Beiträge von Boss

    Das ist wirklich eine super charakter­schwache Aktion von MDF. Vielleicht hat er selbst ein Problem und sieht in dir die Konfrontation mit seinem eigenen. Manche Menschen können es nicht ertragen, wenn jemand aus ihrem Umfeld plötzlich funktioniert, weil es ihren eigenen Lebensstil infrage stellt.

    Trotzdem: Deine Frau hat nicht ganz unrecht. Ich würde an deiner Stelle tatsächlich einmal auf ihn zugehen und ihn direkt fragen, was sein Problem ist. Du sagst ja selbst, dass du ein direkter Mensch bist. Dann weißt du wenigstens, woran du bist, egal wie das Gespräch ausgeht. Es kostet dich 200m und im worst-case 5 Minuten deiner Zeit

    Aber ehrlich: So wie er sich derzeit verhält, wirkt es schon extrem unreif.

    LG

    Hallo Boss ,

    erstmal: willkommen in unserem Forum 😊

    Ich schreibe hier nicht mehr so häufig, dennoch bin ich vor ein paar Jahren mit diesem Forum trocken geworden. An deinem TB bin ich hängen geblieben und habe eine Frage an dich:

    Wie fühlt es sich für dich an, Suchtdruck zu haben? Empfindest du das als ein angenehmes Gefühl oder kostet es dich Kraft, dem Stand zu halten und nicht nachzugeben ?

    Viele Grüße, Martha

    Hallo Martha,


    Glückwunsch zur langjährigen Abstinenz.

    Zur Frage: Ich muss mich schon darauf konzentrieren, nicht in diesen Gedankenstrudel zu rutschen. Dann hole ich meine Liste mit den positiven Dingen hervor und die mit den Gründen, weshalb ich nicht mehr trinken will. Ich habe mich damit abgefunden, dass diese Gedanken kommen, und ich rechne auch damit, dass sie noch eine Weile auftauchen werden. Trotzdem fällt es mir insgesamt leicht. Ich vermute es liegt gerade an der inneren Einstellung.


    Wieso fragst Du?


    LG

    Wow das war lang und ausführlich, alles gut Boss ich hoffe du siehst mich jetzt nicht als Miesepeter oder Schlauberger der dir ein Leben als Wandermönch empfehlen will, es war wirklich nur gut gemeint.

    Ich will das auch, jeder will das und keiner will zu den 95% gehören aber es gibt sie nun mal und darum heißt es "Abstand halten und Augen auf" besonders am Anfang. So jetzt hab ich genug geschwafelt, leg die Beine hoch und sei kein NPC🤣

    Das war deshalb so lang und ausführlich, weil du so oft und zu ganz unterschiedlichen Zeiten hier reingeschrieben hast. Es hat dich wohl beschäftigt, und ich hatte das Gefühl, dass dir etwas an mir liegt. Das finde ich im Übrigen sogar ziemlich süß. Aber…

    Der NPC Witz hat mich ein kleines bisschen zum Fremdschämen gebracht. Da wollte der alte Sack wohl einmal richtig cool wirken :P

    Ansonsten können wir gern mal eine Runde daddeln, gern auch mit _Eternal_ und Abstinenzler .

    LG

    Puuuh…

    endlich geschafft. War interessant, aber die Autos, die mir gefallen haben, lagen alle im Bereich über einer halben Million. Der Rest hat mich kaum interessiert. Aber wir hatten trotzdem viel Spaß.

    Keine Ahnung, warum sie Autos so spannend findet.
    Naja, das Ende vom Lied war, dass ich der Pack- und Bezahlesel war.
    Was macht man nicht alles für die Jugend von heute? :)

    Wobei… das mit dem Bezahlen stimmt nur zu einem Drittel. Sie hatte ordentlich Kohle dabei, die sie sich nebenbei verdient. Das finde ich echt cool. Trotzdem würde es mir besser gefallen, wenn sie wenigstens die Hälfte davon sparen würde. Vom Geldausgeben ist noch niemand reich geworden. Beim Thema Finanzen muss ich wohl noch leicht nachjustieren.

    Die letzten drei Tage waren insgesamt ziemlich interessant. Das Publikum war bei jeder Veranstaltung komplett anders. Heute waren extrem viele junge Leute unterwegs. Alkohol gab es natürlich an jeder Ecke, aber das hat mich nicht wirklich tangiert. Klar nimmt man es bewusster wahr, aber langsam bekomme ich das Gefühl, dass man sich dem in der Öffentlichkeit sowieso kaum entziehen kann. :/

    Da war ich wohl etwas zu voreilig😬

    Ja, offensichtlich. Aber die Argumentationskette ist die gleiche wie beim Konzertbesuch. Den hatte ich ja auch vorher entschieden, nur hier nicht noch einmal ausführlich geschrieben.
    Gerade die Tage, in denen ich das Gefühl hatte, jetzt auf Dinge verzichten zu müssen, die mir Freude machen, haben innerlich ordentlich Druck erzeugt. War dann ehr eine Befreiung es doch zu tun. So wie ich es schonmal gesagt habe, wenn ich etwas nicht "darf" egal wie vernünftig oder unvernünftig, dann erst recht. Es sei denn ich will es wirklich nicht :!:

    Okay, erzähl mal wie es wirklich war, die Stadionwurst hast du ja erfolgreich durch Pommes Spezial ersetzt. Was ging dir durch den Kopf als dein Team gewonnen hat oder ein Elfmeter entschieden wurde. Der Jubel der angetrunkenen Massen, überall Bier...und du mitten drin mit einer Cola in der Hand gerade mal ein paar Tage trocken. Ich kann mir gut vorstellen was dir durch den Kopf ging😉

    Ganz so war es nicht. Das erste, was ich gemacht habe, war eine Bratwurst holen. In der zweiten Halbzeit gab es dann die Pommes. Getrunken habe ich gar nichts. Die Preise sind inzwischen echt unverschämt. Über fünf Euro für eine Cola. Bier kostet genauso viel. Davon habe ich sonst zwei..drei..vier getrunken und das zwei bis drei Mal im Monat. Hochgerechnet eine erstaunliche Ersparnis.

    Wie es insgesamt war? Eigentlich wie immer. Ganz anders als beim Konzert, das sich wie eine völlig neue Erfahrung angefühlt hat. Warum das so ist, weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich früher auch oft nüchtern im Stadion war. Oder weil ich nie angetrunken ins Stadion gegangen bin, sondern immer erst während des Spiels angefangen habe zu trinken. Meine Aufmerksamkeit war einfach überwiegend auf das Spiel gerichtet. Trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen.

    In den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Stadion habe ich schon die ersten Leute mit Bier gesehen. Viele waren gut dabei. Früher wäre mir das nie aufgefallen. Danach rund ums Stadion: Jeder Zweite hatte eine Flasche in der Hand. Und ich habe zum ersten Mal bewusst gesehen, wie viel Pfand rumsteht. Im Stadion selbst hatte in meiner Reihe niemand etwas in der Hand, mein Sitznachbar sowieso nie. Aber die Reihe vor mir… das war eine größere Clique und die haben richtig gebechert.

    Meine Gedanken dazu waren unter anderem:

    • "Haben die alle Frau und Kinder zuhause?"
    • "Wie fühlen sich die Frauen, wenn der Mann besoffen heimkommt?"
    • "Diese glasigen Augen, dieser tote Blick… so war ich hier auch."
    • "Hat sich mein Nachbar eigentlich nie an meinem Gesaufe gestört?"
    • "Diese dummen Witze, die nur betrunken lustig sind."
    • "Mit einem Becher in der Hand ist man doch eigentlich gehandicapt."
    • "Den Kater morgen will ich nicht haben."
    • "Bestimmt ist einer von denen, wenn nicht mehrere, genauso ein Alki wie ich."

    Die Treppen im Oberrang sind ziemlich steil. Ich dachte mehrmals: Hoffentlich fliegt keiner von denen runter. Passiert ist aber wie immer nichts. Beim Pommesholen gab es noch einen Klassiker: Einer holt sich ein kleines Bier, der Hintermann ruft laut: "Was ist das denn? Ein Kinderbier?"
    Der Witz war mies, aber ich musste trotzdem lachen, weil es genau dieser typische Volltrunkenhumor ist. Also so absurd.

    Da war es wahrscheinlich ein dauerfeuer der Suchtgedanken die auf dein Unterbewusstsein eingeprasselt sind.

    Hatte ich gar nicht. Meine zufälligen Suchtgedanken kommen unabhängig von der Situation. Momentan beschäftige ich mich durch das Schreiben hier einfach viel intensiver mit dem Thema. Früher habe ich am Tag nur darüber nachgedacht, ob ich Bier kaufen muss und wann ich endlich trinken kann. Was ich sagen will ist, es kommt so oder so. Gerade war der Trigger da, weil ich die Füße hochgelegt habe, nach dem anstrengenden Tag. Die Sucht wollte sich dann mit einem Bier belohnen.

    Die Sucht schmunzelt auch schon und sieht dich schon im Bus zum nächsten Auswärtsspiel.

    Ich fahre nicht zu Auswärtsspielen. ^^

    Ich möchte dir auch nicht die Stimmung versauen aber denk nochmal nach.

    Tut es auch nicht. Ich verstehe den Hinweis: Vorsicht, Demut, nicht übermütig werden. Aber ehrlich gesagt war in den letzten Jahren jeder Tag gleich. Ich habe kaum noch etwas gefühlt. Dass ich nach einem Spiel nüchtern heimkomme und ein Dauergrinsen im Gesicht habe – das kenne ich nicht. Es war fast berauschend, komplett ohne Alkohol.

    Und nochmal zu dir Boss , es ist glaube ich ein Klassiker alle warnungen in den Wind zu schießen. Dir haben auch zwei echte Kaliber Empfehlungen gegeben, 10 und 18 Jahre trocken da steckt doch etwas Erfahrung dahinter.

    Ich habe nichts davon in Frage gestellt. Im Gegenteil: Gerade diese immense Erfahrung der anderen macht mir großen Respekt. In vielen Beiträgen erkenne ich mich selbst wieder. Die Muster sind überall ähnlich, und vielleicht genau deshalb nehme ich diese Hinweise so ernst. Ignoriert habe ich davon wirklich nichts. Auch wenn ich für mich persönlich anders gehandelt habe.

    Die Ratschläge sind im Kern auch immer richtig. Aber es ist eben schwer, hier alle Beweggründe, jeden Gedanken und jede Nuance mit reinzuschreiben. Und genauso schwer ist es für euch, meine Persönlichkeit nach ein paar Posts realistisch einzuschätzen. Ich bemühe mich, möglichst viele Details zu nennen, damit man meine Entscheidungen nachvollziehen kann.

    Dass mir hier niemand sagt: “Jop, klasse Idee Boss, geh ins Stadion, geh aufs Konzert”, das war mir völlig klar :rolleyes:. Das war nie die Frage. Mir ging es darum, euch zu erklären, warum ich manche Dinge trotzdem mache, obwohl ich eure Empfehlungen kenne und respektiere.

    Irgendwo anders hast Du das mit den 5% geschrieben, aber ich packe es mal hier rein, weil ich genau den gleichen Gedanken auch schon hatte:

    365 Tage x 3 Vorstellungen pro Tag = 1.095 Vorstellungen pro Jahr x 0,95 prozentual gescheiterte Alkis = ~1.040 gescheiterte Alkis
    Auf 10 Jahre gerechnet: 1.095 x 10 = 10.950 Vorstellungen x 0,95 prozentual gescheiterte Alkis = ~ 10.403 gescheiterte Alkis
    Auf 18 Jahre gerechnet: 1.095 x 18 = 19.710 Vorstellungen x 0,95 prozentual gescheiterte Alkis = ~18.725 gescheiterte Alkis

    Die Sucht hat schon ihr erstes Auswärtsspiel gewonnen den du bist obwohl du nicht wolltest ins Stadion, das ist quasi ein 1-0 Sucht gegen Boss, hör jetzt besser auf Hoeneß und Beckenbauer wenn ich die beiden vergleichen darf.

    Sehe ich überhaupt nicht so. Die Sucht hat kein einziges Mal gewonnen. Ich habe nicht getrunken, ich hatte keinen Drang, und ich habe das trinkende Umfeld gesehen, ohne zu denken: "Boah, die haben es gut."
    Ganz im Gegenteil: "So warst du? So hast du dich verhalten?"

    PS.: Mit Bayern-Funktionären kriegst Du mich nicht :P

    Gestern Nacht ist mir noch ein schöner Vergleich eingefallen, wenn du schon von deinem Fundament der Abstinenz sprichst solltest du die ersten Grundsteine sorgfältig setzen sonst wird aus der möglichen Familia Sagrada die ja eine überwältigend schöner Kirchenbau ist, nur ein kleiner Kirchturm im romanischen Stil der in Unter Obergrützenbach steht und der FC Barcelona wird bestimmt gegen Grützenbach gewinnen um es durch Fußball verständlicher zu machen.

    Die Kirchengeschichte kenne ich nicht, muss ich mir noch aneignen.
    Zum Fundament: Ich habe das Wort einmal benutzt im Sinne von "Mal sehen, wie es in zwei Monaten aussieht." Nicht mehr.

    mal blöd gefragt: das würde aber dann auch gelten, wenn ich ein Buch lese, einen Film schaue (Sachen, bei denen ich seit Jahren endlich mal wieder die nötige Konzentration aufbringen kann), Sport mache, Kreuzworträtsel löse oder oder oder...

    Genau so sehe ich es. Ablenkung wird hier oft empfohlen. Sport mache ich gerade fast täglich. Das tut gut. Aber nach dieser Logik wäre alles Ablenkung: Filme, Lesen, Rätsel, alles. Dann dürfte man nur noch 24 Stunden am Tag über Abstinenz nachdenken. Das halte ich weder für sinnvoll noch für gesund. R/no Wenn für dich ein Film am Abend in Ordnung ist, was spricht dann gegen eine Runde daddeln? :)

    Da sieht es bei Boss bestimmt nicht anderst aus behaupte ich mal, auch ich hab damals mit meinen Kumpels oder allein während des zockens gebechert. Außerdem bin ich der festen Überzeugung das man gerade am Anfang einen klaren Kopf braucht um seine Abstinenz in die richtige Bahn zu lenken und sich halt Gedanken darüber macht was man will usw.

    Doch. Bei mir war es anders (siehe erster Post). Beim Zocken habe ich nie getrunken, weil die Spiele Konzentration erfordern. Mit Alkohol würde ich ständig verlieren. Bei der Arbeit genauso. Ich arbeite mit dem Kopf. Mit Alkohol wäre das unmöglich.

    Die Abstinenz braucht die volle Aufmerksamkeit

    Möchte ich gar nicht bestreiten. Ich bin erst am Anfang und habe keine Referenz. Aber komplett dogmatisch sehe ich es nicht. Ja, sie ist auf Platz 1. Trotzdem besteht mein Leben nicht ausschließlich daraus.

    Zum Schluss noch etwas Positives:
    Ich bleibe hier. Ich will das. Ich will absolute Abstinenz und ich will auch nicht einer von 95% sein. Heute sind es 14 Tage. Es fühlt sich seltsam an, das zu sagen, und ich bin nicht stolz darauf.
    Aber: Vor 15 Tagen hätte ich jeden ausgelacht, der behauptet hätte, ich würde bald nicht mehr trinken.

    Mit Ausnahme von sechs oder sieben Tagen habe ich zehn Jahre lang jeden Tag getrunken. Also wirklich jeden. Keine Ahnung, warum der Umschwung so plötzlich kam, aber ich bin froh darüber.
    Und lustigerweise war es genau das Zocken (siehe erster Post), das mich hierhergeführt hat.

    Jetzt lege ich die Füße hoch. Einen ganzen Tag über eine Messe laufen, die einen nicht mal interessiert, ist erstaunlich anstrengend.
    Bin ich eigentlich der Einzige, der davon Rückenschmerzen bekommt? :P

    LG

    Les es heute abend nochmal durch ich rede bzw. schreibe manchmal im Rätseln...

    Ja hab ich doch geschrieben, ich dachte nur zuerst du schreibst von deiner Schwester...

    Es müssen ja nicht deine Rätsel sein, es kann auch meine Intelligenz sein, die nicht ausreicht 😬. Ja, ich schreibe später, weil die Antwort länger ausfallen wird.

    So, jetzt muss ich aber los.

    LG

    Sorry 18.000 versuche, 1000 sind die es geschafft haben. 2-3 Neuzugänge am Tag x 365 = 700-1000 x 18 .... und davon 5% + -

    Guten Morgen :)


    Ich melde mich später / heute Abend. Die Schwester von meinen Sohn hat mich gefragt, ob ich mit ihr zu einer Automesse gehen möchte. Hab zwar kein Interesse an Autos, aber freue mich immer mit ihr Zeit zu verbringen. Hab auch das Gefühl, dass die nächsten Jahre für mich teuer werden 😂.

    LG

    Hey Halbmond,

    Ich habe Angst vor der Mitbewohnersuche, der Bürokratie und dem Geldmanagement.

    Das kann ich gut verstehen. Es wirkt im ersten Moment riesig, weil ohnehin alles gerade schwer auf dir lastet. Aber genau diese Dinge lassen sich Schritt für Schritt lösen. Sie fühlen sich jetzt groß an, aber sie sind tatsächlich das, was du am ehesten geregelt bekommst. Und ja, es ist natürlich ungünstig, dass er gleichzeitig dein Mitbewohner beziehungsweise Mieter ist. Das bindet dich emotional stärker an die Situation, als dir guttut.

    Ich liebe ihn und gleichzeitig kann ich nicht ertragen, wie er gerade ist. Ein Gefühl, das ich niemandem wünsche.

    Ich vermisse meinen Partner so sehr und obwohl er direkt vor meiner Nase ist, ist er nicht er selbst. Das sagt auch eine alte Freundin von ihm, sie erkenne ihn nicht wieder.

    Das spürt man beim Lesen sehr deutlich. Und ich finde, du beschreibst es unglaublich klar: Du liebst den Menschen, der er früher war, den Menschen, den du kennst und vermisst. Aber der ist im Moment eben nicht da. Das, was du gerade erlebst, ist nicht deine Beziehung, sondern seine Sucht.
    Und dass du das so reflektiert wahrnimmst und trotzdem respektvoll bleibst, zeigt viel Stärke und Taktgefühl.
    Mehr kannst du im Grunde auch nicht tun. Den nächsten Schritt muss er gehen. Nicht für dich, sondern für sich selbst.

    Meine Befürchtung ist ehrlich gesagt, dass er die nächsten Wochen noch wenig tun wird. Oft wird erst dann etwas in Bewegung gesetzt, wenn klar wird, dass ernst gemacht wird. Vielleicht kommt dann ein Aufbäumen, ein kleines Lüftchen. Aber genau in diesem Moment darfst du nicht automatisch einknicken. Das ist schwer, ich weiß, aber das ist der Punkt, an dem du dich selbst schützen musst.

    Wir haben uns danach noch umarmt, aber es hat sich absolut furchtbar angefühlt.

    Ich verstehe, dass du das aus der Emotion heraus gemacht hast. Gleichzeitig liest es sich so, als hättest du innerlich bereits die Entscheidung getroffen und ausgesprochen. Und so schmerzhaft es ist: Ab jetzt solltest du dich eher am schlimmsten Fall orientieren => Es passiert nichts.
    Nicht weil es so kommen muss, sondern weil es dir hilft, Stabilität zu behalten.

    Es klingt hart, aber Distanz wäre jetzt vermutlich das, was dir am meisten guttun würde. Körperliche Nähe wie Umarmungen reißen alte Wunden ständig wieder auf. Das ist für dich fast wie ein Entzug: Jede kleine Dosis Hoffnung hält dich länger fest, auch wenn sie dir nicht guttut.
    Weißt Du was ich meine?

    Liebe Grüße

    Heyho,

    .vielleicht spielen wir ja mal zusammen...

    Du kannst dir ja Battlefield Redsec (kostenlos) für die PS5 laden. Das ist der Battle Royale Modus, also ähnlich wie PUBG, nur eben mit Panzern. ^^
    Aber pass auf, nicht dass dein Sohn dann auf die PlayStation verzichten muss. Das möchte ich nicht :P.

    ich seh es nicht als verschwendete lebenszeit. gaming besitzt heute ein anderen stellenwert als noch vor über 20 jahren als ich angefangen hab, übrigens mit BF2(PC) . hat mir am anfang ungemein geholfen

    Ich sehe das ähnlich wie du. Mir hat das Zocken auch über die ersten Tage geholfen, weil es mich einfach abgelenkt hat. Früher dachte ich auch, es sei verschwendete Lebenszeit, weil es ja faktisch eine unproduktive Zeit ist. Heute denke ich: Na und? Es muss nicht immer alles produktiv sein. Man kann auch einfach mal spielen und Spaß haben.
    In deinem Fall kommt ja sogar noch ein gesellschaftlicher Aspekt dazu. Ich habe keinen Clan oder etwas in der Art. Vielleicht sollte ich mir so etwas auch mal suchen.

    Andere legen sich Gurken auf die Augen und entspannen, und andere daddeln ein paar Runden :P.

    Das freut mich, du darfst jetzt bloß nicht denken das wäre immer so easy und das Stadion ist nochmal eine andere Hausnummer. Da stell ich mir so Situationen vor wie, euer Verein gewinnt, Bombenstimmung und deine Freunde feiern ausgelassen und kaufen ihrem frisch abstinenten Freund in guter Absicht ein Alkoholfreies Bier...

    Wie ich🤣 aber denk dran du willst keinen Alkohol mehr trinken aber die Sucht will das du trinkst, behalte das immer im Hinterkopf.

    Das musst du auch nicht, sei halt vorsichtig, ganz besonders am Anfang im ersten Jahr. Da ist man ja wie in einer Achterbahn, ein auf und ab der Emotionen.

    Ich kann verraten, dass ich im Stadion war - und es war richtig gut, sogar ohne Alkohol. Vielleicht gerade deshalb. Früher habe ich mir dort immer 3 bis 4 Bier und eine Bratwurst reingepfiffen. Heute hatte ich plötzlich Lust auf Pommes Spezial. In 25 Jahren habe ich noch nie Pommes im Stadion gegessen. War ganz lecker, aber dank der Zwiebeln habe ich jetzt Sodbrennen.

    Abgesehen davon hat sich alles angefühlt wie immer. Ich habe gejubelt, den Schiri beleidigt und einfach Spaß gehabt. Das Beste daran: Ich bin nüchtern geblieben, kann jetzt noch ein paar Runden zocken und werde morgen ohne Kater aufwachen.

    Wenn ich das Stadionerlebnis heute mit dem Konzert von gestern vergleiche, fällt mir auf, wie unterschiedlich das für mich war. Das Konzert war absolutes Neuland. Nüchtern bei Livemusik zu stehen fühlte sich ungewohnt an. Ich würde nicht sagen, dass es besser war, aber auch nicht schlechter - einfach anders. Wenn sich dieses Gefühl so hält, könnte es sein, dass ich langfristig weniger Konzerte besuchen werde. Vielleicht muss ich mich auch erst an diese neue Art des Erlebens gewöhnen.

    Aktuell fühle ich mich wie auf einer Achterbahn ganz oben. Ich liebe Achterbahnen und bin jedes Jahr in vielen Freizeitparks unterwegs. Eigentlich ist das Beste daran ja die Abfahrt nach unten ;P
    Aber zurück zur Metapher: Ich weiß natürlich, dass es auch wieder abwärts gehen kann. Und dann gibt es diese Suchgedanken, die sich ab und zu melden und versuchen, mich zu manipulieren. Gedanken wie: "Siehst du, das geht doch alles. Irgendwann kannst du mal wieder etwas trinken."
    Diese Gedanken tauchen von selbst auf, völlig automatisch, nicht bewusst. Mittlerweile erkenne ich sie aber sofort. Dann muss ich schmunzeln und sage mir: Nie wieder.

    Denn ich weiß, dass ein einziger Schluck reichen würde, und ich wäre sofort wieder drin. Dieses Wissen ist für mich glasklar. Fast wie eine Art Erleuchtung.

    In den letzten zwei Wochen hat sich schon einiges verbessert. Am Anfang habe ich mich gefragt, wie ich überhaupt nüchtern einschlafen soll. Heute freue ich mich regelrecht darauf, nüchtern ins Bett zu gehen. Wobei ich zugeben muss, dass Melatonin beim Müdewerden ganz hilfreich ist. ^^

    Es liegt noch ein großer Weg vor mir, aber im Moment fühle ich mich richtig, richtig gut.

    LG

    Lieber Boss :)

    Möglicherweise gibt es Momente, in denen ich auch lieber darüber nachdenken würde, ob ich ins Stadion gehe oder Battlefield spiele :mrgreen: Wir alle sind nicht nur unterschiedliche Persönlichkeiten, wir stecken auch in unterschiedlichen Lebensphasen, und jeder hat sein Päckchen zu tragen :) Kleinreden gilt nicht.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Genau so ist es. 😁

    R/no ich bin auch Vater von zwei wunderbaren Töchtern. Trotzdem muss und bleibt es immer so, dass die Abstinenz an oberster Stelle steht.

    Warum muss man das überhaupt gegeneinander aufwiegen? Für mich bedingen sich beide Dinge gegenseitig und verstärken sich – sowohl positiv als auch negativ. Deshalb meint ihr im Kern eigentlich das Gleiche, auch wenn ihr es unterschiedlich ausdrückt. Irgendwie erschließt sich mir diese Trennung nicht so ganz. :/:)

    30 Bahnen und einen Notfall-Schokoriegel später ... :) Stimmungstief überwunden. Wie froh bin ich, dass ich im Zuge der Abstinenz das Schwimmen wieder für mich entdeckt habe. Das ist echt generell ein Highlight für mich.

    In meiner Abwesenheit hat mein Mann, der meine deprimierte Verfassung bemerkt hatte, den Rest der Deko aufgehängt und sogar passende Batterien für den verdammten Leuchtstern gefunden. Der Gute. Jetzt ist alles schön, obwohl es längst nicht mehr mit dem zu vergleichen ist, was ich in früheren Jahren, als die Kinder klein waren, angestellt habe.

    Deine Probleme hätte ich gerne. Bei mir steht immer noch ein kleiner Osterhase auf dem Sideboard... :)

    Selbsthilfegruppe etc. für Fans des Fußballs dieses Vereins.

    So etwas gibt es bei uns wohl auch, ich habe das gerade mal ergoogelt. Aber mir geht es ja überhaupt nicht darum, in einer Gruppe zu sein und gemeinsam Fußball zu schauen, sondern einfach so wie ich es seit meiner Kindheit mache hinzufahren, Fußball zu gucken und wieder nach Hause zu fahren. :)

    Wenn du viele "Freunde" brauchst und gerne auch viele oberflächliche Gespräche führst. Dann nicht. ^^

    Nee, ich brauche nicht viele Freunde und ich habe auch nicht viele Freunde. Ich hatte mich in den letzten Jahren ohnehin von den früheren Sauffreunden verabschiedet.

    Welches Spiel? Also zum Schluß konnte ich nicht mal richtig youtube schauen wegen dem Alkohol. Zocken auch nicht.

    Battlefield 6. Allerdings hatte ich die letzten Tage abends etwas weniger Lust und mich eher mit meiner Abstinenz beschäftigt. Ich habe es auch mit Anno 117 und Football Manager versucht, beides eher Strategiespiele, aber das war mir zu viel Denken. Also schon ein bisschen ähnlich wie bei dir.

    Eigentlich wollte ich mich heute Mittag schon melden, aber leider gab es ein paar Eskalationen auf der Arbeit und ich hatte keine Zeit.
    Warum wollte ich mich melden?
    Weil ich mich dazu entschieden hatte, auf das Konzert zu gehen und genau das habe ich heute auch gemacht.

    Ich nehme es gleich vorweg: Es hat super viel Spaß gemacht.
    Ich habe meine Cola getrunken und das Konzert genossen.

    Natürlich war ich die letzten Tage extrem unsicher, denn ihr sprecht aus Erfahrung und habt eure Gründe, weshalb ihr mir empfohlen habt, das vorerst sein zu lassen. Aber ich hatte mich ein Jahr lang darauf gefreut, und ich bin ziemlich einfach gestrickt: Wenn ich etwas nicht darf oder kann, will ich es erst recht, außer ich will es wirklich nicht.
    Ich wollte also aufs Konzert.
    Aber ich will nie wieder Alkohol trinken.
    Und genau das habe ich heute umgesetzt und ich bereue es nicht.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mich auch ein kleines bisschen darauf vorbereitet habe. Details spare ich mir, aber so viel kann ich sagen: Hätte ich mich unwohl gefühlt, wäre ich gegangen.
    Was soll ich sagen? Die Theke hat mich überhaupt nicht interessiert.

    Ich habe allerdings gemerkt, dass ich etwas analytisch unterwegs war, im Sinne von: Ich habe auf die Getränke anderer geachtet. Das hat mich aber nicht getriggert. Im Gegenteil: Leute, die sich an mir vorbeigequetscht haben, mit Bier in der Hand und leicht angetrunken, empfand ich eher als störend bzw. eklig. Nichts gegen diese Menschen, ich war früher ganz sicher genauso.

    Am Ende des Tages möchte ich mich nicht einsperren und darauf warten, dass erst ein paar Monate oder Jahre rum sind, bevor ich wieder Dinge tue, die mir Freude bereiten.
    Eines möchte ich allerdings nicht mehr: trinken.

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch eine schöne gute Nacht.

    LG

    Wen Du alles informierst, ist Dir überlassen. Dafür gibt es keine Patentrezepte. Die einen binden es halt vielen auf die Nase, die anderen, zu denen ich gehöre, haben den Kreis der Informierten bewusst sehr eng gehalten. Ich fahre mit meinem Kurs gut und behalte ihn bei.

    Das mit dem Wissen war so gemeint, dass ich in Bezug auf die Abstinenz keine Ahnung habe ^^. Ich weiß noch nicht, was mein Rezept ist. Ich gehe auch nicht nur manchmal ins Stadion, sondern ich bin da hardcore seit meiner Kindheit. Ich verstehe aber, dass ich vorerst Orte meiden sollte, an denen Alkohol getrunken wird. Wie ich irgendwann einmal damit umgehen werde, ist jetzt nicht wichtig.

    Weiß ich nicht, ich glaube bloß das man mit 30 ohne körperliche Probleme eher weniger die Motivation hat abstinent zu werden und zu bleiben als in meinem Alter und irgendwelchen Gebrechen.

    Nee nee, ich habe zu oft gelesen und gehört, dass Menschen trotz schwerer Krankheit weitergesoffen haben. Außerdem: Wer sagt denn, dass ich keine Gebrechen davongetragen habe?

    Weiß ich nicht, ich glaube bloß das man mit 30 ohne körperliche Probleme eher weniger die Motivation hat abstinent zu werden und zu bleiben als in meinem Alter und irgendwelchen Gebrechen.

    Also, wenn ich mir nochmal deinen Faden präsent mache, dann bist Du alles nur eines nicht: schwach:!:

    VG

    Guten morgen,

    du erweist dir einen riesen Dienst damit, dass du dich offen und ehrlich mit den Rückmeldungen auseinandersetzt.
    Es ist nicht immer üblich und selbstverständlich schon gar nicht.

    Ey, ich melde mich in einem Alkoholiker-Forum an, beichte, dass ich Alkoholiker bin und lebenslange Abstinenz anstrebe. Ich frage euch nach eurer Meinung bzw. eurer Sicht. Genau aus diesem Grund habe ich mich hier angemeldet: damit ich von denen lernen kann, die schon länger erfolgreich abstinent sind.

    Ich habe von vielen Dingen Ahnung und bin in vielen Bereichen auch ein Klugscheißer. Zum Thema Alkohol und Sucht habe ich mir ebenfalls schon viel Wissen angeeignet, aber Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe. Vielleicht gefallen mir eure Antworten nicht, aber wer bin ich schon?

    Insofern bedanke ich mich bei jedem, der sich Zeit nimmt, seine Lebenszeit opfert, um mir, dem naiven „ein paar Tage ohne Alkohol“-Alki, ein paar Worte dazulassen. Das ist nicht selbstverständlich und es ist auch eine Sache des Respekts sich darüber auch gedanken zu machen.

    Du wirst es überleben und nächstes Mal wird um so besser. Ich weiß wie schwer es ist in deinem Alter diese Entscheidung (Abstinenz) zu treffen.

    Ich weiß nicht, was das gestern Abend bei mir war. Ich kam von einem neutralen Gemütszustand in eine kurze Depression mit Gedanken wie: „Wenn ich jetzt auch noch auf XY verzichten muss, dann war das Leben mit Alkohol doch viel schöner.“
    Das ist natürlich nicht meine Einstellung, und das ist auch nicht mein Gedanke. Das war die Suchtstimme.

    Zum Alter: Spielt das wirklich eine Rolle? Natürlich ist es schöner, früher mit dem Alkohol aufzuhören. Die Geschichten hier sind für mich auch ein Mahnmal, aber warum sollte es in meinem Alter eine schwierigere Entscheidung sein? Im Gegenteil: Respekt an diejenigen, die 20–30+ Jahre dabei waren. Das stelle ich mir deutlich schwieriger vor.
    Wobei das hier auch kein Anaconda-Vergleich sein soll 8o. Sucht ist Sucht.

    Eine Frage: Ist dein Leben nach einem Jahr vorbei?

    Wenn ich Alkohol trinke, vielleicht.

    Gehst du mit Grippe, Infekt oder gebrochenem Knochen ins Stadion oder auf ein Konzert? Oder wartest du da nicht auch, bis du wieder fit bist?

    Mit einer Grippe nicht, aber mit einem Infekt oder einem gebrochenen Knochen war ich schon im Stadion :D. Ich weiß aber was Du meinst und:

    Mir ist der Ausstieg aus dem aktiven Teil der Sucht erst gelungen, als ich bereit war, meine Gesundheit und somit meine Abstinenz an erste Stelle zu setzen und ihr alles andere unterzuordnen.

    Vielleicht ist genau das das, was ich lernen muss: mir vorübergehend einzugestehen, dass ich darauf temporär "verzichten" muss, weil ich die Abstinenz an erste Stelle setze. Langfristig möchte ich natürlich wieder auf Konzerte und ins Stadion gehen können. Aber dafür ist es einfach noch zu frisch. So denke ich heute darüber, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe.

    Ich weiß nur noch nicht, wie ich das meinen Kumpels verklickern soll, dass ich morgen nicht dabei sein kann. Und ich weiß auch noch nicht, ob ich ihnen tatsächlich von meiner Alkoholerkrankung erzählen soll. Ich glaube, sie denken es sich ohnehin schon insgeheim. Andererseits habe ich auch einen Sohn, und wenn ich damit öffentlich hausieren gehe, weiß ich nicht, ob das nicht irgendwo ein Nachteil für ihn sein könnte.

    Es kommt mir gerade so vor, als wäre ich gestern betrunken gewesen, nur mit dem Unterschied, dass ich die Dinge gedacht, aber nicht ausgeführt habe. Heute fühlt es sich wie ein Kater an, so nach dem Motto: "Wie konnte ich gestern so denken?" usw.

    So und jetzt fang deinen Tag positiv an.

    Weißt du was? Ich habe heute meinen Sohn in den Kindergarten gebracht. Auf dem Rückweg habe ich angefangen zu pfeifen :). Ich merke so eine viel bessere Grundstimmung - als hätte ich gerade einen richtigen Dopaminausstoß bekommen. Früher war jeder Tag irgendwie gleich bzw. gleichgültig.

    Liebe Grüße

    Danke für die Nachrichten, das war jetzt exakt das, was ich in der Form nicht hören wollte. Jetzt sitze ich seit 2–3 Stunden hier und habe das Gefühl, etwas zu verlieren. Dass ich durch die Abstinenz das verliere, was ich eigentlich so sehr mag: Fußball und Musik. Das erzeugt gerade Druck, und die Stimme kommt von hinten, und ich verwickle mich in ganz komischen Gedankengängen…

    Persönlich hätte ich es mir jetzt zugetraut, aber:

    Du bist noch nicht mal 10 Tage abstinent und möchtest dir nicht nehmen lassen, dein Leben so weiter zu führen, wie bisher, nur ohne Alkohol versteht sich.

    Das hat ganz schön getroffen.

    Bier, grölende Menschen und vielleicht verschüttet jemand was über dich..

    Gott sei dank ist das kein Steher sondern ein Rentersitzer. Aber ich kann nicht verneinen, dass da leider auch mal Bier geflogen kommt...

    Wir haben noch zwei Heimspiele dieses Jahr. Die Karten kann ich abgeben, das geht. Das nächste Spiel wäre dann erst in zwei Monaten, was bedeutet, dass ich bis dahin mal schauen kann, auf welchem Fundament die Abstinenz steht. Das ist nun entschieden.

    Das mit dem Konzert triggert mich allerdings sehr, weil ich da wirklich super gerne hingehen möchte. Dazu habe ich noch keine finale Entscheidung getroffen. Darüber muss ich erstmal schlafen. Gut, dass ich die Bombe heute habe platzen lassen und nicht erst am Donnerstag, aber na ja… Gerade fühlt es sich richtig scheiße an.

    LG

    Risikominimierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Grundbausteine. Gerade im ersten Jahr bin ich noch nicht gefestigt, das Suchthirn ist noch zu aktiv und ich kann weder die Risiken noch mich selbst richtig einschätzen. Es hat einen Grund warum die meisten Rückfälle am Anfang passieren.
    Es ist aber kein Grund Angst davor zu haben. Meine Angst ist schnell dem Respekt vor der Aufgabe und meiner Verantwortung gewichen.

    Risikominimierung und Grundbausteine – das sind genau die richtigen Stichworte. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und es folgen Weihnachten und Silvester. Zu Weihnachten wird es dieses Jahr keine größere Feier geben. Ich werde den 1. und 2. Weihnachtstag mit meinem Sohn verbringen. Für ihn werde ich es natürlich schön machen.

    Silvester steht allerdings schon eine „Party“ in meinem Freundeskreis an. Obwohl das kein "Säufer"-Freundeskreis ist, wird an Silvester natürlich etwas getrunken und aus diesem Grund werde ich dieses Jahr nicht teilnehmen. Das steht für mich so fest wie das Amen in der Kirche. Genauso meide ich alles, wo es vordergründig ums Saufen geht. Eine Disco wird mich nicht mehr von innen sehen. Wobei ich sagen muss, dass ich ohnehin höchstens einmal im Jahr in so einer Lokalität unterwegs bin. Es reizt mich einfach nicht mehr.

    Es gibt für dieses Jahr allerdings noch weitere Events. Zum einen habe ich Karten für zwei Konzerte, eines davon ist bereits am Donnerstag. Zum anderen bin ich Besitzer zweier Dauerkarten für einen Fußballverein. Erstmal der Reihe nach.

    Prinzipiell geht es mir bei Konzerten in erster Linie um die Bands. Für mich waren Konzerte nie ein Anlass, mich zu betrinken. Nichtsdestotrotz wird es dort Alkohol geben. Einer meiner Freunde trinkt sehr selten. Ich habe mich bereits als Fahrer angeboten (wir fahren ca. eine Stunde), und auf der Fahrt werde ich mich als Alki outen. Ich habe extrem viel Schiss und Scham davor. Die Grundbausteine sagen, dass man sein Umfeld einbeziehen soll, aber ich weiß gerade überhaupt nicht, wie ich das angehen soll. Streng genommen würden Risikominimierung und Grundbausteine mir das sogar eher "verbieten". Aber eigentlich will ich mir das nicht nehmen lassen.

    Auch das Thema Fußballspiel steht dieses Wochenende an. Ich gehe seit über 20 Jahren ins Stadion und möchte mir das nicht nehmen lassen. Für mich war das immer einfach: hingehen, Fußball schauen, heimfahren. Es ging nie ums Saufen davor oder danach. Aktuell nehme ich den erwähnten Kumpel mit, der nie trinkt.

    Trotzdem habe ich natürlich während der Spiele oder Konzerte Bier getrunken, während mein Kumpel bei Wasser oder Cola blieb. Das war mir immer extrem unangenehm, und ich freue mich ehrlich darauf, selbst einfach eine Cola zu trinken (wenn überhaupt, das kann man sich nämlich bei den Preisen mittlerweile schenken).

    Naja, ich bin mir in beiden Situationen trotzdem unsicher, ob ich das jetzt „darf“. Es geht mir nicht darum, eine Freifahrkarte zu bekommen - ich denke, die Antworten kenne ich. Aber vielleicht könnt ihr aus eurer Erfahrung berichten..