Beiträge von Anna-Sophie

    Du hast vollkommen Recht. In der Theorie weiß ich das auch, konnte es aber gestern einfach nicht umsetzen.

    Hallo zusammen,

    gestern Abend war für mich anstrengend. Ich hatte Saufdruck war unruhig und nervös. Ich wollte mich ablenken, hatte aber keine Lust zu nichts. Der Fernseher lief und ich weiß gar nicht so genau was ich gesehen habe, da ich nur am umschalten war. Ich war zwar müde, aber sogar zu faul ins Bett zu gehen.

    Da sieht man wieder wie wichtig es ist keinen Alkohol im Haus zu haben.

    Heute Morgen, ist wieder alles gut. Saufdruck weg und wieder voller Tatendrang.

    Ich sollte vielleicht auch mehr an mich denken. Mir waren andere immer wichtiger. Wahrscheinlich auch um von mir abzulenken. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich bin gerade dabei meine Gewohnheiten zu ändern. Es braucht glaube ich noch was Zeit, aber es wird.

    Steigen kann doch nur, was schon da ist.

    Um gar nicht erst Saufdruck zu bekommen, habe ich hier anfangs täglich ganz viel gelesen und jeden Tag von meinem Tag erzählt. Das hat mir gut getan und beim Schreiben haben sich ganz viele Gedanken sortiert. Und zu sortieren gab es einiges…..

    Ich lese hier auch täglich. Es hilft mir sehr. Nur das mit dem schreiben fällt mir schwer. Mein inneres sagt dann immer "das ist nicht wichtig" oder "das interessiert niemanden". Obwohl ich ja weiß das genau dafür die Gruppe da ist. In der Vergangenheit mußte ich auch alles mit mir allein ausmachen. Aber ich werde an mir arbeiten.

    Danke Nayouk24. Ich hatte davon gehört wußte aber nicht mehr genau was das heißt. Jetzt werde ich mir das auf jedenfall merken. Das ist sehr hilfreich.

    Ich finde aber auch man sollte sich treu bleiben und sich nicht total verbiegen. Aber du hast Recht mal fünfe gerade sein zu lassen und Kompromisse zu finden ist viel besser als auf sein Willen zu bestehen. Auch Streiten will gelernt sein.

    Bei mir ist das auch so...wenn ich runter fahre, kommt der Appetit. Schoki, Äpfel oder ne Frettbemme, ist egal, Hauptsache kein Alkohol. Ich bin lieber runder in der Körpermitte als nicht mehr rund im Kopf.

    Für die Hände habe ich Handarbeit oder Diamond Painting oder Skills (Akkupressurring, Fummelwürfel oder Fummelring - letzteres ist auch für die Arbeit gut, das fällt nicht so auf)

    Schön zu hören das ich nicht alleine mit meinem Appetit bin. Mein Mann sagte auch zu mir es sei nicht schlimm wenn ein paar Pfunde dazu kommen. Das mit dem Fummelring finde ich eine gute Idee. Unterwegs kaue ich meistens Kaugummi.

    Noch habe keine Idee für mich und mein Sofa, aber ich glaube ich werde schon das passende finden. Im Moment ist es mir wichtig alles zu machen, nur nicht saufen. Die Idee mit der Strickliesel finde ich super.

    Hallo, Ich komme mit dem Saufdruck den Tag über gut klar. Nach der Arbeit bin ich den ganzen Tag unterwegs und lenke mich somit ab. Um meine Routine zu durchbrechen fahre ich einen anderen Weg als sonst ins Fitnessstudio oder ins Altenheim wo ich ehrenamtlich tätig bin. Gehe nicht mehr in den Laden wo ich mir sonst den Wein gekauft habe. Versuche Einkaufen generell zu vermeiden. Ich schicke dann lieber meinen Sohn oder Mann.

    Jetzt das aber. Wenn ich abends auf dem Sofa sitze werde ich irgendwie Zappelig. Ich esse dann sehr viel Eis was wie eine Ersatz Droge für mich ist. Ich frage mich - Muss ich mir Sorgen machen? Ist das normal? Läst das irgendwann nach?

    LG

    Hallo Stern, ich hatte keinen Alkohol zu Hause. Nach dem Steit bin ich los und habe gezielt Alkohol gekauft. War äußerst dumm von mir. Vor allem weil ich ja weiß was ich hätte tun könnte. Z.B einer Runde um den Block laufen. Einfach mal tief durchatmen. Von hunderte Rückwärts zählen. Oder oder oder... Mir hilft meisten an die frische Luft und tief durchatmen. LG Anna-Sophie

    Hallo zusammen. Ich war eben noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. So weit so gut. Ein Verkäufer war dabei Flaschen in ein Regal zu räumen. Das klirren der Flaschen hat mich so getriggert das ich mich unheimlich erschreckte. Ich bin nervös geworden und habe meinen Einkauf abgebrochen, bezahlt und sofort nach Hause. Dieses intensive Gefühl nur wegen ein paar klirrenden Flaschen hatte ich noch nie. Ich mußte das einfach mal schreiben. Bin immer noch durcheinander.

    LG Anna-Sophie

    Meine längste Zeit die ich trocken war sind 2 Jahre und 3 Monate. Da habe ich die Diagnose Gebärmutterkebs bekommen. Ich habe dann wieder angefangen zu saufen, merkte aber bald, das mein Körper nicht beides schafft. Ich wollte leben. Durch eine Totaloperation bin ich jetzt Krebs frei. Als ich mich langsam von der OP erholt hatte, war der Streit mit meinem Mann und ich fing wieder an zu saufen. Das nach 87 Tagen. Mir ist jetzt erst klar geworden das ich das Leben nicht einfach wegwerfen sollte und kämpfen muss um trocken zu bleiben.

    Ich war eine Genuß Trinkerin und bin schleichend zur Alkoholikerin geworden. Anfangs hab ich es mal ein paar Wochen oder auch Monate geschafft, aber nie dauerhaft. Erst als mein Sohn mir die Pistole auf die Brust setzte und sagte er ziehe aus und mich sehr Verachtete habe ich wirklich aufgehört. Mein Sohn war damals siebzehn. Ich habe immer abends heimlich getrunken. Ein bis zwei Flachen Wein mußten es schon sein. Ich habe meine Gewohnheiten geändert. Bin nicht mehr in den Laden gegangen wo ich den Alkohol gekauft habe. Habe angefangen Sport zu machen. Rückfällig wurde ich dann durch Krankheit und Streit mit meinem Mann

    LG Anna-Sophie

    Willkommen Anna-Sophie,

    Du hattest geschrieben, seit 87 trocken. Das ist ja eine beachtliche Zahl, sofern es kein Schreibfehler ist. Möchtest Du genauer berichten, wie es zu dem Rückfall kam?

    Hallo Tabsi. Ich habe mich heftig mit meinem Mann gestritten. Wir wurden auch sehr unfair zueinander. Er sagte dann zu mir "wenigstens saufe ich nicht". Das hat mich so getriggert das es passiert ist. Jetzt im Nachhinein war das natürlich total bescheuert. Ich schäme mich jetzt auch und versuche daraus zu lernen

    LG Anna-Sophie