Danke Nayouk24, das ist eine gute Idee.
Beiträge von Anna-Sophie
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Du hättest Dich auch hier mitteilen können, hier ist immer jemand, der bei aktutem Suchtdruck "zuhört" (mitliest) und Beistand leisten kann. Ist der Druck erst mal nieder geschrieben, ist schon mal ein gutes Stück von ihm aus dem Kessel gelassen.
Ich bin bei Suchdruck gerne raus in die Natur, entweder mit dem Rad anständig kurbeln oder strammen Schrittes durch die Landschaft gelaufen bzw. auch ins Fitnesstudio gefahren. Der Druck war meist schnell wieder verschwunden. Mir hat also Aktivität und nicht passives Verharren geholfen.
Dies nur mal als kleiner Anstubser.
Ich wünsche ein ruhiges Wochenende.
Du hast vollkommen Recht. In der Theorie weiß ich das auch, konnte es aber gestern einfach nicht umsetzen.
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Hallo zusammen,
gestern Abend war für mich anstrengend. Ich hatte Saufdruck war unruhig und nervös. Ich wollte mich ablenken, hatte aber keine Lust zu nichts. Der Fernseher lief und ich weiß gar nicht so genau was ich gesehen habe, da ich nur am umschalten war. Ich war zwar müde, aber sogar zu faul ins Bett zu gehen.
Da sieht man wieder wie wichtig es ist keinen Alkohol im Haus zu haben.
Heute Morgen, ist wieder alles gut. Saufdruck weg und wieder voller Tatendrang.
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Wichtig ist doch erstmal alles, was dich im Alltag beschäftigt. Und ob das hier jemanden interessiert, ist ja erstmal völlig Wurscht. Es geht um dich, nicht um die anderen.
Die Vergangenheit ist die Vergangenheit.
Heute ist heute.
Ich habe in der Vergangenheit auch alles mit mir ausgemacht. Immer und viel zu lange.
Hier habe ich schätzen gelernt, dass ich das gar nicht muss. Und dass es viel leichter ist, meine Gedanken zu sortieren, wenn ich hier schreibe und auch von anderen eine Reaktion bekomme. Liege ich komplett daneben? Wie gehen andere mit dieser und jener Situation um? Was haben andere zu genau dieser Situation für Erfahrungen gemacht? …. Das alles ging nur, weil ich mir öffnen konnte. Erst dadurch können auch andere mir was schreiben.
Inzwischen kann ich auch außerhalb des Forums ,nicht mehr alles mit mir ausmachen‘.
Das schafft mir Sicherheit.Ich sollte vielleicht auch mehr an mich denken. Mir waren andere immer wichtiger. Wahrscheinlich auch um von mir abzulenken. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich bin gerade dabei meine Gewohnheiten zu ändern. Es braucht glaube ich noch was Zeit, aber es wird.
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Steigen kann doch nur, was schon da ist.
Um gar nicht erst Saufdruck zu bekommen, habe ich hier anfangs täglich ganz viel gelesen und jeden Tag von meinem Tag erzählt. Das hat mir gut getan und beim Schreiben haben sich ganz viele Gedanken sortiert. Und zu sortieren gab es einiges…..Ich lese hier auch täglich. Es hilft mir sehr. Nur das mit dem schreiben fällt mir schwer. Mein inneres sagt dann immer "das ist nicht wichtig" oder "das interessiert niemanden". Obwohl ich ja weiß das genau dafür die Gruppe da ist. In der Vergangenheit mußte ich auch alles mit mir allein ausmachen. Aber ich werde an mir arbeiten.
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Kennst du die HALT-Regel, wenn nicht, hast du einen Teil davon entdeckt.
H A L T !
H - Hungry - Hunger vorbeugen - Gut essen! Und auch das Trinken nicht vergessen!
A - Angry - Ärger vorbeugen oder abbauen.
L - Lonley - Sich in der SHG oder nahen Menschen anvertrauen. Nicht einsam bleiben.
T - Tired - Bei Müdigkeit sofort gegen wirken. Sich Ruhe gönnen, genügend schlafen bei Erschöpfung
HALT-Gefühle sind starke Gefühle, die Suchtdruck auslösen können. Daher ist es wichtig, dass ich sie erkenne und frühzeitig dagegen wirke oder sie gar nicht erst entstehen lasse.
Alles richtig gemacht

Danke Nayouk24. Ich hatte davon gehört wußte aber nicht mehr genau was das heißt. Jetzt werde ich mir das auf jedenfall merken. Das ist sehr hilfreich.
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Hallo zusammen,
Kurzes Update. Ich habe festgestellt, wenn ich Hunger habe steigt der Saufdruck. Das ist gut für mich zu wissen das es so ist, dann kann ich besser darauf reagieren.
Euch noch einen schönen Tag.

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Ich finde aber auch man sollte sich treu bleiben und sich nicht total verbiegen. Aber du hast Recht mal fünfe gerade sein zu lassen und Kompromisse zu finden ist viel besser als auf sein Willen zu bestehen. Auch Streiten will gelernt sein.
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Bei mir ist das auch so...wenn ich runter fahre, kommt der Appetit. Schoki, Äpfel oder ne Frettbemme, ist egal, Hauptsache kein Alkohol. Ich bin lieber runder in der Körpermitte als nicht mehr rund im Kopf.
Für die Hände habe ich Handarbeit oder Diamond Painting oder Skills (Akkupressurring, Fummelwürfel oder Fummelring - letzteres ist auch für die Arbeit gut, das fällt nicht so auf)
Schön zu hören das ich nicht alleine mit meinem Appetit bin. Mein Mann sagte auch zu mir es sei nicht schlimm wenn ein paar Pfunde dazu kommen. Das mit dem Fummelring finde ich eine gute Idee. Unterwegs kaue ich meistens Kaugummi.
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Hallo Anna-Sophie,
Ich habe am Anfang auch Gummibärchen inhaliert das hat aber nach ca. 2 Monaten nachgelassen.
LG Bingo
Dann hoffe ich es wird bei mir auch so. Danke für deine Antwort.
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Ungewöhnlich ist es nicht, davon kannst Du hier oft lesen. Am Anfang gilt: Alles ist besser als Saufen.
Auf Dauer besteht schon die Gefahr der Suchtverlagerung - nach dem Motto: Hauptsache, was in den Mund stopfen.
Bei mir war es anfangs weg (in der nassen Zeit wurde der Süßhunger am Ende auch immer mehr), irgendwann kam er schleichend wieder. Das zeigt mir, dass ich da noch mehr auf mich achten muss.
Auch fürs Sofa müssen neue einfache Routinen her, gern mit monotonen Handbewegungen, z. B. Ganz simpel Mit einer Strickliesel.
Dann sind die Hände auch nicht zum Essen frei. Das muss gar nicht lange sein, es reicht auch mal zehn Minuten zwischendurch, un die innee Unruhe loszuwerden.
Hast Du eine Idee für Dich und Dein Sofa?
Noch habe keine Idee für mich und mein Sofa, aber ich glaube ich werde schon das passende finden. Im Moment ist es mir wichtig alles zu machen, nur nicht saufen. Die Idee mit der Strickliesel finde ich super.
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Hallo, Ich komme mit dem Saufdruck den Tag über gut klar. Nach der Arbeit bin ich den ganzen Tag unterwegs und lenke mich somit ab. Um meine Routine zu durchbrechen fahre ich einen anderen Weg als sonst ins Fitnessstudio oder ins Altenheim wo ich ehrenamtlich tätig bin. Gehe nicht mehr in den Laden wo ich mir sonst den Wein gekauft habe. Versuche Einkaufen generell zu vermeiden. Ich schicke dann lieber meinen Sohn oder Mann.
Jetzt das aber. Wenn ich abends auf dem Sofa sitze werde ich irgendwie Zappelig. Ich esse dann sehr viel Eis was wie eine Ersatz Droge für mich ist. Ich frage mich - Muss ich mir Sorgen machen? Ist das normal? Läst das irgendwann nach?
LG
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Hallo Anna-Sophie,
schön, dass du nach deinem Rückfall wieder durchstartest, um nun abstinent und selbstbestimmt zu leben.
Standhaft bleiben und durchhalten wollen ….. das finde ich für eine dauerhafte Abstinenz eine sehr ungünstige Voraussetzung.
Mir ist es erst gelungen, mich auf meinen nüchternen Weg zu machen, als ich meine Alkoholsucht akzeptiert habe. Es ist jetzt so, dass ich Alkoholiker bin. Und es ist jetzt auch so, dass ich auch für immer Alkoholiker bleiben werde. Es gibt da kein Zurück.
Die Alkoholsucht geht zum Stillstand zu bringen, zu heilen ist sie nicht.
Durchhalten ist kämpfen. Gegen die Sucht kann niemand gewinnen.
Ich lebe mit mit meiner Alkoholsucht, habe sie als einen Teil von mir akzeptiert. Die Sucht ist da, aber sie bestimmt mein Leben nicht mehr. Der Alkohol hat mein Leben so lange bestimmt. Heute bestimme ich mein Leben wieder. Und das ist nur möglich , weil ich absolut abstinent lebe. Ohne Kampf. Weil es nicht anders geht…..War denn der Alkohol direkt zu Hause verfügbar?
Mein Zuhause ist absolut alkoholfrei. Würde mich irgendwas triggern, müsste ich erst loslaufen und mir Alkohol besorgen. In dieser Zeit habe ich dann nochmal Gelegenheit, mir klar zu werden, was ich für mein Leben will.Zum Kämpfen habe ich oben schon was geschrieben.
Einen Kampf gegen die Sucht kann niemand gewinnen. Das ist einfach so. Da gibt es auch kein ,wenn ich mich nur genug anstrenge‘ und auch kein ,bei mir geht das‘.
Der Kampf gegen den Alkohol ist so kräftezehrend, dass für das Leben so viel Energie fehlt.Hier zu schreiben hat oft meine Gedanken sortiert. Gerade am Anfang war das total wichtig und sehr hilfreich für mich.
Klirrende Flaschen.
Ich hatte ein ganz merkwürdiges Gefühl bei klirrende Flaschen. Ich habe das aber noch nicht mal so richtig bemerkt oder mit meiner Alkoholsucht in Verbindung gebracht. Mag daran liegen, dass ich oft unbewusst andere Wege suche, wenn mir etwas Unbehagen bereitet.
Ich weiß nicht mehr, wie lange, aber ich konnte sehr lange keine Gläser in den Glascontainer werfen. Da hatte sich eine Sperre in mir festgesetzt, so dass ich unbewusst gar nix mehr in Gläsern oder Glasflaschen gekauft habe. Erst viel später ist mir das aufgefallen.
Beim Einkaufen habe ich mich die erste Zeit ganz gezielt von den Alkoholregalen ferngehalten. Kopf nach unten oder nach vorne und schnell dran vorbei. Das geht nicht immer, weil ja Alkohol auch gern mitten im Gang präsentiert wird, wenn es da ein Sonderangebot gibt…..
Das hat sich aber gegeben. Auch, weil ich akzeptiert habe, dass es Alkohol immer geben wird.
Die Welt wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.
Hallo Stern, ich hatte keinen Alkohol zu Hause. Nach dem Steit bin ich los und habe gezielt Alkohol gekauft. War äußerst dumm von mir. Vor allem weil ich ja weiß was ich hätte tun könnte. Z.B einer Runde um den Block laufen. Einfach mal tief durchatmen. Von hunderte Rückwärts zählen. Oder oder oder... Mir hilft meisten an die frische Luft und tief durchatmen. LG Anna-Sophie
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Hallo zusammen. Ich war eben noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. So weit so gut. Ein Verkäufer war dabei Flaschen in ein Regal zu räumen. Das klirren der Flaschen hat mich so getriggert das ich mich unheimlich erschreckte. Ich bin nervös geworden und habe meinen Einkauf abgebrochen, bezahlt und sofort nach Hause. Dieses intensive Gefühl nur wegen ein paar klirrenden Flaschen hatte ich noch nie. Ich mußte das einfach mal schreiben. Bin immer noch durcheinander.
LG Anna-Sophie
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Meine längste Zeit die ich trocken war sind 2 Jahre und 3 Monate. Da habe ich die Diagnose Gebärmutterkebs bekommen. Ich habe dann wieder angefangen zu saufen, merkte aber bald, das mein Körper nicht beides schafft. Ich wollte leben. Durch eine Totaloperation bin ich jetzt Krebs frei. Als ich mich langsam von der OP erholt hatte, war der Streit mit meinem Mann und ich fing wieder an zu saufen. Das nach 87 Tagen. Mir ist jetzt erst klar geworden das ich das Leben nicht einfach wegwerfen sollte und kämpfen muss um trocken zu bleiben.
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Hallo Oskar. Bitte entschuldige für die Verwirrung es waren nur Tage.
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Also warst du 87 Tage trocken und nicht seit dem Jahr 1987?
Ja du hast recht .Es waren Tage. Entschuldigung für die Verwirrung.
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Ich war eine Genuß Trinkerin und bin schleichend zur Alkoholikerin geworden. Anfangs hab ich es mal ein paar Wochen oder auch Monate geschafft, aber nie dauerhaft. Erst als mein Sohn mir die Pistole auf die Brust setzte und sagte er ziehe aus und mich sehr Verachtete habe ich wirklich aufgehört. Mein Sohn war damals siebzehn. Ich habe immer abends heimlich getrunken. Ein bis zwei Flachen Wein mußten es schon sein. Ich habe meine Gewohnheiten geändert. Bin nicht mehr in den Laden gegangen wo ich den Alkohol gekauft habe. Habe angefangen Sport zu machen. Rückfällig wurde ich dann durch Krankheit und Streit mit meinem Mann
LG Anna-Sophie
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Willkommen Anna-Sophie,
Du hattest geschrieben, seit 87 trocken. Das ist ja eine beachtliche Zahl, sofern es kein Schreibfehler ist. Möchtest Du genauer berichten, wie es zu dem Rückfall kam?
Hallo Tabsi. Ich habe mich heftig mit meinem Mann gestritten. Wir wurden auch sehr unfair zueinander. Er sagte dann zu mir "wenigstens saufe ich nicht". Das hat mich so getriggert das es passiert ist. Jetzt im Nachhinein war das natürlich total bescheuert. Ich schäme mich jetzt auch und versuche daraus zu lernen
LG Anna-Sophie
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Es kann leider noch etwas dauern, Anna-Sophie, Alex07 , unser Admin, ist gerade auch nicht da...
Danke. Ich kann warte und lese so lange im offen Forum. Das hilft mir auch schon weiter.👍