Beiträge von Aurora

    Hallo Karotte,

    jede Beziehung, die zuende geht, egal, ob sie dir gut getan hat oder nicht, erfordert ein Loslassen. Und loslassen tut auch weh, du musst ja auch hinsehen, wenn du willst, warum ist es falsch gelaufen, was ist da falsch gekaufen usw. Und dann siehst du was, was dir vielleicht auch nicht so gefällt. Das tut weh, und es erfordert eine gewisse Trauer, der Umgang mit dem Loslassen, auch eigener Angewohnheiten, damit in Zukunft Beziehungen anders aussehen können. So in etwa sehe ich das.

    Und darum ist es wichtig und gut, diese Trauer auch zu haben, zu durchleben und zuzulassen. Es ist ja ein Teil deiner Gefühlswelt, gehört ganz eng zu dir dazu. Und du bist ja auch dir gegenüber sehr achtsam geworden, da siehst du dann ja auch vieles...

    Warum fällt es dir so schwer, diesen Menschen los zu lassen? Na ja, du hast ja bestimmt schon eigene Träume gehabt davon, wie es laufen sollte. Vorstellungen, dass es eine gute Partnerschaft werden solle. Du hast ja auch noch bestimmte alte Strukturen in dir, z.B. dass du vieles ausgehalten hast, was dir da weh getan hat. Es fällt dir noch oft schwer, da eine Grenze zu ziehen, zu sagen, hey, das tut weh, das mach ich nicht mit. Ich bin mir mehr wert als das! Ich stelle mir das anders vor, wenn es so nicht läuft, dann tschüss...

    Übrigens, reden finde ich auch sehr wichtig in einer Beziehung. Mit Exmänne ging das nicht, er nahm mich ja garnicht ernst mit meinen Bedürfnissen. In meiner jetzigen Beziehung geht das sehr wohl, wir reden miteinander, teilen unsere Freuden genauso wie unsere Bedürfnisse, Sorgen, Kümmernisse mit. Wir teilen das. Und darum können wir inzwischen auch oft zusammen sein, ohne zu reden, weil wir wissen, woran wir sind. Das ist schön.

    Nun räumst du erstmal auf, guuuuut. Das wird dir unheimlich gut tun, zu entrümpeln. Denn wenn du außen was räumst, sortiert dich auch drinnen was.

    Ich drück dir weiterhin die Daumen für die neue Arbeit, mach mal langsam und komm da auch an.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Riona,

    da ist so einiges, was mir auffällt.

    Erstmal, du willst deine Mutter unter Druck setzen, :shock: , auch deinen Stiefvater... Hm, das wird überhaupt nicht klappen!

    Ich habe eine allerliebste Lieblingsfreundin, die hat früher öfter zu mir gesagt, trenn dich bloß, wie lange willst du das mitmachen usw. Da war ich immer regelrecht böse auf sie, wie kann sie das sagen, sie weiß ja garnichts, Exmänne kann ja auch wieder "lieb" sein, wie sollte ich das machen usw... Den Druck, dem ich mich ausgesetzt fühlte durch ihre Bemerkungen wie "du musst dich trennen", den schob ich weg, getrennt und gemacht habe ich erst, als ich das wollte, als ich in der Lage dazu war. Sie hat mich unterstützt, war immer eine Ansprechpartnerin, sehr, sehr wertvoll für mich! Aber machen musste ich selbst. So ist das mit den Angehörigen, Coabhängigen, genauso ist das mit dem nassen Alkoholiker.

    Deine Mutter und dein Stiefvater sind erwachsene Menschen. Sie haben sich entschieden, so zu leben, wie sie es tun. Aus welchen Gründen auch immer, sie wollen es so, bzw. können nichts daran ändern. Du musst es akzeptieren. Du kannst deine Hilfe anbieten, also sagen, wenn du, wenn ihr konkret was braucht, werde ich da sein. Wenn ihr wirklich was ändern wollt, werde ich euch zur Seite stehen, so gut ich kann. Vorausgesetzt natürlich, dass du es auch willst.

    Aber sonst? Du musst dich abgrenzen, sonst bist du doch selbst wieder in der Abhängigkeit mit drinnen. Helfen zu wollen, um allen Preis. Deine Meinung "aufzudrängen", Druck auszuüben, Kontrolle zu haben, meinen, verändern zu müssen... In deinem Leben bist du wichtig. Wenn du mit dem Lebensstil deiner Mutter nicht klar kommst, must du sehen, wie du dich abgrenzen kannst, damit es dir damit gut geht. Das hört sich hart und gemein an, nicht wahr... Aber es ist die Tatsache. Ändern und machen und tun kannst du nur für dich, für dein Leben. Alle anderen Menschen haben auch die Verantwortung für sich selbst. Und jeder hat die freie Entscheidung, so zu leben, wie er lebt, oder es zu verändern.

    Du sagst ja jetzt schon, es überfordert dich teilweise :roll: . Und deshalb, genau das hab ich jetzt versucht, hier zu schreiben:

    Zitat

    Ist ja nicht mein Problem, wenn sie die Krankheit nicht ernst genug nehmen und sich nicht informieren...oder?

    Genau so ist es...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    das ist schon eine Sache, so ähnlich ging es mir auch...

    Ich habe versucht, gemein zu Exmänne zu sein, habe rumgemeckert und gestritten mit ihm. Ganz oft, wenn wir zusammen unterwegs waren, nach der Trennung. Wir haben damals noch dauernd was zusammen gemacht, wir wohnen ja nur "um die Ecke" :? . Er hatte ja zu trinken aufgehört, als ich gegangen bin, somit war er ja auch nüchtern, und ein wenig der Mann, in den ich mich mal verliebt hatte...

    Und dann... Ich konnte eben nicht "Nein" sagen und Grenzen setzen. Er sagte (zum Beispiel):" Wollen wir morgen zusammen in den xxxPark gehen?" Ich so innerlich:" Nöööö, ich will doch zur Ruhe kommen, für mich sein..." Und äußerlich, was hab ich gesagt:"Hm, na eeeeeiiiigentlich, hm, na jaaaa, na dann müssen wir das eben machen."

    Und dann war ich furchtbar unzufrieden, denn ich habe "Ja" gesagt und "Nein" gemeint. Und dann war ich unzufrieden und habe gemeckert, er ging mir auf den Geist, ich meine, ich hatte mich ja "eigentlich" getrennt, das hatte ja auch einen Grund.

    Und dann habe ich versucht, dass er mich nicht mehr mag :shock: . Also ich meine, mit diesem Verhalten habe ich auch versucht, mich selbst abschreckend für ihn zu machen. Damit nämlich er die Grenze setzt, die ich mich nicht zu setzen getraut habe... Ich habe durch bestimmte Körperhaltungen, durch dieses Gezanke und Gemecker ihm ja unbewusst was zeigen wollen. Oft hatte ich auch meinen mp3-Player in den Ohren, ich meine, deutlicher kann es kaum noch sein...

    Das alles fiel mir nach einer Weile auf...

    Und ich dachte, ja, ich will die Verantwortung an ihn abgeben. Ich will, dass er die Beziehung beendet, endgültig, weil ich selbst Schiss davor habe. Vor der Endgültigkeit. Denn dann muss ich ja auch mit sämtlichen Konsequenzen daraus leben. Und ich hatte soooo viele Schuldgefühle, dass ich ihn verlassen hatte, im Stich gelassen hatte, die Familie "zerstört" hatte. All das hielt er mir ja natürlich auch brühwarm jedes mal vor! Dieses Rumgeeier ging ca. 1 Jahr lang! Da endlich konnte ich die Grenze ziehen und von mir aus die Beziehung beenden! Mit immernoch massig Schuldgefühlen, aber ich konnte damit immer besser umgehen.

    Und über die Vergangenheit reden :shock: .

    Aaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh, da war er ja soooooooooo empfindlich. Nööööööööööööööö, das wollte er nicht, niemals! Na gut, ich habe es akzeptiert, dass er nichts aufarbeiten will, er will verdrängen. Die alten Geister spuken wohl immer noch in ihm herum, es ist ja jetzt so, er trinkt zwar noch immer nix, aber geändert hat er auch nix. Wie lange das wohl gut geht....

    Na ja, es ist schlicht und einfach seine Sache! Die Verdrängung! Ich habe meinen Teil für mich aufgearbeitet, hier im Forum durch intensiven Austausch, durch die Therapie, durch reale SHG und meinen Lebensgefährten. Ich habe mir meine Hilfen gesucht und für mich gemacht! Denn ich wollte ja was ändern, an mir und meinem Leben.

    So, mal wieder ein Roman hier :? . Und das noch vor'm Frühstück :lol: .

    Mach's mal jut und ganz wunderschöne Ostern
    Aurora

    Hallo an alle, die hier vorbei kommen!

    Schöne und ruhige, lustige und stressfreie Ostern!


    Stella :D , genau das liebe ich an Kindern so sehr. Spontanität, Lebenslust, Gackern und Kichern und einfach sein, Musik von Weihnachten an Ostern, ey, das is'n Ding :lol: . Manchmal können wir uns von den Kleinen echt 'ne Scheibe abschneiden...

    Aurora

    Hallo Riona,

    ich finde auch, dass du es richtig siehst und deine Mutter so ähnlich lebt wie die Oma.

    Und es ist richtig, sie muss aktiv werden für sich selbst, wenn sie daran etwas ändern will. Anders geht das nicht. Was kannst du denn da machen? Du kannst ihr Informationen geben, ihr Gespräche anbieten. Du kannst ihr Informationsmaterial geben oder Bücher empfehlen über Alkoholismus, Coäbhängigkeit. Auch wenn du meinst, sie ist nicht coabhängig... Alles das machst du ja auch schon für sie oder hast es auch schon gemacht.

    Und dann kannst du nichts weiter für sie machen. Du kannst sie nicht an die Hand nehmen und rauszerren aus ihrer Beziehung! Genauso wenig wie du einen nassen Alkoholiker trocken legen kannst, genauso wenig kannst du Jemanden aus einer Beziehung befreien! Das muss sie schon selbst tun...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    und huhu Ulrike :D , jaaaa, ich konnte was anfangen mit deinen Worten...

    Jetzt ist es fast drei Jahre her, dass ich meinem Exmänne ein Ultimatum stellte, entweder Alkohol oder ich... Obwohl mir da auch schon heimlich innerlich klar war, es gab kein entweder oder, ich wollte im Prinzip garnicht mehr mit ihm zusammensein, weder mit noch ohne Alk...

    Es hat ja auch echt lange gedauert, bis ich mich so richtig lösen konnte, ich merke jetzt erst so richtig, dass auch wirklich alle Schnüre gekappt sind zwischen uns. Meine Güte, damals hätte ich es mir nicht träumen lassen. Erstmal, dass es sooo lange dauert, dann dass es sooooo weh tut, dass es soooo viel Kraft kostet, aber andersrum auch, dass es sooooo gut ist, dass die Kraft soooo gut investiert ist, dass das Leben sooooo einfach, bunt und schön sein kann!

    Ostern werden wir schön verbringen, Dante und ich. Heute ist er ja erstmal noch arbeiten, na ja, wat mutt dat mutt... Morgen muss ich nochmal arbeiten :? . Sonntag werden wir bei meinen Eltern sein, das wird aber auch immer ruhiger, die Zeiten der großen "Feten" sind zum Glück vorbei. Die Familie wird auf der einen Seite immer weniger, gerade ist wieder eine Tante verstorben... Auf der anderen Seite aber auch wieder größer, dat Erbschen ist ja nun schon eine Nachfolgerin der Nachfolger... :roll: . Alt bis jung, das ist schön, nebeneinander zu sehen. Es geht eben immer weiter!

    Am Montag werden wir hier bei uns brunchen, denn Dante hat Geburtstag. Das wird die erste alkoholfreie Feier in unserem Haushalt, bislang hatten wir noch keine Besucher eingeladen, seit wir zusammen sind. Jedenfalls nicht in solchen "Ausmaß". Es sind ca. 12 Leutchen, die da kommen...

    Ich bin froh, dass sie unsere alkoholfreie Lebensweise akzeptieren, trotzdem kommen, obwohl es nix zum Saufen gibt. Das zeigt mir, sie erkennen uns an, wir sind ihnen wichtig, sie kommen gerne. Das war für mich schon wichtig, das mal zu "testen", denn Menschen, die uns nicht nehmen, wie wir sind, haben keinen Platz mehr in unserem, in meinem Leben!

    Soooo, langsam werde ich mal in die Gänge hier kommen.

    Schöne Ostern für alle, das wünscht
    Aurora

    Hallo Monty,

    du fragst:

    Zitat

    bin wirklich Schuld an allem?

    da sag ich mal einfach: nööööööööööööö!

    Niemand ist alleine Schuld an irgendwas, es gibt immer mindestens zwei Seiten! Lass dir da nichts einreden von ihm. Sicher hast du auch deine Fehler gemacht, aber das macht ja jeder. Deshalb bist du noch längst nicht die alleinige Schuldige...

    Als ich mich damals trennte, hatte ich ja ca. 1 Jahr lang auch noch meinen Exmänne dauernd am Hals :? . Weil ich keine Grenzen setzen konnte, mich nicht getraut habe, "Nein" zu sagen, weil ich mich schuldig fühlte, weil ich ihn ja verlassen hatte. Da gab es oft auch so ähnliche Gespräche wie deines da jetzt. Ich habe ihm was vorgeworfen, weil ich meine Trennung auch irgendwie rechtfertigen wollte. Ich hatte dauernd das Gefühl, ich müsse ihm was erklären. Dabei war ich auch oft dann laut und anklagend...

    Er hat auch ähnlich reagiert, hat gesagt, ich solle mal aufhören, es wäre vorbei, ich würde alles kaputt machen, er wäre ja jetzt ein Anderer, weil er ja nicht mehr trinkt...usw. Das hat mich immer mehr gefrustet, ich wollte ja, dass wir was gemeinsam aufarbeiten oder so, er wollte alles nur verdecken, was mal war. Er wollte nicht hinsehen, es war ihm wohl zu peinlich, zu anstrengend...

    Und er hat auch damit wieder meine Co-Knöpfe gedrückt, mich damit auf irgendeine Weise auch unter Druck gesetzt. Mich klein gemacht mit seinen Äußerungen, mit den Andeutungen, wie schlimm ich wohl wäre, weil ich dauernd in der Vergangenheit rumwühlte. Und er hat mir damit auch Schuldgefühle eingeredet, ich habe mich dadurch ja auch wieder verkehrt und minderwertig, als irgendwie nicht in Ordnung gefühlt :roll: .

    Geholfen hat mir da endlich, als ich diese Gespräche nicht mehr führte. Als ich klar sagen konnte, genug jetzt. Als ich mich abgrenzen konnte, gelernt hatte, "Stopp" zu sagen, wenn er anfing, mich zu verletzen oder anzuschuldigen. Und als ich ihm auch klar sagen konnte, es ist vorbei, ich lebe jetzt mein Leben alleine, aus uns wird nix mehr.

    Ab da wurde es klar zwischen uns, ich musste ihm nichts mehr vorwerfen, er hatte keinen Grund mehr, mich anzuschuldigen. Weil ich ihm ja keine Angriffsfläche mehr bot.

    So, lange Rede, kurzer Sinn, oder so, ich hoffe, dir geht es inzwischen etwas besser.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    ich wünsche dir einen schönen Urlaub! Ich wünsche dir, dass du für dich ein paar schöne Tage haben kannst, alles andere hast du ja nicht in der Hand.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    meine Daumen sind gedrückt für einen guten Start heute!

    Und ja, trauern ist sehr wichtig! Diese Gefühle zuzulassen, sie zu akzeptieren als Teil seiner selbst ist ein wichtiger Schritt. Ich finde aber auch, du hörst dich schon ganz anders an, als ich es kenne von deinen Zeiten hier! Und ich kenn dich ja schon eine Weile :wink: .

    Da hat sich schon eine Menge auch bewegt bei dir. Das finde ich toll.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    du meinst, du hättest es noch nicht wirklich geschafft...

    Ich denke für mich oft, werde ich es jemals geschafft haben, geht das überhaupt :roll: ? Sich aus dieser Beziehung zu lösen, in meinem Falle habe ich es geschafft, aber es hat gedauert. Meine alten Muster, die mich haben coabhängig werden lassen, da bin ich noch dabei. Ich muss immer wieder achtsam sein! Verhaltensänderungen sind schwierig und dauern lange, es ist ein lebenslänglicher Prozess, glaube ich.

    Lass dir doch alle Zeit, die nötig ist dafür, es geht ja nicht von heute auf morgen. Es sind zu viele alte Muster, die dich da ja auch noch immer bestimmen. Wichtig ist ja nur, dass du eben machst, nicht aufgibst oder stehen bleibst!

    Mir haben diese ganzen Dinge gebracht, dass ich mein Leben nun sowas von intensiv leben kann. Dieses achtsame Umgehen mit mir selbst, damit ich meine alten Muster nicht mehr dauernd lebe, das macht mich auch sehr offen für mich selbst und meine Umgebung. Und ich kann es wahrnehmen und mich freuen, wenn ich sehe, wie die Fortschritte sind.

    Soso, er will den Brief nicht öffnen, na ja, es ist ja sein Brief, soll er ihn öffnen, wann er will. Da verdrängt er ja auch nur was, denn er wird nicht drumherum kommen, gerade zu stehen für die Dinge, die passiert sind. Du musst dich doch dafür nicht rechtfertigen oder ein schlechtes Gewissen haben, denn du hast ja gemacht, was für dich gut ist! Du hast dich ja selbst geschützt damit, wer weiß, was sonst schon noch alles passiert wäre... Das sind jetzt die Konsequenzen davon, auch damit musst du leben. Er hat dadurch eine Grenze gesetzt bekommen.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag, hey, noch scheint ja die Sonne :D , hoffe, es bleibt so...

    Aurora

    Hallo Karotte,

    auch wenn es weh tut, es hat wohl schon einen Sinn gehabt, die Sache mit Mr. Mail... Es hat dir nochmal die Augen geöffnet, dir Klarheit gebracht.

    Nun kannst du geradeaus deinen Weg machen. Da hast du ja auch schon ein paar nette Termine, und die neue Arbeitsstelle wird ja auch erstmal volle Aufmersamkeit fordern.

    Ich hoffe, du wirst dich über Ostern dann ein wenig ausruhen können, Kraft schöpfen können. Machen können, was dir gut tut.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Anke,

    schön, dass du hier bist :D ! Bestimmt hast du schon die eine oder andere Geschichte gelesen. Es gibt sehr viele Parallelen in den Geschichten. Das ist mir damals, als ich hier ankam, als erstes aufgefallen. Und es hat mich irgendwie beruhigt, denn ich wusste, hier würde man mich verstehen. Und ich sah endlich, dass ich nicht spinne, wie es mir mein Exmänne immer versucht hat einzureden, wenn er wieder abstritt, getrunken zu haben, wenn er meinte, das Wasser in den Bierflaschen sei wohl zufällig da drinnen und ein Fehler der Brauerei...

    Dann fang mal langsam an, deine Schritte zu gehen. Du schreibst, du willst dich trennen. Hast du denn schon konkrete Gedanken dazu, oder ist es erstmal die Idee? Ich bin gespannt, mehr von dir zu hören.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Kerstin,

    das Schicksal gibt dir eine Aufgabe nach der anderen auf. Du hast an diesen Schicksalsdingen aber auch viel gelernt, du bist gewachsen daran. Du kannst stolz auf dich sein, du hast dich nicht umhauen lassen! Stehauffrauchen...

    Zu deiner Tochter bzw. zum bestandenen Examen gratuliere ich dir und ihr auch. Du bist eine gute Mutter! Das habe ich immer gedacht, wenn ich gelesen habe, wie du über deine Kinder schreibst. So liebevoll.

    Und jetzt bekommst du noch einen dicken Drücker. Und ganz viele liebe Grüße von
    Aurora

    Hallo Julchen,

    na eeeeeiiiiin Glück, das du da bist, dachte eben schon, du hast dich verabschiedet und war ganz traurig... Da bin ich doch gespannt, wie dein Leben jetzt weitergeht. Rosarot und schönblauer Himmel, paar Wolken zwischendurch aber ganz viel lachen, leben und vielleicht auch mal wieder lieben... :roll: .

    Aurora

    Na hallo Karottchen,

    das ist doch mal 'ne tolle Nachricht :D ! Das hört sich doch gut an, du hast den Job bekommen, die haben sich schon was dabei gedacht! Die hätten dich doch nicht genommen,wenn sie dich nicht für fähig halten würden. Siehste, es geht weiter...

    Liebe Grüße und ich freu mich für dich
    Aurora

    Hallo gefallener Stern,

    was sollst du machen? Ihn gehen lassen, denn er ist ein freier Mensch.

    Und sonst?

    Das Leben ist schön, es ist bunt und lustig! Wenn du es willst! Du hast doch die gleichen Rechte, bist eine freie Frau. Also los, worauf hast du denn Lust? Was machst du gerne? Kannst du Freunde treffen, in's Kino gehen, shoppen, gute Bücher lesen... irgend etwas, was du so schön findest. Nutze diese Zeit ohne ihn doch für dich!

    Selbst wenn du ihn zwingen könntest, dass er zuhause bleibt (sowas habe ich auch versucht, damals :( ) wird es nicht schöner für dich werden. Denn seine Laune wird dann dementsprechend sein. Also los, es ist deine Zeit, mach was draus....

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    erstmal "danke" Monty :D , es stimmt, was du sagst! Ich habe sehr oft die Gedanken der Anderen gedacht, also was ich meinte, was sie denken könnten... So ganz habe ich das noch nicht aus mir raus, aber es wird besser :D . Je selbstsicherer ich werde, desto weniger muss ich mich in anderer Leute Köpfe reindenken.

    Mir geht es gut. Die Erkältung ist auf dem Rückzug, das Wetter für ein paar Tage bombig :D . Was will frau mehr...

    Sohn ist gut angekommen in seiner Bude, letztens war ich mal da, na, muss doch gucken, ob alles in Ordnung ist :oops: . Da war ich, so ganz unangemeldet...

    Und was soll ich sagen, die Bude ist ordentlich, sauber, so gemütlich wie möglich eingerichtet :shock: . Hey, das ist mein Sohn :D . Der kein Staubtuch früher anfassen konnte, schon garnicht einen feuchten Putzlappen :lol: oder einen Staubsauger...

    Das hat mich jedenfalls gefreut, muss ja doch was angekommen sein bei ihm, mit meiner Erziehung. War wohl doch nicht alles so verkehrt, wie mir da so oft eingeredet werden sollte von meiner "netten" Schwiegerfamilie, von Exmänne.

    Gestern waren mein Lebensgefährte und ich auch endlich wegen Teppich gucken. Wir haben ja Schlafzimmermöbel bestellt, vorher soll ja auch noch gestrichen werden und ein neuer Teppich rein. Der, der da jetzt drinne ist, war ja schon drinnen, als ich eingezogen bin. Da war er schon nicht mehr sooooo dolle, ich war aber damals froh, mir erstmal diese Investition sparen zu können. Denn zu diesen Zeiten hatte ich ja noch furchtbare Angst vor dem Geldausgeben, vor allem, mir was zu gönnen.

    Exmänne hatte mir ja immer schön versucht einzureden, ich wäre eh zu blöde mit dem Geld, würde bei Hartz IV landen, alle in den Ruin treiben. Ich habe es mir einreden lassen, lange Zeit, es hat mich festgehalten, unter anderem. Und mir noch lange Zeit Angst gemacht. Nun sehe ich, wie gut ich auch alleine klarkomme, klargekommen bin. Ich bin nirgends gelandet, in keinem Ruin! Sondern im Glück :D ...

    Die Teppichaffäre haben wir gestern geklärt. Da geht es weiter. Und ich freu mich wie dolle darauf, wie schön wir es dann haben werden. Hach, das Leben macht Spaaaaaass!

    Aurora

    Hallo Candygirl,

    es ist diese Angst... ganz viele Ängste.

    Ich kenne diese Ängste leider zu gut :( . Bei mir war es zum Beispiel die Angst vor dem Nachhausekommen. Ich wusste dann zu bestimmten Zeiten nie, wie ich ihn vorfinden würde. Wenn wir schöne Sachen geplant hatten, dann hatte ich Angst, er ist wieder voll. Oder wenn sich Gäste angesagt hatten. Oder wenn ich gerade dachte, es wird alles gut...

    Die schlimmste Zeit war, als er auch drohte, dich umzubringen, als er dann immer exzessiver trank. Da hatte ich Angst, er hängt da irgendwo, Angst, er könnte an seinem Erbrochenen erstickt sein, ersticken, Angst, er könnte was machen, sich verletzen, hinstürzen, undundund... :( . Zum Schluss wurde er auch gegen mich immer aggressiver, bedrohte mich auch sexuell...

    Und dazu meine eigenen Ängste, tausend und tausend... Angst vor einer Trennung, Angst vor den Konsequenzen, Angst vor dem Alleinesein, Angst vor finanziellen Verlusten, Angst, es alleine nicht zu schaffen, undundund...

    Du musst schön langsam mal machen. Aber machen musst du was, wenn du da raus willst. Es geht ja auch nicht alles von heute auf morgen, denn da ist eine Menge.

    Du kannst dir deine Ängste mal ansehen, ganz genau und vor allem ganz ehrlich zu dir selbst! Und dann kannst du überlegen, was du daran ändern kannst, wo du dir Hilfe suchen kannst. Denn es gibt für alles einen Weg. Die Ängste hindern dich aber daran, diese Wege zu sehen, sie lähmen dich. Du musst dir schon im Klaren sein, dass es nicht einfach ist, dass es weh tut. Aber jetzt tut es ja auch weh und ist nicht einfach, und es wird noch schlimmer werden...

    Hol dir Informationen, lass dir sagen, was deine Rechte und Pflichten sind. Dann hast du schon mal was konkret in der Hand. Informiert Sein gibt viel Sicherheit!

    Das sind alles meine eigenen Erfahrungen, die ich dir hier so kurz mal geschrieben habe. Ich habe mich nach mehr als 25 Jahren Ehe getrennt, habe es geschafft. Aber ich würde niemandem raten, es mir nachzumachen, also ich meine 25 Ehejahre, von denen eben so viele Jahre keine Ehe mehr war, sondern Suff, Kontrolle, Zwang, Angst, Druck, Verzweiflung...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    na sieh mal an, mit welchen bescheidenen Dingen du zufrieden zu stellen bist... wenn er nur so viel trinkt, dass er sich wohlfühlt, keimt in dir ein zartes Hoffnungspflänzchen :roll: .

    Ist das tatsächlich der Sinn, den du in deinem Leben siehst, dich damit zufrieden zu geben. Mit solchen halben Dingen. Bist du dir wirklich nicht mehr wert :roll: ?

    Du weißt doch, dass es ein Trugschluss ist, das alles. Du schreibst ja selbst, dass die "schlechten Zeiten" wiederkommen werden. Und das werden sie, ich schwör's dir! Ich hab es ja auch so erlebt... :( .

    Es wird nichts nützen, so wie es aussieht, will er nicht aufhören zu trinken. Du musst dir tatsächlich mal konkret überlegen, was du nun willst. Halbe Sachen, einen Mann, der mal anstatt sonst "voll" ein Wochenende nur "halbvoll" ist oder ein Leben mit Beständigkeit, mit Sicherheit für dich und deine Kinder. Mit Qualität und Freude, mit Lachen und Glücklichsein, mit Zuverlässigkeit und fröhlichen Dingen.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    dann will ich mal ein kleines Up-Date hierlassen.

    Mein Sohn ist ja nun ausgezogen. Er ist ja nach meinem Auszug und der Trennung von Exmänne bei seinem Vater wohnen geblieben. Das hat mit oft schlechte Gefühle gemacht, Schuldgefühle. Dass ich gehen konnte und er ist geblieben. Dabei war es seine ureigenste Entscheidung! Denn er hatte die Option mitzukommen, und er ist erwachsen. Bei der Trennung war er gerade 22 geworden... Im Mai wird er 25, mein "Kleiner"...

    Ich habe soooo oft gedacht, er denkt böse über mich, er kam ja auch nicht oft hier mal rum, obwohl ich ja "um die Ecke" wohne. Nun ist er also ausgezogen, in eine kleine Bude, mein Lebenspartner hat übrigens viel beim Umzug geholfen und die beiden mögen sich und kommen super klar :D . Auch meine Tochter und mein Schwiegersohn und dat Erbschen mögen ihn seeeehhhrr. Das ist eine große Erleichterung für mich und macht mich unwahrscheinlich glücklich.

    Nun weiter... Letzte Woche rief Sohn also an, ob ich Zeit hätte, wegen Vorhängen und Küchenschränkchen mit ihm zu gucken. Weil, "du kennst dich doch da aus, Muddi!" Da war ich schon sehr glücklich drüber, dass er mich um Rat und Hilfe bittet, er wollte sonst immer nie etwas annehmen, was von mir kam, lange Zeit nicht unbedingt jedenfalls. Er wollte sich einfach abnabeln und hat das gemacht, aber holla, nicht zu knapp...

    Und gestern sind wir also losgezogen, bzw. erstmal kam er hier an. Und er hat noch einen Happen gegessen und dabei haben wir geredet, und geredet, und geredet... Und ich konnte einige Dinge klären und er auch und nun haben wir eine ganz neue Basis. Einfach überwältigend! Für mich! Er meinte:"Mööööönsch, du hast dich soooo dolle verändert, klasse!" Ehrlich, sowas aus dem Mund des Sohnes zu hören, meines Sohnes, das ist mir was wert, da platze ich fast vor Glück! Denn sooo lange dachte ich, er hält sich lieber fern von mir, weil ich gegangen bin...

    Nöööö, das hatte nix zu tun, alles paletti. Und er findet die Scheidung gut, weil es ehrlich ist.

    Ja, soviel mal ganz kurz hier. Wieder ein Schritt, den ich machen konnte, wieder positives Feedback von einem Menschen, der mir unglaublich wichtig ist. Das tut gut und gibt mir wieder Aufschwung. Kraft, Mut, Lust am Leben. All das hab ich ja inzwischen eh, aber jetzt ist wieder was geklärt, da kann ich wieder ein Kapitel abschließen in mir und in meinem Regalsystem verschwinden lassen. Ganz hinten.

    Aurora