Zitat von GraziaSuchtpersonlichkeit. Ob es angeboren ist weiss ich nicht (obwohl ich glaub mich zu erinnern dass man ein "Suchtgen" entdeckt hat) ich wuerde mich als Suchtpersonlichkeit bezeichnen.
Es muss nichtb heissen einmal suchtig, immer suchtig, aber Menschen wie ich fallen da schon eher rein als andere. Ich glaube auch trockene Alkoholiker mussen immer auf sich besonders acht geben nicht nur wenn es um Alk geht. Korrigier mich, wenn ich falsch liege.
Hallo Grazia,
Zwillings- und Adoptivstudien konnten schon vor einigen Jahrzehnten belegen, dass (Alkohol-)Sucht vererbt wird, genauer, die Ansprechbarkeit des zentralen Nervensystems auf Alkohol und dessen Abbau (Metabolisierung) ist genetisch mitbestimmt. Daneben ist aber die schlechte Identifikation mit trinkenden Eltern, später Freunden maßgeblich an der Entwicklung einer Suchtpersönlichkeit beteiligt, das heißt, die Gewöhnung wird vom sozialen Milieu deutlich mitbestimmt.
Dass die Alkoholabhängigkeit als Regression auf die orale Stufe der Libidofixierung aufgefasst werden kann, habe ich weiter oben schon angesprochen. Um so wichtiger ist, dass sich Suchtkranke in Bezug auf alle problematischen oralen Suchtformen kritisch beobachten. Jedenfalls tue das. Es lohnt sich auf jeden Fall, seine Familie zu durchleuchten. Tritt Suchterkrankung familiär gehäuft auf, ist ganz besondere Vorsicht geboten, besonders in der voralkoholischen Phase, in der noch kein Kontrollverlust zu befürchten und die Selbstwahrnehmung noch intakt ist. Das haben wir alle versäumt. Aber es ist ja nicht zu spät, wenn man konsequent handelt. Ich bin es meinen Töchtern und meinem Enkel schuldig, genau so zu handeln. Also handele ich so.
LG Jonas