ich und viele fragen

  • Hi Lori,

    ich habe Dir mal was von mir reinkopiert, was erst ein paar Tage alt ist:

    Zitat

    ...kein schöner Abend heute. Ich habe den ganzen Abend gebügelt, was schon nicht so toll ist, aber am schlimmsten war: Die Zwei (Engelchen und Teufelchen) waren immer mit dabei. Mann, haben die sich gestritten und ich hab jetzt Kopfweh.
    Was sich hier jetzt vielleicht locker anhört, heißt leider, dass ich enormen Saufdruck hatte und ich muß ehrlich sagen, es k*** mich an ! Jetzt geht es zum Glück wieder ein wenig besser - der Engel hat gesiegt ! Ich werde heute Nacht zwar bestimmt mind. 10 x raus müssen , weil ich rund 4 Flaschen Wasser getrunken habe, aber besser als ein Tropfen Alk (bei dem es ja nicht geblieben wäre, ich weiß)

    Wenn ich mir mein Tagebuch so ansehe, wechseln sich gute Gefühle mit schlechten so permanent und vor allem so extrem kurzfristig ab, dass mich mir in Zukunft wohl überlegen muss, ob ich überhaupt noch schreiben soll, wenn es mit gut geht . Sind so stark wechselnde Gefühle wirklich noch normal ?

    Du sagst:

    Zitat

    Ich fühle mich als einzigste hier die sich noch im Kreise dreht...


    Tja, das stimmt dann wohl nicht ! Ich lese hier auch bei den alten Hasen und denke immer wieder "Mann, wie machen die das nur ?" Aber es hilft wohl nichts, durch den Anfang müssen wir alle durch, dass mußten auch die alten Hasen

    Zitat

    Lori Du und Deine kleinen unwichtigen Probleme.


    Hey, Deine Probleme sind ganz und gar nicht unwichtig und Du erst recht nicht. Mach Dich nicht kleiner als Du bist ! Schreibe nieder, was Dich freut und was Dich bedrückt. Mir jedenfalls hilft es immer.

    Liebe Grüße
    Biene

  • Hallo Lori und Dagmar
    Ich bins nochmal.Es liegt mir fern,traurig und schwer zu erscheinen.Denn dass bin ich jetzt nicht mehr.Im Gegenteil.Ich wollte dich,Lori,nur wissen lassen,dass es anderen Alkis auch so ging.Das es kein spezielles Problem von Dir ist.Und das du fest darauf vertrauen kannst,dass sich das alles legt,wenn du nur weiter durchhälst.
    Ich habe schon lange keinen Saufdruck mehr gespürt.Vlt. weil ich merke bereits im Vorfeld,das mir etwas aus dem Ruder läuft.Ich habe gelernt bewust gegenzusteuern.Mit der Zeit.
    Und genau da liegt der Hund begraben...
    Habe Geduld mit Dir selbst und habe vertrauen darauf,dass Du dir selbst helfen kannst.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo zusammen,

    Vielen Dank für eure netten Worte.
    Ja, ich habe wirklich an meinem Verstand gezweifelt.Hatte ich Ihn schon versoffen?Bist Ich normal?
    Es fällt mir nun leichter mich zu verstehen,weil ich jetzt weiß es geht/ging nicht nur mir so.Diese Stimmungsschwankungen von heiter bis betrübt,von Saufdruck bis keinen in kurzem Wechsel sind sehr belastend und ich hoffe es lässt mit der Zeit nach.Doch wielange ist so eine Z E I T ?Wenn ich dann bei euch lese,daß es bei manchen auch noch nach einem Jahr so ab und zu ist,verliere ich wieder die Hoffnung.

    Ich werde weiterhin stark bleiben und meinen trockenen Weg gehen,es ist
    M E I N WILLE und wenn ich merke schwach zu werden,setze ich mich hier hin und schreibe,schreibe,schreibe............................


    Euch allen einen schönen trockenen Tag


    :D

  • Ich bins noch mal,

    Da ich mich anscheind den ganzen Tag,auch Nachts mit dem Thema Alkohol
    beschäftige möchte ich noch was wissen.
    Mein Vater und meiner Mutter Ihr neuer Mann trinken schon Jahre,jedes Wochenende und auch jeden Abend genug oder besser gesagt sehr viel.
    Ich wünsche es keinem so etwas erleben zu müssen,aber warum bekommen die keine Entzugserscheinungen?Sie können auch mal Tage oder Wochen ohnen sein und Ihren Beruf ganz normal ausführen.
    Da Sie mich und meine Krankheit nicht ernst nehmen und belächeln weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll.
    Ich würde die zwei gerne aufklären damit es Ihnen nicht mal so ergeht wie mir,doch dann würden Sie sagen "Das passiert uns doch nicht,wir haben alles unter Kontrolle.
    Kann es bei manchen Menschen wirklich so sein,Sie sind auch beide sehr gut gebaut.
    Da ich Spiegeltrinkerin war ist das für mich nicht nachvollziehbar und oder weil ich neidisch bin,ja neidisch das andere trinken können.

    Bis bald

  • Hallo Lori,

    ich war sog. Quartalstrinkerin, d.h. ich hab auch einige Tage ohne Alk ausgehalten ohne Entzugserscheinungen. Natürlich habe ich die ganze Zeit an Alk gedacht, wann ich das nächste Mal trinken werde, was, wieviel (das hatte ich nicht mehr unter Kontrolle, aber trotzdem hab ich mir darüber Gedanken gemacht). Um Alkoholiker zu sein muss man nicht jeden Tag trinken.

    Ich kann dir nur den Rat geben: Bleib bei dir. Wenn du ein bisschen hier liest wirst du feststellen, dass viele am Anfang ihrer Trockenheit den Drang zu Missionieren hatten. Das ist aber oft ein (unbewusster) Versuch von sich selbst abzulenken. Also bleib bei dir, schau erstmal, dass du deine eigene Trockenheit stabilisierst.

    Meine Eltern haben mich Anfangs auch belächelt, haben meine Trockenheit als "neuen Spleen" abgetan. Aber es war mir toternst und das haben sie irgendwann akzeptiert, ohne dass ich sie überzeugen musste. Weil ich mein Ding durchgezogen hab und zu meiner Krankheit stand.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Lori,

    Ausflüchte (die anderen trinken doch auch), Verniedlichungen (Feierabendbierchen), Schönrederei (ich trinke doch nur Bier)...das ganze Programm hatte ich auch drauf.

    In der Entgiftung hab ich gesehen, wie Menschen sich mit Alkohol zugrunde richten.

    Das wollte ich mir nicht antun.

    ICH nicht, MIR nicht.

    Plejaden hat es Dir schon geschrieben:

    Bleib bei Dir!

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo,

    Heute ist ein neuer Tag und wieder sind meine Gedanken beim Alkohol.Ob beim spazieren gehen,Auto fahren,telefonieren einfach überall dabei.Wie Biene geschrieben hat "Engelchen und Teufelchen" streiten sich.
    Ich werde noch verrückt und gebe dem Teufelchen vielleicht irgendwann nach.Ganz ehrlich, wenn es dieses Forum nicht geben würde,hätte ich schon längst getestet ob ich wieder trinken kann,auch wenn es kein kontrilliertes Trinken gibt und ich daran sterben werde,denke ich im Moment nun mal so,das ist die Wahrheit.
    Ich möchte/werde mich nicht umbringen auf irgendeine andere Art,das kann/werde ich nicht,denn ich hänge schon an meinem Leben.
    Haltet mich nicht für ganz durchgeknallt auch wenn es sich so wiedersprüchlich liest.Meine Lebensfreude war nun mal der Alkohol,er war mehr als mein halbes Leben mein Begleiter,nicht mein Mann.Ich habe schon lange aufgehört meinen Mann zu lieben(er mich nicht),doch er war Mittel zum Zweck,wofür ich mich heute schäme so ein Arsch gewesen zu sein.Ich war dann nett zu Ihm wenn ich nichts mehr zu trinken hatte und er mir was besorgen sollte.Das führt jetzte alles etwas zu weit um weiter darauf einzugehen,nur kurz noch,er hat auch sehr viele Fehler gemacht so das meine Liebe verflog.

    Heute bin ich seit 70 Tagen trocken und so soll es auch bleiben.
    Nur IHR gebt mir die Kraft und die Gewissheit das es funktioniert,daß es ein trockenes zufriedenes Leben gibt.Ich hoffe und bete mein Glaube und Wille ist stark genug.

  • Ich wollte noch etwas dazu schreiben.
    Ich bestrafe mich im Moment selber in dem ich nichts mehr esse,nur Kaffee und Zigaretten.Habe sehr viel abgenommen,zu viel.Ich war nie Magersüchtig oder sonst was,doch nun streike ich,aber nicht bewußt.Ich muß/will nicht abnehmen,ich esse einfach nicht.Warum ist mir nicht klar,denn hungergefühl exestiert ja.

  • Servus Lori,

    ich befinde mich in einem Zwiespalt.
    Soll ich Dir meine Gedanken schreiben, oder nicht?
    Schreibe ich Dir, dann kann es Dich eventuell entmutigen (was es nicht soll).
    Schreibe ich nicht, kann es sein, dass Du die Warnung gebraucht hättest?

    Wie auch immer, ich schreibe.

    Lori, für mich liest sich das jetzt (inklusive dieser Selbstkasteiung und Deinen Verzichtsgedanken) ganz einfach so, als würdest Du Dir Deinen Rückfall "zurechtzimmern".

    Du erhöhst stufenweise den Druck auf Dich, so dass zum "normalen" Druck am Anfang der Abstinenz noch zusätzliches auf Deinem Gemüt lastet. Wie lange machst Du das? Bis Du zusammenbrichst, aufgibst, wieder trinkst?

    Lori, ich kann Dir nur sagen, dass ich Deinen Weg in die Trockenheit sehr kritisch sehe. Ich kann nirgends eine Tendenz erkennen, die mir zeigt, die Lori tut was für sich, sie wird aktiv, sie plant realistisch.

    Ich kann nur Reaktion erkennen, keine Aktion. Ich sehe nur Bedenken, Verzicht, Mutlosigkeit - keine Hoffnugn, kein unbedingter Wille, keine Freude.

    Ich sehe auch nicht, dass Du Dir zusätzliche Hilfe holst, obwohl Du danach "schreist".

    Wozu - was willst Du damit erreichen?

    Hoffentlich findest Du bald Deinen Weg und kannst kapitulieren. Noch kämpfst Du, aber der Kampf war schon verloren, lange bevor Du ihn begonnen hattest.

    LG
    Spedi

  • Ja, es mag so sein das ich meinen Rückfall zurecht zimmere und nach Gründen suche wieder trinken zu können.Bin ich deswegen falsch hier?
    Ich schreie nach Hilfe,doch suche keine.Man denkt oder besser ich denke schon alles zu wissen:
    Kein kontrolliertes trinken,
    Rückfallrisiko,
    Immer Alkoholikerin,
    trockenes Umfeld suchen,
    Hobbys suchen,
    ablenken,
    u.s.w.

    Ich bin alleine und komme damit nicht klar,als ich noch getrunken habe,kam ich wenigstens ab und zu unter Leute.Jetzte gehe ich nicht mehr aus dem Haus um in versuchung zu kommen,denn da ist an jeder Ecke die Gefahr.Ich bin noch zu schwach um wiederstehen zu können wenn der Druck besonders stark ist,also bleibe ich zu Hause und hoffe das gibt sich bald.

    Es kann nur ein Alkoholiker/in verstehen wie man sich fühlt und denkt,da kann sich kein anderer hineinversetzen,auch kein Arzt oder Therapeut.
    Deswegen schreibe ich hier um euch verstehen zu können und vor allem mich endlich selbst.
    Ich fühle mich wie von einer anderen Welt,ich gehöre nicht hier hin.Aber wo denn?
    Sind es Depressionen oder Selbstmitleid? Nein,es ist was anderes,aber was?

  • Hi Lori,

    Zitat

    Meine Lebensfreude war nun mal der Alkohol

    Nein Lori, das war er nie und ich denk, Du weißt es auch. Der Alk ist es, der Dich da hin gebracht hast, wo Du jetzt stehst

    Zitat

    Ich bin alleine und komme damit nicht klar,als ich noch getrunken habe,kam ich wenigstens ab und zu unter Leute.Jetzte gehe ich nicht mehr aus dem Haus um in versuchung zu kommen,denn da ist an jeder Ecke die Gefahr.Ich bin noch zu schwach um wiederstehen zu können wenn der Druck besonders stark ist,also bleibe ich zu Hause und hoffe das gibt sich bald

    Lori, ich kann Dich nicht real an die Hand nehmen und vor die Tür bringen, aber Dir hier in den Allerwertesten treten, das geht, pass mal auf .... :twisted: Na, hat´s weh getan ? Sollte es auch :wink: Also, raus mit Dir vor die Tür und ab an die frische Luft. Gehe zu Deinem Arzt und erzähle ihm, wie es Dir geht ! Gibt es in Deiner Nähe eine Suchtambulanz ? Du weißt nicht wo ? Internet macht´s möglich ! Und dann ab sofort hin da ! Du sagst, Deine Tochter ist Dir das Wichtigste auf der Welt, richtig ? Was meinst Du ? Wie findet sie es, wenn Du wieder trinkst ??? Oder wenn Du nichts mehr ißt ??? Tu was für Dich, dann hilfst Du Deiner Tochter ! Und sei Dir sicher: Sie bekommt voll mit, dass es Dir schlecht geht. Dafür kennt Sie Dich zu gut !
    Bitte nicht wieder das Thema: "Du kannst ja nicht weg, wegen Deiner Tochter": Sie ist 16 und es wird vom Jugendamt eine betreute Wohnform geben, wo sie vermutlich sogar richtig viel Spaß haben wird und Du Dich beruhigt um Dich kümmern kannst.

    Also Hintern hoch und los ! Werde heute noch aktiv !

    Ich hoffe, mein Beitrag ist jetzt nicht zu hart geworden, aber ich mache mir echt Sorgen um Dich.

    Liebe Grüße
    Biene

  • Hallo Biene,

    Ja,aua,das hat weh getan :D
    Ich benehme mich wie ein kleines Kind,das seinen Willen nicht durchsetzten kann,nämlich trozig und stur.
    Heute geht es mir etwas besser von der Stimmung her,doch ich bin einfach lustlos irgendwas zu tun.
    Ich bin in einigen für euch bestimmt ein hoffnungsloser Fall und seht mich als stark gefährtet,habt ja recht.Wer nach Hilfe schreit und dann keine Hilfe annimmt,dem kann man nicht mehr helfen.
    Ich würde so gerne die Zeit zurück drehen,aber das ist nun mal unmöglich,leider.Das wollten bestimmt auch schon viele von euch.

    Gruß Lori

  • Servus Lori!

    Ich glaube zu wissen woran du gerade leidest, denn mir ging es am Anfang meiner Trockenheit ebenso.
    Das ist das IaS ( Ich arme Sau) Syndrom. Der Alkohol, der dir "Lebensfreude" beschert hat ist auf einmal nicht mehr da und alles scheint sinnlos und leer. Aber so ist es nicht. Die Wirkung die dir der Alkohol vorgegaukelt hat war nicht echt, das warst nicht wirklich du.
    Jetzt ist es an der Zeit sich selber neu zu entdecken, die Zeit die du früher mit dem be- und entsorgen und dem Trinken von Alkohol verbracht hast, steht dir nun uneingeschränkt zur Verfügung und kann mit wirklich sinnvollem für dich gefüllt werden.

    Gehe in dich, überleg dir welche Hobbys hattest du mal welche sonstigen Interessen sind vorhanden. Tausch dich mit Gleichgesinnten aus virtuell und real und beginne an deiner Trockenheit zu arbeiten. Es ist nicht leicht und auch ein lebenslanger Prozess aber die Alternative wäre nur ein qualvolles Dahinsiechen in der Alkoholsucht.

    Du hast hier schon einiges an Motivation bekommen, nimm sie an und vor allem unternimm etwas. Der Zustand den du gerade hast wird allmählich besser und wenn du diese Sturm-und Drangperiode, die dich nahe an den Alkohol bringt überstanden hast winkt als Belohnung ein trockenes, zufriedenes Leben. Etwas Schöneres kann es für Alkoholiker nicht geben.

    LG
    Andreas

    carpe diem

  • Hi Lori,

    Zitat

    doch ich bin einfach lustlos irgendwas zu tun

    Na, dann geh halt ohne Lust aus dem Haus ! Läßt Du sie eben zu Hause, ist sie selber schuld. Aber DU kannst trotzdem gehen. Du wirst sehen, es lohnt sich und danach geht es Dir besser ! Los, raff Dich auf und werde endlich aktiv !!!

    Gruß
    Biene :D

  • Mir geht es im Moment sehr schlecht,die Last ist zu schwer geworden.
    Habe Panik,atemnot und enormen Druck,muß einfach schreiben.Ich habe gerade meinen Therapeuten angerufen aber leider erst für nächste Woche einen Termin bekommen.Er und Ihr seit momentan die einzigsten wo ich darüber reden/schreiben kann.
    Was ist nur los mit mir?Das bin nicht ICH mehr,ich habe mich irgendwo verloren zwischen der nassen und trockenen Zeit.Ich bin zur Entgiftung und von da an exestiere ich nicht mehr.
    Werde ich verrückt?Ihr schreibt über eure positiven Veränderungen und Neuanfängen,ich bin die einzigste die hängen bleibt.
    Weil ich es so will?
    Das bin nicht ICH!
    Mein Suchtberater sagte mir damals nach der Entgiftung auf dem Weg zur LGT "und nun gehen Sie durch/in die Hölle.Ich war erstmal baff,daß der sowas sagt und mir Angst machte,doch irgendwie muß was wahres dran sein,denn so fühle ich mich seit dem.
    Es ist nicht alleine der Saufdruck der mir Probleme macht,dazu kommen
    finanzielle sorgen;Zukunftsangst,Verlustangst,private Sorgen u.s.w.
    Deswegen brauche ich vor allem therapeutische Hilfe,doch die habe ich nicht dann wenn ich sie am nötigsten brauche,wie jetzte.
    Es tut mir leid,wenn ich euch mit meinem Mist belästige und die,die wo neu ein trockenes Leben führen wollen vielleicht entmutige oder mit runter ziehe.

  • Hi Lori, ich mal wieder

    Zitat

    Ich habe gerade meinen Therapeuten angerufen aber leider erst für nächste Woche einen Termin bekommen

    hast du ihm gesagt, dass es eilig ist ? Nein ? Dann ruf doch nochmal an (oder besser, gehe vorbei!)

    Es wäre wohl ganz gut, wenn Du heute noch Hilfe bekommen würdest : Jede Landesklinik (zumindest in NRW) hat eine Notfallambulanz (das heißt noch lange nicht, dass Du da bleibst, also keine Panik) oder geh zu einer sozialpsychiatrischen Beratungsstelle. Die sind den Gesundheitsämtern angegliedert = Also dort anrufen

    Ich wiederhole mich, ich weiß. Egal: Lori, mach was !
    Schreibe hier weiter, soviel und solange Du willst. Du "belästigst" - wie Du es nennst - ganz sicher niemanden. Da es hilft, ist es gut und sehr wichtig. Aber mach Dich auch endlich auf den Weg !

    Biene

  • Servus Lori,

    das, was Du hier schriebst, ist die logische Fortführung dessen, was sich seit der Eröffnung dieses Threads hier anbahnt. Der Druck nimmt zu und wird schier unerträglich. Warum? Weil Du innerlich noch nicht in Deinem trockenen leben "angekommen" bist. Du hast Deine Krankheit nicht akzeptiert, kämpfst mit allem, was Du hast, dagegen an. Und im Hintergrund ruft der Alkohol, leise, aber deutlich "ich bin hier".

    Lori, Du schreibst, dass Du nicht weisst, wie Du weitermachen sollst. Nun, ich habe nicht umsonst (höchstens vergeblich) immer wieder auf dem Thema Therapie "rumgehackt". Du weisst, dass Du "es" nicht alleine schaffst. Dich darum kümmern, dass Du qualifizierte Hilfe bekommst (z.B. Wiederaufnahme der Langzeittherapie oder Beantragung einer neuen Massnahme) willst Du aber auch nicht.

    Ich kann Dir nur sagen: ich kenne Deine Situation. Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen. Ich habe ähnlich gedacht, wie Du es hier schilderst.

    Ich habe so gedacht, als ich nicht trocken werden wollte, als ich mir nicht eingestehen wollte, dass ich Alkoholiker bin! Und ich habe -selbstverständlich- diesen Kampf verloren und wieder gesoffen wie ein Loch! Jeden Morgen wieder Trockenkotzen, Beschaffungsdruck, vermeintliches "Funktionieren", einfach der ganze wiederliche Rhytmus, der einen Alkoholiker gefangen hält. Erst, als ich nicht mehr trinken wollte, bedingungslos, ohne jedes "wenn" und "aber" trocken werden wollte, da hat es dann auch funktioniert.

    Wie sagt Karsten immer so schön? Jede(r) kann es schaffen! Richtig! Nur: wollen muss der Betreffende halt auch, sonst wird das nix.

    Lori, Du belästigst mich nicht, Du entmutigst mich nicht, und Du ziehst mich nicht runter. Ich kann auch vollkommen ruhig zusehen, falls Du wieder trinkst - weil ich weiss, dass jeder von uns für sein Trinken selbst verantwortlich ist. Ich führe Dir die Flasche nicht zum Mund.

    Wir haben es selbst in der Hand, ob unsere Krankheit weiter fortschreitet, oder ob wir uns ein zufriedenes, trockenes Leben aufbauen.

    MACHEN müssen wir es, jeder für sich selbst - so oder so.

    LG
    Spedi

  • Hallo Lori,

    eigentlich ist Alles schon gesagt, und ich muss Dir ehrlich gestehen, dass meine persönlichen Erfahrungen hier auch ein Ende finden, ich Dir also nicht mehr mit meinem Weg als Vorlage zur Reflexion dienen kann. Aber ich bekomme langsam auch den Eindruck, dass Du "es" nicht alleine schaffst und Du eben auch über dieses Forum hinausgehende Hilfe gut gebrauchen kannst.

    Ich wünsche Dir die Kraft, diese zu suchen und auch anzunehmen!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • ... ich schließe mich Spedi´s und JoeDoe´s Worten an, denn mir fällt auch nichts Neues mehr ein.

    Einen Lieben Gruß an Dich und vielleicht liest du nochmal, was alle hier so geschrieben haben.
    Biene

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