Beiträge von stef2303

    Mutig sich gegen den Vorgesetzten zu stellen. Ich hätte den Vorgesetzten "auf Spur gebracht" und dann gemeinsam mit ihm der Kollegin zur Lösung verholfen.

    Ja, ich weiß, das wäre auch richtig.

    Das richtige "Händchen" in solchen Dingen hatte ich allerdings noch nie...

    Mit ihrem "Chef" (dessen Vorgesetzter ich wiederum bin) kann ich nicht mehr sprechen - es gibt hier keine gemeinsame Basis mehr.

    Ich sagte ihm einst, was ich von ihm hielt, er wollte mich verklagen, ich sagte ihm daraufhin, ich werfe ihn raus. Nichts davon ist geschehen.

    Es ist derzeit eine etwas zweifelhafte Koexistenz.

    Die immer wieder eskaliert...

    Naja, das übliche Berufsleben halt...

    Ich habe vermutlich, was meine Karma-Punkte betrifft, recht viel aufzufüllen, damit ich wieder auf zumindest >null< komme.

    Aber ich bemühe mich.

    Auch heute, als eine Kollegin weinend bei mir im Büro saß, weil ihr Vorgesetzter ihr [ich führe das nicht näher aus] angekündigt hatte, ihr (bei notwendiger Betreuung von x Kindern, keine 10 Jahre alt) das Home-Office streichen zu wollen. Konsequenz: Job-Verlust, weil ohne HO geht es nicht. Klar, wie soll man so seine Kinder versorgen?

    Ich habe ihr heute garantiert, dass alles so bleibt, wie es ist. Auch meinerseits (obwohl ich es darf) mutig, ich weiß. Die Konfrontation ist vorausprogrammiert. Aber ich halte das schon aus. Sie ging einigermaßen gefasst und mit einem Lächeln im Gesicht aus meinem Büro.

    Mit Karma hatte das aber nichts zu tun.

    Ich habe in den letzten ein, zwei Jahren meine Einstellung geändert: Mir sind Menschen (und deren Schicksale) inzwischen sehr wichtig geworden. Und ich werde, so weit es geht, deren Bedürfnisse, die Lebensumstände, so weit es geht, berücksichtigen...

    Auch ein Ergebnis der Trockenheit...

    Das hätte ich nie von mir gedacht...

    LG, Stef.

    Liebe Leute!

    Ich denke, das kann ich hier ruhig posten.

    Da schenke ich (in dieser Materie: ich, keine Ahnung von nichts) einer Mitarbeiterin von mir (< 25 Jahre), die ein bekennender Harry-Potter-Fan ist, ein (simples) Kartenset - die schwierigsten Fragen für Potter-Heads, Quiz-Karten. ABER: Ich habe an sie gedacht! Das kostet praktisch nix; das [und vieles (vieles!) andere] zahle ich privat. Ich bin übrigens keiner - ich meine, ein Harry-Potter-Fan.

    Aber um das geht es ja auch nicht.

    Sie stand heute vor mir, mit Tränen in den Augen... Noch nie hatte sie anscheinend bei früheren Arbeitgebern etwas Derartiges bekommen. Ich selbst war hier echt irritiert... Ich hätte sie umarmen können, aber das tun wir (ich) nicht. Machen wir nicht, tun wir nicht.

    In nassen Zeiten hätte ich das niemals getan.

    Aber: Inzwischen ist mir das sehr wichtig; mir sind meine Mitarbeiter/innen wichtig..

    Was soll ich hier noch sagen,

    LG, Stef.

    Lieber Alex_aufdemweg !

    Wir beide (wie ich inzwischen weiß) sind Rechner...

    Das von Dir (die Anzahl der Wannen zu kommentieren, möchte ich hier nicht, aber ich hatte, in den Zeiten im Jahr, in denen ich auch entsprechend getrunken hatte, ähnliches) ist doch aber auch eine super Motivation nichts mehr zu trinken, oder? Pro Jahr hunderttausende Kalorien nicht mehr zu sich zu nehmen, das kann doch was, oder?

    LG, Stef.

    Konkrete Frage: Warum wird das Alkoholproblem bei Alkoholikern immer bestritten, obwohl es offensichtlich und beweisbar ist?

    Die Antwort liegt hier für mich auf der Hand: Weil wir es selber nicht so sehen oder wahrhaben wollen. Denn dann hätten wir ja ein Problem, oder? Dann müssten wir uns mit diesem Problem beschäftigen. Das ist unangenehm und auch mühsam.

    Liebe Leonie80 !

    Als ich kürzlich Deinen Faden nochmals gelesen habe, würde ich tatsächlich gerne wissen - bzw. wenn ich fragen darf -, wie es Dir geht?

    Seit Mitte Dezember 2025 bis Du ein wenig passiv, hier im Forum, was ich schade finde. Wenn alles so läuft, wie Du es Dir wünscht, dann ist das natürlich super. Und wenn nicht... ein wenig hier zu schreiben hat den meisten wohl doch geholfen...

    Wie auch immer, ich wünsche Dir natürlich alles Gute und ich hoffe, Du meldest Dich hier mal wieder.

    LG, Stef.

    Als nasser Alkoholiker hab ich mir für alles die Schuld gegeben und mich selbst als wertlos gesehen. Durch diese Unsicherheit ordnet man sich unter und akzeptiert alles was der Partner vorgibt.

    ...

    Und nur weil ich Alkoholiker bin, heißt das nicht, dass jede Entscheidung, die ich treffe, falsch ist, und jede Entscheidung, die meine Frau trifft, richtig.

    Wie wahr, wie wahr! Bei mir war es genauso. Ich brauchte leider nur über ein Jahr (nach der Trennung), um für mich festzustellen (bis ich es verstanden hatte), dass ich zwar so manches vermasselt hatte, manche Dinge aber auch heute wieder so tun würde, wie ich sie getan hatte. Auf so manche Entscheidungen bin ich tatsächlich heute sogar ein wenig "stolz", weil ich sie als richtig empfinde.

    Inzwischen bin ich soweit, nicht mehr die Alleinschuld an allem, was war, zu übernehmen. Weil ich getrunken hatte. Zu einer Beziehung gehören immer zwei; zu einer Trennung aber auch, finde ich.

    Lieber Alex!

    Ich merke, ich werde alt. Ich wollte heute auf Euer Vereinskonto noch eine Anfangsfinanzierung für 2026 überweisen, doch die neue Kreditkarte macht mir ein wenig das Leben schwer. Nicht die Karte, die Technik... Will heißen: Irgendwie funktioniert das alles nicht. Von Fa. x auf Fa. y, dennoch keine Chance, ich weiß auch nicht... Es mag nicht laufen...

    Sollte aber kein Problem sein... Habt ihr ein Vereinskonto (IBAN und BIC), dann würde ich halt dorthin überweisen. Könntest Du bitte die Kontodaten angeben (vielleicht haben auch andere das Problem).

    Danke und LG, Stef.

    PS: Den BIC bräuchte ich bitte, da ich ein wenig unter dem "Weißwurstäquator" lebe... ;)

    Darf ich fragen, was genau das schwierige für dich war (oder noch ist) und wie du dir das einfacher vorgestellt hast?

    Hallo Stern!

    Das ist schwer zu erklären. Anfangs dachte ich mir, Du hörst mit dem Trinken auf und alles kommt schon - so irgendwie - wieder in geregelte Bahnen. Im Grunde bleibt hoffentlich alles so, wie es ist, bloß ohne Alkohol.

    Ein Trugschluss, muss ich sagen.

    Ich trinke nicht (mehr), doch bleibt das Umfeld ein nasses, leider. Das kann ich nicht ändern. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit habe ich x offizielle Termine wahrzunehmen; ja, und da wird ausgeschenkt; es ist jedes Mal ein Kampf, muss ich sagen. Mich hiervon zu distanzieren, ist nicht so einfach, eben weil so viel "dranhängt". Da geht es nicht nur um mich; ich muss auch auf mein Unternehmen schauen - hier geht es um so vieles.

    Die tatsächliche "Freiheit" hätte ich vermutlich nur dann, wenn ich ich meinem derzeitigen Job "Adieu" sagen würde. Bloß geht das nicht. Auch nicht mehr in meinem Alter. Meine existenzielle Grundlage werde ich nicht zerstören können / wollen. Also kann ich derzeit nur auf mich schauen, damit es mir besser geht. Insgesamt... naja...

    Ich fürchte, viel mehr kann ich hierzu nicht sagen...

    LG, Stef.

    Einen schönen guten Nachmittag, liebe Leute!

    Die Feiertage sind vorbei, ja leider (vielleicht aber auch Gott sei Dank). Aus meinen beabsichtigten 14 Tagen "Untertauchen" sind es letztlich leider nur 11 geworden; morgen muss ich wieder ins Büro... naja... Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

    Nachdem ich mich sehr weit im Landesinneren einquartiert hatte und einfach mal Ruhe haben wollte, ja, da ist dann auch viel Zeit zum Nachdenken: Was war, was ist und wie soll es weitergehen.

    Bestätigt hat es sich auch in der ländlich-winterlichen Idylle, mal wieder, dass in erster Linie die Langeweile der Grund für meine Trinkerei war. Langeweile gepaart mit Gewohnheit. Zwar auch der Stress bei der Arbeit, aber dies in untergeordnetem Ausmaße. Langeweile und Gewohnheit - eine gefährliche Kombination. Wenn nichts zu tun war, ja, da war es einfach üblich, eine Flasche Bier aufzumachen. Ging es heiß her, dann normalerweise nicht. Es ist schon interessant, finde ich.

    Als ich nun fort war und es kaum etwas zu tun gab, da klopfte der Suchtteufel in der Tat vermehrt wieder an. Da kamen immer wieder mal Gedanken, in die Gaststube zu gehen... Tat ich aber nicht, weil warum auch sollte ich mir durch solch eine Unüberlegtheit das zerstören, was ich mir jetzt nun seit über 13 Monaten so konsequent aufgebaut habe..?

    Jedenfalls bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass meine letzten 30 Jahre vor dem Entschluss, dauerhaft abstinent zu bleiben, im Grunde ein untragbarer Zustand waren. In vielerlei Hinsicht. So hätte es auch nicht weitergehen dürfen, das ist mir klar. Das "Jetzt" ist nach wie vor noch eine nicht ganz so einfache Phase, da eine nachhaltige Lebensumstellung schon viel Zeit, Energie und Motivation braucht. Andererseits gilt es, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, wobei ich denke, vermutlich werde ich wohl noch ein paar Jahre brauchen, um mein altes Leben gänzlich zurücklassen zu können. Das wäre dann auch meine Zukunftsvision: Im Grunde ein neues Leben, ohne den Ballast von früher.

    Lese ich hier im Forum von den Abstinenzen der ganz "Jungen", freue ich mich natürlich für sie und deren Anfangseuphorie. Wirklich schwierig wird es halt aber erst später, wenn es auch darum geht, sein Lebensumfeld und seine Lebensweise nachhaltig zu verändern. Das hätte ich mir auch bei mir einfacher vorgestellt, als es letzten Endes ist. Eben weil so viele Rädchen ineinander greifen... Und mit dem Hammer auf das Uhrwerk zu schlagen, bringt freilich auch nichts, weil dann alles zerstört ist und nichts mehr geht. Ja, nichts mehr trinken, das geht schnell, bloß das, was dann folgt, das ist ein sehr langwieriger Prozess mit vielen Höhen aber auch Tiefen.

    Wenn man - bewusst - in einem Zimmer ohne TV untergebracht ist und aufgrund der Lage die Internetverbindung auch sehr von der Witterung abhängig ist, dann ist viel Zeit da, sich mit so manchem zu beschäftigen. So bin ich auch zu dem Ergebnis gekommen, dass meine derzeitige Lebensweise in dieser Form nicht unbedingt das Wahre ist. Wenn die Arbeit das Leben dominiert und für Hobbies bestenfalls etwas und für Freunde und Familie dann praktisch kaum noch Zeit ist, dann muss ich auch insoweit etwas ändern. Hier werde ich dann 2026 ansetzen und ein wenig mehr in die work-life-Balance investieren. Wenn es denn auch geht...

    Ansonsten hoffe ich, dass ihr den Jahreswechsel gut über die Bühne gebracht habt. Die kleineren Turbulenzen hier im Forum habe ich peripher mitbekommen; ich selbst werde mich in Zukunft auch hüten, bei den CO's zu schreiben (wobei es mir mancherorts vorkommt, als kenne ich die Geschichte und könnte da schon etwas erzählen...). Aber solange es bei der Diskussion nicht wirklich persönlich wird, ist ein Gedankenaustausch ja auch nicht wirklich schlimm, finde ich.

    In diesem Sinne: Starten wir also in ein hoffentlich gutes, neues Jahr.

    LG, Stef.

    Liebe Leute!

    Ab morgen bin ich dann für 14 Tage weg; ich lese zwar weiter, aber ansonsten halte ich mich dann vorerst mal im Abseits.

    Eine Erfahrung möchte ich aber hier noch bringen, zeigt sie mir doch tatsächlich, was die Abstinenz - und damit verbunden eine geänderte, freundliche(-re) und menschenbezogene(-re) Lebensweise - mit sich bringt:

    So schrieb mir nämlich heute im Zuge des Austauschs der Weihnachtsgrüße eine Kollegin, mit der ich meist nicht so gut zusammenkam, eben weil ich vielleicht früher nicht immer so ganz nett und freundlich war [warum wohl bzw. weil es oft recht unfreundliche Reibungspunkte gab], nun (Zitat:) "...Ich habe Sie in meinem Herzen wie meinen Sohn. ..."

    Das hat mir schwer irritiert...

    Auch wenn ich normalerweise nicht sentimental bin, und ich kenne diese Dame, aber das hat mich dann letztlich doch schon schwer gepackt. Eben weil ich sie kenne und sie so etwas nicht einfach so sagen würde. Und wir früher auch stets Gefechte miteinander ausgefochten haben...

    Vielleicht also hat mein geändertes (nüchternes) Verhalten doch etwas gebracht. Vielleicht merkt man das auch nach außen hin. Dass mir da, wenn ich so etwas lese (und das gibt es normalerweise überhaupt nicht), die Augen feucht geworden sind, ja, das war eine für mich vollkommen neue Erfahrung.

    Tatsächlich, so etwas hatte ich noch nie...

    Nun gut, jetzt seid ihr mich mal für ein paar Tage los.

    LG, Stef.

    Danke, stef2303, für Deine Worte. Mir ist bewusst, dass die Krankheit jeden treffen kann, egal welchen Bildungsgrad man hat. Ich denke nur, dass jemand, der so intelligent ist wie mein Mann, vielleicht in abstinenten Phasen das Problem auf intellektueller Ebene erfassen könnte. Er ist so ein bisschen wie der von Benedict Cumberbatch gespielte Sherlock Holmes in der BBC-Serie. Ein hochfunktionaler Soziopath. Das macht den Zugang zu ihm vielleicht noch schwerer… Ich weiß es nicht…

    Liebe Somadi !

    Ehrliche Antwort meinerseits: NEIN, solange keine grundsätzliche Akzeptanz der Sucht bzw. Krankheit besteht. Da helfen auch Intelligenz und Bildungsgrad rein gar nichts.

    Weil: Warum sollte ich als Abhängiger (ganz unabhängig vom Intelligenz- und Bildungsgrad) über etwas Überlegungen anstellen, wenn doch ohnehin alles in meinem Sinne läuft!? Mir war das früher ja auch alles so etwas von egal. Was ich damit meiner Frau und Familie angetan habe, das wurde mir erst viel später bewusst - als es vorbei war...

    Ich fürchte, so, wie Du es schreibst, kommst Du wohl nicht weiter.

    Früher gab es mal die Redewendung vom "Wink mit dem Zaunpfahl", später vom "Wink mit dem Atommeiler". Wenn Du nicht klar die Karten auf den Tisch legst, liebe Somadi , wird sich da bei euch wohl nicht viel ändern.

    Schlaf mal eine Nacht drüber!

    LG, Stef.

    Liebe Somadi !

    Ich war auch (die letzten 25 Jahre - bis dann Ende Oktober 2024) jedes Jahr 4, 5 - oft auch 7 - Monate abstinent. Nichtsdestotrotz habe ich es in den verbleibenden Monaten im Jahr immer wieder recht konsequent "geschafft", mir gerade im sozialen Bereich, von Familie bis hin zur Partnerschaft und Freundschaften, so ziemlich alles zu ruinieren.

    Solange alles irgendwie funktionierte, lebte ich so dahin. Ja, da ging es ja auch. Eben so irgendwie. Den wirklichen Tiefpunkt hatte ich nie, erst, als langsam aber sicher so alles aus dem Ruder lief, zog ich die Reißleine bzw. Konsequenzen. Meine Frau damals aber auch (jedoch aus anderen Gründen)...

    Mir persönlich hatte der - letztlich ausweglose - Neustart (weil mit dem Alkohol umbringen wollte ich mich ja auch nicht) die Möglichkeit gegeben, mich neu zu orientieren. Mit meiner Ex-Frau pflege ich nach wie vor ein freundliches, konfliktfreies Miteinander.

    Einen Rat kann ich Dir hier nicht geben, aber über kurz oder lang zeigt es sich meines Erachtens doch, wenn Grenzen überschritten werden, dass es dann eben nicht mehr so ist, wie es einmal war und wie man es sich (damals) für die Zukunft erwünscht hat, oder? Ob ein Weitermachen wirklich erfüllend bzw. akzeptabel ist (ein hässliches Wort, denke ich), muss wohl jeder für sich selbst beantworten... Ich persönlich war meiner Frau zuletzt noch nicht einmal böse, dass es so gekommen ist, wie es eben gekommen ist.

    Auch was den von Dir angesprochenen Bildungsgrad und die soziale Stellung betrifft, so kann ich Dir versichern, dass wir hier doch (dennoch!) alle im selben Boot sitzen. Eine Promotion (ja, die habe ich auch, aber dieser Umstand ist doch unerheblich, oder?), ist da so etwas von irrelevant. Die, die trinken, ja, die trinken. Vielleicht anders, aber dennoch tun sie es.

    Im Endeffekt sollte jede(r) auf rein persönlcher Ebene - für sich - entscheiden, ob er oder sie so weitermachen möchte (kann?), wie bisher, oder?

    LG, Stef.

    Liebe Leute!

    Ich hoffe, ihr habt den Heiligen Abend gut verbracht? Dass das bei so manchem und mancher Co vermutlich - wieder mal - leider nicht der Fall gewesen sein dürfte, das kann mir vorstellen. Ich kenne das von früher, was mir auch sehr leid tut.

    Vom Heiligen Abend habe ich nicht viel mitbekommen, da ich abends nach ein paar Telefonaten und versendeten Glückwünschen auf dem Sofa schlichtweg eingeschlafen bin. Aber nicht, weil ich etwas getrunken hätte, sondern weil ich nur noch müde war. Gerade die letzten Wochen haben mir mal wieder gezeigt, wie es nicht sein sollte. Habe dann heute auch bis mittags geschlafen; so etwas hatte ich früher nie.

    Für die nächsten Tage ist nun in erster Linie Ruhe bei mir angesagt. Dass dies nötig sein wird, hat sich bei mir ziemlich spürbar am 23.12. zu Mittag gezeigt. Ein Erlebnis für mich, dass mir gezeigt hat, dass die Trockenheit ein sehr fragiles Gebilde ist, das sehr schnell zerbrechen kann.

    Kurz beschrieben ging es mir gerade die letzten Tage weniger gut. Die weihnachtliche Hektik, der berufliche Alltag, die eine gesellschaftliche Verpflichtung hier, die andere da. Dazu der Sport und das absolut grauenhafte Wetter (seit Ende November: Dauernebel. Täglich.) Jedenfalls legte man mir in mein Büro noch ein paar Verträge zur Unterschrift vor. Die letzten für heuer. Wie es so üblich ist, lässt man mich dann etwas allein, weil ich mir das eine oder andere noch durchlese, dann unterschreibe und dem Sekretariat weiterleite (also auf den Tisch lege).

    Und so sitze ich nun da beim ersten Stück, blättere auf die letzte Seite und will meine Unterschrift draufsetzen. Der Schreiber berührte das Papier und plötzlich fing meine Hand so zu zittern an, dass ich eine gerade und leserliche Unterschrift nicht mehr so recht zusammenbrachte. Nicht nur beim ersten Schriftstück, bei allen. Da kamen mir Erinnerungen an früher, als ich ähnliche Episoden hatte. Da war aber der Grund ein weniger ein anderer, weshalb ich auch nach wie vor hier im Forum bin. Damals hätte ich mich mit einem schnellen Glas ruhig gestellt - also meine Hand, dann ging es ja auch wieder. Diesmal dachte ich mir kurz auch, ein Schluck und es würde wieder gehen. Natürlich habe ich nichts getrunken; die Unruhe blieb eine gewisse Zeit bestehen. Das Suchtgedächtnis, ja, in schwierigen Situationen ist es immer wieder präsent.

    Das ist auch ein Grund, weshalb ich jetzt mal Ruhe gebe und aufs Land entschwinde.

    Ich wünsche Euch allen noch schöne Feiertrage. Macht's gut.

    LG, Stef.

    Liebe Leute!

    Erstmals danke für Eure netten Worte und den Zuspruch. Bitte seht es mir nach, dass ich nicht auf jeden Beitrag direkt im Einzelnen antworte.

    Dennoch:

    Ich bin jetzt offiziell in diesem Forum seit etwas mehr als einem Jahr. Und ich habe gemerkt, dass mir dieser Austausch hier sehr hilft. Auch wenn ich ab und an mal eher fragwürdige Beiträge liefere (ja ich weiß, vorher denken und dann schreiben wäre besser), freut es mich, dass ich weiterhin hier sein darf. Der Austausch hier hilft mir insoweit, als dass ich merke, dass ich nicht der Einzige bin, der sich so mehr oder weniger durch das Leben "kämpft". Bzw. sind die Themen und Schwierigkeiten doch oft dieselben.

    Zu mir: Ja, ich merke tatsächlich, dass es, wenn ich zurück denke, jetzt schön langsam so nicht mehr geht. Jetzt ist ein "Herunterfahren" echt angesagt. Das mache ich auch. Bzw. ich versuche es. Diesmal am Land; die Sache mit dem Kloster (Daumen hoch! - Da hat jemand sehr (sehr!) gut mitgelesen! :thumbup:) kommt zu Ostern. Kurswechsel ! - Da war ich jetzt wirklich überrascht!

    Insgesamt ist jetzt ab 24.12. mal Ruhe angesagt. Ich glaube, da schlafe ich vermutlich 2 Tage durch; und dann ist Selbstfindung angesagt. Wieder einmal... Ich baue jedenfalls auf ein neues (besseres?) Jahr 2026.

    Ja, mehr kann ich heute nicht bieten, abgesehen davon, dass der Chat wieder mal wirklich nett war.

    LG, Stef.

    Ich denke da an Zeiten zurück, in denen ich fast zu einer jeden Vernissage oder Lesung, Ausstellung u.dgl. in meiner Stadt gegangen bin. Nicht weil es mich interessiert hätte, und auch ums Geld ging es nicht, aber da konnte man im gepflegten Ambiente gratis das eine oder andere Glas leeren. Und vor allem: Da fragte niemand, sah einen niemand fragend oder schief an; ja es war eben ein Zusammentreffen bei guter Laune, vorgegaukeltem Interessen an Kunst und Literatur, doch letztlich... naja...

    Gut, dass DAS vorbei ist.

    Liebe Leute!

    Nachdem ich in meinem Faden schon länger nicht mehr geschrieben habe, hole ich das jetzt mal nach.

    Beruflich gesehen ist die Zeit von November bis zu Weihnachten bei mir schlicht "der Horror". Da kommt alles zusammen; das Geschäftsjahr will ja schließlich auch abgeschlossen werden. Und die Planung für 2026 sollte auch stehen.

    Nun ist es etwas vor Mitternacht, vor ca. einer Stunde kam ich von einer längeren Dienstreise zurück und sitze (mal wieder) im Büro. Und das am Vorabend zum 4. Advent! Da könnte ich mit dem Kopf auf den Tisch hämmern... Morgen, am Sonntag, ist Büroarbeit angesagt. Meine Psychologin und Psychotherapeutin schütteln da ohnehin seit langem nur mehr den Kopf... [Ich verstehe sie beide.]

    Als ich noch jünger war, steckte ich diese Arbeitszeiten noch mehr oder weniger locker weg. Inzwischen merke ich, dass das so nicht mehr geht. Man wird älter...

    Wenn ich nun zurückdenke, an die Zeit vor ca. 20 Jahren, als ich zu ähnlichen Zeiten nach einem 14 Stunden-Tag nach Hause kam (steht auch in meinem Vorstellungspost), ja da "musste" ich eine Flasche Sekt o.ä. trinken, um überhaupt zur Ruhe zu kommen und einschlafen zu können. Das zumindest ist weg, wobei ich damit die Flasche Sekt meine; der Rest leider ist nach wie vor da.

    Hier bei uns haben wir seit 3, wenn nicht gar 4 Wochen den ganzen Tag über dauerhaft Nebel (Stadt am Fluss). Es ist kalt, nass und schlichtweg unfreundlich. Vielleicht drückt das auch auf die Stimmung. Das macht die Sache nicht einfacher.

    Was mir auffällt, wenn ich mich betrachte, dann merke ich tatsächlich, dass der Suchtteufel gerade in dieser Jahreszeit vermehrt anklopft. Es gibt viel zu tun, der Stresspegel ist hoch, das Wetter schlecht, die Stimmung teils unterirdisch. Da würde sich ja (ich bleibe im Konjunktiv) der Griff zum Glas anbieten. Was es aber nicht gibt. Früher hingegen ein probates Mittel.

    Dennoch, leicht ist es derzeit nicht gerade. Das nagt schon etwas an mir bzw. merke ich, dass die Lockerheit der letzten Monate verschwunden ist.

    Terminlich bin ich bis einschließlich 24.12. - 13 Uhr (ja, wirklich) beschäftigt. Danach bin ich vermutlich so etwas von müde, dass ich von Weihnachten nicht mehr viel mitbekommen dürfte. Ist aber ohnehin besser...

    Für mich persönlich habe ich seit vorigem Jahr begriffen, dass es so nicht mehr weitergehen kann und darf. Deswegen bin ich auch nach Weihnachten am Land, in der kompletten "Einöde", einquartiert in in einem Landgasthof, und möchte einfach mal meine Ruhe haben. Ich hoffe, das bringt etwas; voriges Jahr, als ich ähnliches machte, ging ich gestärkt ins neue Jahr.

    Was ich jedenfalls gemerkt habe, ist, dass der Suchtteufel vor allem in schwierigen Zeiten immer wieder anklopft, gerade nach sehr langen Tagen und suggeriert, dass ein Gläschen Wein zum Einschlafen doch ein probates Mittel wäre. Was mir beweist, dass ich von dieser meiner (unserer) Krankheit nicht mehr loskomme.

    Getrunken wird nichts, aber ich finde es irritierend, dass nach wie vor an der Tür geklopft wird und der ungebetene Gast immer wieder seine Aufwartung macht.

    Viel mehr zu berichten habe ich nicht; ich hoffe nur, dass bald einmal etwas Ruhe einkehrt.

    Vor Weihnachten melde ich mich sicher noch mal. Bis dahin:

    LG, Stef.

    Ich möchte es mal so formulieren:

    Jeder hat gute und schlechte Tage; da ist man einmal besser drauf und ein anderes Mal weniger.

    Das sehe ich auch bei mir...

    Ich denke mir, morgen sieht die Welt wieder anders (hoffentlich ein wenig besser) aus.

    Und: Wenn mal jemand seinen Gedanken freien Lauf lassen möchte (solange er/sie nicht beleidigend wird), ja dann sollte das auch in Ordnung sein.

    Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem und wünsche damit auch eine gute Nacht.

    LG, Stef.