Das find ich sehr demotivierend.
Du findest die Antworten hier demotivierend. Kann passieren, wenn man sie persönlich liest.
Ich habe solche Hinweise für mich allerdings immer anders eingeordnet, als Erfahrungen von Menschen, die den Weg schon vor mir gegangen sind.
Die fallen ja nicht vom Himmel und werden auch nicht morgens beim Kaffee erfunden.
Hier schreiben Leute, die vieles davon selbst durchhaben. Nähe zum Alkohol, Selbstbetrug, „Ich schaff das allein“, Urlaub als Stolperstein, Genussgedanken oder eine noch fehlende stabile Basis.
Das kann hart klingen. Für mich ist es nichts anderes als gelebte Suchtrealität.
Wenn ich das so einordne, verlieren solche Hinweise auch ihren „Demotivationsfaktor“. Dann sind sie keine Kritik an meiner Person, sondern vielleicht genau der Hinweis, den ich gerade nicht hören möchte.![]()
Und auch da beginnt für mich Eigenverantwortung. Wenn ich mich zurückziehe und alles lieber im stillen Kämmerlein mit mir selbst ausmache, weil hier etwas stehen könnte, das mir nicht gefällt, darf ich mich zumindest fragen: Schütze ich gerade mich – oder schütze ich einen Gedanken, den ich nicht hinterfragen möchte?
Meine Sucht hat sich jedenfalls nie für Eitelkeiten interessiert. Die knüpft nicht daran an, ob ich mich verstanden, motiviert oder gekränkt fühle. Sie knüpft an die alten nassen Gedanken an, wenn ich ihnen wieder Platz gebe.
Mehr steckt für mich hinter solchen Hinweisen nicht.
Pass auf dich auf.