Beiträge von StepByStep

    Hallo zusammen,

    kurze schnelle Rückmeldug von mir. Nochmal danke an alle. Also gut, ich hab es verstanden, dass ihr es gut meint und dass ich mich auch daran gewöhnen muss, auch Sachen zu hören, die mir nicht gefallen 😁.

    Ich muss noch diese Woche arbeiten, dann geht es in den Urlaub. Ich werde mein Bestes tun, um auf mich zu achten und mein Mann steht mir auch zur Seite. Ich werde berichten und zwar ehrlich, auf die Gefahr hin, eins auf den Deckel zu bekommen :lol:. Spass beiseite. Ich bin guter Dinge.

    LG

    Step

    Danke Carl, es wird ein Urlaub am Meer, ich fahre nur mit meinem Mann (der keinen Alkohol trinkt) und haben eine Ferienwohnung, heisst Selbstverpflegung. Ein All inklusive Urlaub in einem Hotel voll mit trinkenden Menschen und Alkohol rund um die Uhr wäre tatsächlich das letzte was ich in dieser Phase brauchen könnte

    Anfangs - gerade beim Einlesen von verschiedenen Fäden, war ich ein wenig irritiert über die klaren Ansagen die schon mal von alten Hasen kommen . Hätte man auch diplomatischer ausdrücken, habe ich oft gedacht.

    Aber meine Empfindlichkeiten spiele hier keine Rolle. Die alten Hasen kennen schließlich die ganze Oper und ich bin mal gerade bei der Ouvertüre.

    Ich sehe den Klartext mittlerweile positiv besetzt, denn schönreden bringt ja nicht.

    ja Gaarder, irritiert, so könnte man das auch ausdrücken

    Danke Hartmut. Ich hab das persönlich genommen und war frustriert, als wären alle meine Bemühungen und die 3 Monate Abstinenz für die Katz´gewesen. Hab mich nicht verstanden gefühlt

    Es ist halt so, dass ein "motivierter" Rückfall auch noch keinem Geholfen hat.

    Es ist das was ich weiß und lernen durfte. Etwas anderes zu schreiben wäre nicht richtig. Ich kann aber auch nichts mehr schreiben. Das kann ich dir anbieten.

    Von meiner Seite ist ja auch alles gesagt. Ich nehme mich gerne bei Dir raus.

    Ich wünsche Dir wirklich nur das Beste. Bis dann

    nein, schon gut. Du brauchst dich nicht rausnehmen. Kannst weiterhin schreiben und deine Meinung kund tun. Ich fand halt das "so wird das nix" eben etwas frustrierend, als wären meine 3 Monate Abstinenz und meine Bemühungen alles für den Ar...ch

    Danke Rennschnecke für deine Worte. Ich weiss es auch zu schätzen, dass sich so viele Menschen die Zeit nehmen, in meinem Thread zu schreiben und ihre Erfahrungen teilen. Ich hab auch grössten Respekt vor jedem/jeder der schon so lang trocken ist und auch für alle die, die den Mut haben, sich auf den Weg in die Abstinenz zu machen und sich nicht aufgeben.

    Ich kann mit meinem Mann schon reden, es war auch immer die rede, dass ich zu viel bzw. zu oft trinke, und dass er sich Sorgen um mich macht. Aber nein, das Wort Alkoholikerin ist nie gefallen bzw. wurde nie ausgesprochen, weder von mir noch von ihm

    Abstinenzler und @Alex auch euch danke für Eure Rückmeldung. Aber ganz ehrlich, ihr wollt, dass sich die Leute öffnen, und wenn sie das tun, kommt so was rüber wie: das wird nix. Das find ich sehr demotivierend.

    Das mit dem Gedanken "Urlaubsgenuss" ist das Suchttier, das ist mir klar, es sind kurze Momente, die das Suchthirn noch mit "Genuss" verbindet, aber mir ist es vollkommen bewusst, dass die meiste Zeit KEIN Genuss war. Ich will das auch alles nicht mehr. Ich werde den Urlaub mit klarem Kopf geniessen

    Rennschnecke . Mein Mann weiss sehr wohl um meine Problematik, wir leben schliesslich zusammen und da er nichts trinkt hat er doch gesehen wenn ich nahezu täglich Alkohol konsumiert habe. Aber muss ich es JEDEM erzählen? Dem Kollegen? Den entfernten Bekannten?

    Dann die Frage, kann es sein ob ich aus Vernunft nicht mehr trinke..natürlich ist es vernünftig nichts mehr zu trinken, ich will nicht mehr trinken, ich will nicht an den Alkohol folgen körperliche Krankheiten bekommmen oder gar daran sterben und ich will wieder zurück zu mir selbst. Ich hatte die letzten Male immer insgeheim gehofft, wieder "normal" trinken zu können. Das hat nicht funktioniert. Deshalb ja, ich hab kapituliert. normal zu trinken funktioniert nicht mehr, das ist mir klar und deutlich bewussst, genauso wie ich drei mal aufgehört hatte zu rauchen und immer wieder gedacht habe, eine Zigarette macht nichts aus.Bis ich endlich da auch kapituliert habe nun bin ich fast 13 Jahre rauchfrei (ich hatte das schon mal erzählt aber der Vergleich wurde nicht gern gesehen, aber das zum Thema Einsicht und Kapitulation.)

    Das Wetter bei uns ist schön, ich lege mich jetzt mit einem Kaffee in den Garten und entspanne, und ja ich werde mir eure Worte durch den Kopf gehen lassen. Dennoch will ich offen sein und muss sagen, dass ich diese Unterhaltungen eher demotivierend finde... darüber muss ich mir Gedanken machen....

    @Carl, ich kenne leider auch ein paar Leute, die sich zu Tode gesoffen haben. Niemand will soweit kommen, und ich habe auch eine Heidenangst davor. Komischerweise ist die Angst davor im nüchternen Zustand viel größer als während der Trinkzeit, denn da dachte ich: so viel trinke ich auch nicht, bin noch lange nicht so weit. ich bin ja gesund..... aber es kann so schnell kippen . Danke fürs Erinnern

    Rennschnecke und Hartmut , ich nehme eure Worte wirklich sehr ernst und ich leider muss ich gestehen, dass ich kaum Zeit habe ,mich mental mit der ganzen Situation auseinander zu setzen.

    Ich habe den Eindruck, dass ich einfach funktioniere. Je mehr ich zu tun habe, desto weniger Gelegenheit, an Alkohol zu denken. Das hab ich gerade jetzt festgestellt, als mich Rennschnecke nach meinem neuen Feierabendritual gefragt hat. Die Antwort? Hab nicht wirklich einen, am Besten gleich weiter werkeln... und die Zeit füllen bis ich totmüde ins Bett falle. Das kann ich aber auf Dauer nicht so handhaben, ich merke ich bin gerade auch echt urlaubsreif, sowohl mental als auch körperlich. Habe mir einfach zu viel abverlangt, und da kann der Schuss nach hinten los gehen.

    Und ja Hartmut, du hast natürlich Recht mit dem Argument, möglichst wenig verändern zu müssen. Denn da müsste ich nach außen gehen und meinem Umfeld sagen, warum ich nicht trinke, warum ich nicht an Festen und Events teilnehme. Und da ist der Haken: ich sag schon mal hier und da, dass ich GERADE nicht trinke, weil es mir in letzter Zeit nicht gut ging und Alkohol nicht förderlich ist. Aber ich habe nicht den Mut meinem Umfeld zu sagen: ich darf und werde nie wieder was trinken. ich bin einfach nicht bereit, mich zu outen und sozusagen die Hose runterzulassen und das zu thematisieren.

    Ich hoffe wirklich, dass ich im Urlaub zur Ruhe komme und wirklich in mich zu gehen und mich richtig mit mir und meinem Weg auseinander zu setzen.

    Step

    hmm...Verantwortung nach aussen schieben, würde ich es nicht nennen. Ich übernehme die volle Verantwortung für diese Entscheidungen. Vielleicht will ich mir damit einfach auch ein Stück Normalität in meinem Alltag bewahren....

    Klar, ich kann mal einen Geburtstag absagen, da habt ihr Recht und auch die Geburtstage bei mir zu Hause nach meinen Regeln gestalten. Trotzdem gibt es Situationen bei der Arbeit oder auch draussen in der Welt, die ich nicht vermeiden kann. Alkohol ist einfach überall. Ihr habt Recht, dass die oberste Priorität trocken zu bleiben ist. Ich bin jedenfalls stolz auf mich wie ich das alles meistere, auch wenn es in euren Augen nicht das Beste ist.

    ich kann mich nicht komplett aus allen sozialen Interaktionen heraushalten. Ich arbeite Vollzeit, es gibt immer wieder Firmenevents und Veranstaltungen. Soll ich mich da jedes Mal krank schreiben lassen? Und es gibt Familiengeburtstage. Ich kann nicht meiner Tochter oder meinem Mann eine Geburtstagsfeier verwehren, weil ich nichts trinke. Und ich kann nicht den Geburtstagen meiner Eltern / Patenkinder fernbleiben. Sachen wie Dorffeste oder sonstiges, wo ich nicht unbedingt hinmuss, vermeide ich. da geh ich nicht hin, gibt mir sowieso nichts. Aber selbst wenn ich mich mit einer Freundin im Café treffe und ich einen Cappuccino trinke, es gibt immer Menschen am Nebentisch, die was trinken.

    Wie gesagt, es mag sein, dass das Ganze nicht ganz den Regeln des Forum entspricht. Aber jeder hat ein anderes Leben mit gewissen Verpflichtungen und sozialen Interaktionen. ich vermeide alles, so gut wie es geht. Aber manche Sachen kann ich leider nicht rechtfertigen.

    hallo zusammen,

    muss mich entschuldigen, es ist schon 1 Monat vergangen seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Die Zeit rast nur dahin, ich hab immer so viel zu tun, mein Tag und meine Wochen sind zur Zeit extrem durchgetaktet. Ich bin mittlerweile über 3 Monate alkoholfrei und ich bin so froh. Mit Alkohol hätte ich diese stressige Zeit nicht halb so gut überstanden. Es scheint alles so weit weg und dennoch in manchen Momenten so nah.

    Im Alltag denke ich überhaupt nicht mehr am Alkohol, aber wenn irgendwelche Events und Zusammenkünfte sind, fühlt es sich manchmal noch etwas seltsam an, als würde man nicht dazugehören, aber auch das wird schon besser, da die meisten um mich herum sich langsam daran gewöhnt haben, dass ich zu Wasser, Kaffee und Zero-Getränke greife, da sie wissen, dass ich "am Abnehmen" bin. Dennoch muss ich achtsam bleiben.

    Bald kommt der Urlaub, und mit dem Urlaub die Entspannung und mit dem Urlaub auch der "Wunsch" bzw. der Gedanke an Genuss...das wird meine nächste Hürde. Meine Mantra ist zur Zeit: ich trinke nicht. Ich komm zurück zu mir.

    Von Rennschnecke kam die Frage, ob ich eine SHG oder Suchtberatung habe oder ob ich allein unterwegs bin. Ich bin allein mit mir selber unterwegs. Sollte ich jedoch je das Gefühl haben, es alleine nicht mehr hinzukriegen, werde ich mir professionelle Hilfe holen.

    Ihr Lieben, ich wünsche euch eine entspannte und alkoholfreie Sommerzeit.

    LG

    Step

    hey Nika, hallo zusammen

    . Lange nichts von mir hören lassen. Ich bin jetzt 9 Wochen alkoholfrei. Juhuuu und was soll ich sagen, es wird immer mehr zur Normalität, es gibt mittlerweile ganze Tage, wo ich nicht mal ansatzweise an Alkohol denke. und dennoch gibt es auch kurze Momente, wo eine Vorstellung von einem Glas Sekt aufblitzt. Aber die meiste Zeit denke ich nicht daran.

    Ich bin jetzt auch so mit Abnehmen beschäftigt, dass Alkohol sowieso keinen Platz hat. Mir geht es gerade einfach viel besser als vor zwei Monate

    LG

    Das mit der Familie war gerade mein Knackpunkt, ich muss für mich nüchtern sein, solange ich im Kopf andere Personen habe, für die ich das mache, bin ich selbst nicht frei. Andere, die Frau, der Mann, das Kind, die Kinder…..Oma, Opa …, Ich gehe diesen Weg für mich! Ich heile, für mich.

    So meine Gedanken.

    ja du hast recht Nika, man muss es für sich selber tun, mach ich auch, aber meine Familie spielt ja auch ne grosse Rolle. Wäre ja schlimm, wenn sie mir egal wäre. Aber ich weiss was du meinst, man muss ja selber das für SICH wollen in erster Linie

    Die Sonne und bombenwetter haben mich die erste Zeit stark getriggert. Das war eklig. Jetzt nach 3 Monaten Abstinenz ist das zum Glück nicht mehr so

    zum Glück! Ich hoffe, dass es bei mir auch besser wird. Ich muss mich immer beschäftigen, meine Hände beschäftigt halten. Wenn ich mich nur hinlege und die Sonne geniesse, dann kommt dieses "ach jetzt ein Drink". Vielleicht sollte ich es einfach lassen, und mich in nächster Zeit eben nicht einfach in die Sonne auf der faulen Haut legen :D

    In den ersten Monaten blitzten bei mir auch schon mal vermeintlich positiv besetzte Trinkgedanken auf. Da hatte sich die Sucht in mir drin mal wieder bemerkbar gemacht. Die Sucht versuchte stets nur eins, mich mit allen Mitteln wieder an die Flasche zu bringen, mal rabiat, manchmal auch nur zart und leise mit der angeblich schönen Atmosphäre z.B. in einem Biergarten. Das war für mich ein wichtiger Prozess, das alles durchlaufen und Trinkgedanken wieder abzuschütteln. Wie gesagt, das ging nicht in wenigen Wochen. Zumindest bei mir dauerte es deutlich länger.


    Ich habe mal von einem Polytox den Rat erhalten, mich dann selbst zur Ordnung zu rufen: "Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, ich will wieder saufen." Mir hat es seinerzeit geholfen, an ich selbst zu appellieren.

    Heutzutage geht es mir so wie bereits von anderen geschildert: Eine schöne Umgebung lässt bei mir Gedanken an einen Kaffee, eine Saft-Schorle oder eine ganz ordinäre Cola aufkommen. Mein ehemals so "geliebtes" Weißbier spielt da keine Rolle mehr. Wenn andere so was vor sich stehen haben, nehme ich es allenfalls beiläufig zu Kenntnis, es löst jedoch kein Trinkverlangen aus. Sollte dies mal wieder der Fall sein, weiß ich, was zu tun ist. Denn, ob es so bleiben wird, wie es jetzt ist, das kann ich nicht behaupten.

    Vielleicht kannst Du ja damit etwas anfangen.

    ja, vielen Dank. Ich freu mich jetzt auch mal tatsächlich auch auf ein kühles Bitter Lemon oder eine dünne Johannisbeersaft-Schorle, obwohl ich vorher nur Wasser (und natürlich Wein oder Sekt) getrunken habe.

    Immerhin gibt es schon ganze Tage, an denen ich nicht an Alkohol denke, aber wenn mal ein Suchtgedanke oder die Lust auf Wein kommt, dann fühl ich mich so klein wie am ersten Tag.. wenn dann dieser Moment vorbei ist, bin ich stolz wie Bolle

    Da bin ich ganz bei Hartmut‘ s Gedanken.
    So lange ich Neid empfinde, den Alkohol mit was Schönem verbinde oder schöner Worte umschreibe, ist das Suchthirn noch sehr präsent und sucht seine Chance.

    natürlich, ich weiss, dass mein Suchthirn noch präsent ist. Sind ja schliesslich noch nicht mal ganz 6 Wochen. ich wünschte, ich wäre schon weiter. aber es gibt ja keinen Zauberstab. Step by Step eben

    Glaube mir da wird nichts schönes dran sein an diesem Getränk. Nur Leid und Kummer. Ich musste das selber letzen Monat leidvoll erkennen. Seit dem geht es mir bis heute nicht wieder richtig gut, obwohl ich den Rückfall relativ stoppen konnte und nun wieder seit 5 Wochen nüchtern lebe.

    ja das glaube ich. Ich weiss, dass nach DIESEM eine Glas ich mega enttäuscht von mir wäre und ich in ein Loch fallen würde. Und ich weiss, ich würde meine Familie enttäuschen. Ist dieses eine Glas das wert! Nein!!!! 10 minuten Giftgenuss für Leid und Kummer hinterher. Hope, dir trotzdem Respekt, dass du den Rückfall wieder stoppen konntest und du wieder alkoholfrei bist.!!

    Wie weit siehst du dich eigentlich schon wieder am Glas sitzen?

    Wenn ich lese, welche Sucht‑Gedanken du hast, ist das erst mal normal. Aber wie viel Raum du ihnen gibst und wie weit du sie weiterdenkst , zum Beispiel dieses Sommerfeeling, kühler Drink, „wäre schön“ das ist schon etwas anderes. Da geht es nicht mehr nur um ein Gefühl, sondern um eine Richtung.

    Ich habe auch Sommerfeeling und freue mich auf ein alkoholfreies Getränk. Der Unterschied ist mich verbinde das nicht mit Alkohol.

    An den Stellen, wo du sagst „da wäre es schön“, führt dich die Sucht hin und zwar nicht auf die gesunde Weise.

    Zumindest aus den Erfahrungen

    nein, ich seh mich nicht vor dem Glas sitzen. Wenn diese Gedanken kommen "wäre schön - Sommerfeeling" , werde ich eher traurig, dass ich dieses Feeling mit dem Alkohol assoziiere, denn ich hol mir die Bilder vor meinen Augen, in denen dieses anfängliche Sommerfeeling in peinliche Situationen ausgeartet ist . Da schäme ich mich dann