Alkohol, du zerstörst unsere Liebe

  • Liebe Joanne,

    mag sein, dass Dein Mann nur auf Depressionen behandelt wird, ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Mir kommt es so vor, als würde Dein Mann seine Sucht verharmlosen oder verschweigen und da hast Du auch als Arzt keine Chance.

    Ich habe lange lange bei den Alkoholiker gelesen, um die Sucht zu begreifen.

    Eins ist mir dabei total klar geworden. Ein Alkoholiker, der wirklich trocken werde möchte der tut auch was dafür und zwar in aller Konsequenz und aus eigenen Stücken.

    Ich würde mich nie auf einen Alkoholiker einlassen, der nicht wirklich trocken werden möchte und alles dafür tut.

    Alles andere ist vergebene Liebesmüh und zum Scheitern verurteilt.

    Viele Grüsse Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Hallo Joanne

    nicht bös gemeint , aber ist das dein Ernst oder Durchhaltetaktik um wieder einmal der Hoffnung hinterher zu hecheln, das die Zeit alles wieder gut macht?

    Zitat

    ch werde jetzt erstmal etwas für mich und meine Tochter tun,werde mal sehen was passiert wenn er wieder öfters zu Hause ist
    Ich werde mir Hilfe holen und wenn er wieder anfängt zu Trinken und zu Lügen dann werde ich gehen,denn das mache ich nicht noch einmal mit.

    Tun muss man Tun. Mit , ich werde , ist noch keiner geworden.

    es ist wurscht wegen was dein Mann behandelt wird , wenn du selbst nicht bereit bist dich selbst behandeln zu lassen. Denn in dir steckt das Co und nicht in deinem Mann.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Joanne,

    genau so verhält sich mein Freund auch, wenn wir bei Bekannten eingeladen waren.

    Ich habe es durchgesetzt, dass er auch einmal mit dem Auto fahren muss.
    Dann trinkt er höchstens 1 Glas Bier oder auch Rotwein, aber dann will er auch bald nach Hause. Weil er ohne Alkohol nicht richtig aus sich herausgehen kann, Hemmungen hat, wie auch immer.
    Wie oft hatte er auch gar keine Lust mitzugehen.
    Und geredet hat er dann auch nicht viel.
    Seinen Pegel hat er sich ja sowieso auf andere Weise verschafft.

    Ganz anders, wenn ich gefahren wäre, da hätte er die ganze Nacht ausgehalten, die ganzen Leute bestens unterhalten und natürlich getrunken ohne Ende.

    Bemerkst Du die Parallelen zu Deinem Mann?

  • Hallo Martha

    Wenn er nicht heute mittag den blöden Satz gesagt hätte,würde ich sagen er macht alles.........doch jetzt sitze ich wieder hier und zweifele
    Er hat mir selber vorgschlagen das ich zu einer Therapie gehen soll,oder sogar zu einer Paartherapie

    VG und gute Nacht,geh jetzt schlafen
    Joanne

  • Zitat

    Ich denke wirklich das er nur auf seine Deppressionen behandelt wird und nicht auf sein Alkoholproblem.


    Liebe Joanne,

    oh, wie ich das Thema hasse: erst Depression, dann Alkohol oder andersrum.
    Das ganze Thema hab ich schon eine Generation vorher beim SchwiVater durch mit jahrelangen phsychischen Heimauffenthalten, und dann bei meinem Mann, der dann zum Schluss die Psychopharmakas mit Bier runtergespült hat.
    Ich hab für mich dann entschieden, dass es mir Wurscht ist, ob nun Huhn oder das Ei zuerst da war,
    der Unterschied ist für mich und die Kinder keiner, es ist beides nicht lebbar gewesen.

    Was es im Genauen ist, muss Er selber rausfinden, diesen Weg kannst und musst Du nicht gehn.
    Aber Du, liebe Joanne, kannst sehr wohl was für Dich machen.
    Und sag deinem Mann, wenn Er wieder anffängt "bei einem Rückfall musst Du mich gleich in die Klinik bringen" , dass Du in der Richtung nichts machst.
    Das Du nun nach Dir schaust, so wie Er nach sich schauen muss und wenn Er am Boden liegt, Du über ihn drübersteigst.
    Das hört sich hart an, aber Er/Du muss begreifen, dass es hart ist > und Deine /Eure einzigste Chance.
    Liebe Joanne, ebne dir deinem Weg. Ich weiß nicht, ob sich eure Wege nochmal kreuzen, sodaß ihr wieder gemeinsam weitergehen könnt.
    Aber wenn nicht, bist Du schon mal auf dem Richtigen.
    Machs deinem Kind zuliebe, und ganz besonders für Dich.

    Ich drück Dich,
    nici :wink:

  • Hallo

    nicci

    Zitat

    Machs deinem Kind zuliebe, und ganz besonders für Dich.

    das war für mich als Alkoholiker der verkehrte Weg . Das hatte ich jahrelang mir angehört und änderte nichts. Ich konnte es nicht "zuliebe anderer" machen . Da drehte ich mich jahrelang im Kreis.

    Nur für mich und alles andere resultierte daraus.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Nicci

    hatte die Brille auf.

    Zitat

    Machs deinem Kind zuliebe,

    ist eine Einschränkung es nur für sich selbst zu machen. Ich bin halt etwas akribischer . :wink:

    im Detail steckt der Teufel :)

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Nicci

    nun wird es interessant. :wink: Viellicht ein neuer Thread wert?

    Nur soviel. Sucht kennt keine Verwandtschaftsgrade, sonst wäre ja zum Wohle der Kinder , das eigen Verhalten schon längst verändert.

    Entschuldigung Joanne deinen Thread dazu benutzt zu haben.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Zitat

    sonst wäre ja zum Wohle der Kinder , das eigen Verhalten schon längst verändert.


    Wenns nur so einfach wär :roll:

    Neuer Thread : für mich nö, hab einen anderen im Kopf.

    Nun gehen wir aber lieber aus Joannes Zimmerlein.

  • Hallo ihr zwei
    ja nici,
    morgen kommt er raus,heute abend gehe ich erst mal mit meinen Freundinnen gut essen und stärken für das was nun kommt....
    wenn er wieder davon anfängt,das ich darauf achten soll dann werde ich es ihm so sagen,

    aber ich denke das ich es dann aber doch machen werde,aber nicht um ihn wieder ins KH zu bringen sondern weil ich ihm immer noch misstraue
    Ich habe bedenken das er mir jetzt nur was vormacht,das er es so im KH gesagt bekommt und dann zu Hause in die Tat umsetzt,aber was ist wenn da keiner mehr was sagt,was macht er dann??
    Ach ich grübele zu viel.......mache mich jetzt fertig und gehe dann mal
    wünsche euch auch einen schönen Abend
    Gruß Joanne

  • Hallo Joanne,

    Dein Mann darf jetzt in die Eigenverantwortung gehen und für sich was machen. Er st ja erwachsen und kein kleines Kind mehr.

    Wenn ich jetzt nicht das Gefühl hätte, dass er Nägeln mit Köpfen macht und wirklich etwas ändern will, würde ich meine Koffer packen.....

    Lieben Gruss Martha

    Achte auf deine Gedanken, sie sind der Anfang deiner Taten ...

    Trocken seit 2010

  • Zitat

    aber was ist wenn da keiner mehr was sagt,was macht er dann??


    dann macht ER das, was ER machen will, liebe Joanne.
    Und Du musst Dich dann entscheiden, ob Du mitmachst oder nicht.

    Er kennt die Ansprechpartner, hat die Tel.Nummern, und wenn Er dann wieder einigermaßen in der Lage ist, kann Er diese aufsuchen oder halt nicht.
    Du könntest ihm dann wieder behilflich sein und ihn hinfahren,
    und schon hat ER wieder eine bequeme Lösung gefunden,
    oder sagen wirs gleich : eine/seine Co.
    Liebe Joanne, nicht wieder einspannen lassen, und gleich von vorne rein den Ball als No-Go ihm wieder zurück werfen.

    Nee, nee, geh lieber nochmal essen mit deinen Freundinnen :wink:
    Gruß,
    nici

  • Hallo nici,hallo Martha

    Er ist heute nachmittag nach Hause gebracht worden von einer Leidensgenossin die auch in der Tagesklinik ist.
    Sie fährt durch unser Ort und kann ihn jeden Tag mitnehmen.
    Ich war mit meiner Tochter wieder bei den Pferden und wir sind erst 2 Std nach ihm nachhause gekommen
    Mein Essen gestern mit meinen Freundinnen war superschön
    und am Samstag werde ich mit Arbeitskollegen Essen gehen und etwas feiern

    Mein Mann hat verschiedené Adressen mitgebracht von Paarpsychologen und ist der Meihnung wir müssten da gemeinsam hingehen
    Ich weiß nicht was das im moment bringen soll,
    ich misstraue ihm noch immer,
    weiß was ich will und sage es ihm auch
    Die letzten 2 Geburtstage von mir hat mein Mann mir noch nichtmal gratuliert weil wir und vorher irgentwie in die Wolle bekommen haben und er mich damit dann verletzen wollte und auch geschafft hat,
    von einem Geschenk ganz zu schweigen
    und jetzt spricht er die ganze Zeit von nichts anderem mehr als von meinem Geb und was er mir tolles schenken wird,
    ch muss mir nur 2-3 Stunden dafür Zeit nehmen
    damit kann ich jetzt gar nichts anfangen,hätte er es letztes Jahr gemacht,hätte ich mich gefreut aber jetzt denke ich wieder,wessen Idee ist das denn jetzt gewesen...........welcher Arzt oder wer hat ihm das denn gesagt

    Viele liebe Grüße
    Joanne

  • Hallo Joanne

    ich finde es gut das du nun mehr auf dich schaust. ! Klasse.

    Hast du deinem Mann gesagt oder willst du ihm sagen, das du ihm misstraust und deswegen eine Paartherapie im Moment keinen Sinn macht ? Alles andere ist ja dann seine Sache . Anscheinend sind da auch sehr viele Schuldgefühle dir gegenüber, die nun hoch kommen. Ist nichts ungewöhnliches beim trocken werden.

    Oder willst du dich wieder einspannen lassen und dein bisher erreichtes aufgeben? Das wäre ja dann die Folge dessen.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Joanne

    Zitat

    ich finde es gut das du nun mehr auf dich schaust. ! Klasse.

    Wenn ich dich lese, dann kommt es mir so vor, als wenn langsam zwischen dir und deinem Mann eine neue Kluft entsteht.
    Denn Er probiert seine ersten Gehversuche auf dem noch dünnen Eis und du, die alleine für sich klarzukommen versucht.

    Dir muß doch bewusst gewesen sein, dass es im Zuge einer fachkompetenten Betreuung zu einigen Veränderungen kommt.
    Kannst du dich darüber freuen?

    Ich habe das Gefühl, dass du immer noch nicht weißt, was du willst.
    Doch was hast du davon, wenn du ihn gerade jetzt mit den alten Geschichten konfrontierst?

    Steckt da vielleicht deine Angst dahinter, weil du, falls dein Mann die Therapie weitergeht, du langsam über ihn die Kontrolle verlierst?

    Zitat

    ich finde es gut, dass du mehr auf dich schaust.

    Natürlich kommt durch Eure veränderte Situation, jetzt auch bei dir so einiges hoch, die Enttäuschungen die unverarbeitet sind.
    Deshalb ist ja eine Therapie sehr wertvoll, es ist sogar ein bisserl nachlässig, wenn du bis jetzt noch bei niemanden warst.

    Zitat

    ich finde es gut, dass du mehr auf dich schaust.

    Das heißt aber auch unabhängig vom Partner, die Schritte weiter
    gegen die eigene Co-Abhängigkeit zu gehen.

    Bleib stark, du schaffst es.
    Gruß von Emma

  • Hallo Joanne,

    du bist misstrauisch deinem Mann gegenüber, das kann ich verstehen! Und nun ist er plötzlich so aufmerksam, will dir was schenken...

    Ich kann das gut verstehen, denn es war bei mir damals ähnlich. Mein Exmann kam aus der Klinik und auf einmal war er der Hilfsbereite, Spendabele in Person :roll: . Ich hatte das Gefühl, er wollte einerseits damit etwas wieder gutmachen, andererseits hatte ich das Gefühl, ich sollte zurückgekauft werden. Beides konnte ich nicht wirklich für mich annehmen.

    Und deshalb hatte ich auch Schuldgefühle. Er bemühte sich nun so, und ich wollte so garnicht richtig. Ich wollte einfach in Ruhe zu mir selbst finden und herausfinden, wie es für mich weiter gehen würde. Und ich hielt ihm auch vor, dass er ja all die vielen Jahre sich auch nicht um Geschenke und so für mich geschert hatte.

    Das kam noch aus der Wut und Unsicherheit heraus, dass ich so dachte und ihm die Vergangenheit vorhielt. Alles war so frisch. Es ist schwierig, da was anzunehmen, einfach so, denn der alte Schmerz ist ja noch in dir drinnen.

    Es ist gut, wenn du nun deinen Weg im Auge behälst und Dinge so machst, wie sie sich gut für dich anfühlen. Es gibt vieles zu verarbeiten für dich. Vieles, wo du Klarheit bekommen musst.

    Viele Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Joanne,

    hast Du bald Geburtstag ? Oder kam es so zwischen drin ?

    Das Vertrauen verloren gegangen ist kann ich sehr gut nachempfinden.
    Das heißt es jetzt wieder aufbauen - vorausgesetz Du willst das überhaupt noch.
    Und da find ich eine Paartherapie unter fachkundiger Hilfe eine gute Unterstützung.
    Was ich aber das sehr wichtig finde ist, dass Du ehrlich bist.
    Und auch ehrlich bist, auch wenn es verletzt.
    Sag dass Du kein Vertrauen hast, und auch dass Du Angst hast, Dich wieder in die CoAbhängigkeit zu verlieren, und Du es so sehr vorsichtig angehen lassen möchtest.
    Ja, oberstes Gebot ist, jetzt bei Dir zu bleiben. Und da find ich es recht hilfreich, wenn Du nur für Dich auch eine Therapie anstrebst.
    Eine Paartherapie kann begleitend gut sein. Denn ich denke Vertrauen könnt ihr alleine nicht mehr aufbauen, das bedarfs schon Professioneller Unterstützung.
    Und wenn Du bei Dir bleibst, und das vielleicht noch mit fachkundg. Hilfe, kannst Du jederzeit die Paartherapie aufhören, wenn Du merkst, Er macht es nur,
    weil Er es gesagt gekommen hat, und nicht weil ihm was daran liegt. Aber dann sag es offen und ehrlich : Du spielst mir was vor.

    Aber wenn Du von vornerein es nicht kannst oder willst,
    dann würd ich in mich reinhorchen : warum ?!
    Und ob Du vielleicht garnicht mehr möchtest das es klappt.

    Ich kenn das Joanne. Meiner hat zu lang gewartet, 50 mal zuviel gelogen, 40 mal zu viel gezögert, i.wann ging es nicht mehr.
    Wir haben uns schon zu weit voneinander entfernt.
    Meine Wunden heilen nicht mehr, die sind vernarbt.
    Ob es bei Dir/Euch so ist, das kannst ganz allein nur Du beantworten.

    Aber egal, wie deine Antwort ist, ehrlich muss sie sein.
    Denn es geht um DICH und was DU willst.

    Liebe Grüße und ganz viel Kraft, das richtige zu entscheiden.
    nici :wink:

  • Hallo Emma,

    Zitat

    Denn Er probiert seine ersten Gehversuche auf dem noch dünnen Eis und du, die alleine für sich klarzukommen versucht.

    Ich habe das Gefühl, dass du immer noch nicht weißt, was du willst.
    Doch was hast du davon, wenn du ihn gerade jetzt mit den alten Geschichten konfrontierst?

    Steckt da vielleicht deine Angst dahinter, weil du, falls dein Mann die Therapie weitergeht, du langsam über ihn die Kontrolle verlierst?

    neim Emma,diese Angst habe ich nicht,denn ich will ja keinen Mann haben der nur nach meiner Pfeife tanzt,aber er hat sich in kurzer Zeit so stark verändert das ich denke das er es jeden Tag gesagt bekommt was er zu tun hat.......wie die Sache mit meinem Geb.er hat das in der Therapie besprochen und hat geraten bekommen was er mir schenken soll und er hat sogar eine Arzthelferin darauf angesprochen das sie ihm dabei helfen soll
    Er kommt jetzt ja jeden Tag nachhause und sagt gleich was wir tun sollen oder wollen an diesem Tag,als hätte er Angst das er es vergisst

    naja ich schreibe später weiter,denn meine Tochte drängelt schon denn sie will zu den Pferden,bis dann
    Joanne

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