Hallo Karotte,
jede Beziehung, die zuende geht, egal, ob sie dir gut getan hat oder nicht, erfordert ein Loslassen. Und loslassen tut auch weh, du musst ja auch hinsehen, wenn du willst, warum ist es falsch gelaufen, was ist da falsch gekaufen usw. Und dann siehst du was, was dir vielleicht auch nicht so gefällt. Das tut weh, und es erfordert eine gewisse Trauer, der Umgang mit dem Loslassen, auch eigener Angewohnheiten, damit in Zukunft Beziehungen anders aussehen können. So in etwa sehe ich das.
Und darum ist es wichtig und gut, diese Trauer auch zu haben, zu durchleben und zuzulassen. Es ist ja ein Teil deiner Gefühlswelt, gehört ganz eng zu dir dazu. Und du bist ja auch dir gegenüber sehr achtsam geworden, da siehst du dann ja auch vieles...
Warum fällt es dir so schwer, diesen Menschen los zu lassen? Na ja, du hast ja bestimmt schon eigene Träume gehabt davon, wie es laufen sollte. Vorstellungen, dass es eine gute Partnerschaft werden solle. Du hast ja auch noch bestimmte alte Strukturen in dir, z.B. dass du vieles ausgehalten hast, was dir da weh getan hat. Es fällt dir noch oft schwer, da eine Grenze zu ziehen, zu sagen, hey, das tut weh, das mach ich nicht mit. Ich bin mir mehr wert als das! Ich stelle mir das anders vor, wenn es so nicht läuft, dann tschüss...
Übrigens, reden finde ich auch sehr wichtig in einer Beziehung. Mit Exmänne ging das nicht, er nahm mich ja garnicht ernst mit meinen Bedürfnissen. In meiner jetzigen Beziehung geht das sehr wohl, wir reden miteinander, teilen unsere Freuden genauso wie unsere Bedürfnisse, Sorgen, Kümmernisse mit. Wir teilen das. Und darum können wir inzwischen auch oft zusammen sein, ohne zu reden, weil wir wissen, woran wir sind. Das ist schön.
Nun räumst du erstmal auf, guuuuut. Das wird dir unheimlich gut tun, zu entrümpeln. Denn wenn du außen was räumst, sortiert dich auch drinnen was.
Ich drück dir weiterhin die Daumen für die neue Arbeit, mach mal langsam und komm da auch an.
Liebe Grüße
Aurora