Auf zu neuen Ufern! - Nys wird normal -

  • Zitat Doro aus Grundbausteine Nr. 3

    Zitat


    gesunder egoismus.

    das heißt für mich, "ihr könnt mich alle mal" zu sagen wenn ich merke das mir was zu viel wird. begreifen das ich nicht alle wünsche erfüllen muß die an mich ran getragen werden. zu sehen das andere mich aus bequemlichkeit benutzen um ihren hintern nicht selbst bewegen zu müssen. eine grenze ziehen zwischen den dingen die ich wirklich muss und den dingen, von denen andere meinen das ich sie müssen muss. zu lernen das es im leben nicht all zu viel gibt was man wirklich muß, das meiste will man oder eben nicht. diesen unterschied erkennen und umsetzen ist die halbe miete.

    doro

    :!::!::!::idea::!::!::!:

    Einfach zu gut um im Forum nur einmal gepostet zu sein.
    Hab mir's in diesen meinen Thread kopiert, um es hoffentlich auch endlich mal zu verinnerlichen. - :roll: -

  • Mein Thread hieß "Auf zu neuen Ufern"
    Ich habe Land in Sicht und verlasse für eine erste Landerkundung das Schiff. Danke für Eure Begleitung auf rauher See. Ich werde ab und zu mal reinschaun, in welche Richtung Ihr weiterfahrt.

    Hier poste ich noch meinen Eintrag aus dem geschützten Bereich, damit ich nicht alles noch mal schreiben muß:


    Zitat:
    aber die unendliche Weite das zu sehen was die Natur in sich birgt, was sie uns kostenlos gibt ist in uns angelegt.


    das ist Gott sei Dank so und bei mir stark ausgeprägt.
    Ich bin ein "Waldkind", ich liebe es mit meinen 2 PS die Natur und die Jahreszeiten zu erleben. Und fühle mich dann am wohlsten in meiner Haut, wenn ich über Stoppelfelder fege oder einfach nur im Gras liege und die beiden beim Rupfen und Mahlen des nächsten Grasbüschels belausche.

    Kaffe, Nikotin, Schminke, Fast-Food, etc. - alles darf - nix muß.
    Am liebsten offenes Haar - keine Farben im Gesicht - Jeans und T-Shirt.
    Körperliche Arbeit und ein gutes selbstgekochtes Essen mit frischen Zutaten vom Markt.

    Zum Schluß:
    Zitat:
    Ändern oder Gründe suchen

    Ich habe für mich die Gründe meiner mangelnden Selbstliebe und meiner
    Abhängigkeit von XY gefunden. Ich spüre die Macht dieser Gründe immer wieder dann, wenn ich mich besonders schwach fühle. Aber da ich die Gründe kenne, kann ich etwas ändern. Das ist gar nicht viel, was geändert werden muß. Lediglich das Gefühl unvollständig zu sein werde ich bearbeiten müssen. Mein Mann ist mir dabei ein wertvoller Begleiter. Es ist etwas neues für mich: Als vollständiger Mensch einen anderen vollständigen Menschen zu lieben. Die Verknüpfungen im Gehirn ändern sich sicher langsam. Der Hype der bei 2x unvollständig einsetzte, ist aber jetzt entzaubert und ich bin gespannt und in ganz ungewohnter Weise
    vorsichtig beim Betreten dieses Neu-Lands.

    Ich werde Zeit und Ruhe für die Erkundung brauchen und verabschiede mich deshalb hier auf unbestimmte Zeit. Mir selbst zuliebe.

    Danke Euch allen
    LG Nys

  • Hallo Nys,

    dann wünsche ich dir auf der Erkundung der Welt alles erdenklich gute.
    Heile ... geniesse und schau hin und wieder mal vorbei.

    Fühle dich aus der Ferne gedrückt.

    LG

    S.

  • Hallo Nys,
    hab gerade gelesen, dass Du mit 2 CV (Modellbezeichnung fuer die "Ente", aber eigentlich deux chevaux = 2 Pferde) im Leben unterwegs bist :)
    Das Hobby teilen wir (und noch einige andere hier, wie ich erstaunt feststellte) ... und auch mich "erdet" mein Pferd immer sehr konkret.
    Er will was zu fressen, moeglichst annaehernd zu selben Uhrzeit, ergo nix mit im Selbstmitleid auf der Couch versinken.
    Er will raus, ergo nix mit untaetiger Braesigkeit, zumindest nicht den ganzen Tag.
    Er will ein sauberes Bettchen, ergo koerperlich anstregende Taetigkeit, aber ich machs gern, ist fast schon "meditativ".
    Und, fast noch wichtiger, er braucht eine resolute Fuehrung, da er vom Charakter her recht, aeh, dominant ist. Da kann ich mir Zaudern und Schwaecheln gar nicht erlauben!
    Mein Bester Therapeut ..... ist mein Pferd!

    Viel Spass mit Deinen Beiden
    Lindi
    P.S.: tut mir leid da steht jetzt x-mal "er"..... aber mein Pferd ist halt nun mal maennlich 8)

  • Hallo Nys,

    ich hab grad gelesen, daß es Dir nicht so gut geht...bleib stark, das geht vorbei...morgen sieht die Welt schon wieder besser aus, wirst sehen...Zukunftspläne sind meistens nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.

    Wünsch Dir was

    LG Andreas

  • Danke Andreas,

    das tut mir gut! -

    (mein Mann ist grad noch ins Fitness-Studio, um sich den Frust von der Seele zu schwitzen.)

    Hast Du Dir das mit dem geschlossenen Bereich noch mal überlegt?

    LG Nys

  • So nun geht's weiter

    Meine Zwischenrunde in "Verletzungen" habt Ihr vllt. verfolgt und im Geschlossenen sind damit in Nys'
    Tränen-TB nun auch die Briefe an XY abgeschlossen.

    Mit "Empfänger unbekannt verzogen"

    Klar, man hat viel zusammen gemacht. Am meisten "Umzugsgut" hat er an meiner wichtigsten Zufluchts-Stätte zurückgelassen (dem Stall)... aber auch da scheint es so zu sein, daß der Geruch langsam erkaltet und verweht, wenn ein Herdenmitglied abwesend ist, - fehlt und einfach nicht mehr kommt. Irgendwann setzt das Vergessen ein und das Leben geht weiter.

    Bald ist XY sein Geburtstag. Habe auf diesen Tag ein Kollegen-Treffen einberufen, um ganz sicher zu sein, daß ich abgelenkt bin.
    Ein internationales High-Light in diesen Tagen lasse ich aus - weil die "Fahrzeuge" mich schon triggern und seine Anwesenheit nicht ausgeschlossen werden kann. (Wäre echt gern hingegangen. Wurde schon im Sommer dazu eingeladen) - Na ja. Aber auch die Nüchternheit einer Co hat ihren Preis!

    Mein privates neues Glück hat gerade einen Dämpfer erhalten - aber dazu werde ich max. im Geschlossenen schreiben können.

    Was es hier mitzuteilen gibt: Ich hatte echt ein Loch. Ein Motivations-Loch
    Daher auch der Thread: Die Macht der Gedanken.
    Mir fällt auf, daß es so manchem hier ähnlich ergeht. Zuerst kommt die Euphorie, dann die kleine oder große Aufarbeitung, dann das Loch. Power raus. Nicht bei jedem - aber es geht einfach an die Kräfte, es ist nicht nur die Umstellung von Lebensgewohnheiten. Ich fühle mich auf den Kopf gestellt und geschüttelt.

    Die Mißhandlungen in der Kindheit sind jetzt ein Thema. Aber ich lasse es noch unter Verschluß.

    Mein erster Ansatz ist: Arbeitsplatz sortieren, sortieren, aufarbeiten.
    Endlich ist wieder Kraft da für die Außenwelt und die Arbeit außerhalb des Büro's. Menschen begegnen, ihre Stimmungen aufnehmen reagieren. Die Arbeit erledigen. Ich beginne bei eins, dann zwei, dann drei.
    Egal wenn Nr. 10 auch dringend wäre. Ich nehme mir jetzt das Recht eins nach dem anderen in sinnvoller Reihenfolge zu machen. Dann wird irgendwann auch wieder ein Arbeiten "am Stück" möglich sein. Ich war so fragmentiert in letzter Zeit.

    Meine private Enttäuschung hat somit auch etwas Gutes: Ich mache jetzt trotzig mein Ding. Viel Energie und Zeit verloren für einen Kampf den ich nicht gewinne, wenn mein Mitkämpfer den Rückzug antritt.

    LG Nys

  • Liebe Nys,

    ich finde das sehr vernünftig, alles jetzt Schritt für Schritt zu machen. Ich selbst habe damit gute Erfahrungen gemacht. Aus Schritt für Schritt wird dann ein Weg...

    Dabei gibt es auch immer wieder Verschnaufpausen. Die müssen auch sein. Da kommt dann das Erarbeitete erstmal bei dir an und muss sich ja auch erstmal in dir einnisten können. Daher ist verschnaufen nicht schlecht. Mal inne halten. Nichts tun. Oder auch in ein Loch fallen, auch das gehört dazu. Der Weg ist nicht immer gerade und eben.

    Wenn du das, was in deiner Kindheit war, noch nicht ansehen kannst, dann ist das völlig ok. Vertraue da einfach deinem Gefühl. Dein Hirn wird dir immer nur so viel zu sehen geben, wie du gerade ertragen kannst, womit du gerade umgehen kannst. Das ist ein Schutzmechanismus, den ich sehr sinnvoll finde. Würdest du auf einen Schlag alles wieder sehen können, würde es dich vielleicht völlig überfordern, aus der Bahn werfen. Dich kaputt machen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Guten Morgen Aurora

    Danke für Deine Antwort. Gibt mir ein gutes Gefühl für den Start in den Tag. War heut morgen schon wieder so seltsam verunsichert. Eine Angst, die mich leider auch wieder an XY denken läßt. (Angst zu zweit einsam zu sein). Hab versucht mich zu stabilisieren. Dein Text gibt mir das Gefühl nicht allein zu sein. Danke!

    Dir einen guten Tag (daß ihr nochmal in die Klinik wollt, hat mich sehr berührt) Ich denke an Euch und wünsche Dir viel Kraft dazu!

    LG Nys

  • Hallo Nys,

    ich habe die Beiträge der letzten Tage rausgenommen, da sie die Privatsphäre deines Ehemanns betreffen und somit nichts im öffentlichen www zu suchen haben.

    Bitte nutze den geschützten Teils des Forums. Danke.

    Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hi Nys,

    ja, hab ich mir fast gedacht, daß Dir als Naturfreund die Idee mit dem Baumhaus auch gefallen wird.
    Bei Dir soweit alles okay ? Ich war fast etwas besorgt, weil Du Dich die Woche ziemlich rar gemacht hast...aber keine Angst...ist von meiner Seite bestimmt kein Co-Verhalten :)

    LG Andreas

  • Hallo Andreas


    Zitat

    kein Co-Verhalten

    wäre vllt. lustig geworden? Ich als Co - hätte unsere Sucht verheimlicht und mich dann um Dich als Co - und Du Dich um mich bis zur Selbstaufgabe gekümmert?! Jonas hätte als Facharzt die Buttermilch-Diagnose gestellt und wir hätten uns einer Co-Operation unterziehen müssen. :lol:

    Nein im Ernst: Es ging mir tatsächlich nicht gut. Ich habe im Geschlossenen geschrieben und werde wohl auch nicht mehr so viel im Offenen posten.
    Es ist einfacher im Geschlossenen, wo auch mal was persönliches stehen
    darf. Den Kontakt hierher will ich nicht abreißen lassen und natürlich antworten, wenn hier jemand was reinschreibt. Werde auch den einen oder anderen Entwicklungs-Schritt hier schildern.

    Momentan ist es eher ein Rückschritt oder so was wie der unerwartet aufgetretene Saufdruck (einer Symbiose-Süchtigen, vllt. CoAbhängigen) gewesen , der sich zwar gedanklich aber emotional nicht eindämmen ließ. Ein Rückfall ist es nicht geworden und so verbuche ich es einfach als Erkenntnis, daß mich diese unglaublich große Sehnsucht (nach der weltvergessenen Geborgenheit bei einer Illusions-Figur)
    immer dann einholen wird, wenn ich mich schwach oder von eigenen Fehlern verunsichert fühle. Ich werde nicht immer die starke Nys sein können. Ich werde nicht immer in der Lage sein, mir selbst Geborgenheit zu schenken. Dann wird diese Sehnsucht immer wieder sehr stark sein.
    Mein Defizit aus meiner Kindheit wird sich bemerkbar machen. Auch da zählt der Wille. Wie weit lasse ich mich davon bestimmen? Man kämpft um die Kontrolle.

    Aber wie Du schon so wundervoll sagtest:
    Was ist ein Leben ohne Sehnsucht?
    - Ich, die ich auf das Sehnen süchtig bin, muß halt noch lernen nicht gleich den ganzen Eimer auf ex zu trinken.

    LG Nys

  • :lol: Ach ja

    ....und weil CO's einfach nix ändern wollen -
    hast Du mir illegal weiterhin GesprächsSTOFF besorgt.
    Irgendeiner ist drauf gekommen und man hat uns in einem WIRTS-Haus sämtliche Parasiten mit der Häkelnadel entfernen müssen.

  • Der Albtraum der letzten Tage ist verflogen.
    Ich bin wieder in mich und meinen normalen Alltag zurückgekehrt. Das fühlt sich gut an. Die Absprachen zuhause werden eingehalten, und das tut mir gut.

    Gestern hatte ich vor, die letzten 15 Jahre meines Lebens mal im geschützen Bereich aufzuschreiben.
    Irgendwie vertippt beim Zwischenspeichern und alles war weg. Mal sehen. Ob ich nochmal den Mut aufbringe? Auch dort ist Internet. Ich möchte niemanden schaden.

    Wenn sich alles wieder so normal anfühlt und der Alltag einkehrt, vergesse ich schnell den "Anfall", der mich die Tage zuvor noch total aus der Bahn geworfen hat. Jetzt frage ich mich, ob das gut ist. Ich meine dieses Vergessen. Ist es ein Vergessen, das mir die Aufarbeitung erspart? Oder ist es ein gesundes Vergessen, - ist es Heilung? Ich denke mal die "Anfälle" werden mit der Zeit immer schwächer ausfallen und irgendwann ganz verschwinden. Trotzdem war es für mich überraschend heftig und ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet. OK XY hatte so um diese Zeit Geburtstag ... dann diese blöde Veranstaltung deren Plakat mich schon seit Wochen an ihn erinnert.......... dann bin ich seinem Auto begegnet...hab ihn von weitem bei der Arbeit gesehen +ich finde eine Rose an dem Baumstamm, wo wir uns zum letzten Mal gesehen hatten. Die kann jeder dort reingesteckt haben - es wäre aber so ganz typisch für ihn.

    Heute fühle ich garnichts mehr von der Sentimentalität, von dem Tunnel in dem ich mich die letzten Tage befand. Gott sei Dank! Aber es war heftig und läßt mich deshalb etwas ratlos zurück. Mir ist wieder klar geworden, was ich alles für diese Illusion vom Glück getan hätte. Er hätte mir nur immer dieses Gefühl von Geborgenheit geben müssen und ich hätte mich auf ein Leben eingelassen, bei dem ich immer kleiner und kleiner geworden wäre. Immer abhängiger und beflügelt von wenigen Momenten in denen ich geglaubt hätte, daß auch er mich braucht.

    Na gut. Ende gut alles gut. Oder?

    Jetzt mach ich mir mal keine Gedanken und lebe einfach unbeschwert weiter. Bin froh, daß ich da raus bin und heute wieder denke wie eine normale erwachsene, verheiratete Frau. Ich glaube heute könnte er sogar anrufen und ich wäre völlig sachlich und distanziert.

    Komisch - aber ist so. Denke über eine Therapie nach. Es ist so, als gäbe es zwei Leben oder zwei verschieden denkende Wesen in mir. Das eine denkt und fühlt normal das andere fühlt nur und hat beim Denken eine Zwangsjacke um? Kann das sein? - Bin aber sehr skeptisch was Therapien und Therapeuthen angeht.

  • Liebe Renate

    Du fragst wg. selbstloser Liebe.

    Nein. Die habe auch ich nicht. Und halte das auch nicht für die Grundlage einer gesunden Beziehung.

    Es ist doch aber so, daß man in der Beziehung zum Alkoholiker immer mehr in eine Rolle reinrutscht, sich selbst hinten an zu stellen. Das kann einem schon mal sehr selbstlos vorkommen. Das wertet das runtergekommene Selbstwertgefühl und die Zweifel an der Richtigkeit der Liebe zu XY wieder auf. Diese Rolle gehört mE auch zur typischen
    Co-Frau. Meist haben wir gelernt, daß Selbstlosigkeit etwas ehrbares ist. Wenn man dann feststellt, daß man all die Hilfe und all das Zurückstecken für XY nicht nur aus Liebe und aus ehrbarer Aufopferung (so hätte ich es wohl besser ausdrücken sollen) - sondern auch aus einem ungesunden (vllt. sogar krankhaften) Antrieb heraus getan hat - dann ist das der erste Schritt um über sich selbst nachzudenken und sich selbst wahrzunehmen. Das Augenmerk ist dann auf mich selbst gerichtet und darauf was mich ausmacht. Das trennt seins von meinem. Und meist ist es ja auch so, daß der Suchtkranke durchaus die egoistischen Züge des Co-Verhaltens durchschaut. Viel mehr als wir es selber tun. Er schiebt sein Verhalten auf uns - wir begründen unser Verhalten mit ihm. Jeder erkennt das Problem des anderen nur sein eigenes nicht.

    Ich kann nicht beurteilen, ob Du Co bist bzw. warst. Du bist sehr engagiert und man spürt Dir an, daß Du gerne hilfst. Das ist ja nichts Falsches. Du fühlst Dich ganz lange verantwortlich in einer Beziehung auch das ist normal. Ich kann nur von mir sprechen und davon, was ich ganz im allgemeinen über Co-Beziehungen gelernt habe. Ich habe hierher gefunden, weil ich die Beziehung von XY und seiner Frau nicht verstanden habe. Das gab null komma null null Sinn. Jetzt ist mir alles klar. Und dazu noch, daß ich zum Glück nicht das bekommen habe was ich wollte. Wäre es nach Plan gelaufen - hinge ich jetzt in einer Beziehung fest, in der ich mit Haut und Haaren abhängig und dem Untergang geweiht wäre.

    Und ja ich liebe meinen Ehemann. Und nein, nicht selbstlos. Auch da habe ich ganz viel zurückgesteckt - weil ich Harmonie haben möchte, weil ich froh bin, daß er da ist und weil ich meine Bedürfnisse mit Sport und Arbeit verdrängt habe. Wenn man abends komatös ins Bett fällt, denkt man wenig nach.

    LG Nys

  • Liebe Nys,
    das hast Du jetzt aber schoen formuliert.
    Das, was ich von Dir gelesen habe (also das im offenen Bereich) laesst mich erstaunen ....Du hast einen ganz schoen weiten Weg geschafft...auf dem Weg der (Selbst-) Erkenntnis.
    Nur das gefuehlte Erleben "will es noch nicht einsehen" zumindest manchmal.
    Aber das wird sich auch annaehern, mit der Zeit.
    Zuerst finden die Erkenntnisse ja nur auf intellektueller Ebene statt, dann "diktiert" der Kopf dem Herz, was es fuehlen darf ....und irgendwann zieht das Herz nach und "versteht".
    ----
    *Hmm* Selbstlose Liebe ..... schwierig. Die gibt es wohl wirklich nicht. Irgendwas "erwartet" und bekommt man ja immer zurueck .... was genau man zurueckbekommt ist ja ganz unterschiedlich ....und soll auch gar nicht mit gut/schlecht bewertet werden.
    Wenn man nur "Lieblosigkeit" zurueckbekommt, hoert sich das erst mal gemein und ungerecht an. Aber irgendwas in der Person will/sucht diese Lieblosigkeit ja fast schon "bewusst". Sei es, weil sie meint, nichts besseres/anderes verdient zu haben, sei es weil dann ein Kanal fuer Selbsthass/Welthass offen ist, sei es, weil man dann in der Opferrolle um Mitleid heischen kan...was auch immer.
    Das kann nur jeder fuer sich selbst wissen, was genau "man zurueckbekommt" und warum man genau das will, was man bekommt. Sonst wuerde man sich ja trennen, wenn die Waage wirklich soooo auf der einen Seite haengt.
    -----
    Ich bin ein tierlieber Mensch, aber einige Organisationen im Tierschutz gehen mir sowas von auf den S...enkel. Das sind eher Ansammlungen von "Gestoerten", die mehr schaden als nutzen...aus einer voellig ueberzogenen Helfer-Rolle heraus. Was hilft es den Schlachtpferden, wenn einzelne Transporte freigekauft werden - Genau. Nix.
    Im Gegenteil, damit wird der Markt angekurbelt, noch mehr Masse produziert. Dafuer spende ich nix. Nicht einen Euro.
    Das ist nun nur ein Beispiel. Das Thema als solches gehoert nicht hierher.
    -------
    Aber die kommen sich auch immer so irre selbstlos vor und erwarten gesellschaftliche Bewunderung fuer ihren Einsatz.
    Dabei befriedigen sie ganz egoistisch ihren persoenlichen "Knall".....

    Aber das darf man nicht sagen, klar.....
    Lindi

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