Woran erkenne ich eine Co-Abhängigkeit? Ergänzungen!

  • Na, liebes Kaltblut, das ist ja mal die Grundvoraussetzung ;) Nur wenn ich Co bin, habe ich die Chance meine Opfer an die Angel zu nehmen.

    Ob diese Opfer aber nun Partner, Eltern, Verwandte oder gar "nur" die Nachbarin ist, dürfte egal sein. Da wo diese - meine - Grundeigenschaft vorhanden ist dürfte zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort mit der richtigen Person mein Co-Pendel nur noch so ausschlagen und sagen "Volltreffer" ein Opfer .... deshalb schrieb ich "immer der Retter sein", der sich dabei selber um Kopf und Kragen bringt.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • da habt ihr wohl recht.aber das ärgert mcih ehrl gesagt, helfen ist ja wohl niochts schlechtes. und sogar das kann krankhaft sein. i-wie kann man nichts tun, wo man nicht aufpassen muss, das man zuviel davon macht, was ja dann WIEDER schlecht wäre.

    ich hoffe das es in meinem fall nur an eine pseron gekettet ist, wenngleich mir auch das schon den rest gibt.

  • Hallo, ich bin ganz neu hier und finde mich gerade zurecht durch lesen, dabei hat mir die zusammenfassung genau den spiegel vorsgesicht gehalten, unglaublich aber war; ganz genau so ergeht es mir. Ich glaube und hoffe immer noch, obwohl ich weiß, nicht helfen zu können.
    ich habe im vorstellungsbereich dazu geschrieben, ich weiß absolut nicht wie ich mich verhalten soll und doch weiß ich, dass alles stimmt in der zusammenfassung.
    LG Uschi

  • Hi Uschi,

    der Vorstellungsbereich kann hier in der Offenen nicht gelesen werden. Mach doch einen neuen Thread auf und fasse noch einmal zusammen was Du im Vorstellungsbereich geschrieben hast. Dann wirst Du sicher auch Antworten bekommen. Wünsche Dir einen hilfreichen Austausch...

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo,

    schade, dass dieser Thread soweit "abgerutscht" ist. Im Grunde sollte der immer ganz, ganz oben anstehen, damit wir immer wieder lesen können, was unsere Krankheit ausmacht. Viel zu leicht wird doch "das Kranke" immer nur im trinkenden Partner gesehen. Illusion,Ignoranz, Opferrolle und das Ausblenden unserer eigenen Krankheit sind ein ganz wichtiger Teil der Co-Abhängigkeit. Ehrlichkeit mit sich selbst hingegen müssen wir erst lernen.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hmmm...., vielleicht hab ich mich gestern etwas missverständlich ausgedrückt. Mit ganz oben meine ich, dass hier gut Erkenntnisse geschrieben werden könnten. Co-Strukturen, die wir wahrnehmen, um neue oder länger anwesende SchreiberInnen vielleicht ermutigen, auch ihre Co-Verhalten zu erkennen und womöglich zu formulieren.

    Wie dem aus sei, ich werd mich heute des Forums entziehen. Gestern habe ich nämlich gemerkt, dass sie sich von hinten wieder anschleichen, Co-Verhaltensweisen. Zorn über Ignoranz, Kopfschütteln über "the never ending storries", des sich im Kreis drehens.

    Ich werde also heute die Sonne genießen, ohne mich mit Co-Abhängigkeit auseinander zu setzen. Auf mich achten und Dinge tun, die mir Freude bereiten, mir gut tun.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Ette mach das mal...wird Dir gut tun..Du, die Du immer soviel Klarheit hier ins Forum bringst.

    Einer meiner Copunkte ist: Das ich mich viel zu sehr von anderen und deren Stimmung abhängig mache...manchmal Dinge tue, die ich für mich anders machen würde, aber damit der andere nicht sauer, oder traurig oder wütend is...handel ich nach seiner Vorstellung.

    Ich muß sagen, ich bin schon besser geworden im auf mich selber hören...aber manchmal überfällt einen das echt...und man stellt erst danach fest...das mit wieder voll dabei war...im Cowahn.

    Mein Zeil ist es mir immer wieder meine eigenen Coanteile vor die Nase zu halten um mir soviel Bewußtheit als möglich zu gönnen...und an die Änderung zu schreiten!!!

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Zitat von Karotte


    Einer meiner Copunkte ist: Das ich mich viel zu sehr von anderen und deren Stimmung abhängig mache...manchmal Dinge tue, die ich für mich anders machen würde, aber damit der andere nicht sauer, oder traurig oder wütend is...handel ich nach seiner Vorstellung.

    Guten Morgen,

    Karotte, ja, dieses Verhalten kenne ich von mir selber auch. Inzwischen habe mich davon freigemacht, mich als eine Art negativen Nabel der Welt zu sehen, der für alles und jedes verantwortlich ist. Wenn jemand wütend ist, weil ich nicht so reagiere, wie er es sich vorstellt, ist es aber ganz alleine sein Ding. Ich muss lediglich die Stärke haben, damit umzugehen, dass ich nicht von jedem umsäußelt und gern gehabt werde. Meine Meinung äußern, meine Bedürfnisse geltend machen, auch auf die Gefahr hin, abgelehnt zu werden. In meiner tiefsten Co-Phase war es mir wichtig, mit allen Menschen klarzukommen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn ich mich selbst ernstnehmen will.

    Noch etwas ist mir aufgefallen. Früher bin ich oft verschnupft und heiser zur Arbeit gedackelt, um zu zeigen wie pflichtbewusst und unersetzlich ich bin. Geschafft hab ich nicht viel mit einer Grippe und honoriert hat es auch nie jemand, dass ich trotz Krankheit zur Arbeit ging. Inzwischen sorge ich dafür, dass ich die Ruhe zum Gesundwerden habe und bleibe ein paar Tage zu hause. An sich eine Selbstverständlichkeit, die niemand negiert. Früher hatte ich angenommen, dass ich mit einer krankheitsbedingten Auszeit negativ auffalle, weil dann nix mehr richtig läuft. Es geht aber auch ohne mich, nur war ich in meinen Co-Strukturen so vermessen, anzunehmen, dass ich unersetzlich sei.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • War bei mir auch so Ette. Sogar mit Windeln bei einer Darmgrippe und mit Nierenentzündung. Schön dumm, die Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen kam doch ;)

    Dumm war ich - ich dachte noch nicht mal ans unersetzliche sondern meine Pflicht und vor allen Dingen, dass ich ja alles wieder aufarbeiten muss. Es bleibt ja alles für mich liegen, und ich muss es ja schaffen - auf meinem Schreibtisch :)

    Vorbei!

    Selbst dann, wenn ich in einem halben Jahr in Hartz 4 fallen sollte und nicht mehr weiß wie alles weitergeht, dann gehe ich als Mensch in diese Phase.

    Mit dem Job und dem ehemaligen Lebensgefährten war ich ein Wrack....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Zitat von dagmar007


    Mit dem Job und dem ehemaligen Lebensgefährten war ich ein Wrack....

    Guten Morgen Dagmar,

    du warst ein Wrack, schreibst du, aber du hattest genau das, was für Co´s unererlässlich ist – Beziehungen. Denn dies ist die Grundstruktur von uns Co-Abhängigen. Unsere Krankheit wird auch in erster Linie dann Co-Abhängigkeit genannt, wenn sie in Zusammenhang mit einem trinkenden Angehörigen auftritt. Ohne Alki wird sie als Beziehungsabhängigkeit bezeichnet und ist gesellschaftlich ausgesprochen gewünscht. Schließlich sind die Menschen, die sich für Andere aufopfern doch recht bequeme, hilfreiche Mitglieder unserer Gesellschaft. Wenn du dir Menschen ansiehst, die unter Burnout leiden, wirst du immer wieder Co-Strukturen dahinter finden.

    LG
    Ette

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  • Hallo wal,

    herzlich willkommen hier im Forum. Du schreibst, dass du kein Helfersyndrom hast und auch die anderen Beschreibung nicht auf dich passen. Vielleicht magst du ein eigenes Thema aufmachen, um mehr von dir und deiner Situation zu erzählen.

    Diesen Thread hat Elocin eingerichtet, damit hier Punkte gesammelt werden, an denen wir unsere Co-Abhängigkeit erkennen können. Dies ist hilfreich, um aus der Abhängigkeit zu kommen.

    Zu Anfang als ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, war ich auch der Meinung alles andere als co-abhängig zu sein. Es war mein blinder Fleck. Etwas, was ich an mir nicht wahrnehmen konnte oder wollte. Es dauerte eine Weile, bis sich das geändert hat und ich meine eigene Abängigkeit wahr- und annehmen konnte.

    Also dann - ich freu mich auf dich in deinem neuen Thread.

    LG
    Ette

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  • Dieser Tage ist mir bei einem Kritikgespräch in der Firma aufgefallen, dass im Laufe der Zeit meine Kritikfähigkeit in dem Maße gewachsen ist, in dem ich mich aus meiner Co-Abhängigkeit heraus gearbeitet habe.

    Das war nicht immer so. Ich hatte Probleme damit, die sachliche Ebene wahrzunehmen. Wenn mir gespiegelt wurde, dass etwas nicht gut gelaufen war, konnte ich nicht trennen zwischen der Kritik an meinem TUN und mir als PERSON. Rechtfertigungen, beleidigt sein und oft auch Zorn über den Kritiker, ließen mich das Positive in einem Feedback gar nicht wahrnehmen. Das hat sich inzwischen deutlich verändert.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Für meine Gefühle selbst verantwortlich sein..... das war etwas, das ich erst lernen musste. Solange ich einem Anderen die Macht gebe, durch sein Verhalten meine Befindlichkeit zu steuern, halte ich mich abhängig von ihm und seinem Umgang mit mir. Und ich wurde mir klar darüber, dass meine Befindlichkeit IMMER mit mir zu tun hat. Egal, was der Andere sagt. Ich in einem schlauen Buch auf ein sehr schönes Beispiel gestoßen:

    Abends, im Dunkeln an der Bushaltestelle stehen drei Frauen und warten auf den Bus. Es kommt ein Mann dazu, der nacheinander jede der drei Frauen fragt, ob sie ihm einen 20-Euro-Schein wechseln könne.

    Die erste Frau guckt in ihre Geldbörse und antwortet ihm, dass sie dies leider nicht könne. Der Mann bedankt sich und fragt die nächste.

    Die zweite zieht ihren Mantel enger um sich, klemmt sich die Handtasche fester unter den Arm, sagt ihm sie könne es nicht und geht einige Schritte weiter. Sie ist ganz Vorsicht, denn sie befürchtet, dass der Mann ihr die Handtasche klauen will.

    Die dritte antwortet ebenfalls, dass sie den Schein nicht wechseln können und denkt: Mein Gott, was für ein platte Anmache.

    Drei ganz unterschiedliche Reaktionen, drei ganz unterschiedliche Empfindungen auf eine ganz schlichte Frage. Der Frager hat die Gefühle nur hervorgerufen, dafür zuständig ist er nicht.

    Mir hat dieses Bespiel deutlich gemacht, dass ICH dafür verantwortlich bin, wie ich mich fühle und nicht der Mensch, mit dem ich lebe oder in Kontakt trete.

    LG
    Ette

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  • damit hast du vollkommen recht... das problem eben ist, das die co-abhängigkeit eben i-wo auch eine schlechte angewohnheit ist.. und man diese eben schwer los wird. selbsterkenntnis ist zwar der erste weg zur besserung, aber der weg ist lang und man braucht durchhaltevermögen dafür.

    ich selber bin zurzeit auf einem guten weg.(glaube ich) vor ca 1 monat hab ich ihm erklärt, das das mit uns nichts mehr wird. und ich auch keinen kontakt mehr will. jetz habe wir uns ne zeit nicht mehr gesehn. und dann zack... seh ich ihn wieder auf einer party, ich wusste das er da ist und war einigermaßen vorbereitet. aber einfach ist es trotzdem nicht, das man entegegen der gewohnheit sich zurückhält und nichts sagt. ich bin froh das ich das an dem abend geschafft habe. mir ist da auch klar geworden, das es mir nicht weiterhilft wenn cih ihm aus dem weg geh und versuch ihn zu "löschen" nicht mehr an ihn zu denken alles wegpacken. da wo ich wohne laufen wir uns immer weider über den weg. ich muss lernen damit klarzukommen das ich ohne ihn besser dran bin. und mich auch normal ihm gegenüber zu verhalten, auch wenn wir uns länger nciht gesehn habn. und er wieder versucht die knöpfe bei mir zu drücken..


    wichtig ist das man die schwäche erkennt... und abstand gewinnt zu den personen. die zeit hilft einem da wirklich. aber man muss aktiv sein. für mich ist es mometan wichtig einfach zu leben. und einfach spaß zu haben... auch ohne ihn. man meint das geht nicht.

    und es klappt doch...!

  • Als ich noch voll in meiner Co-Abhängigkeit steckte, hatte ich die Angewohntheit, mir immer wieder zu sagen, dass es mir im Grunde ja gut ginge. "Mein Alki" würde mich weder schlagen noch sonst wie zu randalieren. Ich war mit ganz schön wenig zufrieden. Inzwischen weiß ich, dass ich eine liebevolle Beziehung möchte, in denen BEIDE geben und nehmen können. Und dass dies auch kein ungerechtfertiger Anspruch ist. Nur nicht geschlagen zu werden und ansonsten auf so ziemlich alles zu verzichten, was Beziehung ausmacht, ne, das will ich schon lange nicht mehr.

    LG
    Ette

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  • Eine der wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg aus der tiefsten Co-Abhängigkeit war für mich die, dass ich eine EIGENE Krankheit habe, die vollkommen unabhängig ist vom Alkoholkonsum meines Freundes. Durch seine Abhängigkeit bekam sie lediglich einen Namen. Sie war schon lange vor ihm da. Ich bin nicht durch ihn krank geworden. Und ich bin nicht das Opfer seiner Sucht. Sondern ich ließ mich zum Opfer machen, weil es mir auch Vorteile brachte. Viele sagten fast bewundernd: was du alles aushältst, was du alles schaffst, du musst wirklich viel mitmachen. Ein Gefühl von angenommen sein, etwas wert zu sein, weil ich mir so viel auflade, lösten solche Äußerungen in mir aus. Zu gerne wollte ich seine Retterin sein, ihn von der Sucht befreien. Ich habe also quasi "meinen Alki" dazu gebraucht, mir ein Gefühl der Wichtigkeit zu verschaffen.

    Als ich das akzeptiert hatte, konnte ich viel gezielter vorgehen, um mich weiter zu entwickeln.

    Lg
    Ette

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  • Als ich gefragt wurde: wie, bist du immer noch in dem Forum, gehst du immer noch in eine Gruppe, was willst du denn da noch und überhaupt, du hast doch nichts mehr, bist gesund und geschieden bist du auch bald?

    Da wurde ich innerlich ungehalten, wenn mir ein enger Freund, mit dem ich fast täglich Kontakt habe so einen Müll erzählt und den Anschein aufkommen läßt, er hätte die letzten Jahre hinter dem Mond gelebt und nichts mitbekommen, alles weg.

    Er meinte am Wochenende mit dem Bike aus gewesen zu sein und er wäre so schlecht gefahren, nichts hätte funktioniert. Da habe ich gesagt: siehst du, so ist das mit Gedankenkrankheiten auch, du kommst in eine Situation die du leicht durchfahren kannst, weil du weißt wie es geht, fällst aber trotzdem auf die Fresse, weil du zu steif auf der Karre hockst oder falsch angezogen bist und frierst. Ich bin lieber sprungbereit, um im Falle des Falles über die Leitplanke zu springen, anstatt von den U-Trägern aufgeschlitzt zu werden. Das mache ich den Rest meines Lebens, ohne jegliche Garantie, einfach so, grundlos, vielleicht aber auch, damit ich nicht eines Tages auf deine Gedanken komme, aber es kommt so oder so immer anders.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Als ich damals immer wieder das Gefühl hatte, dass mein Freund trank, habe ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um etwas dagegen unternehmen zu können. Und habe immer wieder von all den Menschen, die etwas von der Materie verstanden, den Satz zu hören bekommen: Frau Ette tun Sie etwas für sich. Ziemlich verständnislos habe ich diesen Satz immer wieder wahrgenommen. Verständnislos deshalb, weil ich der Meinung war, ich täte doch schon genug für mich. Ich hatte Hobbies, Interessen, viel Ablenkung im Außen. Heute, im nachhinein, stelle ich fest, dass ich mir gewünscht hätte, dass mir jemand klipp und klar gesagt hätte, dass mein Verhalten aus einer KRANKHEIT resultiert. Niemand hat mir knallhart gesagt, dass mein Verhalten eine eigene Sucht, eine eigene Krankheit ist. So habe ich eine ganze Zeit gebraucht, um selbst herauszufinden, dass das, was ich für eine absolute Seelenverwandtschaft, eine alles umfassende Liebe hielt, nichts anderes war, als meine eigene Angst, alleine, zu nix nütze, nicht wertvoll zu sein. Also eine seelische Erkrankung, ein Defizit in meiner eigenen Persönlichkeit. Es hat lange gedauert, bis ich das für mich herausgefunden habe. Und dieser Satz: ...tun Sie etwas für sich.... bekam dann eine ganz andere Bedeutung. Es ging dann nicht mehr um kleine Ablenkungen im Außen, sondern darum, MEINE Krankheitssymptome zu bearbeiten. Ich hätte es früher in Angriff nehmen können, wenn ich die Klarheit darüber gehabt hätte.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Früher erkannt?!
    Deine - auch meine Krankheit hat viel Zeit gehabt, zu reifen, viel Zeit gebraucht, erkannt zu werden und braucht jetzt viel zeit zum Heilen.
    Aber ich versuche mich immer wieder damit aufzubauen, was war ist vorbei, jetzt versuche ich für mich zu leben.
    Versuche. Bin noch auf dem Weg.
    Alles Gute für dich, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Gotti, Liebe Ette... auf dem Weg... das ist gut und das ist wirklich schön. Wir sind alle auf dem Weg und werden hoffentlich immer auf dem Weg sein. Ich habe auch erst kurz vorm Forum was von Co gehört... aber als ich dann Infos drüber besorgte fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich denke das es gar nicht so bekannt ist was es mit der Coabhängigkeit auf sich hat. Oft vermischt das ganze sich ja noch mit anderen Dingen. Das is auch bei den Alkis so. DIe die "nur" süchtig sind habens wirklich am einfachsten. Viele kämpfen aber noch mit Angsttsörungen, Depressionen und anderen Problemen, die selten mitbehandelt werden.
    Es hängt ja alles miteinander zusammen, und wer was für einen Grund es hatte das man/frau die Story erst später entdeckt hat...

    sonnige Grüße

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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