Also warst du 87 Tage trocken und nicht seit dem Jahr 1987?
Anna-Sophie - Vorstellen
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Also warst du 87 Tage trocken und nicht seit dem Jahr 1987?
Ja du hast recht .Es waren Tage. Entschuldigung für die Verwirrung.
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Hallo Oskar. Bitte entschuldige für die Verwirrung es waren nur Tage.
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Meine längste Zeit die ich trocken war sind 2 Jahre und 3 Monate. Da habe ich die Diagnose Gebärmutterkebs bekommen. Ich habe dann wieder angefangen zu saufen, merkte aber bald, das mein Körper nicht beides schafft. Ich wollte leben. Durch eine Totaloperation bin ich jetzt Krebs frei. Als ich mich langsam von der OP erholt hatte, war der Streit mit meinem Mann und ich fing wieder an zu saufen. Das nach 87 Tagen. Mir ist jetzt erst klar geworden das ich das Leben nicht einfach wegwerfen sollte und kämpfen muss um trocken zu bleiben.
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Erst als ich aufhörte zu kämpfen, vor dem Alkohol kapitulierte, konnte ich trocken bleiben. Ich suchte immer einen Grund und eine Ausrede, um trinken zu können. Heute weiß ich, dass ich Probleme mit Alkohol nicht lösen kann.
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Hallo zusammen. Ich war eben noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. So weit so gut. Ein Verkäufer war dabei Flaschen in ein Regal zu räumen. Das klirren der Flaschen hat mich so getriggert das ich mich unheimlich erschreckte. Ich bin nervös geworden und habe meinen Einkauf abgebrochen, bezahlt und sofort nach Hause. Dieses intensive Gefühl nur wegen ein paar klirrenden Flaschen hatte ich noch nie. Ich mußte das einfach mal schreiben. Bin immer noch durcheinander.
LG Anna-Sophie
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Frag Dich mal, ob Dein Suchthirn Dich losgeschickt hat, um die Kleinigkeiten zu besorgen, die vielleicht auch noch bis morgen Zeit gehabt hätten, Anna-Sophie.
Das hab ich im ersten Jahr mal erlebt. Solange Du noch nicht stabil bist, ist es empfehlenswert, bewusst zu anderen Zeiten (evtl. auch an anderen Orten) einkaufen zu gehen, als Dein Suchthirn gewöhnt ist. So hab ich es am Anfang gemacht.
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Hallo Anna-Sophie,
Deinen obigen Beitrag, den Du bei einer anderen Teilnehmerin geschrieben hast, habe ich hier her in Deinen Thread verschoben.
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Ein Verkäufer war dabei Flaschen in ein Regal zu räumen.
Sprudelflaschen werden meistens nicht in ein Regal eingeräumt. Die gibt es in Kästen, oder in PET-Flaschen.
Am besten von solchen Ecken im Supermarkt fern halten, wenn es geht. Den Gang mit dem Alkohol meiden. Oder die Alkohol-Ecke.
Die Läden sind oft unterschiedlich aufgebaut. Ggfs. einen finden wo der Bereich möglichst gut abgegrenzt ist.
Gut, dass Du Dich gleich aus der Situation begeben hast.

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Du hast gut reagiert, sei stolz auf dich.
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Hallo Anna-Sophie,
schön, dass du nach deinem Rückfall wieder durchstartest, um nun abstinent und selbstbestimmt zu leben.
Es ist sehr schwer für mich standhaft zu bleiben und hoffe hier Inspiration fürs durchhalten zu bekommen.
Standhaft bleiben und durchhalten wollen ….. das finde ich für eine dauerhafte Abstinenz eine sehr ungünstige Voraussetzung.
Mir ist es erst gelungen, mich auf meinen nüchternen Weg zu machen, als ich meine Alkoholsucht akzeptiert habe. Es ist jetzt so, dass ich Alkoholiker bin. Und es ist jetzt auch so, dass ich auch für immer Alkoholiker bleiben werde. Es gibt da kein Zurück.
Die Alkoholsucht geht zum Stillstand zu bringen, zu heilen ist sie nicht.
Durchhalten ist kämpfen. Gegen die Sucht kann niemand gewinnen.
Ich lebe mit mit meiner Alkoholsucht, habe sie als einen Teil von mir akzeptiert. Die Sucht ist da, aber sie bestimmt mein Leben nicht mehr. Der Alkohol hat mein Leben so lange bestimmt. Heute bestimme ich mein Leben wieder. Und das ist nur möglich , weil ich absolut abstinent lebe. Ohne Kampf. Weil es nicht anders geht…..Ich habe mich heftig mit meinem Mann gestritten. Wir wurden auch sehr unfair zueinander. Er sagte dann zu mir "wenigstens saufe ich nicht". Das hat mich so getriggert das es passiert ist.
War denn der Alkohol direkt zu Hause verfügbar?
Mein Zuhause ist absolut alkoholfrei. Würde mich irgendwas triggern, müsste ich erst loslaufen und mir Alkohol besorgen. In dieser Zeit habe ich dann nochmal Gelegenheit, mir klar zu werden, was ich für mein Leben will.Mir ist jetzt erst klar geworden das ich das Leben nicht einfach wegwerfen sollte und kämpfen muss um trocken zu bleiben.
Zum Kämpfen habe ich oben schon was geschrieben.
Einen Kampf gegen die Sucht kann niemand gewinnen. Das ist einfach so. Da gibt es auch kein ,wenn ich mich nur genug anstrenge‘ und auch kein ,bei mir geht das‘.
Der Kampf gegen den Alkohol ist so kräftezehrend, dass für das Leben so viel Energie fehlt.Dieses intensive Gefühl nur wegen ein paar klirrenden Flaschen hatte ich noch nie. Ich mußte das einfach mal schreiben. Bin immer noch durcheinander.
Hier zu schreiben hat oft meine Gedanken sortiert. Gerade am Anfang war das total wichtig und sehr hilfreich für mich.
Klirrende Flaschen.
Ich hatte ein ganz merkwürdiges Gefühl bei klirrende Flaschen. Ich habe das aber noch nicht mal so richtig bemerkt oder mit meiner Alkoholsucht in Verbindung gebracht. Mag daran liegen, dass ich oft unbewusst andere Wege suche, wenn mir etwas Unbehagen bereitet.
Ich weiß nicht mehr, wie lange, aber ich konnte sehr lange keine Gläser in den Glascontainer werfen. Da hatte sich eine Sperre in mir festgesetzt, so dass ich unbewusst gar nix mehr in Gläsern oder Glasflaschen gekauft habe. Erst viel später ist mir das aufgefallen.
Beim Einkaufen habe ich mich die erste Zeit ganz gezielt von den Alkoholregalen ferngehalten. Kopf nach unten oder nach vorne und schnell dran vorbei. Das geht nicht immer, weil ja Alkohol auch gern mitten im Gang präsentiert wird, wenn es da ein Sonderangebot gibt…..
Das hat sich aber gegeben. Auch, weil ich akzeptiert habe, dass es Alkohol immer geben wird.
Die Welt wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.
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Hallo Anna-Sophie,
schön, dass du nach deinem Rückfall wieder durchstartest, um nun abstinent und selbstbestimmt zu leben.
Standhaft bleiben und durchhalten wollen ….. das finde ich für eine dauerhafte Abstinenz eine sehr ungünstige Voraussetzung.
Mir ist es erst gelungen, mich auf meinen nüchternen Weg zu machen, als ich meine Alkoholsucht akzeptiert habe. Es ist jetzt so, dass ich Alkoholiker bin. Und es ist jetzt auch so, dass ich auch für immer Alkoholiker bleiben werde. Es gibt da kein Zurück.
Die Alkoholsucht geht zum Stillstand zu bringen, zu heilen ist sie nicht.
Durchhalten ist kämpfen. Gegen die Sucht kann niemand gewinnen.
Ich lebe mit mit meiner Alkoholsucht, habe sie als einen Teil von mir akzeptiert. Die Sucht ist da, aber sie bestimmt mein Leben nicht mehr. Der Alkohol hat mein Leben so lange bestimmt. Heute bestimme ich mein Leben wieder. Und das ist nur möglich , weil ich absolut abstinent lebe. Ohne Kampf. Weil es nicht anders geht…..War denn der Alkohol direkt zu Hause verfügbar?
Mein Zuhause ist absolut alkoholfrei. Würde mich irgendwas triggern, müsste ich erst loslaufen und mir Alkohol besorgen. In dieser Zeit habe ich dann nochmal Gelegenheit, mir klar zu werden, was ich für mein Leben will.Zum Kämpfen habe ich oben schon was geschrieben.
Einen Kampf gegen die Sucht kann niemand gewinnen. Das ist einfach so. Da gibt es auch kein ,wenn ich mich nur genug anstrenge‘ und auch kein ,bei mir geht das‘.
Der Kampf gegen den Alkohol ist so kräftezehrend, dass für das Leben so viel Energie fehlt.Hier zu schreiben hat oft meine Gedanken sortiert. Gerade am Anfang war das total wichtig und sehr hilfreich für mich.
Klirrende Flaschen.
Ich hatte ein ganz merkwürdiges Gefühl bei klirrende Flaschen. Ich habe das aber noch nicht mal so richtig bemerkt oder mit meiner Alkoholsucht in Verbindung gebracht. Mag daran liegen, dass ich oft unbewusst andere Wege suche, wenn mir etwas Unbehagen bereitet.
Ich weiß nicht mehr, wie lange, aber ich konnte sehr lange keine Gläser in den Glascontainer werfen. Da hatte sich eine Sperre in mir festgesetzt, so dass ich unbewusst gar nix mehr in Gläsern oder Glasflaschen gekauft habe. Erst viel später ist mir das aufgefallen.
Beim Einkaufen habe ich mich die erste Zeit ganz gezielt von den Alkoholregalen ferngehalten. Kopf nach unten oder nach vorne und schnell dran vorbei. Das geht nicht immer, weil ja Alkohol auch gern mitten im Gang präsentiert wird, wenn es da ein Sonderangebot gibt…..
Das hat sich aber gegeben. Auch, weil ich akzeptiert habe, dass es Alkohol immer geben wird.
Die Welt wird nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.
Hallo Stern, ich hatte keinen Alkohol zu Hause. Nach dem Steit bin ich los und habe gezielt Alkohol gekauft. War äußerst dumm von mir. Vor allem weil ich ja weiß was ich hätte tun könnte. Z.B einer Runde um den Block laufen. Einfach mal tief durchatmen. Von hunderte Rückwärts zählen. Oder oder oder... Mir hilft meisten an die frische Luft und tief durchatmen. LG Anna-Sophie
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Nach dem Steit bin ich los und habe gezielt Alkohol gekauft. War äußerst dumm von mir.
Ich weiß nicht, ob ,äußerst dumm‘ die richtige Formulierung ist. Äußerst gefährlich….im schlimmsten Fall lebensgefährlich …. ist vielleicht treffender.
So einen kleinen Notfallkoffer hast du dir ja schon gepackt.
Von hundert rückwärts zählen finde ich ja mal richtig klasse. 👍 Ich müsste mich da so konzentrieren, dass sich vermutlich alle Gedanken an Alkohol im Zahlenchaos verlieren würden. -
Hallo, Ich komme mit dem Saufdruck den Tag über gut klar. Nach der Arbeit bin ich den ganzen Tag unterwegs und lenke mich somit ab. Um meine Routine zu durchbrechen fahre ich einen anderen Weg als sonst ins Fitnessstudio oder ins Altenheim wo ich ehrenamtlich tätig bin. Gehe nicht mehr in den Laden wo ich mir sonst den Wein gekauft habe. Versuche Einkaufen generell zu vermeiden. Ich schicke dann lieber meinen Sohn oder Mann.
Jetzt das aber. Wenn ich abends auf dem Sofa sitze werde ich irgendwie Zappelig. Ich esse dann sehr viel Eis was wie eine Ersatz Droge für mich ist. Ich frage mich - Muss ich mir Sorgen machen? Ist das normal? Läst das irgendwann nach?
LG
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Moin Anna

Ja, das ist normal. Ersatzhandlungen resp Ersatzkonsum von anderem Zeug ist wohl eher die Regel als die Ausnahme.
Verstärkter Tabakkonsum bei Rauchern ist absolut üblich.
Bei mir z.B. waren es Gummibärchen

Irgendwann lässt das auch nach, je nachdem, wie schnell sich ein trockener Alltag im festen Tagesablauf etabliert.
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Ungewöhnlich ist es nicht, davon kannst Du hier oft lesen. Am Anfang gilt: Alles ist besser als Saufen.
Auf Dauer besteht schon die Gefahr der Suchtverlagerung - nach dem Motto: Hauptsache, was in den Mund stopfen.
Bei mir war es anfangs weg (in der nassen Zeit wurde der Süßhunger am Ende auch immer mehr), irgendwann kam er schleichend wieder. Das zeigt mir, dass ich da noch mehr auf mich achten muss.
Auch fürs Sofa müssen neue einfache Routinen her, gern mit monotonen Handbewegungen, z. B. Ganz simpel Mit einer Strickliesel.
Dann sind die Hände auch nicht zum Essen frei. Das muss gar nicht lange sein, es reicht auch mal zehn Minuten zwischendurch, un die innee Unruhe loszuwerden.
Hast Du eine Idee für Dich und Dein Sofa?
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Ungewöhnlich ist es nicht, davon kannst Du hier oft lesen. Am Anfang gilt: Alles ist besser als Saufen.
Auf Dauer besteht schon die Gefahr der Suchtverlagerung - nach dem Motto: Hauptsache, was in den Mund stopfen.
Bei mir war es anfangs weg (in der nassen Zeit wurde der Süßhunger am Ende auch immer mehr), irgendwann kam er schleichend wieder. Das zeigt mir, dass ich da noch mehr auf mich achten muss.
Auch fürs Sofa müssen neue einfache Routinen her, gern mit monotonen Handbewegungen, z. B. Ganz simpel Mit einer Strickliesel.
Dann sind die Hände auch nicht zum Essen frei. Das muss gar nicht lange sein, es reicht auch mal zehn Minuten zwischendurch, un die innee Unruhe loszuwerden.
Hast Du eine Idee für Dich und Dein Sofa?
Noch habe keine Idee für mich und mein Sofa, aber ich glaube ich werde schon das passende finden. Im Moment ist es mir wichtig alles zu machen, nur nicht saufen. Die Idee mit der Strickliesel finde ich super.
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Hallo Anna-Sophie,
Ich habe am Anfang auch Gummibärchen inhaliert das hat aber nach ca. 2 Monaten nachgelassen.
LG Bingo
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Hallo Anna-Sophie,
Ich habe am Anfang auch Gummibärchen inhaliert das hat aber nach ca. 2 Monaten nachgelassen.
LG Bingo
Dann hoffe ich es wird bei mir auch so. Danke für deine Antwort.
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Mach dir da kein kopf das wird schon und besser als saufen ist es allemal 😊
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