Beiträge von Hartmut

    Auch das alkoholfrei Bier lasse ich sein.

    Ist ein guter Entschluss.

    Bis zu 0,5 Prozent kann so ein alkoholfreies Bier Alkohol enthalten und wenn ich trotz besseren Wissens es zu mir nehme, ist das für mich, unabhängig der Trigger-Gefahr, ein Versuch des kontrollierten Trinkens. Ich muss mir als Alkoholiker auch mal selbst die Frage stellen. Warum trinke ich das, wenn ich es nicht muss?

    Das Gespräche aufkommen, wo ansonst selbst mitgetrunken wurde, ist normal. Das wird auch immer ein Gespräch bleiben, solange ich mich in meinem alten Alkohol- lastigen Umfeld bewege.

    Die Gründe für meinen Konsum sind natürlich alle noch da.

    Der einzige Grund zum Saufen ist die Sucht. Alles andere habe ich zum Anlass genommen, mein Saufen zu rechtfertigen.

    Hinnehmen und arrangieren? Ich kenne das, aber das war eben nur mein eigenes Denken. Wenn ich mich den ganzen Tag mit Müll befasse, kommt am Ende eben auch nur Müll raus. Ich war auch Mitte 40 als ich aufhörte. Da hatte ich nichts mehr. Alles versoffen. Ausweglos war da aber nur mein Denken.

    Zu vieles ist auch mit dem Konsum verknüpft

    wie meinst du das? Die Umstände, dass du ständig mit Alkohol konfrontiert wirst?

    Dennoch bleibt es dabei Alkohol weglassen. Weitermachen Tag für Tag.

    Deswegen sind wir alle hier.

    Die Lebensumstände na ja geht so,

    Habe ich noch viel vor oder vegetiere ich schon? Wie alt bist du, um das Gefühl zu haben, nichts mehr ändern zu können?

    Alkohol hat mich jahrelang gehemmt, langfristig nach vorn zu schauen. Da war das Hauptmerkmal, kurzfristig Alkohol zu beschaffen. Aber trocken, das schon über 16 Jahre, habe ich wieder ein Leben. Natürlich war es am Anfang eine Umstellung, aber ist es das nicht immer, wenn ich was Neues entdecke?

    Ich kann dir nur Mut machen. Das Leben fängt erst richtig mit dem Wegstellen des Glases an. Ich muss es nur tun. Meinen Ar.....bewegen.

    Wie ich am Freitag schon vermutet habe, kam der Suchtdruck tatsächlich mal wieder, sogar auch heute. Aber ich habe ihn überwunden und bin jetzt bei Tag 24.

    Selbsterfüllende Prophezeiung? Hast darauf gewartet?

    Nun geht jeder irgendwie anders mit Suchtdruck um. Ich, für meinen Teil, hatte nie einen Suchtgedanken zu Ende gedacht. Warum auch? Bin ja süchtig, habe es akzeptiert und weiß, wie es endet. Suchtdruck ist temporär und vergeht mit der Zeit. Das reichte mir.

    Bisher half mir dieser Feindgedanke ganz gut.

    Ich vergleiche es mal mit einem Abschreckungsbild auf der Zigarettenschachtel. Hat mich nicht abgehalten, aufzuhören oder wieder anzufangen. Wenn ich das auf Alkohol herunterbreche und ihn personalisiere, hat er immer eine Angriffsfläche. Mein Ziel ist eine zufriedene Trockenheit. Das heißt nicht, dass ich das Suchtmittel vergesse, aber auch nicht, dass ich es verteufle. Co Existenz.

    Wenn es am Anfang dir hilft, ist alles in Ordnung. Weiter so

    l,dass der Alkohol mich „verfolgt“ und sich gemeinerweise als Lösung anbietet.

    Ich glaube auch,das wird er bei mir immer mal wieder tun.

    Er bietet nur der Sucht eine Lösung an. Das ist das einzige, was er vermag. Alles andere sind keine Lösungen, nur leere Versprechungen.

    Aber im Laufe der Zeit nimmt das wirklich ab. Für mich hat Alkohol auch einen neutraleren Stellenwert - er ist einfach keine Option mehr,egal was so um mich herum passiert.

    Das liest sich gut. Es ist keine Option und meine Trockenheit ist auch nicht verhandelbar.

    Hallo Embudo.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet. Ich habe dich gleich an die richtige Stelle verschoben

    Nun kannst du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Hilfreichen Austausch wünsche ich.

    Für mich gibt es keine vollständige Trockenheit, das würde für mich heißen, ich wäre geheilt. Ich bevorzuge da lieber eine stabile Trockenheit. Da Faktoren wie Suchtdruck, Gedanken ans Saufen oder auch die Angst vor Rückfällen mit ausschlaggebend sind. Je nasser ich denke, umso weniger bin ich trocken.

    Gestern musste ich zu einer Silberhochzeit und es hat auch ohne Alkohol Spaß gemacht.

    Hallo Luna,

    ich wurde nie gezwungen, irgendwo hinzugehen. Ich entscheide es und lass es nicht von anderen entscheiden, nur weil sie das erwarten. Ich bin krank und muss die Konsequenzen daraus tragen.

    Ich kann heute auch auf ein Fest gehen, mich vorbereiten nichts zu trinken und das klappt auch. Jedoch nehme ich auf solchen Veranstaltungen nicht den Spaß mit, sondern auch alle andere Eindrücke mit. Gerade am Anfang war es sehr wichtig mich aber erstmal zu stabilisieren und keinen Ritt auf der Rasierklinge zu wagen.

    Nach 16 Tagen wäre das für mich ein No-Go gewesen.

    Hallo MD43

    ich weiß ja nicht, inwieweit es dir wichtig ist nüchtern zu bleiben und wo deine Priorität darin steht. An erster Stelle? Ob du dich hier angemeldet hast um HILFE zu bekommen oder nur deinen Weg mitteilen willst. Kommt mir im ersten Lesen so larifari vor. Kann es aber auch fehlinterpretieren, dann entschuldige .

    Hast du schon mal die Grundbausteine gelesen? Es ist der aussichtsreichste oder zumindest der risikoärmste Weg trocken zu bleiben. Zusammengetragen von Langzeittrocken. Trocken werden heißt auch Veränderung.


    Grundbausteine für ein nüchternes Leben - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)

    Doch was mir Sorgen macht ist, dass durch die (notwendige) Auseinandersetzung mit dem Thema "Alkohol in meinem Leben/ Ich und meine Sucht ", was ja in der ambulanten Reha passieren wird, das Verlangen dadurch genauso gesteigert wird. Das alles Trigger ja voll. Aber ohne Hilfe / ohne Reha wird es bestimmt auch nicht gehen.

    Es wird niemand zu etwas gezwungen. Ohne Hilfe geht es zwar nicht, aber die Hilfe bestimmst du. Ich hatte die Hilfe auch nur hier und das hat bisher gut geklappt. Andere fuhren mehrgleisig mit SHG/ Beratung/ Therapie, was eben an jedem selbst liegt. Die zufriedene Trockenheit gibt jedem Recht.

    Wenn ich mich heute mit Alkohol auseinandersetze, weiß ich im, Vorfeld, wie du auch, als Süchtiger, das Verlangen aufkommen kann. Aber es "nur"ist die Sucht, die aus mir schreit. Dann kann ich es auch einordnen, bei Suchtdruck dagegenhalten und es auch als weitere Bestätigung sehen, dass ich Alkoholiker bin. Ein Nichtsüchtiger hat ja das Verlangen nicht.

    Du hast es bisher geschafft, wird auch so weiter gehen. Keine Angst vor Neues, was dir helfen kann. Oder war dein Weg bisher eine Qual?

    Ich bin jetzt ein halbes Jahr nüchtern. ( okay, ein Tag fehlt noch 😉).

    Dann gratuliere ich dir auch es morgen :mrgreen:


    Ist sehr gut. Eine Frage. Hattest du irgendwo dabei Verzicht und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?