Beiträge von Hartmut

    Ich habe gelesen, dass man sich freischalten lassen muss?! Geschieht das automatisch?

    Hallo und willkommen im Forum,

    bevor dich hier für die Freischaltung offener Bereich bewirbst, habe ich noch eine Frage.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)

    nun tauschen sich hier nur bekennende Alkoholiker, die eine lebenslange Abstinenz anstreben, aus. Ist das bei dir auch so? Ich lese zwar von deinem Trinkverhalten ansonsten nichts von Alkoholiker. Oder habe ich da was überlesen ?

    Hallo Eismann,

    willkommen in unserer online SHG Gruppe,

    ich finde es gut, dass du nach deiner Therapie gleich etwas suchst, wo dich weiter austauschen kannst. Gerade nach dem Schutz der "Käseglocke" (Therapie Aufenthalt.) ist es wichtig weiter dran zu bleiben. Das Alltagsleben kommt und das theoretisch Erlernte muss ins praktische Leben umgesetzt werden.

    Wie lange bist du nun schon ohne Alkohol?

    Hier tauschen sich bekennende trockene Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Ist es bei dir auch so?

    Ich könnte ihm auch jederzeit sagen, dass es mir gerade nicht gut geht und er würde dann darauf verzichten.

    Nun ist ein Bestandteil der Krankheit illusorische Zustände vorzuspielen. Nass natürlich etwas ausgeprägter als trocken. Wenn es für den / die Anderen nicht sein "muss" warum sollte ich mich dann, aus falsch verstandener Loyalität, dem aussetzen?

    Gerade in der instabilen Anfangszeit und einer Vorgeschichte von Trinkpausen würde ich es nicht machen. Nicht selten, kann es zu einem zeitverzögerten Suchtdruck kommen.

    Der Austausch soll mir helfen, meine Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren und am Ball zu bleiben. Ich möchte nicht vergessen wie schlimm die nasse Zeit war.

    Finde ich gut!

    Servus Seeblick

    . Ich frage mich dann, warum ich früher getrunken hätte, was der Auslöser ist.

    Ich hatte gesoffen, weil ich süchtig war und in jeder Situation der Alkohol mir die Lösung angeboten hatte. Das Belohnung System wurde dadurch aktiviert. Ich war auch nicht der Tiefen-Ergründer, warum, weshalb und wieso gerade eine Situation nun etwas in mir ausgelöst hatte.

    Es war die Sucht, die es verlangt, Punkt. Ich hatte einfach dagegen gesteuert, mein Belohnung System langsam umgeschrieben und heute ist es zu 99.9 % verschwunden. Mit den restlichen 0,1 % kann ich umgehen.

    Wie kann ich die Situation an sich für mich verbessern und den Druck rausnehmen? Ursachenbekämpfung sozusagen.

    da hat wohl jeder länger Trocken sein eigenes Rezept gefunden. Von Sport bis Häkeln ist da vieles dabei. Musst es rausfinden.  

    Ich denke die wichtigste Grund- Vorrausetzung, um trocken zu bleiben ist die unerschütterliche Erkenntnis Alkoholiker zu sein. Wenn da nur ein kleiner Zweifel noch besteht, sieht es schlecht aus.

    Hallo Seeblick

    aber einige Situationen die mich getriggert haben. Das waren Momente, in denen ich dachte, früher hättest du jetzt Alkohol getrunken. Ganz oft aber gefolgt von dem Gedanken "gut, dass du das jetzt nicht mehr musst".

    Das "gut , dass du das jetzt nicht mehr musst" reicht nach meinen Erfahrungen nicht aus um dauerhaft davon befreit zu sein. Sind ja "nur" Gedankenspiele. Um da entgegenzuwirken habe ich bei Aufkommen solcher Gedanken die Situation analysiert und anders besetzt. Verstehst du was ich damit meine?

    Servus Ste55

    deine Rückmeldung bedeutet also 10% Hoffnung für Sensual;

    Nein. Das bedeutet es für den Alkoholiker. Er ist derjenige der auf seine Quote Einfluss hat. Nicht der CO mit seiner Hoffnung.

    Und trotzdem, manchmal erfüllt sich Wunschdenken, jeder Zehnte schafft es angeblich von Nass zu Trocken - scheint auch eine Realität zu sein ...

    Manchmal, eventuell, es könnte sein, ist die Realität, die ein Co sich im Kreise drehen lässt. Wo fängt es an und wo hört es auf? Die ganze Hoffnung steht auf dem Fundament eines instabilen Alkoholikers. Das sollte man nicht dabei vergessen.

    Natürlich gibt es auch eine Chance, natürlich gibt es auch immer Hoffnung und jeder kann es schaffen. Ich wünsche es auch jeden, der einen Alkoholiker in seiner Familie oder seinem Umfeld hat. Aber nicht bis zu seiner eigenen Selbstaufgabe.

    Ich werde auch nie einem Co etwas zusprechen, was ich als Alkoholiker nicht halten gekonnt hatte.

    Nun war meine vorherige Post auch nicht spezifisch auf Sensual gemünzt. Da sie sich nicht als CO sieht, also nicht krankhaft handelt .Der Partner entgiftet und nüchtern ist. So wie ich es verstanden habe geht es da mehr um die Zurückgewinnung der Liebe.

    Hallo Elke,

    . Inzwischen kenne ich Deine Art zu schreiben und kann gut damit umgehen,

    das ist schön.

    aber für "Frischlinge" ist das vielleicht nicht immer so einfach.

    dürfen sie selbst entscheiden.

    Ich schreibe mal das "Gejammer" in Anführungszeichen und zum Kontext . Das hatte ich wohl vergessen.

    Zitat

    Es geht doch da noch nicht, um Hilfe annehmen.

    Erst "Jammern" ( auskotzen, sich mitteilen) dann kommt erst das erkennen, das Sie selbst Hilfe brauchen. Wenn die Erkenntnis nicht kommt , verschwinden sie wieder bis die Erkenntnis da ist.

    Das der eine oder andere nicht ganz mit meiner Wortwahl einverstanden ist, ist ja nichts Neues. Das ich dafür keine Goldwaage dabei habe, hat einfach nur einen Grund. Es geht hier um Sucht und nicht um einen Kaffeeklatch.

    Es gibt sehr viele die sich einen Weg raussuchen der einfach ist. Was auch normal erscheint. Nur gibt es aber auch noch sehr viele stille Mit- Leser und Nachahmer. Sei es auf der CO oder Alkoholiker Seite. Dafür haben wir auch ein gewisse Verantwortung.

    Ich denke wir lassen den Thread wieder Cayenne99

    es gibt Unterschiede zwischen Co und Alkoholiker, der Alkoholiker macht zuerst eine Entgiftung und wirft sein Suchtmittel in die Tonne und dann fängt er an an sich zu arbeiten.

    nun ist Entgiftung ja nur körperlich. Ansonsten ist es gleich. Ich konnte meine Flasche in die Tonne treten aber nicht alle Flaschen, die noch überall um mich herumstehen. Der CO kann sein Suchtmittel, in den meisten Fällen den Mann, in die Tonne treten aber es laufen ja noch andere Männer rum .

    Das geht nur über die psychische Ebene.

    Das Schwierigste finde ich immer Jemanden begreiflich zu machen daß er selbst sich ändern muß, das kommt oft lange nicht an

    Viele wollten einfach nur Gleichgesinnte treffen, die ihr Gejammer verstehen (sollen). Es geht doch da noch nicht, um Hilfe annehmen. Sie haben ja im Moment nur das Problem Jammern.

    Wer noch nicht bereit ist das zu tun, was sie selbst von dem Suchtkranken verlangen. Sich der Sucht mit aller Kraft zu stellen der wird zum Spielball seiner eigenen Sucht.

    Hab gelernt, Die Rückfallquote im 1. Jahr beträgt um die 90%

    Im zweiten Jahr sind das dann schon "nur" noch 75%

    ist auf 5 Jahre gerechnet hatte ich mal gelesen. Oder ? Ähnlich wie bei einer Krebs Therapie? In der Gesamtzeit seines trockenen Lebens sieht es jedoch anders aus. Aber jeder hat die Chance auf ein trockenes Leben. Viele leben es ja vor. Nur sollte man zwischen Wunschdenken und Realität die Grenze ziehen können. Sei es bei CO oder Alkoholiker.

    Hallo zusammen,

    da nun einige Neue dazu gekommen sind krame ich meinen alten Thread mal wieder nach oben.

    Zwischen Eigenempfinden des Co und seinen Suchtstoff Alkoholiker gibt es wenig Spielraum. Alkoholismus und die Co Krankheit hat jedoch etwas gemeinsam. Jeder kann sich da nur selbst helfen. Wenn er bereit ist Hilfe anzunehmen und nicht jede Hilfestellung wegdiskutiert.

    Vielleicht kommen ja noch Fragen die der CO einem Alkoholiker stellen möchte . Vieles steht hier ja auch schon drin.

    Hallo ,

    bei aller Liebe und deren philosophischen Bedeutung. Der Süchtige kennt im nassen Zustand nur eine Liebe. Das ist die Sucht und die hat er sich mit dem Trocken werden erstmal selbst genommen.

    Wir sind knapp 1 Jahr zusammen. Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich

    Sowas nennt man einen Drehtürpatient. Warum sollte es bei dir nun anders sein? Bist erst relativ kurz in sein Leben eingetaucht. Es gibt auch nicht viele Alkoholiker, die ein Leben trocken bleiben. Die Rückfallquote liegt schätzungsweise um die 90%. Das sollte man schon, zwischen seiner Loyalität und Liebesempfinden mit einrechnen.

    Entschuldige mal die klaren Worte. Jedoch ist Alkoholismus eine knallharte Krankheit.

    Hallo Xlausi

    Wenn ich das richtig verstanden habe, missbrauchen ja viele betroffene den Alkohol als "Medikament

    Natürlich begünstigen gewisse Umstände, das jemand zum Alkoholiker wird aber es ist nicht ein einzelner Umstand dafür verantwortlich.

    Alkoholiker wird man eben weil man den Absprung nicht schafft . So wie du untern geschrieben hast.

    Also sie werden ja nicht Alkoholiker, weil es cool ist

    Es wird auch keiner von heute auf morgen Alkoholiker. Es weiß auch keiner, wann der Übergang von Missbrauch zum Alkoholiker ist.

    Wie will man dann bei einem jahrelanges Saufen den Umstand herausfiltern? Es ist ist genauso schleichend wie die die Wesens Veränderung, was ein Hauptmerkmal eines Alkoholiker ist. . Nass in die Eine, trocken in die andere Richtung, ist dabei nichts ungewöhnliches.

    Hallo Sensual

    du schreibst von einem verloren gegangenen "WIR" Gefühl.

    Ist er von sich aus in die Entgiftung oder war es ein gemeinsamer Entschluss? Sah er sich selbst schon als Alkoholiker?

    Und wie lange warst du/bist du mit ihm zusammen?

    Aufgrund der Depressionen fällt es ihm schwer mir wirklich sagen zu können, was in ihm vorgeht.

    du schreibst in der Eingangspost.

    Er fühlt sich leer, sagt selbst, er ist momentan nicht er.

    Er hat es doch beantwortet.

    Eventuell auch mal aus einer anderer Sicht betrachten. Vielleicht ist die Liebe gar nicht das Problem, vielleicht braucht er nur die Zeit um mit sich selbst wieder klar zu werden?


    Deine Post liest sich jedoch für mich, das du mehr oder weniger schon für Dich mit ihm abgeschlossen hast. Diese Interpretation beruht sich auf meine eigene Erfahrungen aus der nassen Zeit.

    Hallo Sensual,

    ich frage mich gerade.

    Warum soll denn nach dem lösen des Alkohol Problem alles in Ordnung sein? Was eventuell schon längerer Zeit nicht in Ordnung war? Die Flasche weg stellen, löst doch keine Partnerschaftsprobleme. Klammert sich da der CO nicht an etwas, was im Vorfeld schon im Argen lag?

    Nun bricht für ein Alkoholiker nach der Entgiftung und Therapie erstmal eine Welt zusammen . Da braucht es Zeit alles neu zu justieren . Angefangen mit einem ehrliche Umgang mit sich selbst und seinem Umfeld. Da kommt alles auf dem Prüfstand. Wo hat der Alkoholiker dem Partner was vorgemacht, um eventuell in Ruhe wieder saufen zu können, wo war es ernst gemeint.

    Wieso fragst du ihn nicht was in ihm vorgeht?

    dass ich manchmal einfach echt überfordert bin und nicht die richtigen Worte finde.

    Kann ich nachvollziehen. Ich hatte ja sehr viele Änderungen, bei mir, in meinem Umfeld bei meinen Freunden vorgenommen. Ein alkoholfreies Zuhause geschaffen , Feste gemieden und vieles mehr. Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du schon was verändert?

    Das gefährlichste ist im alten Verhalten zu verharren und nichts zu ändern. Es reicht nicht aus nur darüber nachzudenken und immer wieder dagegen anzukämpfen, nichts Trinken zu müssen. Bleibe am Ball