Beiträge von Mattie

    Lieber Abstinenzler,

    für mich hört es sich an, als wandelst du in Sachen Alkohol auf einem Minenfeld. Überall lauern die 'Trigger'.

    Glasige rote Augen

    Dann noch Palettenweise!!! Weihnachtsalkoholflaschen beim völlig überfüllten Altglascontainer.

    Es fällt mir schwer, mich hier einzufühlen. Du siehst abgewrackte Kumpel, überfüllte Container und den benebelten Obdachlosen am Supermarkt und denkst 'Ach, wie schön war die Zeit?' Für mich sind die genannten und ähnliche Vorkommnisse Grund für tiefe Seufzer 'Zum Glück vorbei' oder 'Gerade noch mal davongekommen'. Okay, klar, jeder tickt anders, aber vielleicht hilft dir ein Perspektivwechsel und diese vergangenen Dinge, Situationen, Menschen negativer zu besetzen? Das ist doch nichts, was man wiederhaben möchte!

    Liebe Grüße

    Mattie

    Hi Hera , nein, das war keine böse Absicht, aber gedankenlos. Es gibt generell so viele Menschen, die keinen Alkohol konsumieren dürfen, wollen oder sollten, die Gefahr ist einfach groß, dass man jemanden mit etwas beschenkt, das ihn oder sie in ein großes Dilemma oder sogar in Gefahr bringen kann. Alkoholika als Geschenk finde ich unpassend.

    Ich will jetzt nicht die Erleuchtete geben :) Ich habe früher auch Sekt und Whiskey verschenkt, und ich habe auf Festen Leute dazu animiert, die Gläser zu füllen. Das bereue ich heute und ich schäme mich auch für manche Situation. Aber das habe ich hinter mir gelassen.

    Liebe Grüße, schönes Wochenende

    Mattie

    Hallo zusammen,

    Weihnachten war stimmungsmäßig zweigeteilt für mich. Heiligabend und den ersten Feiertag haben wir mit lieben Menschen in unserem alkoholfreien Zuhause verbracht. Zu meiner großen Freude hat sich meine in der Vorweihnachtszeit als Antriebslosigkeit erlebte Stimmung zu einer tiefen Gelassenheit entwickelt. Tatsächlich habe ich diese Tage selten so tiefenentspannt erlebt wie dieses Jahr. Ich war sonst immer die Perfektionistin, die alles bis ins Kleinste geplant hat – von der richtigen Musik zur Bescherung bis zum extravaganten Dessert. Vermutlich habe ich damit andere genervt, die es lieber locker angegangen wären. Ich weiß noch, dass ich dabei auch leicht geschwitzt habe, was man mir angesehen hat. Jetzt war ich in mehrfacher Hinsicht ‚trocken‘, und es war mir ein Fest. Es gab keine Verzichtsgedanken, keinen Druck, aber einige Male den Gedanken: ‚Wie gut, dass ich nicht trinken muss.‘

    Für leichte Irritation sorgten zwei Alk-Geschenke von entfernteren Bekannten/Geschäftsfreunden. Ich habe es nicht über Herz gebracht, das Zeug den Schenkenden postwendend zurückzugeben. Es ist noch nicht in weitere Kreise gedrungen, dass wir abstinent leben. Nächstes Jahr würde ich es sofort ablehnen, dann sollten nämlich alle Bescheid wissen, dass bei uns kein Alkohol getrunken wird. So habe ich die Flaschen diesmal schnellstmöglich weitergereicht an jemanden, der darauf ohnehin ein Auge geworfen hatte, und fühlte mich sehr erleichtert, als sie aus meinem Sichtfeld verschwunden sind. Ich habe gedacht, wie unpassend und empathielos es generell ist, Leuten Alk zu schenken, aber ich habe den Gedanken für mich behalten. Ich will nicht zu hart in meinem Urteil sein. Ich will lernen, über den Dingen zu stehen, nur meinen eigenen Weg verfolgen.

    Am zweiten Feiertag stand eine ‚familiäre Traditionsveranstaltung‘ auf dem Programm, auf die ich hier nicht im Einzelnen eingehen kann und will. Nur so viel: Alkohol war in mehrfacher Hinsicht und aus diversen absurden Perspektiven ein Thema. Manches davon war so nicht abzusehen. Mein Mann und ich hatten allerdings vorher schon besprochen – und auch den anderen kommuniziert -, dass wir ggf. früher das Treffen verlassen würden, und so ist es dann auch gekommen. Wir haben den ‚Pflichtteil‘ mitgemacht und uns dann sofort verdrückt und draußen erst einmal ganz tief die klare reine Luft eingeatmet. Es gab hier kein Craving, kein ‚Ach, ich würd ja gern mal wieder trinken!‘, nur Widerwillen, Irritation und Fluchtgedanken. Ich bin so froh, dass mein Mann und ich uns mit einem einzigen Blick darüber verständigen können, dass wir das Gleiche denken.

    Ich bin von dieser Veranstaltung mit einem Kopf voller Grübelgedanken heimgekehrt, und tatsächlich hat das auch dazu geführt, dass ich heute in den frühen Morgenstunden wach wurde und weiterdenken musste – ganz so, wie ich es aus den Trinkzeiten kenne, wo ich oft früh aufwachte mit depressiven Anwandlungen und kreisenden Gedanken. Nur die Scham fehlte diesmal, denn ich habe mir ja – zumindest aus meiner Sicht – nichts zuschulden kommen lassen und keine Peinlichkeiten verursacht. Meine Gedanken drehen sich um Folgendes: Wie soll ich künftig mit trinkenden und als ‚lustig‘ verkauften Saufgeschichten erzählenden Menschen umgehen, die definitiv nicht einfach Sauffreunde sind, sondern liebe Verwandte, mit denen mich grundsätzlich viel verbindet und von denen ich mich auch nicht entfremden will? Zum Trinken verleiten sie mich nicht mit ihrer gefährlich sorglosen Art, im Gegenteil: Sie bestärken mich in meiner Entscheidung. Ich bin froh, in diesem Sinne nicht mehr dazuzugehören. Ich habe die Hoffnung, dass ich im Lauf der Jahre ein dickeres Fell bekomme und über all dem dummen Geschwätz und Gehabe stehe.

    Fazit also: Grundsätzlich schöne alkfreie Weihnachten mit einem ‚mentalen Ruckler‘, der mir nicht gefährlich ist, der mir aber noch zu denken gibt.

    Ich hoffe, ihr hattet alle eine gute Zeit.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Danke Carl Friedrich , genau so mache ich es generell auch: Mich auf Situationen vorbereiten, wenn ich sie nicht vermeiden kann oder will. Das funktionierte in den letzten vier Monaten, und vieles ist bereits aus jetziger Sicht zuverlässig überschrieben. Die Weihnachtszeit ist neu, ich kann da nicht alles vorab analysieren. Es passiert aktuell, dass ich überrascht bin von meinen Gedanken. Aber ich nehme sie an, als gehörten sie nicht zu mir: 'Sieh mal an, da meldet sich die Erinnerung'. Ich gehe auf Distanz zu diesen Anwandlungen. Und ich etabliere neue Gewohnheiten. Kaminzaubertee duftet wunderbar, während ich mich um den Lichterkettensalat kümmere.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Ohne anzugeben aber ich finde mich so toll :) Frisch und wach im Gesicht, keine roten Flecken mehr, 26 kg weniger Körpergewicht. Fit wie Turnschuh, mental stark, ach ich könnte grad so weiter machen............

    Das ist sooo toll, liebe Lebensmut! Ich freue mich mit dir - und 26 Kilo! O my god. Das ist ja der Wahnsinn. Hut ab, dass du das neben deiner Abstinenz auch noch hinbekommen hast. Mir wäre das auf jeden Fall zu anstrengend gewesen. Ich habe bislang vier Kilo abgenommen, aber dies nur, weil die Alk-Kalorien fehlten, ohne Ernährungsumstellung. Aber in den Spiegel schaue ich heute auch lieber als noch vor fünf Monaten. Und ich gefalle mir auf den meisten Fotos. Früher hatte ich 99% Ausschuss ;)

    Ich wünsche dir bei deiner Begegnung mit der Familie einen Sack voller Komplimente! Da sollen die alle mal gucken :)

    Liebe Grüße

    Mattie

    Ich bin immer noch nicht im Turbomodus, aber ich glaube, das passiert dieses Jahr sowieso nicht mehr, und vermutlich ist es auch gut so. Aber ich schaffe wieder Dinge, komme aus dem Quark, und leichte Vorfreude stellt sich ein.

    Ja, wir sind in der gefährlichsten Zeit des Jahres mit all den Feiertagen. Warnungen werden zu Recht ausgesprochen. Meine Gefahr liegt in diesen alltäglichen Arbeiten, bei denen ich früher heimlich oder ganz offiziell Alk getrunken haben. Den Weihnachtsbaum schmücken, die Lichterketten entwirren, die Rouladen vorbereiten, Plätzchen backen, Großeinkäufe verstauen ... Bei all diesen Tätigkeiten kommt die Erinnerung: Da hättest du dir jetzt ein Bier aufgemacht, hier hättest du jetzt das erste Glas Wein getrunken.

    Meine Strategie dagegen: Nicht an das erste Glas denken, sondern an das fünfzehnte. Dann vergehen eventuelle Anwandlungen sofort. Und mein Mantra: ich muss und will nicht herausragend, außergewöhnlich, perfekt sein in dem, was ich so vorbereite. Gut ist absolut gut genug! Das verhilft mir zur Ruhe.

    Craving kommt nicht auf, aber die Sucht lugt dreist über die Mauer. Trinken ist weiterhin keine Option, aber ich spüre deutlich das leichte Ruckeln beim Überschreiben alter Muster, verbunden mit dem Wohlgefühl: Du musst nicht mehr trinken, du hast das für immer hinter dir gelassen.

    Allen einen schönen vierten Advent!

    Mattie

    Hallo, Kyra,

    du gehst sehr geordnet und strukturiert vor. Das hört sich auf jeden Fall klasse an!

    Ich war, als ich im August aufgehört habe, auch in der Situation, einen trinkenden Mann an meiner Seite zu haben. Zum Glück orientiert er sich in diesem Bereich an mir und hat nicht nur vorangegangene Trinkpausen mitgemacht, sondern auch die nun lebenslang angelegte Abstinenz. Für mich weiß ich hundertpro, dass ich es nicht geschafft hätte, überhaupt den Ausstieg zu finden, wenn er weitergetrunken hätte. Ich könnte das auch jetzt nach vier Monaten nicht ertragen, nicht in meiner Gegenwart. Dieses ständige Bewusstsein, da ist Alk im Haus und der wird auch konsumiert, nur nicht von mir ... Das wäre keine Situation, in der ich mich wohlfühlen würde. Ich wäre ununterbrochen in Alarmbereitschaft. Kein Problem hätte ich, wenn mein Mann nur auswärts trinkt. Da kann er tun und lassen, was ihm gefällt, wenn es ihm denn einfiele, aber mein/unser alkoholfreies Zuhause ist mein sicherer Hafen.

    Ich finde es klasse, dass dein Mann dich zur Suchtberatung begleitet. Und ich drücke dir die Daumen, dass er erkennt, wie ernst es dir ist.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Dazu fällt mir noch ein: Ich lese immer voller Bewunderung, dass andere Schränke und Schubladen aufräumen und sich an der neuen Ordnung erfreuen. Ich bin sehr weit davon entfernt, irgendwo klar Schiff zu machen. Ich hoffe aber, dieser Energieschub erreicht auch mich irgendwann.

    Der Urlaub und das Feiern waren Highlights, nun hänge ich wieder im Loch. Ich bin so antriebslos, ich habe noch nicht mal Lust, schwimmen zu gehen, und schwänze das Training. Das finde ich schlimm. Am liebsten würde ich den ganzen Tag nur im Sessel hängen und aus dem Fenster zum Vogelhaus starren. Da kommt neuerdings regelmäßig ein Buntspecht zu Besuch. Ich schleppe mich durch den Tag mit bleiernen Knochen, ohne groß etwas geschafft zu haben. Eine Zeitlang gebe ich mich diesem Gefühl hin, aber Dinge müssen getan werden. Irgendwann muss Schluss sein mit dem Herumgammeln.

    Ich denke beim Starren darüber nach, dass ich unter Alk mehr 'funktioniert' habe. Da war das schlechte Gewissen mein ständiger Begleiter, und ich habe nach einem Ausgleich gesucht, um das Lotterleben 'wettzumachen' - ich war betrunken, aber fleißiger und effektiver, getriebener. Keine Sorge, das ist einfach nur eine sachliche Feststellung, kein Abbiegen in die falsche Richtung. Ich habe keinen Saufdruck und bin weiterhin sehr achtsam.

    Ich suche nach Möglichkeiten, den Antrieb für das alltägliche Leben zu steigern. So geht es jedenfalls nicht weiter. Ich glaube nicht, dass es eine handfeste Depression ist, eine Verstimmung vielleicht. Ich nehme sie an, halte sie aus, aber mir wird das allmählich zu lang, und ich dachte, nach dem Urlaub und dem schönen Fest wird alles leichter. Vielleicht muss ich doch mal zum Arzt. Ein paar Tage gebe ich mir noch. Und ja, ein kleines bisschen hilft es schon, dies hier festzuhalten.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Diese Alkohol-Verniedlichungen. :roll:

    Ja, ja, Alex_aufdemweg und Bono59 , ihr habt ja Recht! Ich mag das selbst nicht, wenn Leute vom 'Bierchen' und 'Weinchen' sprechen. (Meine Mutter (89), als ich ihr sagte, gibt aber keinen Alkohol bei uns: "Och, da bring ich mir ein Piccolöchen mit!" Hab ihr natürlich gesagt, dass sie das fein lassen wird :) ) Das 'Weißweintrüppchen' habe ich ganz am Anfang in meinem Faden schon mal so benannt, und ich wollte den Wiedererkennungswert für diejenigen, die sich erinnern. Aber ich werde sie jetzt umbenennen. 'Weißweintrupp' okay?

    Ja, Sprache wirkt, und Verniedlichung ist unangemessen. Werde ich mich verstärkt drum kümmern, damit mir nichts mehr durchrutscht. Umgekehrt aber fühlt es sich für mich zum Beispiel wie ein Faustschlag in den Magen an, wenn jemand (mich oder andere) fragt: "Säufst du wieder?" Auch das kann Sprache.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Hallo zusammen,

    das Feierwochenende habe ich nicht nur gut überstanden, sondern auch genossen. Die Familie ist unter Kaffee & Tee nicht weniger munter und verrückt als unter Alk – eine gute Erkenntnis. Nur ich für mich hatte so einen Moment, fünf Minuten Trauer darüber, dass ich mit dem legendären Weißweintrüppchen tatsächlich niemals mehr wieder die Gläser heben werde. Die waren alle auch nach Kaffee und Kuchen bei Pink Grapefruitsaft und Wasser bester Laune, es lag nicht an den anderen, es war nur mein Inneres, das mir da einen dunklen Gedanken geschickt hat. Der hat keinen Druck ausgelöst, aber eine kurze Traurigkeit, die ich allein mit mir abgemacht und dann auch wieder weggeschickt habe. Ich habe sonst praktisch kaum Verzichtgedanken, im Gegenteil, ich denke eher ein bisschen überheblich ‚Ihr Armen müsst trinken, ich aber nicht!‘ – zuletzt beim Frühstück im Flugzeug, als ein Passagier sich den Weißwein bestellte. Aber nun kam dieser Gedanke, und ich habe ihn ausgehalten und abgehakt.

    Die Familie weiß ja, dass ich abstinent lebe, aber eine alkoholfreie Feier bei uns war ein Novum. Merkwürdigerweise war Alkohol überhaupt kein Thema – ich hatte damit gerechnet, dass jemand es anschneidet und war auf ein solches Gespräch vorbereitet. Ich habe dann selbst in der Runde erklärt, wie toll ich es finde, dass sich alle auch ohne Bier & Wein amüsieren, worauf die jüngere Verwandte aus dem Weißweintrüppchen kichernd erwiderte: ‚Dafür freue ich mich hinterher auf meine Flasche Wein!‘ Und alle haben gelacht.

    Ich musste da an mich selbst als junge Frau denken. Ich war auch so. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ‚gerne‘ trinke und mein abendliches Glas Rotwein sei festes Ritual, das ich mir von niemandem nehmen lasse (Daraufhin spekulierten dann manche gerne zur Erheiterung der anderen aus der Familie, welches Fassungsvermögen dieses Glas wohl hätte). Im Rückblick weiß ich nun, wie sich das entwickelt, wenn man so drauf ist. Ich habe die junge Verwandte zum Abschied in den Arm genommen und ihr ins Ohr geflüstert, sie solle auf sich aufpassen. Mehr kann ich nicht tun, glaube ich. Mich hätte auch niemand ‚retten‘ können. Und ich hätte es mir mit ausgefahrenen Krallen verbeten, dass sich jemand in mein Leben einmischt. Eine Veränderung zum Guten war nur möglich, als ich selbst die Einsicht hatte, dass alles den Bach runtergeht, wenn ich weitermache wie bisher. Jetzt ist es gut.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Alex_aufdemweg Das sind diese Pumpkannen, die oft auf Vereinsfesten neben dem Kuchenbuffet stehen. Trägt man nicht mit sich herum und braucht man im Alltag normal nicht, aber bevor ich zwei Stunden Lärm mit dem Kaffeeautomaten mache, um alle Gäste mit Kaffee zu versorgen, erledige ich das lieber vorher (lasse erledigen ☺️)und befülle das Teil.

    ich mir ganz bestimmt keine "normale" Frau suchen würde, warum sollte ich das tun. (...) ich würde dann eher zu meinesgleichen tendieren.

    ^^ Deine Ratschläge sind Gold wert, lieber R/no *kleiner Spaß*

    ich bin Alkoholiker, was der Dame dann in dem Moment keine hitzewallungen verschafft und sie dich vertrösten wird.

    Mit Hitzewallungen ist generell nicht zu spaßen ;)

    Auch wenn ich R/nos Post unterhaltsam finde, stimme ich ihm zu:

    Bevor du wieder auf Brautschau gehst wäre es besser du wärst schon etwas gefestigt,

    Liebe Grüße

    Mattie

    Hallo zusammen,

    eine Feier zur Volljährigkeit des Kindes steht an. Dafür kehrt das Kind sogar vom Studienort in die alte Heimat zurück. Was tun? Vor fünf Monaten hätte es eine große Party mit allen und allem gegeben, diesmal musste ein neues Konzept entwickelt werden.

    Weiterhin gilt selbstverständlich: Kein Alkohol in unserem Haus. Also geht das Kind mit den alten Freunden und einem kleinen finanziellen Zuschuss von den Eltern ins Brauhaus. Da können sie tun und trinken, was ihnen gefällt. Die Verwandtschaft fällt dann tags darauf bei uns ein. Ich hatte ja erzählt, dass ich gerne Gäste bewirte und dafür mit Geschirr und Besteck und Deko auch ausgestattet bin. Die engste Verwandtschaft ist mit den Eltern, Geschwistern, Neffen und Nichten mit zwanzig Leuten recht groß. Nun aber habe ich sämtliche Wein- und Biergläser weggeräumt, und zum Weiterverschenken in Kartons verpackt. Schnüff, das tut mir ein bisschen leid um die Weingläser, das sind so große farbige Kelche. Man könnte meinen, kann man ja auch Saft draus trinken, aber dieser Anblick erscheint mir zu gefährlich. Dafür habe ich mir nun zwanzig besonders hübsche Kaffeebecher und eine edle Fünf-Liter-Thermoskanne gegönnt, die haben den Platz der Alk-Gläser eingenommen. Und jetzt mache ich mich ans Backen. Schokotorte, Schmandkuchen und Donauwellen sollen auf den Tisch. Dazu gibt es dann Kaffee, Tee und diverse Säfte.

    Die Gästebewirtung ist so einer der wenigen Aspekte, mit denen ich mich erst einmal arrangieren musste. Wie baue ich das weiterhin in mein Leben ein, ohne ein Risiko einzugehen? Ich glaube, wenn es künftig im Hause Mattie Kaffeetafeln und Frühstückbuffets gibt, kann ich langfristig gut damit umgehen. Und ausgerüstet bin ich ja nun :)

    Liebe Grüße, schönes Wochenende

    Mattie