Beiträge von _Eternal_

    Ist das so? Oder ist es vielmehr so, dass ein trockener Alkoholiker auch seine Sicht auf den Co und den Umgang mit diesen neu definieren muss?

    Für mich hat sich in dieser Diskussion herauskristallisiert, dass hier ein Ungleichgewicht besteht.

    Schade….

    hallo Sonnenschein CoA

    das glaubst du selbst nicht...warum sollte ich den umgang mit co's überdenken und dann auch noch ein ungleichgewicht?

    wenn du schon mit solch steilen thesen um die ecke kommst, dann hau nicht nur so einen brocken raus, sondern erkläre was du meinst. mir erschließt sich das überhaupt nicht. das was ich rauslese ist verbitterung und der ruf nach genugtuung. wie soll das aussehen? sollen jetzt alle trockenen alkis nur noch in büßerkutte bis an das ende ihres lebens rumlaufen mit gesenkten kopf? erklär es mir bitte. weil was haben meine jetzt bald 17 jahre trocken sein mit der co fraktion zu tun? weil komisch ist, meine ex-frau konnte mir sofort den ausgang zeigen ohne mit der wimper zu zucken... und das war auch gut so, sonst hät ich es nie begriffen.

    gruss eternal

    Hallo R/no

    Ich kenne das auch aus meiner anfangszeit. Der gipfel des ganzen war, als mir unterstellt wurde ich hätte den alki nur gespielt und so getan als ob:roll: ja klar doch und den halben kasten und ne pulle weissen hab ich mir aus jux und dallerei hintergeballert.

    Sei es drum, dass lässt nach und im trockenen zustand ist es alle mal ein lacher wert;)

    Gruss

    Wie kommt das? Hast Du nicht den Entschluss gefasst, ein abstinentes Leben zu führen?

    Es liest sich bei Dir, als wäre das eine "Entscheidung", ob Bier kaufen oder nicht.

    Als ich beschlossen habe abstinent zu leben, weil ich Alkoholiker bin, war das meine Entscheidung gewesen. Danach brauchte ich mir im Supermarkt keinen Kopf mehr zu machen. Die Option Alkohol zu kaufen gibt es nicht mehr.

    Nix mehr mit "Qual der Wahl". ;)

    hallo alex,

    da hast du aber jetzt zu kurz gedacht und machst es dir einfach. ich hab in meiner anfangszeit manchmal 2-3 anläufe gebraucht um einkaufen zu gehen! im zweifel hab ich jemanden angerufen der mich begleitet hat.

    gruss

    ps: sorry, ein hallo und willkommen Gerodini

    …wie leicht/schwer es den Co‘s /mir fällt „einfach zu gehen“… das erzählen Bände bzw. die Erfahrungen, hier im Forum einsehbar…

    ich weiss das und der rest im forum auch, aber dafür sind wir die falschen ansprechpartner. mit diesem anliegen müsstest du zu den trägern, sprich KK oder rententräger. wie meinte mal mein anwalt"...in deutschland ist es so das erst was passieren muss, bevor gehandelt wird..." und genau so ist es.

    gruss

    ps: hatte den beitrag von stromer erst jetzt gesehen. stimmt, bei meiner langzeit gab es wochenendseminare in form von paartherapie. also für beide den alki und partner.

    Aber Muster, die durch die Kindheit entstanden sind, haben ja nichts mit einer Sucht durch eine Substanz zu tun.

    die wissenschaft sieht das anders, gerade im suchtbereich. derweil geht man davon aus, dass eine genetische disposition+ trauma aus der kindheit dafür zum grossteil verantwortlich ist. das war schon grundtenor vor 20 jahren.

    gruss

    auch mal ein gedanke dazu. vielleicht geht es beim alki um sein "leben" und das im wahrsten sinne des wortes?

    wohingegen der co die möglichkeit hat zu gehen wenn es ihm reicht. ich weiss klingt einfach, aber im allgemeinen wird das so gesehen.

    gruss

    Lässt sich ein Co-Verhalten einfach so ablegen? Das ist eine ernst gemeinte Frage.

    Meinen Alkoholismus kann ich nicht einfach so ablegen, auch wenn ich wollte. Co ist doch auch eine Art Sucht, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn ich hier so quer lese, ist das sogar eine sehr schlimme, selbstzerstöreriche Sucht bei die / der Süchtige auch erst einmal den eigenen, induvellen Tiefpunkt erreichen muss um bereit zu werden, sich selber zu schützen.

    ich hatte es mal so formuliert. der alki ist süchtig nach einer substanz, der co ist süchtig nach einem menschen. beides ist selbstzerstörerisch...

    gruss eternal

    hallo Mausezahn11

    bin auch EKA sowohl als auch alki.

    Hallo Mausezahn, das könnte fast 1:1 mein Text sein, nur dass es sich bei mir um meine Mutter handelt. Diese Hilflosigkeit, das mit niemandem sprechen können, diese Wut auf meine Mutter, wenn sie getrunken hat, die Hoffnung, mit einer Intervention etwas ändern zu können,...

    Im Endeffekt hat bei mir nur Abgrenzung geholfen (Kontakt runterfahren und nichts mehr erwarten) und die Erkenntnis, ich kann ihr nicht helfen, wenn sie nicht selbst etwas ändern will. Es gab mehrere wirklich schlimme Momente, wo ich dann explodiert bin und sie konfrontiert habe inkl. Angebot sie zu unterstützen bei einem etwaigen Entzug,... - aber nichts - da kam nichts zurück - wurde komplett wegignoriert, beim nächsten Treffen wurde getan, als wäre nie etwas passiert.

    bei mir ist es auch die mutter die nicht von dem zeug loskommt. es ist nicht nur die hilflosigkeit mit niemanden zu sprechen , sondern auch das mit zusehen zu müssen wie sich jemand den man eigentlich liebt, zugrunde richtet. ich habe aus eigener erfahrung lernen müssen das du nichts machen kannst! rein gar nichts! die sucht ordnet alles unter, völlig egal was... hab jetz seit jahren kein kontakt mehr mit ihr und mir gehts gut damit. ich konnte auf dauer die energie nicht mehr aufbringen, mich damit zu beschäftigen. das was bleibt ist die wut die aber mehr oder minder der hilflosigkeit entspringt und nicht auf die person gerichtet ist sondern auf die sucht.

    Du machst das schon richtig mit der Beratungsstelle. Ich würde vielleicht versuchen zusammen mit deinem Bruder einmal (!) ein Gespräch mit deinem Vater zu suchen, alles auf den Tisch zu legen, und ihm nahezulegen sich Hilfe zu suchen und ihm zu sagen, dass ihr ihr gerne dabei unterstützt - wenn er allerdings so weitermacht würdest du dir das nicht mehr mitanschauen und den Kontakt reduzieren. Mehr kannst du nicht machen. Kannst mir auch gerne per PN schreiben wenn du möchtest!

    ich kann dir aus erfahrung sagen das es nichts bringt. hab ich alles durch und ich dachte gerade durch meine suchtgeschichte hätte ich eine bessere pespektive...tja pustekuchen. das ging sogar soweit dass das gespräch als vorwand benutzt wurde um den rückfall zu erklären, zitat "... ihr habt mich dazu gebracht was zu tun was ich eigentlich gar nicht wollte und so müsst ihr mit dem rückfall leben...". tja was willste da noch sagen? solang der betroffene nicht selbst zur einsicht gelangt, kannst du dich auf den kopf stellen, du wirst nichts erreichen sondern sogar noch als der böse hingestellt. glaub mir die energie die du da verschwendest, kannst du sinnvoller einsetzen.

    gruss eternal

    hallo Stehaufmännchen

    ich wünsche dir und deinen lieben ein frohes fest:saint:. ich freue mich zu lesen das du deine ersten 3 wochen hinter dir hast und im kreise deiner lieben weihnachten feierst. wie ich schon manchmal sagte, weniger ist manchmal mehr und übst dich in geduld mit deiner vergangenheit. du machst es richtig, kleine schritte und nichts überstürzen. du wirst sehen die zeit arbeitet für dich und deine frau wird ob früher oder später wieder vertrauen aufbauen können. ich wünsche dir noch ruhige und besinnliche feiertage und halte den kurs;)

    gruss eternal

    Eternal, Dankeschön für die Zeit, was du für Antwort dir genommen hast. Meine Söhne beide haben Schwerbehinderung von 60 und 80 Prozent. Pflegegrad haben die auch. Und ich bin bei Gespräch Kreis Autismus seit vielen Jahren, als Mutter. Danke für Verständnis und Offenheit. Ich schreibe dann dich privat, wenn ich darf wegen diese spezifische Fragen. Ich habe Gefühl, dass wir schon so viel gemacht haben. Aber wegen Unterstützung im Alltag habe ich noch nicht gedacht. Ich habe mit allen so viel zu tun.

    Schöne Weihnachten 🎄

    Dankeschön Dir

    kein problem minze, wie gesagt ich kann das voll und ganz verstehen da ich selber im spektrum bin und meine tochter auch. natürlich kannst du mich anschreiben, alles gut. ich freue mich wenn ich helfen kann und ihr vielleicht ein wenig zur ruhe kommt. ich mach das ganze jetzt schon über 10 jahre und es ist sehr zeit intensiv und nervenaufreibend.

    gruss

    Hallo Eternal.

    Ich hatte Rücksprache gehalten mit der Klinik.

    Die REHA wird dann von dort aus verlängert und wird dann auch mindestens 12 Wochen dauern.

    Bei mir ist die Krankenkasse der Kostenträger und nicht die Rentenkasse. Die haben das weitergeleitet gehabt und das ist soweit auch abgeklärt.

    LG

    hallo matze72

    wäre mir neu wenn das so läuft, weil nach wie vor der rententräger zuständig ist für die reha und du wärst nicht klinik gebunden sondern könntest dir deutschlandweit eine einrichtung suchen. ich denke eher das du eine entgiftung mit nachfolgender entwöhnung machst, die auch bis zu 12 wochen dauern kann, je nach verlängerung. da wiederum geht das zu lasten der gesetzlichen krankenkasse.

    zur vollständigen abklärung würd ich die suchtberatung aufsuchen oder den sozialpsychatrischen dienst der stadt. die wissen definitiv bescheit wer was zahlt und wo man den antrag stellt.

    gruss

    hallo Minze

    erst einmal wünsch ich euch ein frohes fest.

    zu aller erst, ich bin auch im spectrum(ass) und meine tochter ebenso. soll heißen ich weiss wovon ich rede. zu aller erst, autismus ist "nicht" heilbar, die störung wird deine jungs ihr "ganzes leben" begleiten. zum einen geht es um das anerkenntnis der störung und nach lösungswegen zu suchen, die vorallem deinen söhnen helfen, als auch euch. ich kann nicht sagen wo ihr gerade steht, aber der erste anlaufweg sollte das "LASV" sein, "Landesamt für Soziales und Versorgung":idea:. dort stellt ihr einen antrag auf "Schwerbehinderung", denn je nach ausprägung der ASS, haben sie definitiv ein anrecht nach dem "Schwerbehindertenrecht", meist einen GdB von bis zu 70%:idea:. des weiteren empfehle ich einen antrag bei der "Pflegekasse":idea: zu stellen und über den MDK abklären zu lassen welche Pflegestufe in frage kommt. diese beiden sachen sind sehr wichtig:idea:

    weiter empfehle ich eine SHG vor ort zu suchen die Angehörige von Autisten betreut, die können euch definitiv weiterhelfen. denn je mehr ihr versucht ihnen "neurotypische" verhaltensweisen überzuhelfen, desto mehr werden sie sich wehren und das wird immer heftiger werden. als nächstes müsstet ihr dann zum zuständigen "Jugendamt/Sozialamt" um eine "Autismus Fachberatung" zu beantragen, dass geht relativ problemlos. das heisst, dass speziell ausgebildete leute sich stundenweise um eure jungs kümmern. vor allem geht es dabei um präventionsarbeit um antehende "meltdown" abzuwenden. soweit ich entnehmen konnte scheint das bei euren jungs der fall zu sein. ich kann euch nur enpfehlen sich mit autismus aus ein ander zu setzen, infos findet ihr auf "Bundesverband Autismus Deutschland e.V.". wenn ihr noch weitere fragen habt könnt ihr mich gern kontaktieren. dies war nur eine kurze zusammenfassung was ihr tun könnt, ihr werdet aber mit forderungen wie eine sucht shg für die jungs rein garnichts erreichen. sie werden sich mit aller macht dagegen stellen und alles tun nicht dorthin zu müssen.

    eins noch, um zu verstehen was in deinen jungs los ist müsst ihr versuchen den autisten zu verstehen. es gibt zwei sorten, die einen autisten die ihre störung anerkennen und die anderen die sich mit händen und füssen dagegen wehren werden. zum letzteren gehören deine jungs wahrscheinlich. alkohol hat für diese gruppe,auch alle anderen drogen, einen besonderen stellenwert. ich weiss das ist schwer nachzuvollziehen. hierbei geht es um "Masking", dass heißt sie möchten so sein wie die anderen und dieser drang ist so gross das sie alles tun werden um diesen zustand zu erreichen, die folgen sind ihnen dort völlig egal:idea: und das werden sie bis zum völligen exzess betreiben. die sache dabei ist, dass sie sich dort nicht über ihren kopf hinweg setzen können, dass ist ihnen völlig unmöglich. ich weiss das viele eltern daran zerbrechen, weil sie ihren kindern gerne helfen würden, aber sie einfach nicht erreichen können. wie auch? wie schon gesagt, ich helfe gern wenn ihr hilfe benötigt. im übrigen, gibt es einrichtungen (wohngruppen) die darauf spezialisiert sind, aber wie gesagt müsstet ihr erst einmal alle anträge stellen. dass würde euren söhnen zu gute kommen und natürlich euch, damit etwas ruhe einzieht.

    gruss eternal

    Nicht aber das Wetten. Das ist eine Krankheit, die tödlich sein kann. Da wettet man nicht drauf.

    mag sein das es moralisch nicht in ordnung ist, doch hier prallen wieder zwei welten aufeinander. die eine die mit der sucht, die alles mit sich reißt und verschlingt und die andere die alles ertragen muss/musste. ich persönlich glaube, dass es mit zu dem prozess der aufarbeitung gehört, wie gesagt meine meinung. alle haben darunter gelitten und jeder geht damit anders um...

    gruss eternal

    hallo Carl Friedrich

    du hast recht:idea: ich hab bei meinen letzten einkäufen mal die "spritpreise" begutachtet:( sie sind wirklich spottbillig. was mich am meisten erschrocken hat war die tatsache, dass eine flasche hochprozentiger billiger war als ein schokoweihnachtsmann:shock: mir fehlen da echt die worte und die leute kaufen wie die verrückten, vielleicht liegt es an weihnachten keine ahnung...ich achte sonst nicht auf sowas wie die preise bei bier oder sonst was. aber wenn man mal genau draufschaut hast du recht;)

    gruss eternal