Hoffentlich führt das nicht (mal wieder) dazu, dass sich der Suchtdruck meldet und dann mühsam bekämpft werden muss.
Ich schreibe mal aus meinem Erfahrungsschatz, unabhängig davon, ob es auf dich zutrifft oder nicht.
Das Trockenwerden war für mich nie ein Wunschkonzert, sondern es gehörte dazu, die Grundbausteine umzusetzen. Sie hatten durchaus einen Sinn, auch wenn dieser hier und da verborgen blieb.
Dass im ersten Jahr Sauf-Feste und andere Veranstaltungen meiden sollte, ist darauf zurückzuführen, dass man die Zeit nutzen sollte, um ein alkoholfreies Leben aufzubauen. Habe ich da was versäumt, dann sind sie eben nicht umgesetzt.
Das endet ja nicht abrupt nach 12 Monaten. Wie sollte es auch? Es handelt sich lediglich um Richtwerte. Sucht ist nicht an eine Uhrzeit gebunden und lässt sich nicht von Gefühlen, ob gut oder schlecht, beeinflussen. Das ist ein Irrglaube, der schon vielen Alkoholikern das Genick gebrochen hat.
Ich kenne Alkoholiker, die auch nach Jahren keine Feste aufsuchen, weil eben irgendwas nachträglich triggert. Ein alkoholfreies Getränk bestimmte Personen im Umfeld oder Gerüche können Auslöser sein und vieles mehr. Alkoholiker ist man mit allen Sinnen.
Es ist auch logisch, dass sich nicht alles vermeiden lässt ,aber was ist logisch an der Sucht? Sie ist im Gehirn nicht greifbar.
Wenn ich wiederholt Suchtdruck verspüre, könnte es sein, dass ich entweder einen Fehler mache, etwas falsch interpretiere, eventuell auch etwas was mir selbst nicht bewusst ist, oder ich meine Alkoholabhängigkeit eben noch nicht überwunden habe.
Ich war auch mal richtig froh, wenn mal Tacheles geschrieben wurden und hatte mich nicht wegen jeder Kleinigkeit der Sprache wegen angepisst gefühlt. Es muss ja einen Grund geben, warum es ernst, laut und energischer wurde
Das war es von meiner Seite. Entschuldige bitte die lange Einleitung.
Jetzt zu dir.
Was könnte es da bei dir sein? Was quält dich zu Saufdruck? Wo bist du unzufrieden, und welchen Umstand kann Saufen lösen?