• Zitat

    Aber trotzdem wird eine Co-Abhängikeit nicht immer aber meistens durch einen Alkoholiker entwickelt und nicht umgekehrt.


    Liebe Sonne,

    beim Überlegen, warum ausgerechnet mir das passiert ist,
    ist mir aufgefallen, dass ich schon einige Beziehungen als Co gestartet habe,
    nur sind das nicht alle Alkoholiker geworden,
    aber mein Muster war gleich.
    Nur jetzt, im Zusammenhang mit meinem Leben mit einem Alkoholiker, hab ich dem Kind den Namen geben können > Co-abhängig.

    Ich denke, da hat der Topf einfach den passenden Deckel gefunden.
    Eine andere hätt das nicht so lange durchgemacht, Liebe hin oder her.
    Da funktioniert der Selbsterhaltungstrieb besser.

    LG, nici :wink:
    bzw. die 3. Doofe

  • Hallo,

    vielleicht liegt es einfach daran, dass ihr schon alle am gesunden seit und ich noch mitten drin stecke in meiner Co-Krankheit.
    Nicht grad erleichternd diese Erkenntnis, aber ich nehme auch diese an um endlich den Weg heraus zu finden.

    LG und schönes WE

  • glück auf nochmal sonne

    Zitat von sonne5

    Wichtig ist, dass ich nun weiss welche Beziehung ich leben möchte und punkt.

    am gesunden bist du auch

    > geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Nebelmond,

    mach Dir nicht so viele Vorwürfe, sondern starte neu ins Leben.
    Bei mir war es auch so. Fast 20 Jahre lang habe ich über alles hinweggesehen. Wird schon wieder .... so schlimm ist das ja alles nicht ... er ist ja so lieb, wenn er nüchtern ist.

    Aber irgendwann sieht man sich im Spiegel, kann die bittere Wahrheit
    nicht mehr weglügen.
    Und wir müssen jetzt an uns selbst denken, das ist ganz wichtig. Versuchen, das Leben zu genießen. Denn mit unserem Partner war das doch gar nicht mehr möglich.

    Ich bin über 60 Jahre, hatte kaum noch Freunde oder Freundinnen. Die Kontakte total vernachlässigt.

    Jetzt starte ich wieder neu durch. Habe so viele nette Bekanntschaften gemacht mit Frauen, die auch alleine sind. Und es ist so toll, ungezwungen etwas zu unternehmen, ohne den Teufel Alkohl im Hintergrund.

    Das genieße ich jetzt besonders. Und dann tut mir die Trennung auch nicht mehr weh. Weil ich immer mehr merke, ich bin auf dem richtigen Weg.

    Freue mich schon auf heute Abend. Da treffe ich mich wieder mit Freundinnen, mittlerweile sind es so viele, dass ich kaum noch zur Ruhe komme ...... lach

    Weisst Du, eines habe ich mir vogenommen: Das Leben geht weiter, auch ohne meinen Ex.

    Nach einer gewissen Zeit der Trauer wird das Du das sicher auch so empfinden.
    Ich wünsche Dir, dass Du alle negativen Gedanken verbannen und positiv durchstarten kannst.

    Liebe Grüße

  • Nun bin ich seit ein paar Tagen in der Reha und geniesse es sehr. Die ersten Tage schlief ich viel und mittlerweile nehme ich an Massnahmen teil, die mir Freude schenken. Ich meide die Mitpatientinnen, die mich an ihrer Schwere, ihrer Last oder ihren Leiden teilhaben lassen wollen und das ist gut so. Meine Schultern entspannen sich langsam.

    Zwar findet noch ein marginaler und für mich nichtssagender E-Mailaustausch statt, doch ich erlebe es als Farce und bemerke mein wachsendes Desinteresse an den für mich ewig gleichen Aussagen. Ich erlebe keinen Kontakt und jetzt geht es um einen würdigen Abschluss. Es gibt für mi h keinen Grund ihn oder mich vor den Kopf zu stossen oder zu verletzen. Auseinandergelebt und weitergezogen, manchmal geht das einfach so. Orlando

  • Zwei, knapp drei Wochen sind nun um, da meldet er sich. Die Kommunikation über SMS und EMail ist ja auch leicht.

    Jetzt kommen wieder diese sonderbaren Kontaktaufnahmen mit Beidigungen. Das hatten wir doch schon einmal und auch, wenn es mich heute nicht so heftig trifft und aufwühlt, so macht es doch etwas mit mir... und ich freue mich auf den Tag, da mich solche "Angriffe" nicht mehr berühren. Jetzt nutze ich zunächst einmal wieder zu meinem Selbstschutz die Ignoretaste.

    Klar ist mir. dass ich an meiner Vorstellung von ihm und unserer Beziehung glaubte und festhielt und bereit war, zu deren Realisierung viel auf mich zu nehmen. Klar ist auch, dass ich für das Bischen, das ich für Liebe hielt, eine große Menge Leid erduldete. Ebenso klar ist auch, dass ich nach meinen bisherigen Möglichkeiten das Beste tat. Nun blicke ich auf eine Realität, die mich noch traurig stimmt. Doch Schönreden muss ich mir meinen Kontakt mit diesem Mann immer weniger, statt dessen ziehe ich weiter in meine Zukunft. Orlando

  • Zitat

    ... und ich freue mich auf den Tag, da mich solche "Angriffe" nicht mehr berühren. Jetzt nutze ich zunächst einmal wieder zu meinem Selbstschutz die Ignoretaste


    dann leg diesen Tag fest. Kannst Du nicht deine Nr.(sms/mail) ändern,
    und versuchen den Kontakt abzubrechen ?
    Ja, i.was macht es, und das ist für mich auch noch zuviel.
    Und auch das betätigen der Ignortaste ( bei mir "nein"sagen ) hinlässt bei mir Spuren, die ich abstellen möchte.

    Dir auch viel Spaß beim durch die Zukunft ziehn :wink:

    LG nici

  • Der Tag war gestern.
    Ich gebe keine Garantie darauf, dass Entzugserscheinungen und Rückfall nicht eintreten, halte es aber zunehmend für unwahrscheinlicher. Ich möchte das hier jetzt eher als Nachwehen bezeichnen, die verebben und irgendwann erinnert man sich rückblickend an die Geburt, auch das es weh tat, kann aber den Schmerz nicht mehr nachfühlen. Und das ist gut so.

  • Sein Name huscht ab und zu durch meinen Kopf, so wie eine leere Worthülse. Wenn ich beschäftigungslos bin und nichts mit mir anzufangen weiß schaue ich emotionslos nach, ob eine SMS von ihm angekommen ist. In ganz einsamen Momenten denke ich kurz, besser jetzt mit ihm die Zeit zu füllen, als mit keinem... und ich schmunzle: Das sind meine Entzugserscheinungen!?!

    Gestern Abend spielte ich hier im Foyer mit anderen Kurgästen ein Spiel und erinnerte mich an die gemeinsamen Spiele mit meinem Vater und an die mit ihm. Das waren schöne Momente, an die ich mich gerne erinnere. Beide Männer sind nicht mehr Teil meiner Gegenwart und Zukunft. Mein Vater ist Tod und ihn habe ich stehen gelassen.

    Und noch eine bemerkenswerte Kleinigkeit ist mir passiert: ich verbrachte ein paar Abende mit einem mir zugewandten Mann. In der Zeit in der ich ein Glas Wein trank, kippte er fünf weg. Zugegeben, ich trinke sehr langsam, und vielleicht, trank er sich etwas Mut an... Jedenfalls verbalisierte ich mit einem Augenzwinkern diese Glaeserdifferenz und bekam mit gerollten Augen zur Antwort "nun werde ich wegen ein paar Gläsern Wein zum Alkoholiker gemacht!" So weit hatte ich noch gar nicht gedacht, doch die Romanze war zerplatzt, ehe sie überhaupt aufleben konnte... Gut so. Orlando

  • Gut so Orlando :)

    So ist es richtig, und langsam kommen auch andere, schönere Dinge und Menschen die Dein Zeit "füllen" werden, wenn Du es zulässt.

    Pass auf Dich auf, die Sucht sucht sich gerne unsere schwache Momente, also immer genau nachschauen...

    Liebe Grüße auf den neuen Weg
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • liebe orlando,

    ich hatte zeiten, wo mich alkohol trinkende menschen immer wieder triggerten. darum konnte ich es nicht ertragen auf menschen zu treffen die ab und an auch ein glas oder auch mehr gläser alkohol tranken, ich sah tatsächlich nur noch alkoholiker. zu dieser zeit konnt ich mich auf keinen menschen mehr einlassen, nicht einmal freundschaftlich. ich war allein.blieb das auch lange zeit.

    bis ich erkannt habe, ich kann das eben nicht ändern. es ist nunmal so, ddas die meissten menschen doch immer wieder mal alkohol trinken. doch inzwischen bin ich soweit das als etwas legitimes anzusehen. jeder mensch darf alkohol trinken, wenn er will. das machte mir begegnungen wieder möglich. wenn es sich dann tatsächlich um alkoholiker handelt merke ich das auch und zieh mich dann komplett zurrück. ich kenne aber auch leute, die gern mal was trinken und nicht diese suchtstrukturen leben. mit diesen kann ich inzwischen wieder umgehen.

    hauptsache ich spüre nicht dieses mich von dem anderen abhängig machen. das kann mir nämlich auch passieren wenn ein mensch keinen alkohol trinkt,ich mache co abhängigkeit nicht am alkohol trinken fest.auch zähle ich keine gläser mehr. ich gehe sobalt ich spüre, der mir gegenüber tut mir in dem moment nicht mehr gut.

    mit der zeit habe ich wieder ganz liebe menschen kennen gelernt die mir das gefühl vermitteln ich darf so sein wie ich bin. die mich schätzen wie ich bin, die ich schätze wie sie sind. vor allem menschen die eben so selbstsicher sind und stabil, die es nicht nötig haben andere menschen an sich zu binden und für sich missbrauchen. das tut richtig gut.

    lieben gruß melanie

  • Liebe Melanie,

    Deinen Beitrag las ich gerade gerne und ich freue mich, wie es sich für Dich entwickelt hat.
    Ich trinke selber gerne mal ein gepflegtes Glas Bier oder ein Glas wohltemperierten Wein. Ich bin ein Genussmensch und finde es in der richtigen Atmosphäre lecker und angenehm. Mir ist es zwar unverständlich und doch kann ich gut damit umgehen, wenn jemanden da einmal angetrunken ist. Das hängt ja nicht Mal unbedingt von der Alkoholmenge ab.
    Doch geht es mir ähnlich, wie Dir, ich vertraue mir, meiner Wahrnehmung und meinem Gefühl und handle danach.

    Jetzt ist mein letztes Rehawochenende, ich bin tiefenentspannt, ausgeglichen und leicht.

  • hallo orlando,

    Zitat

    Jetzt ist mein letztes Rehawochenende, ich bin tiefenentspannt, ausgeglichen und leicht.

    ich wünsche dir das dieses gefühl dann zu huse noch lange nachwirkt....wenn der allatg wieder einzieht. es ist doch oft schwer das was in reha vermittelt wurde dann ima alltag noch platz und raum zu haben. ich halte das was ich gelernt habe auch im alltag fest und versuche das umzusetzen. das klappt ganz gut. ich hab dafür eben meinen gesammten tagesablauf, meine struktur verändert so gut es nur ging und wie es mir möglich war. damit lebe ich das aus, was ich in der therapie gelernt habe.das war erst mal etwas schwierig weils ja auch neu war und ich mich am näschen packen musste nicht in alte gewohnte strukturen zurück zu fallen, doch mir half dabei das ich ehrlich zu mir selbst war und mich da auch schonungslos refflektiert habe. mit der zeit wird aus dem neuen dann wieder routiene.

    einen schönen tag
    melanie

  • liebe orlando,

    das ging aber schnell....puhhhh nun eine kurze zwischenfrage die ich dir stellen möchte: bist du für dich innerlich denn schon so weit, das du dich auf was neues einlassen kannst? nun bei mir dauerte es jahre bis ich vom coverhalten und aus meiner abhängigkeit wirklich draussen war. ein neuer mann hätte mich in meiner entwicklung zu mir selbst eher dafon abgehalten gehabt und ich weiss nicht, vielleicht wär ich selbst bei einem gesunden mann weiter im co festgehangen und hätte dort mein co weiter gelebt.

    wie siehst du das? nicht das ein sich neu verlieben etwas schönes ist, was ich dir von herzen gönne. doch schau da mal hin. kannst du nicht alleine leben, das du so schnell einen neuen mann brauchst? wenn nicht, dann ist ja alles gut.

    viele cos können nicht allein sein, weil sie sich nur als ganzes sehen, wenn das gegenstück(mann) ihenen ein gutes gefühl vermittelt. es heisst ja so schön, liebe dich selbst, dann kannst du lieben.seh dich als ganzes dann brauchst du dich nicht von anderen abhängig machen.

    ich wünsche dir schöne tage des verliebtseins.

    meine gedanken dazu.

    lieben gruß melanie

  • Hallo Orlando

    Natürlich sind die Gedanken von Melanie richtig.
    Und da habe ich mir schon auch Gedanken darüber gemacht. War ich auch ziemlich schnell verliebt.
    Ich sehe es so...ich war lange lange Zeit nicht da. Ich war innerlich tot. Gefühle? Tja, ich glaube bei mir lief Programm : Überleben, da gibt es kaum Freiraum für Gefühle.
    Sich verlieben fühlte sich wie neugeburt. Ich war wieder DA, ich fühlte das Leben, ich fühlte mich wieder als Frau, als Mensch, ich fühlte wieder mein Herz, ich lebte!.
    Das war gut, das hatte ich nötig. Gut war auch, dass ich trotzallem doch auf mich aufpassen konnte. Irgendwann war mir klar, dass ER mir nicht das geben kann was ich jetzt vom Beziehung erwartet habe. Ich habe schluss gemacht, auch wenn Gefühle noch da waren, und das machte mich stark. Ich habe mich für mich eingesetzt, das war eine neue Erfahrung für mich.
    Ich lebe jetzt seit über zwei Jahren mit einem Partner zusammen, wo ich sagen kann - so will ich es, so ist es richtig.

    Ich habe Zeit für mich gebraucht, aber gleichzeitig wollte ich Jemand haben, weil ich seit vielen Jahren seelisch einsam war. Ich kann für mich sagen, für mich war es richtig.

    Ich wünsch Dir was

    LG GRazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • hallo,

    ich stimme da ganz und gar zu. endlich raus zu kommen und die liebe zu empfinden, die jahrelang nicht da war ist was wunderbares.wunderbar wurde es zumindest für mich, als ich spürte, liebe ist da und zwar für mich. das ist der hintergrund meines schreibens hier.

    lieben gruß melanie

  • Hallo Melinak, Grazia und Clärchen,

    lieben Dank für Eure guten Wünsche, Anregungen und Gedanken. Ich denke im Moment nicht an Beziehung, frisch verliebt genieße ich den Moment und das Kennen lernen des anderen ;)

    LG, Orlando

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