Huhu,
ZitatAngrenzung
soll natürlich heißen: Abgrenzung!
Aurora
Huhu,
ZitatAngrenzung
soll natürlich heißen: Abgrenzung!
Aurora
Hallo Nanni,
hm, warum fühlst du dich nach Gesprächen mit deinem Mann schlecht? Ich habe es auch damals oft so empfunden, so als ob ich Backpfeifen erhalten hätte oder so...
Das waren wohl auch welche, bildlich gesehen. Ich kann dir sagen, wie ich es sehe. Heute.
In jedem dieser Gespräche wirst du klein gemacht, mit Worten. Das muss er nicht direkt tun, es gibt soooo viele versteckte Dinge, selbst die Körperhaltung kann da was machen! Er redet dir Schuld an allen möglichen Dingen ein, dadurch fühlst du dich unwert, nicht in der Lage, es zu erfüllen, was er braucht. Er redet dir Verantwortung dafür ein, dass es ihm nicht sooo gut geht mit irgendwas. Und dann sagt er, (also irgendwie übertragen), du schaffst es sowieso nicht, da was zu erfüllen...
So in etwa könnte es doch sein? War bei mir jedenfalls so. Und schlussendlich war ich dann auch immer wieder schuld daran, dass er ja trinken musste, so schlimm wie ich war...
.
Das ist nicht aufbauend. Ich habe da was wichtiges gelernt! Was dir auch schon meine Vorschreiberinnen geschrieben haben. Angrenzung, Stopp-Schilder hochhalten! Du darfst immer sagen, "stopp jetzt, genug, aufhören!" Oder du drehst dich um und gehst. Oder beendest das Gespräch, bei dem du nur kleingemacht werden sollst. Das hast du nämlich nicht nötig! Und du musst dich auch nicht rechtfertigen für was, dich erklären. Das bringt dir nichts und er wird es verdrehen und wieder gegen dich verwenden. Deshalb: Stopp-Schild, klare Ansage, konsequentes Verlasen der für dich schlechten Situation!
Ob du mit deinem Mann jemals wieder zusammenpasst, wer weiß? Da müsst ihr eine gemeinsame Basis schaffen und es ist fraglich, ob er das überhaupt will? Mit meinem Exmänne habe ich jetzt eine gemeinsame Basis, in der wir uns gegenüber treten können, wenn wir aufeinander treffen. Das passiert ja öfter, er wohnt nur um die Ecke, wir haben erwachsene Kinder und ein Enkelchen, was er und ich abwechseln hüten, wenn unsere Tochter arbeitet. Zu mehr als dieser Basis, dass wir uns nicht mehr gegenseitig beschuldigen müssen, ich mich nicht mehr rechtfertigen muss, ihm klare Ansagen mache, hat es nicht mehr gereicht! Wir sind gleichwertig! Aber das, was wir jetzt haben ist schon tausend mal mehr als das, was wir 20 Jahre vorher hatten...
Ich wünsche dir viel Kraft weiterhin auf deinem Weg und viele Grüße
Aurora
Hallo,
am 2.5.2007 habe ich mich hier angemeldet...Vor 3 Jahren also.
Ich hatte vorher im Net gesucht, weil ich für mich eine SHG finden wollte. Ich bin durch meine Arbeit zeitlich eingeschränkt und wollte auch nicht so weit fahren. Ich war aber verzweifelt, Exmänne war dauerbetrunken, ich hatte ihm ein Ultimatum gestellt und wusste, diesmal muss ich es machen. Sonst geh ich kaputt, im Prinzip war ich ja schon kaputt...
Ich gab also in die Suchmaschine ein: Alkoholiker Angehörige. Und raus kam dieses Forum. Ich las erstmal hier die Geschichten. Im offenen Bereich. Und ich heulte wie ein Schlosshund, denn ich las, dass es anderen so ging wie mir. Dass ich also nicht falsch sein konnte mit meinen Gefühlen, wie Ex es mir ja immer einredete.
Ich habe mich angemeldet und mein Fädchen hier gegründet. Und kurze Zeit nach dem ersten Eintrag bekam ich Antworten. Ich wurde willkommen geheißen, es wurde gesagt, ich kann dich verstehen. Menno, da habe ich erstmal nochmal geheult...
.
Weil ich ganz offen meine Dinge aufarbeiten wollte, wechselte ich schnell in den geschlossenen Bereich. Da bin ich ja noch, und mein Tagebuch ist ziemlich dick und prall gefüllt inzwischen. Da bekam ich Feedback, Anregungen, aber auch Trost und Kritik. Und Hirnfutter wie verrückt. Und ich habe diese Chance, die mir hier angeboten wurde, genutzt! Der Austausch mit all den Betroffenen, rund um die Uhr, das ist echt toll.
Ich habe viel aufarbeiten, erkennen und verändern können. Ich war und bin aktiv unterwegs für mich. Ich merke nun, dass ich meine Erfahrungen auch weitergeben kann an andere Menschen. Zurückgeben, was ich selbst erhalten habe, das finde ich schön.
Das wollte ich auch mal loswerden.
Aurora
Hallo Anesa,
es stimmt schon, hier im Forum siehst du nicht die Menschen direkt, so Auge in Auge... Das ist klar. Ich war damals, 1 Jahr, bevor ich mich endgültig trennen konnte, mal bei Al-Anon. Bei einer Sitzung. Das hat mir nicht gefallen, die Leute, die da waren und auch sonst. Na gut, es gibt Möglichkeiten, zum Glück gibt es noch andere Gruppen und es ist eine persönliche Sache, was dir gut tut oder nicht. Jeder hat da andere Vorstellungen und Bedürfnisse. Seit gut einem Jahr gehe ich mit meinem Lebengefährten, der Alkoholiker ist, in dessen SHG. Das ist ganz gut. Aber meine wichtigste SHG war und ist seit 3 Jahren hier! Weil hier so viele Betroffene sind, soooo viele Anregungen, sooo viel Austausch!
Bis du eine neue, reale Gruppe gefunden hast, kann dir ja hier der Austausch sehr nützlich sein.
Ich hoffe, du hast einen schönen Tag bei deinen Eltern!
Viele Grüße
Aurora
Hallo Monty,
auch wenn du denkst, du drehst dich im Kreis, es ist nicht ganz so. Denn du kreiselst dabei auch immer ein Stück weit nach vorne!
Schau hin! Du hast dir eine tolle Sitzgarnitur ersteigert, zufällig...
. Wer weiß... Gut, das Amt hat abgelehnt, ist schon blöd. Es gibt viele Widersprüche in den Systemen hier.
Aber Fakt ist, du lässt dich nicht mehr abschmettern. Du sagst, nöööö, Widerspruch, liebe Leute! Du stehst für deine Rechte ein! Ob mit viel oder weniger viel Erfolg ist erstmal egal. Du machst aber was. Und das ist wichtig. Das alles sind winzige, aber oberwichtige Schritte für dich. Du wirst immer stärker davon, weil du merkst, du erreichst irgendwas. Und wenn es nur das Gefühl ist, du hast nicht aufgegeben, sondern alle Möglichkeiten für dich ausgeschöpft.
So, und nun wünsche ich dir noch 'nen schönen Nachmittag.
Aurora
Hallo Ayki,
schööööön, wieder was von dir zu hören
.
Na, da ist ja was im Gange bei dir, du hast wieder ein paar Schritte machen können. Du hörst dich wieder ein gutes Stück sortierter an. Weitere Grenzen ziehen, das ist gut. Zusehen, dass es dir und den Kindern gut geht, das ist wichtig.
Ich drück die Daumen, dass es klappt mit der Kur.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag heute
und viele Grüße von
Aurora
Hallo Hermine,
ja, finde ich gut, dass du nachgedacht hast über mein Posting bei dir. Das fand und finde ich auch für mich immer als sehr wichtig und wertvoll. Egal, ob der Andere jetzt in's Schwarze getroffen hat mit seinen Worten oder nicht so ganz, es ist auf alle Fälle immer irgendwas dabei, was die grauen Zellen aktiviert. Und manche Dinge konnte ich zum Beispiel auf einmal ganz anders sehen...
Ja, ich verstehe dich, wenn du schreibst, dass du ihm das Beste auf der Welt wünschst. Es waren ja auch mal dolle Gefühle für diesen Mann in dir. Mir hat es auch immer so weh getan, wenn ich meinen Exmänne gesehen habe, hilflos, betrunken bis fast zur Besinnungslosigkeit, sabbernd... Das war Schmerz hoch 10, denn ich hatte ihn ja mal geliebt, wusste, wie er einmal gewesen war, was wir auch an Schönem erlebt hatten. Er ist damals trocken geworden, bei der Trennung, und das ist er noch. Ich freue mich für ihn dafür, ich meine, ich kenne ihn schon sooo lange. Ich freue mich für jeden, der es schafft, vom Suff wegzukommen, denn Alkoholabhängigkeit ist auch für den Betroffenen selbst nicht wirklich schön. Um's mal gelinde auszudrücken...
Aber Fakt ist eben, dass es nur der Betroffene selbst in der Hand hat, was mit ihm passiert. Auch diese Bevormundungen, die dein Ex da geschehen lässt. Das weißt du ja auch. Sich das immer wieder vor Augen zu halten, hilft. Beim Loslassen. Und Loslassen, dass ist es ja, was du gerade machst. So immer ein kleines Stückchen.
Das ist doch schon mal ein super Anfang:
ZitatIch wünsche MIR aber auch ein nettes Leben
Das hört sich doch guuuut an
. Die Chancen dafür stehen gut bei dir, denn du machst ja was. Du setzt dich mit deiner Co-Abhängigkeit auseinander.
Viele Grüße
Aurora
Huhu Nici,
jaaaaaa, war ich auch, viele, viele Jahre lang...
ZitatIch war die gute Tochter, die beste Freundin, die aufopfernde Ehefrau, die fürsorgliche Schwiedertochter, die liebste Mama....
Jeder durfte sich an mir bedienen! Denn dann fühlte ich mich wertvoll. Ich hatte die Fäden in der Hand, konnte dann auch bestimmen, wie es langgehen sollte. Es gab mir eine bestimmte Sicherheit, das Gefühl, ich wäre unentbehrlich...
Oft hatte ich Gedanken wie: ich hab doch da auch immer gemacht, warum macht er/sie/es nicht auch bei mir? Ich opfer mich so auf, wenn ich was brauche, bekomme ich soooo oft ein "nein, jetzt nicht", bzw. setzte ich voraus, das Andere wissen müssen, was ich brauche. Weil ich ja auch schon immer vorher wusste, was Jemand braucht, bzw. hab ich mir das eingebildet, es zu wissen. Also meine Dienste konnte Jeder haben, auch ohne Anforderung!
Und wo war ich? Hm...
Es ist ein Weg, zu erkennen, wer du bist und was du willst. Bauchgefühl, das ist ein Wort. In dich reinhorchen, was tut mir gut? Darauf vertrauen, dass du dort die richtige Antwort bekommst. Das wird dir gelingen, denn du bist gut auf deinem Weg dabei! Du lässt dich auf das Abenteuer "Ich" ein! Das lohnt sich! Aber immer schön langsam, nichts wird von heute auf morgen verändert. Das geht nicht. Plane mal eine gute Portion Geduld mit ein. Aber wichtig ist, machen, für dich selbst.
Ich bin ja jetzt schon gut 3 Jahre konkret unterwegs mit mir. Da kam ich an vielen Stellen vorbei, die mussten erstmal beackert werden, bevor ich weitergehen konnte. Aber echt, es wird auch immer einfacher mit der Zeit.
Ich wünsch dir einen schönen Tag heute
Aurora
Hallo Hermine,
ich schon wieder...
.
Du hast eine Menge Schuldgefühle, so kommt es mir vor. Du hast ihn "hängen lassen". Mit solchen Sachen wurde ich früher von meinem Umfeld auch stark unter Druck gesetzt, so von wegen: "Wenn du gehst, ihn hängen lässt, dann geht er ganz unter." Das hat im Laufe der Zeit so viel von vermeintlicher Verantwortung in mir erzeugt, dass ich ziemlich lange nach der Trennung noch mit meinen Schuldgefühlen zu kämpfen hatte deswegen.
Und andererseits machte es mich stolz, denn ohne mich schien nix zu laufen...Ich fühlte mich gebraucht, meinen Wert konnte ich nur über diesen Weg sehen. Über einen Weg, dass ich mich ausnutzen ließ, mich verantwortlich fühlte für Dinge, die garnicht meins waren.
Es ärgert dich, dass nun andere Leute Dinge übernehmen, die du für ihn gemacht hast. Früher. Und du erkennst ja auch, dass er dadurch irgendwie wie entmündigt ist. Ein kleiner Junge. Na, für ihn ist es bequem so, warum sollte er es ändern? Durch seine Sucht ist er sicher auch oft nicht in der Lage, die Realität zu sehen, er verdrängt wichtige Sachen. Gut, dass er seine Helferlein hat! Die hindern ihn ja aber regelrecht daran, mal hinsehen zu müssen, selbst Verantwortung zu übernehmen für sich. Im Prinzip hemmen sie doch eher was, als dass sie Veränderungen anregen können
.
Wenn er über dich erzählen will, wird das Gespräch abgeblockt. Hm... Das kränkt dich sehr! Immerhin hast du ja so lange Zeit all die Sachen für ihn gemacht. Was kränkt dich jetzt? Ich spekuliere jetzt mal was, nehme es mal an. Ob es stimmt, weiß ich natürlich nicht. Dich kränkt, dass sie nicht sagen, "ach Hermine, die ist so 'ne Tolle. Sie hat ja soooo lange mit ihm ausgehalten. Sie ist ja soooo stark." Du fühlst dich abserviert, so nach dem Motto, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan.
Deine Stärke und Kraft, dich selbst als wertvolle Frau musst du ja aber nicht darüber definieren, wie lange du ihm geholfen, ihm seine eigene Verantwortung abgenommen hast. Du bist stark und wertvoll, weil du diese Lebenssituation beenden konntest, als sie für dich unhaltbar wurde! Er ist raus aus deinem Leben, weil er dir nicht gut getan hat. Weil er kein Partner für dich sein konnte.
Du hast ihn nicht hängen lassen, du musstes auch nicht aufpassen auf ihn, denn er ist erwachsen! Er hat in der Hand, aus seinem Leben das Beste zu machen. Wenn er das auf diese Art macht und glücklich damit ist, dass andere ihn entmündigen sozusagen, dann ist es eben so. Du hast keine Schuld an nichts, hättest auch nie etwas verhindern können. Er macht alles genau so, wie er es für sich als richtig empfindet.
Was ist denn mit dir? Deine Gedanken kreisen noch viel zu sehr um ihn. Warum? Es tut weh, sich zu trennen, sich zu lösen. Ich schreib dir hier was, ich kann es nachvollziehen, was mit dir innerlich ist. Ich habe mich auch oft so gefühlt, am Anfang. Aber du hast nun dein eigenes Leben. Schalte doch deine Gedanken jetzt mal um, was er macht, ist seins.
Du bist raus da. Was die Anderen über dich da jetzt reden oder denken, kann dir wurscht sein. Verpflichtet bist nur du dir selbst. Und deshalb, jetzt ist deine Zeit! Zeit zum Leben, zum Lachen, zum Glücklich sein. Das geht natürlich nicht alles soooo schnell. Das ist nun mal so. Deshalb fang doch langsam an. Jeden Tag ein gutes Ding, nur für dich. Ein Buch schmökern oder ein Mittagsschläfchen halten, ein Schaumbad nehmen, dich schön zurechtmachen, was Leckeres kochen... Es gibt doch sicher was. Und nach und nach die Gedanken abschalten, den Kontakt abbrechen. Nicht mehr mit der Schwester telefonieren. Es kann dir doch egal sein. Auch wenn es das noch nicht ist, aber es ist doch besser für dich, wenn du dich da raushältst. Nichts mehr hörst. Denn ändern kannst du eh nix an seinem Leben. Nur an deinem!
Viele Grüße
Aurora
Hallo Hermine,
warum denn sollte sich dein Ex selbst um was kümmern, wenn er doch nun in seiner Schwester das perfekte Helferlein gefunden hat? Echt, der Mensch an sich ist bequem und sucht den für ihn einfachsten Weg. Lass sie doch machen, wenn sie es denn so will. Dich stört daran, dass du meinst, er würde dadurch sozusagen bevormundet. Da hast du Recht, sie nimmt ihm sein Recht auf Selbstverantwortung, genau so, wie Co's das zu gerne machen! Machst du das nicht auch? Warum denkst du, er sollte ein "normales, gutes Leben" führen? Vielleicht findet er es ja normal, so wie er bisher gelebt hat...
Warum stört es dich denn aber? Denn genau so ist es doch:
ZitatEs ist zwar nicht meine Sache, also nicht wirklich,
, du könntest aus dem 2. Teil des Satzes machen : also wirklich nicht...
Er ist dein Ex, aus Gründen, die zur Trennung da waren. Was er nun macht, ist seine Sache, wenn er gerne weiterleben will, wie bisher, ist es auch seine Entscheidung!
Mich interessiert aber was ganz anderes... Du sagst:
ZitatGuten Morgen ihr Lieben, ich hoffe es geht euch gut.
Ja danke, es geht mir sehr gut, denn ich habe gerade wieder wichtige Schritte für mich machen können, weil ich mein Leben selbstverantwortlich lebe und aktiv für mich unterwegs bin! Weil ich mir mein Leben schön mache, passend, was nicht passt, kann ich verändern, mich verändern.
Und du?
... Du schreibst nur über ihn, das ganze Posting lang. Was machst du denn eigentlich...Außer dich über seine Schwester zu informieren, wie es ihm geht und drüber nachzudenken, was da falsch laufen könnte für ihn
? Denn Fakt ist doch:
ZitatEs ist zwar nicht meine Sache, also nicht wirklich
...
Grüße von
Aurora
Hallo nici,
ich glaube nicht, dass du jemandem großartig erklären musst, warum du so lange nicht berufstätig warst. Es war deine Entscheidung und du hattest deine Gründe dafür.
Jetzt ist es anders, du hast dich entschieden, dass du nun wieder berufstätig werden willst, musst. Und dann kannst du ansehen, was du überhaupt für Vorstellungen hast, was du machen möchtest. Was du vorzuweisen hast an Qualitäten, und das ist bestimmt eine Menge! Mach dir doch einfach mal eine Liste, welche Qualitäten du hast! Da gehört alles rauf, also Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und so ( also so nach dem Motto: ich bin..., ich kann...) . Hast du schon mal überlegt, welche wertvollen Qualitäten du hast?
Spiel dir doch durch in deinen Gedanken, wie du dir ein Gespräch beim A-Amt vorstellst. Sieh dich im Spiegel an, lächel dich an, sag dir, welch wunderbare Frau du bist! Du bist mutig, du nimmst dein Leben in die Hand.
Du hast ja auch endlich klar erkannt, dass er sein Leben nicht verändern will und du ziehst deine Konsequenzen daraus. Das tut sehr weh, das zu erkennen. Du hast dich gut abgrenzen können, als er dir was vorjammern wollte. Das ist gut! Du brauchst seine Probleme nicht mehr, Verantwortung für sein Leben darf er auch selbst haben. Er muss mit seinen Dingen alleine fertig werden.
Es gehört dazu, wie du dich fühlst, das ist ein Teil des Abnabelungsprozesses. Es wird immer besser werden mit der Zeit. Es ist wichtig, diese Gefühle und Schmerzen anzunehmen als deine, denn sie gehören zu dir. Und wenn du jammern musst und weinen, mach das, schreib hier rein, was dich bewegt. Das tut nämlich gut!
Und nun liebe Grüße
Aurora
Hallo Monty,
ey, wie super ist das denn
! Ich freue mich echt für dich mit, ist doch schön, es passieren eben auch die guten Dinge rund um dich rum.
Ich wünsche dir einen schönen Tag
Aurora
Hallo Pe,
ich sag dir erstmal "Guten Tag!" hier im Forum.
Vielleicht kannst du ja auch schon hier https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php Antworten auf deine Fragen bekommen.
Und für dich noch ein wenig mehr erkennen dabei.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Welia,
mein Exmänne hat auch schon immer gerne getrunken und es hat mich seit Ende der 80er Jahre immer mehr gestört. Da merkte ich, es ist irgendwie nicht das "Malbesäufnis", sondern irgendwie anders
. Ab ca. dem Jahr 2003 ging er nicht mehr arbeiten, wurde irgendwann frühberentet... da kannte er kein Halten mehr.
Im Jahr 2005 ca. versuchte ich die ersten Male, mich zu lösen und holte mir Informationen. Da erfuhr ich von der Co-Abhängigkeit. Das es sowas gibt... irgendwie erleichterte mich das erstmal, denn ich sah, mein Verhalten war ja irgendwie "richtig", also ich meine, ich war nicht bescheuert, bekloppt oder wie sonst mich Ex betitelte, um zu zeigen, ich spinne und denke mir nur aus, dass er säuft.
Im April 2007 gab's das Ultimatum und Anfang Juni 2007 meinen Mietvetrag. Bis Mitte 2008 hat's ca. gedauert, bis ich sagen konnte, "ich will keine Beziehung mehr mit dir". Bis Mitte 2009 hatte ich noch zu kämpfen mit allen möglichen Ablösungsdingen. Am 17.5. ist die Scheidung, nach dann 28 1/2 Jahren Ehe, davon 25 1/2 gemeinsames Leben. Aber das steht auch alles in meinem Fädchen "Liebe und Hass", und in meinem Tagebuch, im Geschlossenen...
Aurora
Hallo Claudia,
tja, wie erkenne ich, ob mein Partner was ändern will
? Ich kann da nur aus meiner Erfahrung was sagen, wie es bei mir war...
Es gab das Ultimatum und ich suchte eine Wohnung. Er merkte, ich mache ernst damit. Da gab er sich nochmal so richtig die Kante. Ein paar Tage, nachdem ich meinen Mietvertrag unterschrieben hatte, hörte er auf zu trinken. Das steht ja auch in meiner Geschichte "Liebe und Hass". Er kam dann in die Klinik, da er fürchterlich auf Entzug kam, er wollte freiwillig da hin! Und er blieb ca. 14 Tage da.
Ich dachte, nun ändert er sich, und vielleicht können wir wieder zusammen kommen. Erstmal aber zog ich in meine Wohnung. Trinken tut er bis heute nicht! Was ich gut finde! (Hätt ich nämlich nicht gedacht
).
Gut, Exmänne war also alkoholfrei, was ich mir ja jahrelang gewünscht hatte. Aber geändert hat er weiter nix
. Das merkte ich halt immer mehr an seinem Verhalten. Er übte weiterhin Druck auf mich aus, versuchte, mich klein zu halten, Schuld an seinem Alkoholismus hatte eh ich, seiner Meinung nach! Wir haben viel gesprochen, ich war immer diejenige, die irgendwie am Pranger stand, oder in der Ecke. Über diese vielen Jahre des Saufens und meiner Co-Abhängigkeit wollte er nicht reden. Therapie auch nicht. SHG, auch nicht
.
Da merkte ich, es würde bald alles wieder so werden wie früher. Ob nun mit oder ohne Alkohol. Er der Macker, ich sollte das gefügige Weibchen sein. Nööö, das wollte ich nicht! Ich vertraute da endlich meinem Gefühl, trennte mich endgültig.
Wie lange hat das gedauert? Ca. 1 Jahr lang (nach meinem Auszug) hat es gedauert, bis ich endlich sagen konnte, "ich will keine Beziehung mehr mit dir!". Diese Schuldgefühle und Verantwortungsgefühle hatte ich bis vor ca 1/2 Jahr (also 2 1/2 Jahre nach der Trennung)... mal mehr, mal weniger. Und da hatte ich schon meine neue Beziehung. Aber emotional musste ich mich auch immernoch von der alten lösen. Wir waren aber auch 26 Jahre lang zusammen gewesen, haben 2 Kinder und ein Enkelchen
. Das spielt da sicher auch eine Rolle bei.
Jetzt fühle ich mich total abgelöst von ihm. Morgen in einer Woche ist die Scheidung! Ich bereue es nicht! Das Alte ist nun vorbei und bei mir verarbeitet. Das habe ich geschafft, weil ich es so wollte, mit Hilfe des Forums, mein Tagebuch im Geschlossenen ist seeeehr dick, mit Hilfe einer Therapeutin und meines Lebensgefährten
.
Es ist zu schaffen, du musst nur aktiv werden und deine Kraft und Energie für dich gebrauchen. Und Lust am Leben haben. Am lebenswerten Leben.
Aurora
Hallo,
kleines Sonntags-Update...
Die Situation bei mir auf der Arbeit hat sich verändert! Ich gehe da hin und weiß, ich bin wer, ich kann mich durchsetzen und für mich einstehen. Ich ströme anscheinend dieses Selbstvertrauen immer mehr aus, jedenfalls gehen meine Kollegin und der Chef auf einmal ganz anders wieder mit mir um.
So auf gleicher Basis ist es da jetzt. Respektvoll. Das war alles ein wenig verrutscht gewesen in den letzten Jahren, es verrutschte immer mehr, weil ich es verrutschen ließ. Oder aber es fiel mir erst in den letzten Jahren überhaupt auf
, hm. Seit ich es endlich geschafft hatte, mich aus der alten Lebenssituation immer mehr zu lösen, da begannen ja auch meine ganzen Veränderungen. Und mit diesen Veränderungen reagierte auch mein Umfeld anders und neu. Das musste so sein, denn anders ging es nicht mehr, mit mir umzugehen, ich ließ eben viele Dinge nicht mehr zu, sagte plötzlich "nein" und laut meine Meinung, machte klare Ansagen, handelte konsequent, all das mache ich ja seit dieser Zeit. Und deshalb konnte ich sehen, es gefällt mir nicht, was meine Kollegin da so macht mit mir, was ich mit mir machen lasse. Denn ich habe es nicht nötig, mich als Aushilfe behandeln zu lassen, als unmündiges Kind. Ich bin qualifizierte Mitarbeiterin! Ich kann was und ich bin wer.
Ich habe manches Ding zum Knabbern gehabt, angefangen im Familienkreis. Da musste auch erstmal was neu sortiert werden, denn ich bin ja auf einmal nicht mehr die kleine Tochter, sondern die erwachsene Frau, Mutter, Großmutter und Geliebte. Das war schwierig, mich da neu einzuordnen, in das Familienbild. Langsam ist es aber fertig, das neue Bild, und meine Sippe kann mich nun wieder nehmen, wie ich bin, neu, unbequem, aufmüpfig...eigenständig und furchtbar glücklich!
Ich habe es schon oft geschrieben und mir selbst auch gesagt, es ist nicht einfach, oft habe ich geheult, getrauert. War wütend, unglücklich, überfordert. Ich hatte Schuldgefühle bis zum Umfallen, es war sehr schwierig, mich nach 26 gemeinsamen Jahren aus der alten Beziehung und aus meinen alten Verhaltensmustern zu lösen. Die alten Muster, manchmal sind sie noch da, so wie im Falle meiner Arbeitssituation. Aber ich fühle mich darin nicht mehr wohl, merke es, und dann kann ich es ändern!
Das ist mein ganzes Geheimnis. Ich mag mich, wie ich bin, ich weiß inzwischen, was mein Wert ist. Ich habe Vertrauen darin, in mich, in dem, was ich mache. Ich vertraue meinen Gefühlen. Sehe sie als echt an und nicht mehr als Spinnerei, wie es mir vom Ex so viele Jahre eingeredet worden war. Wenn ich mich nicht gut fühle, fühle ich mich nicht gut. Also - muss ich was ändern!
Ja, das ist das Geheimnis, aktiv sein und nichts mehr hinnehmen, was mir nicht gut tut!
Aurora
Hallo Claudia,
diese ganzen Dinge, die da passieren, die kenne ich auch von damals. Es ist ein regelrechtes Schema, wie diese Dinge ablaufen.
Er versucht, dich wieder klein und folgsam zu machen, indem er erstmal eingeht auf alles. Er gibt sein Alkoholproblem zu, geht zur Beratung mit, zeigt Verständnis für alles, so in etwa hat das mein Ex auch gemacht. Du legst ihm Informationen hin, bietest ihm Hilfe an - hab ich auch gemacht. Er beginnt langsam aber sicher wieder mit dem Trinken, sowie er merkt, du wirst wieder weich. So in etwa.
Und so wird es immer weitergehen, wenn du nicht aussteigst aus diesem Wahnsinns-Karussell. Ich sag dir das so, denn ich habe manche Runde auf diesem Karussell gedreht...
Solange er nicht will, was ändern will, wird er das nicht, und du wirst dich immer wertloser fühlen, gescheitert in allen deinen Bemühungen und Anstrengungen.
Er redet dir ein, dass du ja Schuld hast, und du redest es dir selbst ja auch ein. Du denkst, er trinkt, weil du irgendwie was falsch machst oder verkehrt bist. Das ist aber Unsinn, er trinkt, weil er es will! Weil er es nicht schafft, aufzuhören. Er ist Suchtkrank!
Du machst ja Versuche der Abgrenzung, aber du lässt es immer wieder zu, dass er deine Grenzen überschreitet. Das Spiel kann immer so weiter gehen, wenn du nicht aussteigst daraus...
Du hast keine Kraft mehr... Kein Wunder, du machst ja soooo viel für ihn, kümmerst dich, lässt deine Gedanken kreisen, lässt ihm soooo viel Platz in deinem Leben. Grenzenlos.
Du hast ihm nun gedroht zu gehen. OK, also los dann. Es geht ja nicht immer von heute auf morgen, zu gehen. Denn es muss ja auch organisiert werden. Ich habe damals (vor 3 Jahren) meinem Ex ein Ultimatum gesetzt. Während dieses Ultimatums begann ich aber schon mit der Wohnungssuche. Und ich habe mich informiert, ich habe mir Hilfe gesucht. Und immer weiter gemacht. Ausgezogen bin ich erst einige Zeit später, denn dann erst hatte ich meine Wohnung und ein Bett darin, zum Schlafen. Du musst ja nicht alles stehen und liegen lasen und abhauen, aber du musst machen. Für dich! Deine Kraft für dich einsetzen! Für ihn hast du jetzt genug Kraft verschwendet, er will es nicht, na gut.
Du wirst sehen, wenn du für dich jetzt machst, wirst du dich auch immer besser abgrenzen können. Auf Diskussionen musst du dich nicht mehr einlassen, denn das bringt dir nix. Einfach für dich machen.
Ich wünsch dir einen schönen Sonntag - habe gerade gesehen, du hast Linde schon was geantwortet, na, ich schick das mal hier ab, vielleicht ist da ja auch noch was dabei für dich.
Mach's jut
Aurora
Hallo Monty,
weiß nicht, warum da was doppelt ist. Hm, egal...
Ich finde, du bist sehr mutig, denn obwohl du diese ganze Angst da in dir hast, machst du was! Du lässt dich nicht lähmen von der Angst! Und du hast all diese Dinge gemacht, obwohl du dich ängstlich dabei gefühlt hast und nicht gut. Du hast es aber trotzdem gemacht, denn es war gut für dich. Das finde ich mutig!
Na klar, bist du innerlich am Arbeiten. Das wird auch noch so weitergehen. Ich bin jetzt fast 3 Jahre getrennt, trotzdem arbeitet da ab und an noch was in mir
. In 9 Tagen ist die Scheidung...
Wie dem auch sei, ich wünsch dir einen guten Nachmittag und einen schönen Abend.
Aurora
Hallo Susanni,
der Schritt da raus aus der Beziehung, das ist der wichtigste Schritt! Alles baut sich darauf auf.
Du wirst dich auch emotional irgendwann getrennt haben, ihn immer mehr loslassen können. Ich war 26 Jahre lang mit meinem Ex zusammen, es hat lange gedauert, bis ich emotional getrennt war. Ich habe dafür die Hilfe vom Forum hier gehabt und die Hilfe einer Therapeutin. Und ich habe an mir selbst gearbeitet, mich verändert, mich immer besser kennen gelernt, bin nicht stehen geblieben.
Es dauert alles seine Zeit, das ist einfach so. Fang mal langsam an. Nachdem ich mich getrennt hatte, stand ich vor ähnlichen Problemen. Ach herrje, auf einmal hatte ich Zeit für mich alleine
, ich wusste garnicht, was ich damit machen sollte... Es war so ruhig auf einmal und so friedlich. Einerseits habe ich das immer mehr genießen können, andererseits war ich manchmal regelrecht überfordert, hätte alles auf einmal gemacht, am liebsten, konnte mich nicht entscheiden, kannte ja garnicht so richtig meine Bedürfnisse. Es war so ungewohnt, dass es nur mal um mich persönlich ging
.
Ich habe mir z.B. eine kleine Kamera gekauft und bin spazieren gegangen. Und habe geguckt. Ich habe Motive gesucht. Dabei konnte ich wunderbar entspannen und an nichts denken, außer an Motive. Das war eines meiner guten Sachen.
Eine Kurklinik kenne ich leider nicht...
Viele Grüße
Aurora
Hallo Monty,
momentan scheinst du das Gefühl zu haben, alles hat sich gegen dich verschworen. Och menno...
Na ja, es ist ja wirklich nicht immer einfach, das Leben zu bewältigen. Du hast eine Menge schlimmer Dinge hinter dir, hast es geschafft, deinen Ex loszulassen. Das ist enorm, welcher Schritt das ist! Das ist der wichtigste Schritt überhaupt!
Und nun mal laaaaangsam. Auf dich wartet noch die richtige Wohnung, wirst sehen. Das wäre doch gelacht! Das Erstbeste, auch wenn es dir so toll erscheint, muss nicht gut sein. So, wie die Dame von der Hausverwaltung sich benommen hat, kannst du froh sein, dort nicht zu wohnen. Die haben dich nicht verdient da.
Ich kann mir schon vorstellen, wie wertlos du dir vorkamst, aber es stimmt ja nicht! Du bist nicht wertlos, du hast eine Menge vorzuweisen. Mut zum Beispiel. Du bist mutig, weil du dein Leben selbstverantwortlich in die Hand nimmst. Du gehst auf's Amt, um etwas für dich zu erreichen, wow, ich kenne viele Leute, die trauen sich das nicht! Für die ist es der schlichte Horror.
Und du hast es geschafft, dich loszulösen von deinem Ex. Hast immer wieder die Polizei alarmiert, weil er dich bedrängte. Wow, das schafft nicht jeder!
Du hast eine Menge Energie, die du gut für dich nutzen kannst. Und zwischendurch darfst du Durchhänger haben und rumjammern. Das gehört auch dazu, das Gefühl, der Berg ist zuuuu hoch. Das Gefühl, es bewegt sich nichts. Ich weiß, wovon ich rede, diese Gefühle hatte ich auch oft genug auf meinem Weg. Trotzdem bewegt sich was, in dir drinnen, du merkst es bloß gerade nicht. Da werden neue Verknüpfungen gemacht, neue Sichtweisen entstehen, und auf einmal siehst du alles ganz anders. Weil du auf einmal ganz anders hingucken kannst.
Und nun lass ich dir mal ein Packen Positivität hier, extra von mir eingepackt, für dich
.
Viele Grüße
Aurora