost), ja da "musste" ich eine Flasche Sekt o.ä. trinken, um überhaupt zur Ruhe zu kommen und einschlafen zu können. Das zumindest ist weg, wobei ich damit die Flasche Sekt meine; der Rest leider ist nach wie vor da.
Hier bei uns haben wir seit 3, wenn nicht gar 4 Wochen den ganzen Tag über dauerhaft Nebel (Stadt am Fluss). Es ist kalt, nass und schlichtweg unfreundlich. Vielleicht drückt das auch auf die Stimmung. Das macht die Sache nicht einfacher.
Was mir auffällt, wenn ich mich betrachte, dann merke ich tatsächlich, dass der Suchtteufel gerade in dieser Jahreszeit vermehrt anklopft. Es gibt viel zu tun, der Stresspegel ist hoch, das Wetter schlecht, die Stimmung teils unterirdisch. Da würde sich ja (ich bleibe im Konjunktiv) der Griff zum Glas anbieten. Was es aber nicht gibt. Früher hingegen ein probates Mittel.
Dennoch, leicht ist es derzeit nicht gerade. Das nagt schon etwas an mir bzw. merke ich, dass die Lockerheit der letzten Monate verschwunden ist.
Terminlich bin ich bis einschließlich 24.12. - 13 Uhr (ja, wirklich) beschäftigt. Danach bin ich vermutlich so etwas von müde, dass ich von Weihnachten nicht mehr viel mitbekommen dürfte. Ist aber ohnehin besser...
Für mich persönlich habe ich seit vorigem Jahr begriffen, dass es so nicht mehr weitergehen kann und darf. Deswegen bin ich auch nach Weihnachten am Land, in der kompletten "Einöde", einquartiert in in einem Landgasthof, und möchte einfach mal meine Ruhe haben. Ich hoffe, das bringt etwas; voriges Jahr, als ich ähnliches machte, ging ich gestärkt ins neue Jahr.
Was ich jedenfalls gemerkt habe, ist, dass der Suchtteufel vor allem in schwierigen Zeiten immer wieder anklopft, gerade nach sehr langen Tagen und suggeriert, dass ein Gläschen Wein zum Einschlafen doch ein probates Mittel wäre. Was mir beweist, dass ich von dieser meiner (unserer) Krankheit nicht mehr loskomme.
Getrunken wird nichts, aber ich finde es irritierend, dass nach wie vor an der Tür geklopft wird und der ungebetene Gast immer wieder seine Aufwartung macht.
Viel mehr zu berichten habe ich nicht; ich hoffe nur, dass bald einmal etwas Ruhe einkehrt.
Vor Weihnachten melde ich mich sicher noch mal. Bis dahin:
LG, Stef.