Die ersten Tage

  • Hallo Koko,

    Zitat von Koko

    Ach ich glaub jetzt verdeddere ich mich, jedenfalls fuehlte ich mich unverstanden und hatte Angst zu antworten, um nicht noch mehr Kritik auf mich zu ziehen...nichts gegen Kritik, aber bin momentan nicht der Fels in der Brandung, alles haut mich um, fuehle mich wie ein ping-pong Ball meiner Suechte

    Ja, so ist das hier: Du bekommst ehrliche Antworten und die sind manchmal halt auch nicht so angenehm. Wichtig ist doch, dass Du über diese konstruktive Kritik, ich würde es allerdings eher als Gedankenanregung bezeichnen, für Dich überdenkst. Es ist Dein Weg und Du mußt ihn gehen.

    Ich vermute aber, nach dem ich Deine Zeilen gelesen habe, dass Dich zur Zeit ein ganz anders Thema noch viel mehr beschäftigt. Mag sein, dass ich völlig falsch liege, aber ich frage trotzdem mal nach: :wink:

    Was ist nach Deinem Nicht-Abschied aus Deutschland geworden ? Du hattest Ihnen doch vor der Reise einen Brief geschrieben, richtig ? Und dann kommst Du nach Deutschland und trinkst doch wieder. Das sie entäuscht sind ist klar, aber wie soll es jetzt weitergehen ? Hast Du nochmal mit Deinen Kindern geredet ? Wie geht es Dir damit ?

    Liebe Grüße
    Biene

  • Hallo Koko,
    ich habe die letzten Jahre, in denen ich alkohol gesoffen habe, mit schweren Depressionenn, und Persönlichkeitsveränderungen zu tun gehabt, um es mal gelinde auszudrücken.
    Der Alkohpl war die Wurzel zu allen nachfolgenden Übel, ich nenn es mal Folgekrankheiten für mich, und das ist nicht nur bei mir so.
    Erstvwie de aus meinem Leben verschwunden war konnte ich die anderen Dinge mit klarem Kopf und Geist angehen, manche haben sich auch von selbst gelöst.
    ich bin ja in der geschlossenen, es ist bei jedem so, es kommt mit der Zeit.
    Gib dir die Zeit.
    Und verdedder bist du schon gar nicht. Es ist mehr als verständlich, wenn man sowas gesagt bekommt.
    Nur du kannst handeln.
    LG
    Jürgen

  • Servus Jürgen,

    müssen wir uns Sorgen um Dich machen??? :shock::shock::shock:

    Zitat

    ich bin ja in der geschlossenen, es ist bei jedem so, es kommt mit der Zeit.

    Oder ist das dann doch eher "unfreiwillige Komik"??? :wink:

    LG
    Spedi

  • Hallo Spedi,
    müst euch keine Sorgen machen, das war ja ne unglückliche Formulierung, muss echt mal lachen.
    Meine natürlich den geschlossenen Bereich hier im Forum.
    Aber danke für den Hinweis,
    und da stell ich fest wie auch in meiner realen SHG, das wenn der Alkohol ertmal weg ist, sich viele Dinge lösen und verändern oder aufhören.
    Das war unfreiwilig, und nicht beabsichtigt, aber muss immer noch grinsen.
    LG
    Jürgen

  • ...ja Koko, keiner will Dir hier etwas.
    Keiner hier hat vor jemand anderen
    in die "Ecke" zu treiben.
    Das gute an einer SHG ist halt das die
    anderen Deine Probleme mit Distanz sehen
    und so besser drauf eingehen können.
    Mal ehrlich. Manchmal hat man doch
    soviel Ärger und Probs. am Ar... das man
    selber den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
    Iss doch so.

    Das du nun abwägst was die schlimmere
    Sucht sein könnte ist natürlich saugefährlich.
    Ohne Deine andere Krankheit als "klein"
    oder "unbedeutsam" abzutun.... Dein
    Ansatztpunkt ist Deine Alkohosucht.
    Sonst wird alles noch schlimmer.
    Ich glaube tief im Innern weiß Du das genau.

    LG
    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • Hi all,

    zunaechst danke fuer die vielen verstaendnissvollen, aufklaerenden Worte.

    Wird wohl so sein, dass ,wenn der Alkohol erstmal ins Spiel gekommen ist, er auch der Ansatzpunkt ist, um wieder aus dem ganzen Sclamassel rauszukommen. Es ist nicht so, dass ich eure Erfahrungen da nicht annehme. Bei mir ist es so, dass der Alkohol als "Schlusslicht", also als letzte Sucht dazugakommen ist. Denke nun muss ich dass "Pferd rueckwaerts aufzaeumen", um wieder rauszukommen.

    Ich nehme euren Rat ja an, aber Angst wird mir trotzdem, ich hatte wirklich eine schlimme Zeit mit meiner Bulimie, Deprerssionen und Selbstverletzung "vor" meiner Alkoholikerzeit.

    Aber so soll es nun mal sein, Schritt fuer Schritt zurueck zu einem, hoffentlich irgendwann einmal, normalen Leben.

    Ich weiss, momentan klinge ich nicht so euphorisch, wie nach dem Entschluss , trocken zu werden. Aber selbst, wenn es jetzt nur "broeckchenweise" mit Unterbrechungen geht, weiss ich doch, dass ich an einem Punkt bin, an dem ich nicht bleiben moechte.

    Biene
    ganz unrecht hast Du mit Deiner Vermutung nicht. Es liegt mir schon schwer auf dem Herzen, dass sich mein Sohn nicht verabschiedet hat. Ist eine der schlimmsten "Strafen", die man mir auferlegen kann, nicht mit mir zu reden. (hab i bestimmt mal erwaehnt, hat meine Mutter oft mit mir gemacht. Als Einzelkind, ist es schlimm, wenn keiner mit einem spricht..)
    Von meinem Sohn kenne ich das bis jetzt nicht, vielleicht aber verstaendlich, weil er so ("zu") viele Hoffnungen in mich gesetzt hatte. Fuer mich war es schon anders als sonst, hatte wirklich alkoholfreies zuhause, aber fuer ihn muss es trotzdem enttaueschend gewesen sein. Von meiner Tochter habe ich gehoert, sie hat mir gesagt, dass sie ihn verstehen kann, aber verabschiedet haette sie sich. Na gut, schwer zu sagen, meine Kids sind natuerlich 2 Individuen, jeder reagiert anders, meine Tochter meldet sich sowieso viel, mein Sohn kaum, aber vielleicht macht es mis deshalb so zu schaffen, weil wir uns dieses Jahr kaum noch sehen werden...

    Wuensch euch einen schoenen Tag, habt etwas Geduld mit mir, bin gerad zu sehr durch den Wind. Bleib aber bei euch, "solang ihr nicht die Schnauze voll habt" :)

    Schoenen Abend euch allen Koko

  • liebe koko,

    warum sollten wir die schnauze voll haben? erstmal finde ich es gut, von den leuten zu hören, in die ich mich schon eingelesen hab. obwohl das hier der offene bereich ist, gibt doch jeder soviel von sich preis, dass man gar nicht anders kann als dranbleiben, weiter lesen zu wollen, wie es denn heute geht. und wenn denn mal funktstille ist, macht man sich sorgen und freut sich umsomehr auf ein erneutes lebenszeichen.

    indem wir anderen zuhören und mut machen, tun wir uns selbst auch etwas gutes. wir können erfahrungen verarbeiten, beim schreiben uns selbst besser kennenlernen und dann ist da dieses gefühl, verstanden zu werden und vielleicht geholfen zu haben.

    koko, mach weiter! und schreib, was dich bedrückt! vielleicht können wir ja bald auch mal miteinander lachen!

    liebe grüße von
    katrin

  • Zitat

    Bleib aber bei euch, "solang ihr nicht die Schnauze voll habt"


    ... von wegen Koko.
    Freue mich das Du hier bist. :D

    Alles Liebe und Gute

    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • Hi Katrin,

    danke fuer Deine Worte. Weist Du einerseits fuehle ich mich schon gut, wenn ich was loswerden kann. andererseits und da glaube ich, das hat viel mit meinem "Selbstwertgefuehl " zu tun, glaube ich, andere zu belasten. Hab ja schonmal zu dem Thema" Kann ich lernen, mich selbst zu lieben" geschrieben. Das kommt nicht von ungefaehr, fuehle mich haeufig im Weg, als "Stoerfaktor", da hab ich noch viel vor mir.
    Ja wollt eigentlich jetzt auch in den geschuetzten Bereich, aber wie so oft, spielen mir da meine Finanzen einen Streich.

    Ganz liebe Gruesse und einen schoenen Abend
    Koko

  • hallo koko

    Zitat

    Fuer mich war es schon anders als sonst, hatte wirklich alkoholfreies zuhause, aber fuer ihn muss es trotzdem enttaueschend gewesen sein.


    ich kann mir gut vorstellen wie's deinem sohn geht, hab dasselbe ja auch schon einige male mitgemacht bei meiner mutter. zuviele trinkpausen von ihr habe ich erlebt, damit das vertrauen wachsen könnte bräuchte es schon einige monate wo sie nüchtern is. zu groß ist die angst nochmal aufs neue enttäuscht zu werden, diesen schlag ins gesicht nochmal zu erleben.
    du schreibst für dich war es anders als sonst...
    als meine mutter ihre längste trinkpause von drei monaten hatte, da war ich zuversichtlich, hatte vertrauen zu ihr gefasst. in der zeit hat sie ihre shg und ihre einzeltherapie abgebrochen, also eigentlich hätte ich ja negativ eingestellt sein müssen. aber dennoch hatte ich da von anfang an vertrauen in sie, ich kann dir nicht genau sagen woran es gelegen hat - sie war anders als in ihren sonstigen trinkpausen. es waren kleinigkeiten die ich nicht mal beim namen nennen konnte, auch ihre ausstrahlung und so - das alles hab ich gespürt und hat mich optimistisch in die zukunft sehen lassen. es war der heftigste schlag den ich bekommen hatte als sie dann wieder angefangen hat zu trinken :(
    was ich damit sagen will, ich könnte mir gut vorstellen das auch dein sohn deine veränderung registriert hat und dementsprechend größer war/ist die enttäuschung für ihn hinterher...

    das was war kannst du nicht mehr ändern, du kannst es diesmal nur anders/besser machen. hab geduld, auch wenn es dir schwer fällt, ganz bestimmt wird dann die nexte verabschiedung (auch wenn sie in weiter ferne is) um so herzlicher ausfallen :D

    liebe grüße -Summer-

  • Hallo Koko,
    klar bist du hier willkommen, aber merkst ja selber an deiner Aussage an was du alles so zu knappern hast.Nur mach nicht zuvielel Baustellen auf.Konzentrier dich auf eine.
    Bei mir in der Therapie waren einige mit Alkohol und Borderline gemischt oder Alkohol und Bulumie, oder alles zusammen.Alle haben erst den Alkohol angegangen.
    Laß weiter von dir hören.
    LG
    Jürgen

  • Hi an euch alle,

    danke fuer eure Antworten, ich nehm sie mir zu Herzen, denn wie gesagt, wenn im Moment auch alles ein wenig durcheinander bei mir ist, eines ist aber ganz klar, ICH MUSS ETWAS AENDERN! SO KANN ES NICHT WEITERGEHEN!

    Biene Danke, ich hab es mir wirklich ausgedruckt!

    @ summer ich dank auch Dir, es hat mir wirklich geholfen, die Denkweise meines Sohnes, bzw meiner Kinder zu verstehen. Ich geb mir ja wirklich Muehe, deshalb les ich auch sehr viel bei den erwachsenen Kindern, damit ich nicht noch mehr Fehler bei meinen Kindern mache, sie haben es schwer genug mit mir und damit fuehle ich mich keineswegs wohl.

    Heute war eigentlich ein guter Tag, aber ich fuehl mich nicht wohl. Der Grund, habe Angst, dass ich was kaputt gemacht habe...heut ist mein Geburtstag, das nur am Rande, ...hab aber bis jetzt nix von meinen Kids gehoert. Das ist ungewoehnlich und macht mir Angst!

    Soweit fuer heute , einen schoenen Abend
    Koko

  • hallo koko,

    ich wünsche dir alles, alles liebe und gute zu deinem geburtstag!!!!!!!!!!!

    vor allem, dass du ruhe und zu dir finden kannst. die letzten tage/wochen waren ja nicht so optimal, aber selbstmitleid bringt da gar nix. schau nach vorn. versuche dich zu ordnen und mache dir am besten einen plan, welche schritte jetzt für DICH notwendig sind, dass du dich besser fühlst.

    noch einen schönen, nicht so vergrübelten geburtstag!

    lg katrin

  • Hallo Koko,

    erst einmal möchte Dir ganz herzlich zu deinem Geburtstag gratulieren !

    Ich kann mir gut vorstellen das Du traurig bist, weil deine Kinder sich nicht melden.

    Meine Tochter hatte damals zu mir fast ein 3/4 Jahr lang überhaupt keinen Kontakt und danach auch zuerst nur telefonisch wenn sie sich sicher war das ich nicht gertunken hatte.

    Will sagen, Kinder brauchen eine sehr lange Zeit bis sie wieder vertrauen können und es liegt ausschließlich an UNS ihnen dieses Vertrauen wieder zu "schenken".

    Gib Ihnen ZEIT !!!!

    Das Verhältnis zu meiner Tochter ist heute wieder ein sehr inniges !

    Lieben Gruß, Rose

  • Hallo Koko,

    möchte Dir auch alles Gute zu Deinem Geburtstag wünschen. Ich finds klasse das Du nicht aufgibst
    und hier bei uns bleibst.

    LG
    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • Hallo,
    wirklich lieb von euch, bin es gar nicht gewohnt, soviele Glueckwuensche zu haben, aber ist schoen

    an alle, die mir gratuliert
    haben, danke!!!!

    tut gut Freunde zu haben, lg Koko

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!