Beiträge von Aurora

    Hallo Dakini,

    leider geht es so, Änderungen im Leben gehen oft nicht ohne Schmerzen ab, Änderungen sind schwierig, denn eingefahrene Gleise müssen verlassen werden. Alt Vertrautes, auch wenn es nicht immer gut war, ist eben alt Vertrautes...

    Du machst das gut, hast eine Menge Klarheit für dich gewonnen. Das Gespräch mit den Kindern, ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach war. Meine Kinder haben damals mich unterstützt, sicher hat es ihnen auch weh getan, dass die Familie auseinander ging durch meinen Auszug, andererseits aber sahen sie auch viel eher als ich, dass es das Beste war! Denn eine dauertraurige, dauernörgelnde, dauerverzweifelte Mutter fanden sie wohl auch nicht soooo doll...

    Es ist gut, dass du erstmal zu einem Verwandten ziehen kannst, deine weiteren Schritte planen kannst. Vor allem, dass du Abstand dadurch gewinnen kannst! Ich drück dir weiterhin die Daumen für deinen Weg.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Dakini,

    ich denke auch, dein Mann glaubt es nicht so recht, dass du es jetzt wahr machst. Meiner hat das auch nicht getan, hat mich sogar ausgelacht, zu unserem Sohn gesagt, die macht das doch eh nicht... :( .

    Da habe ich richtig gesehen, erkannt, wie unglaubwürdig ich geworden war für ihn. Weil ich immer nur rumgeeieret habe, weil ich immer wieder geglaubt und gehofft hatte, es könnte wieder gut werden.

    Als er dann merkte, diesmal ist es mir wirklich ernst, da hat er nochmal voll auf meinen Co-Knöpfen rumgedrückt... Aber hallo...

    Das war sehr, sehr schwierig für mich. Er tickte regelrecht aus, war nur noch betrunken, machte Druck, redete mir Schuldgefühle wie verrückt ein, appelierte an alle meine vermeintlichen Verantwortungen. Das war sehr schwer für mich, aber hier im Forum habe ich auch sehr viel Verständnis, Unterstützung, aber auch Anschubse erfahren.

    Ich wünsche dir viel Kraft für das Gespräch mit deinen Kindern. Sie werden dich sicher verstehen. Und es ist gut, dass du dich gewappnet hast für die Reaktionen, die von deinem Mann kommen werden. Du kannst hier auch jederzeit alles loswerden!

    Und schlussendlich ist es für dich! Dafür, dass du endlich wieder leben kannst. Wenn du dir das vor Augen hälst, wird dir Vieles leichter fallen. Und nun wünsche ich dir weiterhin viel Mut und Kraft für deinen Weg

    Aurora

    Hallo,

    liebe Monty :D , ganz lieben Dank für dieses schöne Kompliment!
    Das Wetter wird auch immer besser, wir haben noch eine gute Woche Urlaub vor uns.

    Ansonsten geht es hier wieder ganz ruhig zu. Ich genieße den Urlaub, heute haben wir auch einen schönen Ausflug gemacht. Urlaub ist was Feines :D .

    Aurora

    Hallo Dakini,

    du machst nun einen neuen Schritt, in dein Leben, dass für dich wieder ruhig und lebenswert sein wird.

    Ja, schreib auf, was dich beschäftigt, bedrückt, wenn du magst, das wird dir sehr helfen können. Dein Mann versucht ja schon, deine Co-Knöpfe zu drücken, dich unter Druck zu setzen, damit du wieder weich wirst und deine Pläne aufgibst.

    Aber du hast ja nun schon eine Menge erkannt für dich, für deinen Weg. Geh mal schöööön langsam weiter. Du wirst das schaffen!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    Mitleid - das ist eine gute Beschreibung von dem, was ich auch zeitweise empfand für meinen Exmänne. Und deshalb dachte ich, ich könne ihn da rausholen aus dem Suchtsumpf...

    Anfänglich, als es immer mehr mein Problem wurde, dass er trank, er selbst hatte damit kein Problem, dachte ich, ich schaffe es. Ich habe mit Engelszungen geredet, versucht ihm zu zeigen, dass ich ihn liebe, ich habe alles gemacht. Dann seine Reste weggeschüttet oder selbst getrunken :oops: . Vernichtet, was ich dachte, was ihn zerstört, weil er selbst so bemitleidenswert schwach dazu war... Es waren aber immer wieder neue Flaschen da, wie von Zauberhand, immer neue Reste zum Wegkippen...

    Da wurde aus dem Mitleid Wut, unfassbare Wut! Ich hätte Dinge zerschmettern können vor Wut! Oft flogen auch die Fetzen! Denn alle meine Mühen brachten nichts ein, außer dass es mir immer schlechter damit ging. Ich mich selbst auch immer wertloser fühlte, weil ich nicht schaffte, ihn da wegzuzerren, vom Alk.

    Dann wurde aus der Wut Hass, unfassbarer Hass! Ich habe mir gewünscht, er würde seine Selbstmordandrohungen endlich mal wahr machen :oops: . Ich habe versucht, seinen Alk-Konsum noch immer zu kontrollieren, habe ihn bekniet, aufzuhören. Ich habe mich echt erniedrigt dafür! Alles getan... Nur mich selbst habe ich vergessen, ich konnte an nichts mehr denken als, an seine Sauferei. Wenn ich unterwegs war, hatte ich Sorge und Angst vor dem nachhause Kommen. Ich hatte Schmerzen, Magenschmerzen, Kopfjucken, Rückenschmerzen, ich konnte manchmal kaum die Treppen steigen, so schwer fühlte ich mich!

    Und die Kinder? Meine Kinder sind groß. Sie haben ihren Vater mit Verachtung angesehen. Wie sehr war ich traurig darüber, es ist doch ihr Vater...

    Aus dem Hass wurde dann Verachtung für ihn und Verzweiflung für mich. Unfassbare Verzweiflung! Und dann konnte ich endlich ausbrechen!

    Aber das war für mich. Alles andere konnte ich ja nicht beeinflussen! Solange ein Abhängiger saufen will, wird er das tun! Er wird immer einen Grund dafür finden! Immer!

    Und ebenso war es ja mir ergangen. Ich hatte auch all die Jahre immer einen Grund, warum ich nicht gehen konnte, aus einer Beziehung, in der nichts im Gleichgewicht war. In der die Liebe immer mehr verschwand...

    Liebe Candygirl, jetzt hab ich dir ja eine Geschichte geschrieben, meine Geschichte in Kurzform. Ich habe etwas erfahren aus meiner Geschichte. Nämlich, dass ich nur etwas für mich tun kann! Ich kann niemanden retten, außer mich selbst!

    Ich möchte dich ermutigen, an dich zu denken, wie du es ja auch schon tust. Es ist gut, dass du Freundinnen hast zum Quatschen, dass du das Forum nutzt, um dir alles von der Seele zu schreiben. Das sind sehr wichtige Dinge! Die du für dich machst. Denn der einzige Mensch, dem du helfen kannst, bist du...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    Matthias und Monty :D:D , vielen Dank für eure lieben Worte! Es freut mich, wenn ich anderen Menschen Mut machen kann. Das möchte ich ja auch! Es ist nicht immer leicht, aber unmöglich ist es eben nicht. Jeder kann jederzeit anfangen, zu ändern, was nicht passt. Zu spät ist es nie dafür...

    Wir haben Urlaub :D , das Wetter könnte besser sein, na gut, aber heute treffen wir einen lieben Menschen. Das ist sehr schön. Meine sozialen Kontakte werden immer mehr, ich traue mich immer mehr, auf fremde, auf andere Menschen zu zu gehen. Denn ich kann mir vertrauen, weiß, dass ich auch was zu sagen habe, dass ich genauso viel wert bin wie andere auch.

    Aurora

    Hallo,

    die Möbel sind da und alles hat geklappt und ist toll :D . Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist wieder nochmal was Neues mit mir passiert...

    Als ich mich damals trennte, habe ich mich ja hier eingerichtet. Nach meinen Wünschen und nach meinem Geldbeutel. Aber ich habe bald gemerkt, dass ich hier garnicht wohnte, das Heimkommen fühlte sich lange Zeit an, als käme ich in eine Ferienwohnung. Und alles blitzte und war pikobello, es war ja niemand da, der was verwuseln konnte. Einerseits gab mir das viel Sicherheit, ich saß in meiner Höhle, um mich rum war nach dem ganzen Chaos, dem Schmerz der Monate, Jahre, bevor ich mich trennen konnte, nur Ruhe und schon übermäßige Ordnung...

    Aus Angst, finanziell und auch überlebensmäßig nicht zurecht zu kommen, war ich erstmal wie gelähmt. Ich musste erst mal richtig ankommen. Und das hat schon gedauert. Gleichzeitig lief die Abnabelung von meinem Ex. Der trank ja nun nix mehr und dachte, ich käme nach diesem "Intermezzo" wieder angekrochen. Er übte schon ziemlichen Druck aus, obwohl er nüchtern war (ist er übrigens noch...), konnte er perfekt meine Co-Knöpfe bedienen! Und ich konnte mich sehr schwer abgenzen! Das musste ich erst lernen, "Nein" zu sagen, ohne dass mir vor Schuldgefühlen ganz übel war. Ohne dass ich mich verantwortlich fühlen musste für ihn, weil "er ja nun sooo alleine war, soooo einsam, soooo verlassen...".

    Druck kam auch von außen, durch meine Familie, meine Mutter z.B. Meine Kinder unterstützten mich übrigens andersherum, sagten, Muddi, bleib doch ganz ruhig, bleib mal schön da wohnen und komm zur Ruhe. Ich war lange Zeit hin- und hergerissen, alles wieder aufzugeben und zurück zu kehren, nur um diese Ängste, Schuldgefühle und Verantwortungen nicht mehr spüren zu müssen...

    Loslassen, das habe ich dann aber gemacht, ganz langsam ging das. Denn in meinem Bauch wusste ich, ich wollte nie wieder zu ihm zurück. Es war einfach zu vieles kaputt gegangen, vor allem wäre ich sofort wieder in meiner alten Co-Rolle gewesen, ob nun mit oder ohne Alk...

    Ca. ein Jahr hat das gedauert. Auf einmal konnte ich immer besser Grenzen setzen, "Nein" sagen. Und es ging mir erstmal dann noch ein wenig schlecht, aber danach umso besser :D . Denn ich fühlte mich plötzlich selbstbestimmt, nicht mehr fremdgesteuert, überrumpelt. Wie viele Sachen hatte ich nur ihm zuliebe gemacht, um meine Ruhe zu haben, mich nicht auseinander setzen zu müssen.

    Da merkte ich auch, wie auf einmal meine Wohnung meine Wohnung war! Ich begann, regelmäßiger zu kochen für mich, es roch auch nach mir, wenn ich nach Hause kam. Ordentlich war und ist es noch immer hier, aber es war/ist keine Ausstellung mehr! Ich war angekommen. Dann kam die Liebe an bei mir...

    Und wir zogen zusammen und würfelten unser Inventar durcheinander. Da fühlte ich mich oft auch so wie nix Halbes und nix Ganzes. Es war ganz komisch. Die Wohnung war ja so, grundsätzlich, wie ich sie mir eingerichtet hatte. Dante kam mit einigen Sachen dazu. Aber es war irgendwie alles meine Prägung hier, bis auf wenige Dinge. Ihm machte es nichts aus...

    Nun ist es nochmal anders. Wir haben die Wohnung gestaltet, nach
    unseren Vorstellungen, haben zusammen geplant, geträumt, wie es werden könnte, und dann umgesetzt. Nun bin ich ein zweites Mal hier angekommen. Schön ist das...

    Aurora

    Hallo Candygirl,

    das ist doch gut, dass du mit deinem Mann reden konntest, ihm deine Dinge mitteilen konntest. Du hast damit ja auch endlich deine Ängste und Sorgen angesprochen. Das ist wichtig für dich! Dass du sagst, was in dir vorgeht.

    Die andere Seite aber ist, ob er es wirklich ernst meint. Er hat kein Problem mit seinem Alkoholkonsum, wenn doch, wird er es nicht zugeben! Mein Exmänne hat geschworen, kein Problem zu haben, da konnte er manches Mal schon kaum noch deutlich reden... :( . Oder morgens hat er gezittert... :( ... Aber nööööö, es lag nieniemals am Alk...sagte er.

    Zitat

    Er macht mir keine Vorwürfe oder so, dass ich mich schlecht fühle wenn er trinkt

    Na, das wär ja auch was, meiner hat das schon getan und es abgetan, meine Gefühle, die ich hatte als verkehrt, als Spinnerei dargestellt. Das hat mich immer kleiner werden lassen, zum Schluss wusste ich meinen Empfindungen garnicht mehr zu trauen. Hab meine Gefühle selbst nicht mehr ernst nehmen können. Und bin fast kaputt daran gegangen...

    Du hast ja nun einen Anfang gefunden! Das ist ein guter Schritt. Pass gut weiterhin auf dich auf!

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    ich finde es ganz toll, wie du das machst.

    Das Wetter war ja super heute, ich hoffe, du hattest einen schönen Tag! Wir hatten hier noch eine Menge zu kramen und waren dann ein wenig shoppen. War auch gut.

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Monty,

    ich schon wieder... :wink: .

    Zitat

    meinst du, wenn man auf andere Rücksicht nimmt, verfällt man gleich wieder ins Co??


    Nöööööö, so meine ich das nicht. Nur wenn du soooo viel Rücksicht nimmst, dass es dir damit schlecht geht, dir nichts damit geholfen ist, du dich verdrehst, dann ist es für mich Co... Wie bei allem im Leben kommt es auf das richtige Maß an.

    Ja, das ist wohl so, er hat nun so oft seine Drohungen, Ankündigungen ausgestoßen, dass es zur Farce mutiert. Es ist gut, dass du damit inzwischen besser umgehen kannst, etwas anderes bringt ja auch nix.

    Und nu geh ich laaangsam in die Heia, mal sehen, ob ich das richtige Zimmer finde :lol: .

    Gute Nacht
    Aurora

    Hallo Monty,

    Zitat

    ich möchte wirklich nicht, wenn ich hier solche wirklich krassen Sachen die ich erlebt habe/hab damit herbeiführen, dass es anderen Leuten hier schlecht geht.

    Diese krassen Sachen sind dir aber nun mal passiert. Wenn du nun aus allzu großer Rücksichtnahme nicht mehr über solche Dinge schreibst, verfälschst du ja auch irgendwie alles...deine Geschichte wäre nur noch irgendwie halb, du nur noch als kleiner Teil hier.

    Zitat

    Mir wurde von Anfang an hier gesagt, schreibe über dich...schreibe wie du dich fühlst...doch dazu gehört doch auch warum man so fühlt.

    So sehe ich es auch, und das meine ich irgendwie auch damit, was ich dir da geschrieben habe.

    Also mache es weiter, wie es für dich gut ist, nicht für alle anderen! Denn das würde ich dann schon ziemlich Co finden...

    Und liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    soooo, der Teppich ist da :D , hat alles astrein geklappt! Und das Schlafzimmer ist jetzt das Esszimmer, das Esszimmer das Schlafzimmer :roll: , hm, ich hoffe, ich lege mich nicht auf'm Tisch zur Ruhe heute :lol: ...

    Und meine Teufelchen haben sich beruhigt, ich habe viel nachgedacht über meine seltsamen Gefühlsanwandlungen letztes Wochenende. Es sind die erlernten Verhaltensmuster, die arbeiten eben noch zum Teil unbewusst. Da muss der Kopf noch einige Formatierungen machen. Also heißt das, immer schön achtsam sein, aufpassen, den Selbstwert wissen und sehen, intensiv durch's Leben gehen. Damit die alten Verhaltensmuster keine Chance mehr haben.

    Und nun hab ich Urlaub, und Montag kommen auch die Möbel :D . Und jippiehhhh, ich bin total happy, weil alles so gut klappt!

    Vor 3 Jahren habe ich meinem Exmänne das Ultimatum gestellt, vor 3 Jahren konnte ich endlich anfangen, konkrete Dinge für mich einzuleiten. Seit 3 Jahren bin ich nun ganz bewusst unterwegs. Und seit 3 Jahren wird das Leben jeden Tag noch ein wenig schöner. Weil ich es mir wert bin...

    Aurora

    Hallo Monty,

    ich finde es war total in Ordnung, dass du hier geschrieben hast, als es diesen Terror gab mit deinem Ex. Somit konntest du gleich einen Teil des Druckes loswerden, den du sicher gespürt hast, du hast dich nicht alleine und total ausgeliefert fühlen müssen. Und du hast eine Menge guter Tipps erhalten. Die du dir sicherlich zunutze machen kannst und wirst. Somit schon mal gut, und mach das ruhig weiter, das Schreiben, wenn es für dich in Ordnung so ist.

    Ich finde es auch eine Aufgabe einer SHG, und als solche sehe ich das Forum für mich an, dass ich in solchen Krisensituationen für Andere da sein kann. Wenn es für mich in Ordnung ist, und soweit es meine Grenzen nicht überschreitet! Und das war es bisher - also in Ordnung für mich.

    Alle anderen Teilnehmer sind für sich auch verantwortlich, und vielleicht ist bei dem einen oder anderen ein Co-Knopf angegangen. Das kann man aber nirgends verhindern, es gibt ja hier genug Schicksale, es kann in jedem Thread geschehen. Da ist jeder Einzelne für sich verantwortlich.

    Liebe Monty, es ist gut, dass du deinen Weg hast, den du jetzt auch gehen wirst. Ich wünsche dir eine ruhige Nacht
    Aurora

    Hallo Monty,

    das ist ja wirklich eine sehr, sehr schwere Zeit für dich jetzt. Da musst du einfach durchhalten, jetzt erst recht!

    Es mag dir auf eine Art peinlich sein, dauernd die Polizei zu rufen, andererseits ist es zu deinem Schutz und irgendwann werden sie dann auch richtig was machen können.

    Ich lass dir mal einen dicken Drücker hier und hoffe, du kannst zur Ruhe kommen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    du hast den ersten Schritt gemacht! Super! Na klar ist dir jetzt komisch, dein Mann wird sicher auch erstmal komisch reagieren. Vielleicht versuchen, sich zu rechtfertigen, dir sagen, dass du dir alles nur einbildest oder so. Das ist jedenfalls oft so.

    Für eine Therapie kannst du dich immernoch entscheiden, es muss ja nicht alles auf einmal sein. Das muss auch nicht dein Arzt entscheiden, der muss dir bloß einen Überweisungsschein geben. Du suchst dir einen Therapeuten und dann wird es über die Krankenkasse genehmigt. Ich finde es gut, dass du dich deinem Arzt anvertraut hast, auch das ist ein wichtiger Schritt.

    Gut, du glaubst nicht daran, dass bei deinem Mann sich was ändern wird :roll: . Aber bei dir, da kann sich ja was ändern... Tut's ja schon.

    Ich wünsch dir für morgen viel Kraft, deinen Standpunkt weiterhin halten zu können.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Monty,

    ich finde auch, du hörst dich nun viel sortierter und klarer an! Du kannst deine Grenzen gut einhalten. Telefon aus, Handy aus, deine Gedanken auf die schönen Dinge deines Lebens lenken. Der Sohn kommt als Unterstützung, hey,das ist doch prima.

    Du machst das ganz toll!

    Dass da auch Ängste sind, trotz allem, das ist doch ganz klar. Mal ehrlich, du bist ja nicht aus Stein. Das geht eben nicht einfach auf Knopfdruck auszuschalten. Du lässt dich aber nicht mehr unterkriegen von den Ängsten, und das ist sehr, sehr wichtig! Ängste lähmen dich, machen bewegungsunfähig. Eine Zeit lang hatte ich bei dir das Gefühl, du sitzt mit weit aufgerissenen Augen vor all den Sachen, die er so androht. Völlig fasziniert (irgendwie kam's mir so vor, sorry) und völlig gelähmt, da was zu machen.

    Guuuuut, wie es jetzt bei dir abgeht. Klopf dir mal auf die Schulter, du hast einen großen Schritt gemacht.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Candygirl,

    du willst, dass er glücklich ist...

    Und wo bleibst du da, wo ist dein Glück? Und das deiner Kinder?

    Das ist eben auch ein Teil dieser Co-Abhängigkeit, seine eigenen Bedürfnisse nicht wahrzunehmen, hintenan zu stellen. Du wirst darüber immer unzufriedener und unglücklich werden, auch deine Kinder werden darunter immer mehr leiden... Und du wirst dich immer mehr verbiegen...

    Und irgendwann siehst du all das Schöne nicht mehr, kannst nicht genießen, wie gut das Leben ist. Alles dreht sich nur um den Alkohol, um den Alkoholiker, um seine Befindlichkeiten. Ganz ehrlich, du bist noch so jung, ist es das, was du vom Leben erwartest?

    Nachdenkliche Grüße von
    Aurora

    Hallo Ichbinmachtlos,

    es gibt keine Listen oder Gebrauchsanweisungen, wie es irgendwann weitergeht. Wie es bei ihm weitergeht, keine Ahnung...Darauf hat ja niemand Einfluss außer er selbst.

    Und genauso ist es ja bei dir! Wie es jetzt für dich weitergeht, das kannst nur du bestimmen. Du hast ja auch schon einige Sachen gut machen können, lässt dich nicht auf Diskussionen ein (bringt ja tatsächlich nix), triffst dich mit lieben Freunden, unternimmst Dinge, die dir Spaß machen, hast eine Kur beantragt.

    Das finde ich wirklich gut, wie du das machst. Und nun ist es wichtig für dich, in Ruhe (so gut es geht) zu überlegen, welche Schritte du jetzt als nächstes machen willst. Du schreibst, wenn du weggehst, kannst du nie mehr zurückkommen, na gut... Und du hast aber Angst, er hört dann nie mehr auf zu trinken, na, auch gut, das ist dann seine Entscheidung. Und wer weiß es schon, was er dann macht...

    Es ist eben nicht so einfach, kein Spaziergang und keine To-Do-Liste, die es abzuarbeiten gilt. Ich wünsche dir einen Batzen Kraft, da hinzusehen und weiter zu gehen.

    Viele Grüße
    Aurora