...der ewige Teufelskreis....

  • Hallo weibi,

    Zitat

    Elocin, ich bleib bei meiner Entscheidung es auch mit ihm als Mann zu schaffen.

    Was willst DU schaffen???

    Zitat

    Nur ist mir bewusst geworden, das ich wie immer ALLES SOFORT wollte

    .

    Was willst du sofort???? Und womit willst Du dir nun Zeit lassen?

    Zitat


    Da ist sie wieder die gute alte Geduldsache.

    Willst du noch geduldig 10 Jahre zu schauen bis er endlich was tut?????

    Zitat

    Ich geb nicht auf!

    Was gibst du nicht auf?

    Du bist dabei DICH aufzugeben.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • liebes weibi,

    vielen dank fürs lesen bei mir aber hab garnicht geschrieben die letzten tage weil ich weder zeit noch ruhe dafür hatte, muss manchmal erstmal selbst nachdenken......

    wollte aber nur sagen, dass ich an dich denke und wie immer deinen weg verfolge und mal wieder erstaunt bin, das wir offensichtlich immer in ähnlichen momenten "hochs oder tiefs" erleben oder aber über ähnliche dinge nachdenken....

    tja, wie du gesagt hast - shit happens. :roll:

    kopf hoch, lass dich nicht beirren, hör auf dein gefühl.

    drück dich!

  • Liebes weibi,

    ich mein es sicher nicht böse auch wenn die Fragen heftig oder unbequem bei dir ankommen....sie sollen dir einfach helfen hinzuschauen...du allein entscheidest wie dein Weg aussieht...und klar kann ich dich verstehen aber ob das hilft ist die andere Sache...wie du weißt habe ich eine lange Leidensgeschichte hinter mir mit immer wieder kehrenden Hoffnungsschimmern und mir konnte niemand helfen, ich musste selber hinschauen und erkennen und dann handeln, es war ein langer Weg aber es war meiner....drum sag ich schau hin und behalte dich im Auge.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • boah...

    Zitat

    Ich werde am We eine Wellnessmesse besuchen und nächste Woche zum ersten mal in meinem Leben eine Modenschau besuchen.

    ich will mit... :lol:

    Weißt für dich ist es jetzt ja auch wieder eine andere Situation, in den letzten Wochen hat er etwas getan da konntest du "beruhigt" sein....und jetzt ist es anders und du stehst wieder in einer Art Wartehaltung ob du willst oder nicht...denk ich mal

    Liebe Grüsse
    Elocin

    P.S.
    Vielleicht heute im Chat?

  • Liebe Damenrunde ;)

    ein Mädchen schreibt "deinen weg verfolge und mal wieder erstaunt bin, das wir offensichtlich immer in ähnlichen momenten "hochs oder tiefs" erleben oder aber über ähnliche dinge nachdenken....
    tja, wie du gesagt hast - shit happens. "

    Meint Ihr nicht, dass es möglich wäre, dass unsere nun trockenen Alkoholiker und die Co-Abhängigen fast alle eben genau diese Dinge erlebt haben? Könnt Ihr Euch nicht vorstellen, dass das der Suchtverlauf ist, von dem über diskutiert wird ob individuell oder nicht?

    Eigentlich ist komplett egal, ob Ihr bei Euren Partnern bleibt oder so wie ich mein Weg vom Partner weg führt. Alles hat wie ich in den letzten Monaten bei Euch und mir festelle - absolut keine - Folge für deren Handeln und deren Trinken!

    Ihr könnt weiterhin das Leben mit dem nassen Partner und seinen Trinkpausen teilen oder ich kann meinen ehemaligen nassen Partner meiden wie das Feuer: sie alle sind abhängig von einem Suchtmittel und weder meine klare Linie, noch Eure Zugeständnisse gegenüber dem Partner schienen
    irgentetwas an deren Verhalten zu ändern. Wohl deshalb, weil es nicht von diesen Menschen als eigener Wunsch erfolgt, sondern ein Druck von außen zu spüren ist.

    So lange es nicht von innen heraus kommt - vom Süchtigen selbst - ist so was von Jacke wie Hose was Du, ich, wir tun - es wird sich nichts ändern.

    Sorry Ladies, aber wenn Ihr schreibt von Lebensqualität, dann spüre ich in Euren letzten Beiträgen aber zuviel Trauer. Tut mir leid - ich verstehe die Trauer absolut, aber ich denke sie mit solcher Intensivität zeitgleich genannt zu nennen mit höherer Lebensqualität ist in sich schon ein Widerspruch.

    Was ich bei Euch spüre ist Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung - und zwar Hoffnung bis zur Selbstaufgabe. Liebes Weiblein, die Frage ist doch nicht ob Trennung oder nicht, die Frage ist doch vielmehr in wie weit beeinflusst das Verhalten des einen die Verfassung des/der anderen. Und Ladies, das ist bei Euch beiden gewaltig....

    Ich wünsche Euch viel Kraft,

    lieben Gruß von Dagmar

  • Ach Weibi,
    Dein kreisel dreht sich unaufhörlich:
    Traurig sein, Krise,
    Hoffnung und blauer Himmel
    Rückfall und Besinnung auf sich selbst - eigene Hobbies, Interessen und alleinige Reisen....

    Kreiselchen, Kreiselchen, hoffentlich wirst Du nicht schneller.... Denn so ging es mir liebe Damenrunde, der Kreisel wurde schneller, begann zu hüpfen, die Aktionen erfolgten in schnellern Zeitabläufen und am Ende konnte ich nur noch um mein Leben "rennen" sonst hätte vielleicht der Gerichtsvollzieher den schnelleren Schritt gehabt, dank Lebenspartner, der nichts mehr auf die Reihe bekam.....

    lieben Grujjß von Dagmar
    die den verdammten Teufelskreis nur zu gut kennt

  • Genau das meine ich doch Weibi,
    Deine Hoffnung haut Dich doch nun wieder runter.
    Das ist genau das was ich damit meine: genau das reduziert Dein Wohlfühlgefühl.

    Niemand spricht von Trennung, niemand von anderen Wegen oder anderen Zeiträumen. Wenn es Dir aber gelingt bei Dir zu sein (die Hoffnung nicht zu verspüren sondern einfach die Sache abwartest, klingt leichter als es ist,ich weiß) so würde Dich sein Rückfall weniger tangieren.

    Eben diese Fixierung ist ja das, was uns schadet. oder mir persönlich schadete.

    Wäre ich auf mich fixiert und hätte meinen Stiefel gelebt, so hätte mich der Konsum meines Partners kalt gelassen.... es ist ja sein Stiefel ;)

    nun habe ich zwei passende Stiefel, in die ich wohl noch reinwachsen muss - aber es sind meine Stiefel, in meiner Schuhgröße - passend zueinander. Nicht wie in meiner Vergangenheit wo meine Schuhgröße 40/41 mit seiner 45 Schritt halten sollte oder wollte.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hallo weibchen

    egal, ob richtig oder falsch, egal, ob Elocin oder Dagmar oder ich es so oder anders machen würden, es ist dein Weg und ich wünsch dir dafür ganz viel Kraft!

    julchen

  • Dagmar, wie soll einen denn ein Rückfall des Partners nicht tangieren oder wenig tangieren?
    Sind wir aus Marmor gemeißelt?
    Der Alkohol schafft doch sofort jede Nähe aus der Welt, oder nicht?
    Das klingt für mich wie ne offene Beziehung, wo man den anderen Seitensprünge machen lässt, wies ihm passt. Der hüpft wieder mit dem Alkohol ins Bett.

    Ich glaub, so cool (Das ist sein Ding) werd ich die Sache nach einer Millionen Therapiestunden (die ich noch nicht mal begonnen habe :lol: ) nicht sehen können.
    Obwohl ichs gern täte! Ehrlich!

    Liebe Grüße
    Doro

  • Okay, du schreibst "weniger tangieren", vielleicht hab ich dich da missverstanden? :oops:

    Dachte nur grad so an mein Entsetzen, als mein Mann rückfällig wurde.
    Ist einfach ein Scheißgefühl!!!

    Grüße
    Doro

  • hallo doro,ein rückfall ist immer schade,klaro.
    aber und das meinte dagmar sicher
    wenn manwirklich erkannt hat das es eine suchtkrankheit ist und man NICHTS,GAR NICHTS daran ändern kann und sein eigenes leben(trotz parnerschaft)lebt und mit sich selber in einklang ist(was auch erst gelernt werden kann),dann können wir einen rückfall mit reelen augen betrachten,nämlich so das er keinen oder beesser gesagt weniger einfluss auf uns nimmt und uns NICHT aus der bahn wirft.
    doch dieser weg ist weit aber erlernbar.

    lg kathrin

  • Ja, Ihr Lieben,
    Kathrin hat das schön in Worte gefasst.

    Übrigens auch genau der Punkt, wo ich persönlich - gilt wieder nur für mich - keine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker führen könnte.

    Ich habe hier Lesematerial von Alanon und war auch in meinem Heimatort 120 km entfernt in einer Gruppe. Dieses Lesematerial versucht zu beschreiben wie es möglich ist in einer Ehe/Partnerschaft mit einem nassen Trinker klar zu kommen ohne sich selber zu verlieren.

    Genau das wäre für mich nicht möglich. Denn ich sehe es so, dass ich die Stärke haben müsste in meinem Leben zu stehen ohne gefühlsmässig von den Resultaten oder dem Verhalten des trinkenden Angehörigen abhängig zu sein.
    Ich könnte es nicht - genau das ist es Doro. Deshalb musste ich (gilt nur für mich) auch gehen. Mich hat dieses auf und ab von Hoffnung und Umschlagen der Gefühlslage angesteckt. Ich habe mich sehr wohl danach gerichtet wie die Laune meines Gegenüber war.

    Da gibt es ja sinngemäß die Aussagen, das zu ändern, was ich ändern kann und das zu ertragen, was ich nicht ändern kann. Den Konsum kann ich nicht ändern .... seinen ..... nur meinen zum Suchtmittel.....

    Genau das, abhängig zu sein von der Verfassung eines anderen Menschen, ist für mich persönlich aber nicht mehr selbständiges Leben. Es wäre für mich nicht mehr autonom und selbstbestimmt. Weil eben ich die Kraft nicht für eine offene Beziehung hätte.

    Was ich übrigens, Doro, tatsächlich für einen sehr guten Vergleich halte. Denn nichts anderes ist ja die Partnerschaft mit einem Alkoholiker: keine Zweierbeziehung sondern zumindest ein Dreier. Er - Sie und der Alk. Der Weg erscheint für manche lern- und begehbar, für mich wohl aufgrund meiner Co-Anteile nicht. Genau dieses Scheißgefühl will ich nicht leben und kann ich nicht aushalten (gilt nur für mich!) Das Leben und der Alltag bieten schon genügend auf und abs für die ich selber verantwortlich bin und die mein persönliches Leben betreffen, da mag ich nicht noch auf und abs wegen meiner persönlichen Abhängigkeit zu einer anderen Person durchleben.

    Hier würde mich aber mal die Meinung derer interessieren, die den Weg aus dem Alkoholismus überstanden haben. Denn nur ihnen ist es möglich zu beurteilen wie ein Verhalten ihnen gegenüber nicht suchtfördernd, gleichzeitig aber auch nicht "erpressend" betrachtet wird. Wie gesagt, mir wäre das zuviel Überlegung um den anderen und zu wenig Autonomie für mich (weil ich einfach so nicht leben kann), dennoch wäre es für mich interessant die Sichtweise von (ehemaligen) Alkoholikern dazu zu hören.

    Lieben Gruß von Dagmar


    Lieben Gruß von Dagmar

  • Guten Morgen, Weibi!
    Jetzt erst mal Klartext:
    hast du schon mit deinem Mann "nüchtern" das Problem besprochen?
    Oder habe ich das überlesen? War gestern abend leider nicht mehr fähig zum lesen.
    Unsere "Vorfälle" (jeweils nur einen Tag) endeten immer in langen Gesprächen, mit gemeinsamen neuen Richtlinien und Hilfen. Überhaupt ist es ganz wichtig geworden, Gefühle auszudrücken, auch für meinen Mann. Der hat da immer noch große Probleme, aber inzwischen kann ich ihm da schon so ein bisschen entlocken.
    Für mich wars z.B. letzte Woche gut mit meiner Depristimmung ins Fitnessst. zu gehen, mich auszupowern. Werde ich auch in Zukunft für "schwache" Stunden im Auge behalten. Oder Walken gehen. Das hat mir auch schon früher geholfen.
    Und fürs Zimmer: Frühlingsblüten - Lichtblicke (Hyazinthen geben auch noch tollen Duft ab!).
    Alles Gute für DICH ganz viel Kraft und liebe Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • O.k. Kannst du nix machen.
    Sorge weiter für dich - Massagen sind das Aller-allerBeste!
    Trotzdem schönen Tag, Gotti, die mal wieder zur Arbeit darf :roll::wink: !

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo seinweib,

    Zitat

    Er sagte, das es aus einer Laune raus kam

    Kannst Du für Dich mit dieser Aussage erkennen, daß er ernsthaft daran arbeiten möchte, aufzuhören? :roll:

    Zitat

    er hätte es im Griff, bla bla bla!!!

    Was hat er im Griff? Dich, den Alk, Dich, den Alk...?????

    Zitat

    Ich denke er belügt sich grad selber

    Und was ist da mit Dir??? Was er aus seinem Leben macht, ist Seins, aber wie lange willst Du das noch mitmachen?

    Zitat

    Der Rückschlag ist zu verkraften, aber doch nur, wenn es beide als Rückschlag sehen.

    Und, kannst Du es sehen, daß Ihr an einem Strang zieht?

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Guten Morgen,
    liebes nein-NICHT(!!!)-SEIN-Weib,

    Deine Situation beschäftigt mich natürlich sehr, denn dasselbe könnte mir in naher oder ferner Zukunft auch passieren.

    Er hat sich einen Kasten Bier gekauft?
    Aus einer Laune heraus?
    Glaubt er das etwas selbst, was er da sagt?

    Ich denke, diesem Akt
    ins Auto steigen-zum Geschäft fahren-reingehen-Kasten aussuchen-Kasten zur Kasse tragen-bezahlen-Kasten ins Auto heben-heimtransportieren-ins Haus tragen-Flasche rausnehmen und öffnen-weitere vier öffnen und trinken
    gingen schon viele Gedanken voraus.
    Vor jeder Enzelhandlung hätte er zur Vernunft kommen können.

    Ich will dich nicht aufhetzen, aber ICH könnte jetzt nicht einfach so weitermachen.
    Ich schließe mich voll und ganz Dagmar an, in allem was sie schreibt.

    Ich hab neulich mit meinem Mann über einen potentiellen Rückfall gesprochen.
    Er sagte, wenns wirklich passieren sollte, würde er sofort zur Suchtberatungsstelle oder direkt in die Klinik gehen.
    Ich meinte:
    ES passiert nicht, Du handelst aktiv! Du nimmst die Flasche und führst sie an den Mund, oder?
    Ausserdem klingt das schon wieder nach Hintertürchen.

    Weiß ich, was sofort-Hilfe-suchen ist?
    Wahrscheinlich ist er ja schon Wochen, bevor er zur Flasche greift, mit Gedanken beim Alk???
    Das hieße, nasses Denken würde ihn schon länger beherrschen.

    Dem Akt gehen viele viele Gedanken voraus.
    Ich wiederhole mich gerade, aber mir ist das so wichtig.

    Also wäre es doch wichtig, sich Hilfe zu holen, BEVOR man zur Flasche greift!!! Oder?

    Wenn ich trocken bleiben will, tu ich doch was gegen den Saufdruck, bevor ich trinke!!!???

    Und das habe ich meinem Mann gesagt.

    LG
    Thelma

  • Hallo seinweib,

    ich kann Dich verstehen, daß Du die Hoffnung hegst, daß es a) nur einmalig war, es nicht wieder vorkommt und b) Du die Augen verschliesst.

    Zitat

    wir hatten Besuch von Freunden und mein Mann sagte zu mir, er möchte ihnen gerne Bier anbieten können

    Das sind Gründe, um weitertrinken zu können, und kein klares Verhalten, das auf Einsicht basiert, sich ein alkoholfreies Umfeld aufzubauen. Wenn ich einsichtig bin, alkoholkrank zu sein, brauche ich als Alkoholiker meinen Gästen keinen Alkohol anbieten.

    Zitat

    Des weiteren sagte er, das er kein Problem damit hat, es hier stehen zu haben.

    Es ist zwar Seins, aber lies Dir doch dazu einmal die Grundbausteine der Alkoholiker durch.

    Sorry, aber dies hat nichts mit Einsicht zu tun.

    Zitat

    aber ich denke wir wollen ans gleiche Ziel, nur jeder in seinem Tempo

    Das sehe ich nicht. Als ich meinem Ex sagte, er solle doch bitte in meinem Beisein trinken als es zu verstecken, mit der *Auflage*, er müsse aber sich einen Zeitpunkt setzen, damit ganz aufzuhören, gab ich ihm die Legitimation, weiterzutrinken. Ich gab ihm keine klare Grenze, daß ich keinen trinkenden Partner in meinem Umfeld dulde.
    Unser gemeinsames Ziel war es, sich gegenseitig weiter in die Tasche zu lügen, sich etwas vorzumachen.
    Wenn ich mir das Ziel setze, mich als Alkoholiker zu sehen, dann gehe ich Wege und suche nicht nach Gründen. Und das sofort, den jeder Tag bringt mich mehr um. Und für Dich ist jeder Tag der Selbstlüge ein Tag mehr, indem Du dich in die Co-Spirale abwärts bewegst.

    Zitat

    Juchu wieder einen Co auf die Wartebank geschoben oder Ok versuchen wir es ??????


    Du bist nicht auf der Wartebank sondern begibst Dich für Dich, entschuldige bitte die Ehrlichkeit, auf die Schlachtbank! Ohne klare Grenzen für Dich, wirst Du Dich nicht aus der Co-Abhängigkeit begeben, sondern, Dir Dein emotionales Grab schaufeln, indem hier schon so mancher lag, weil er keine Grenzen gezogen hat.

    Zitat

    Ich bemühe mich gegen mein Co anzukämpfen und versuche meinem Mann den Rücken zu stärken( aber ich nehme ihm nichts mehr ab!)

    Gegen Deine Erkrankung anzukämpfen, bringt Dich genauso wenig weit, wie ein Alkoholiker nicht durch Kampf trocken wird. Dazu gehört die Kapitulation!
    Deinem Mann den Rücken zu stärken, nimmt ihm dennoch die Verantwortung ab, etwas zu tun, denn Du hast ja sooo viel Verständnis für ihn, zeigst ihm, daß Rückfälle keine Katastrophe sind. Also, warum dann aufhören?

    In diesem Sinne

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Hallo seinweib,


    ich kann Dir nur sagen, wie ich meine Beziehung mit meinem Ex empfunden habe und welche Konsequenzen ich daraus gezogen habe.

    Ich eierte herum, durch die selbst genannten *tollen* Ziele, die wir uns steckten, *gemeinsam* es schaffen zu wollen, aber ohne die wirklich wichtigen Schritte zu unternehmen.
    Ich arbeitete an mir hier im Forum. Wollte nicht annehmen, daß ich meinem Ex den Rücken nicht stärken konnte, denn ich ihm durch mein Verhalten immer wieder vermittelte, daß er so weitermachen kann.

    Selbst, als er in den Entzug ging, dachte ich, jetzt wird alles gut. Aber nichts war gut, denn ich eierte herum. Was er machte ist eine ganz andere Sache, seine.
    Ich litt, bekam Anregungen hier, daß ich auf dem *Holzweg* war. Bis ich dann irgendwann zusammenbrach und erkannte, daß nur ich allein etwas ändern konnte:nämlich mich!

    Du kannst für Dich nur etwas tun. Ich habe keinerlei Erfahrung, wie es ist, sich dafür zu entscheiden, beim trinkenden Partner zu bleiben, aber eines weiß ich für mich genau: Ich mache mir etwas vor, wenn ich es dem Partner weiter legitimiere, zu trinken und ich dabei leide.

    Ob Du herumeierst, mag ich Dir nicht sagen, denn diese Erkenntnis kommt irgendwann von selbst. Wenn Du Dich entscheidest, diesen Weg gemeinsam zu gehen, dann würde ich aber für mich ganz klare Genzen ziehen, was Du nicht willst.
    Du hast hier die Grundbausteine für die Co´s und Alkoholiker. Werkzeuge (Erfahrungen der Anderen) sind hier genug. Wir können Dir hier noch oft genug versuchen, den Blickwinkel mal zu verändern, mal aus einer anderen Sichtweise zu schauen, aber die nötigen Schritte kannst nur Du gehen.

    Ich sage immer nur: Entscheide Dich, aber dann stehe auch zu Deinem Wort. Was bringt es Dir, gemeinsam gehen zu wollen, mit dem Bewußtsein, daß Dein Partner eine Rückfall-Erkrankung hat, die aber minimiert werden können durch konsequentes und einsichtiges Handeln, wenn Du dennoch weiterhin darunter leidest? Dann würde ich mir die getroffene Entscheidung nochmals überdenken.

    Wie gesagt, ob Du herumeierst, hast Du schon viele gute Tipps hier erhalten. Solange Du Dich nicht in Deinen Mittelpunkt stellst, wirst Du in meinen Augen nicht die Spirale in eine andere Richting bewegen können und immer schön weiterleiden.
    Es gibt mit Sicherheit genügend Beispiele für ein gemeinsames Miteinander als süchtige Erkrankte, denn das seid Ihr ja beide, aber wie gesagt: Dazu gehören zwei Einsichtige.....und das Verhalten Deines Mannes scheint mir nicht so..
    :roll:

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • grüss dich seinweib !

    du sagtest gestern folgendes:

    Zitat

    Ich bin nicht gewillt meinem Mann zu helfen und schon gar nicht die nächsten Jahre. ER allein bestimmt wie er es schafft. Und ob ER es schafft.
    Ich habe mein eigenes Leben wieder in den Mittelpunkt gestellt, aber er ist nunmal ein Teil davon.

    ich habe mal fragen dazu, was ich nicht verstehe, und zwar:

    a) wie sieht bei dir dein wille aus, deinem mann nicht helfen zu wollen hinsichtlich der umsetzung ?

    b) inwieweit hast du dein leben in den mittelpunkt gestellt bisher ?

    c) dein mann ist ein teil von deinem leben...
    so sollte es sein grundsätzlich...

    was ist für dich "ein teil" deines lebens, also ca. die hälfte du die andere hälfte er...oder mehr oder weniger ?

    wir haben hier dennoch einen alkoholsüchtigen menschen und einen co-menschen zusammen..

    sagen wir zwei süchtige:

    der eine appelliert an die SUCHT (dein mann) mit dessen willen noch nicht aufhören zu wollen des teufels freund weiter zu fröhnen,
    ( frage deinen mann mal für dich, ob er den alk als freund oder als feind ansieht derzeit...mach es echt einmal... und denn frage ihn mal in einem lichten moment ob er kapituliert hat emotional und rational vor dem alk (!)..und denn lass seine antworten erst mal auf dich wirken...okay )

    du appellierst an den verstand deines mannes und an dein ihm helfen-wollen weiterhin, du lebst also im moment (noch) dieses spiel der manipulationen, der magie der schauspielereien, kurzum diesem "lügenmärchen" in der hoffnung dass eines tages alles gut wird..

    sage mir, wie stellst du dir die zukunft vor ?

    und nun schalt einmal alle gefühle in dir für dich deinen mann ein paar minuten aus...lass mal revue passieren die letzten jahre bzgl. der schlechten momente / situationen (ohne die guten zu beachten)...
    denke rational....
    und denn sag mir, was sagt dir DEIN VERSTAND ?

    was denkst du, könnte der tiefpunkt für dein mann sein, dass er den schalter im kopf umstellen wird ?

    was ist DEIN tiefpunkt, wie stellst du dir selbigen vor, kurzum: was darf denn noch passieren... ? was ist noch "legitim" für dich ?

    nächste frage:
    du kannst also sagend wissen, dass es dir nicht an deine substanz (weiter) geht, wenn sich "alles" so weiter dreht wie bisher in euer beide leben....

    hmmmm... :roll:

    lg
    fuego

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