Ein neues Leben. Vom Glück Nein sagen zu können.

  • Ich klammer mich tatsächlich noch an meinem alten Leben und den Gewohnheiten fest. Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich mir einreden möchte, dass die Sache mit dem Alkoholismus doch gar nicht so schlimm bei mir sei. Mit der Begründung noch nicht ganz unten angekommen zu sein.

    Allerdings ist dieser Gedanke fatal, denn mit dieser Einstellung werde ich früher oder später wieder trinken. Man das ist wirklich schwieriger als erwartet. Im Grunde bin ich immer noch im Prozess mir einzugestehen das ich wirklich Alkoholiker bin. Egal in welchem Stadium, wenn ich nicht aufhöre, wird meine Gesundheit leiden.

    Ich gebe mir aber noch Zeit und versuche das langsam sacken zu lassen. Der Aha Moment oder das Klick wird sicherlich noch kommen.
    Es gibt so viel zu lesen hier im Forum. Das Buch "Alk" ist heute angekommen. Die Hälfte davon hab ich auch direkt schon verschlungen. Wirklich sehr witzig geschrieben. :D

    Ich bleib auf jeden Fall am Ball und werde versuchen mich Schritt für Schritt von den alten Gewohnheiten zu verabschieden. Dazu gehört dann wohl auch am Wochenende nicht in eine Bar zu gehen oder Partys generell zu meiden.

    Danke für eure Hinweise und Gedanken. Gute Nacht!

  • Hallo lT!
    Und das Einreden, dass das nicht so schlimm ist, ist typisch für die Krankheit. Hast Du mal was gelesen über unsere Krankheit? die Krankheit will Dich weitertrinken lassen - mit allen Mitteln. Das ist typisch: Du trinkst ne Weile nichts und sagst Dir dann: geht doch, ich kann also auch ohne. Also trinkst Du wieder und denkst, einmal aufhören hat doch auch geklappt, da trinke ich jetzt drei Tage, und dann lass ichs wieder. Funktioniert aber nicht. Nie! Ansonsten wären wir keine Alkoholiker, sondern kontrollierte Trinker.
    Kannst Du in den Spiegel schauen und sagen "Ich bin Alkoholiker?" Ich finde, es sagt viel aus, ob man das kann oder nicht.
    Sich von den alten Gewohnheiten verabschieden - das klingt wie aus dem Lehrbuch: A durch C ersetzen, a durch b usw. Ich weiß nicht, ob das so geht. Ich bin noch keine Langzeittrockene, aber ich will Dir meine Erfahrung schreiben: Ich habe nach den Grundbausteinen gelebt, ich habe die Risiken, die ich kannte, gemieden (Es sind im Lauf der Zeit welche, die ich noch nicht kannte, dazugekommen), ich war demnach in keiner Kneipe, auf keiner Party und ich hatte keinen Alkohol zu Hause. Dass sich auch andere Bereiche meines Lebens geändert haben, hat sich dann zum Teil von selbst ergeben. Da ich nüchtern war, hatte ich z.B. mehr Energie und habe auch andere Interessen entwickelt. Heute ändert sich zwangsläufig auch noch vieles, so treffe ich keine Leute, die Bier trinken wollen und setze mich daneben, ich ändere aber auch bewusst. Ich würde sagen, dass ich heute ein ganz anderer Mensch bin als noch vor einem Jahr. Priorität hatte und hat für mich: trocken bleiben. Ohne das wäre ich bis hierhin niemals gekommen. Da bin ich mir sicher, dass ich das halbherzig und ohne aus meiner Priorität Konsequenzen für mein Handeln zu ziehen, niemals geschafft hätte.
    Ich wünsche Dir, dass Du auch diese Prorität für Dich setzen kannst!
    Viele Grüße
    Calida

  • Hallo Calida,

    hab heute das Buch "Alk" durch gelesen, das hat mir nen ganz guten Überblick verschafft. Nach Borowiaks Einordnung bin ich ein Amateur-Trinker. :D Auch dies gab meinem Suchtgedächtnis wieder die trügerische Sicherheit, dass es ja alles nicht sooo schlimm ist. Allerdings muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, dass ich so auf jeden Fall in einem gewissen Zeitraum (5-15 Jahre) zum Profitrinker aufsteigen würde.

    Sorry, dass ich mich hier wiederhole, aber ich möchte mir verinnerlichen, dass ich ein handfestes Problem bekommen werde, wenn ich jetzt nicht aufhöre mit dem trinken. Ich muss mir da nur meinen Vater ansehen, der hat es geschaft in die Profiliga aufzusteigen. Neulich sagte ich zu ihm, wenn du mein Vorgesetzter wärst, würde ich umgehend kündigen. Cholerisch und launenhaft ohne Ende. Nachmittags nach den ersten zwei Bieren ist er dann wieder erträglich. Aber egal, es geht ja hier nicht um meinen Dad.

    Es wird aber schon besser. Langsam kann ich mich mit dem Gedanken anfreunden NIE WIEDER Alkohol zu trinken. Naja sagen wir es kommt und geht in Wellenform. Heute zum Beispiel war es wieder kurz da. Die Sonne schien, es war Freitag Nachmittag, boah jetzt ein paar Biere holen und alles ist gut. Richtiges Craving ist das nicht, aber schon ein man hab ich da jetzt Bock drauf. Aber das wird ja nachlassen mit der Zeit.

    Nächste Woche kommt die erste Bewährungsprobe. Ich werde zu einer Veranstaltung gehen, bei der ich eine gewisse soziale Verpflichtung habe. Wir veranstalten ein Sportturnier, bei dem ich als Mitveranstalter quasi gezwungen bin zu helfen. Normalerweise wird dann dort schon ab 12uhr Mittags mit dem Bier trinken begonnen. Nach dem Turnier folgt dann die traditionelle Druckbetankung. Ich werde mich nach dem Abbauen schnellstmöglich verabschieden. Bin mal auf die Reaktionen meiner ehemaligen Saufkumpanen gespannt. Ich rechne tatsächlich mit Bagatellisierungen, dummen Witzen und Unverständnis. Dementsprechend, werde ich dann auch aussortieren, zu wem ich in Zukunft wohl eher wenig Kontakt pflegen werde.

  • Hallo Träumer,

    mir stößt hier einiges bitter auf:

    Bewährungsprobe

    soziale Verpflichtung

    gezwungen bin zu helfen.

    schon ab 12uhr Mittags mit dem Bier trinken begonnen.

    Nach dem Turnier folgt dann die traditionelle Druckbetankung.

    schnellstmöglich verabschieden.

    Ist diese Veranstalltung so wichtig dass du all das auf dich nimmst :?:

    LG Martin

  • Hallo!

    Ich finde, Du hast auf der Veranstaltung nächste Woche nichts verloren. Ich als frisch Angetrockneter würde dort nicht aufschlagen.

    Du siehst dich als Amateur? Also einer, bei dem noch nicht das Kind in den Brunnen gefallen ist? Dann ist es nicht weit zu dem Gedanken, irgendwann (z.B. nächste Woche) doch noch mal moderat was trinken zu können.

    Hier im Forum wird m.E. zu Recht die These der Risikominimierung vertreten. Wir sollten allen Gefahren, so gut es eben geht, aus dem Weg gehen.

    Denk mal drüber nach.

    Gruß Carl Friedrich

  • Für mich ist das zu sehr schwarz weiß denken. Ein Teil der Leute kenne ich seit meinem 12. Lebensjahr, diese Leute ab jetzt von heute auf morgen zu ignorieren, weil sie Alkohol trinken und ich nicht mehr, finde ich absurd und übertrieben.

    Dazwischen sind natürlich auch Bekannte dabei, die kaum Bedeutung für mich haben, aber mit zwei drei Leuten teile ich mehr, als nur das gemeinsame trinken. Klar war es immer irgendwo auch ein Bestandteil, aber deshalb die ganze Person und die geteilten Erlebnisse (gemeinsame Schulzeit, Studium, ein Haufen von gemeinsamen Erfahrungen) einfach so über Bord zu werfen und damit auf die Freundschaft zu scheißen? Nein da mache ich nicht mit. Da wird sich mit Sicherheit ein Mittelweg finden lassen.

    Selbst wenn ich sagen würde, Jungs tut mir leid, ich komm nicht zum helfen, lass uns ein ander mal treffen, dann wär das OK. Bei diesem Treffen müsste dann auch nicht getrunken werden. Eigentlich ist das ne gute Idee. Morgen spreche ich das mal ab.

    Vielleicht habe ich mich auch nur missverständlich ausgedrückt und diese Menschen nur auf das trinken reduziert.

  • Hallo Träumer,

    hier geht es nicht darum dass du dich nicht mehr mit Leuten aus vergangenen Tagen triffst.

    Wenn diese Leute in deiner Gegenwart nicht trinken ist das schon der halbe Weg.

    Es bleibt aber die Gefahr dass ich, evtl. auch erst später, an Alkohol denken muss also Drtuck bekomme.

    In diesem Fall wäre es dann besser diese Leute zu meiden, immer kannst du diesem Druck nicht wiederstehen.

    Sprech doch mal mit ihnen ob der Auf/Abbau auch ohne Alkohol funktioniert.

    LG Martin

  • Zitat von luzider Träumer

    Selbst wenn ich sagen würde, Jungs tut mir leid, ich komm nicht zum helfen, lass uns ein ander mal treffen, dann wär das OK. Bei diesem Treffen müsste dann auch nicht getrunken werden. Eigentlich ist das ne gute Idee. Morgen spreche ich das mal ab.

    Vielleicht habe ich mich auch nur missverständlich ausgedrückt und diese Menschen nur auf das trinken reduziert.

    Hallo!

    Das ist doch schon mal ein Ansatz. Irgendwann wirst Du auch entscheiden müssen, ob und ggf. wen Du aus dieser Gruppe einweihst, sofern Du wirklich trocken bleiben willst und dir als scheinbarer "Amateurtrinker" nicht doch noch klammheimlich ein Hintertürchen offen hälst.

    Gruß Carl Friedrich

  • Zitat von Karsten

    lade doch alle mal zu einer alkoholfreien Runde ein.
    Da wirst du dann auch sehr schnell merken, wer deinetwegen mit dir zusammen sein will.
    Bei richtigen Freunden ( das ist dir scheinbar wichtig bei den Langzeitbekannten ) wird keiner etwas dagegen haben, alkoholfreie Getränke zu trinken.

    Oft weiß man es gar nicht, was einen an einer richtigen Freundschaft verbindet, wenn ständig nur der Alkohol im Vordergrund stand.

    Ist eine gute Idee. Ich werd das mal machen. Muss nur gucken wie ich das organisiere, denn ich wohne von diesem Freundeskreis 600km entfernt. Sind quasi die Bekannten/Freunde (wird sich zeigen) aus der alten Heimat. Wenn ich dann zu Besuch bin, war der Anlass bisher halt solche Veranstaltungen.

    Zitat

    Das ist doch schon mal ein Ansatz. Irgendwann wirst Du auch entscheiden müssen, ob und ggf. wen Du aus dieser Gruppe einweihst, sofern Du wirklich trocken bleiben willst und dir als scheinbarer "Amateurtrinker" nicht doch noch klammheimlich ein Hintertürchen offen hälst.

    Mir ist ja durchaus bewusst, dass ich mir da ein Hintertürchen offen halte. Ich weiß nur nicht, was ich dagegen unternehmen kann.

  • Zitat von luzider Träumer

    Mir ist ja durchaus bewusst, dass ich mir da ein Hintertürchen offen halte. Ich weiß nur nicht, was ich dagegen unternehmen kann.

    Mir hat die Beschäftigung mit unserer Krankheit hier im Forum, in Fachliteratur und meiner ambulanten Therapie geholfen. Bei letzter insbesondere die Gespräche mit Rückfall-Teilnehmern, die mir klar vor Augen geführt haben, dass ich den "point of no return" schon lange überschritten habe, so dass mir moderates Trinken nicht mehr möglich ist.

    Gruß Carl Friedrich

  • Hallo lT,
    Das ist kein Schwarzweißdenken. Das ist Selbstschutz. Sag doch Du bist krank und geh da nicht hin.
    Ich hab mal so gedacht wie Du. Dachte ich darf nur nicht trinken und wollte anderen das Trinken nicht verbieten. Ich bin auch einer <sozialen Verpflichtung> nachgekommen. Ich wR so angespannt, weil ich es nicht mehr gewohnt war, in Gesellschaft nüchtern zu sein. Und was meinst Du? Nach einer Stunde bin ich umgefallen und habe getrunken.
    Deine Krankheit kann Dir jetzt einreden, dass Dir das nicht passieren wird. Aber Du könntest so schlau sein und nicht die gleichen Fehler machen wie andere.
    Viele Grüße
    Calida

  • Hi,
    das mit dem Hintertürchen hast du gut erkannt.Beim Selbstbelügen sind wir Alkis grosse Meister.Bei mir war es so,das es nicht am selben Abend zum Rückfall kam bei solchen "sozialen Verpflichtungen"sondern manchmal erst Tage später.Dann ging es aber gleich wieder richtig zur Sache.
    atze

  • Hallo luzider Träumer,
    (Hast du eigentlich Erfahrung mit Klarträumen? Spannendes Thema.)

    Zunächst danke ich dir für deine Rückmeldung in meinem Vertrauen und Mut Thread. Darüber habe ich mich gefreut!

    Hierzu will ich was schreiben:

    Zitat

    Mir ist ja durchaus bewusst, dass ich mir da ein Hintertürchen offen halte. Ich weiß nur nicht, was ich dagegen unternehmen kann.


    Zunächst mal ist das Bewusstmachen schon mal sehr hilfreich. Ich bin auch so ein Hintertürchen-Spezialist. Auch heute noch ist es für mich wichtig, immer mal abzuklopfen, ob sich da irgendwo heimlich wieder ein Türchen öffnen möchte. Aus meiner Erfahrung der Beschäftigung mit meiner Krankheit in den letzten zwei Jahren hier im Forum kann ich dir aber sagen, dass sich meine Haltung gegenüber meinem Alkoholismus in dieser Zeit geändert hat. Es gibt hier welche, die kommen hier an und wissen glasklar, sie sind alkoholabhängig. (Aber auch so jemand ist nicht vor Rückfällen gefeit.) Dann gibts welche, die kämpfen noch mit sich. Die sind mit ihrer letztendlichen Kapitulation noch nicht durch. Dazu gehörte ich. Da ist es dann wichtig, den Prozess zuzulassen, die Auseinandersetzung mit sich selbst anzunehmen. (Und natürlich dabei trocken zu bleiben, anders geht's nicht.)
    Ich kam hierher und war noch nicht wirklich überzeugt, Alkoholikerin zu sein.
    Ich kann heute auf mein bisheriges Leben zurückblicken und tatsächlich sehen, dass meine Alkoholabhängigkeit schon in meinen Zwanzigern begann. ich habe heute nicht irgendwie mehr Erinnerungen an die Vergangenheit als noch vor zwei Jahren. Aber ich habe einfach so lange gebraucht, den Gedanken zuzulassen und anzunehmen. Wie gut, dass ich mir dir Zeit - nüchtern - geben konnte.
    Und ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass gerade jemand wie ich (und du?), die ihr Selbstverständnis auf ihrer Intelligenz aufbaut, sich da besonders schwer tut. Katharsis schrieb mir mal ganz am Anfang "Schwierig? Ja. Unmöglich? Nein." Das geb ich an dich weiter.

    Viele Grüße und ein gutes Wochenende dir!
    Thalia

  • Hallo Thalia, Atze und alle anderen,

    ich wünsche euch einen schönen guten katerfreien Samstag Morgen!


    Zitat von Karsten

    Hallo Träumer,


    Ich lese bei dir leider sehr viel wo ich der Meinung bin, so wird es eh nie was werden.

    Gruß
    Karsten

    Ich bin ein sensibler Mensch, aus diesem Beitrag lese ich raus: Lass es doch gleich mit dem trockenen Leben! Du wirst es eh nicht schaffen.


    Ich bin froh, dass es aber auch anders geht. Danke Thalia, dass du versuchst auf emphatische Weise mit mir zu kommunizieren. Ich möchte auf jeden Fall trocken bleiben, bin jedoch, wie Du geschrieben hast noch nicht ganz durch mit meiner persönlichen Kapitulation.

    In klaren Momenten, sehe ich auch kurz, dass ich Alkoholiker bin. Allerdings hat sich mein Lebenskonzept und meine Persönlichkeit auf dieses Anti-Alles-Konzept meiner Jugend aufgebaut. Schon ab meiner Jugend war ich der Meinung die Welt ist schlecht, deshalb konsumiere ich Drogen, besprühe Wände und lebe ein alternatives Leben. So eine Einstellung baut man sich halt auf, wenn die Umstände gelinde gesagt nicht gerade behütet sind.

    Das ist jetzt auch schon ein Teil meiner Bewältigungsarbeit. Die Gründe von Sucht, liegen i.d.R. in der frühen Kindheit bzw. den ersten Jahren des Lebens. Wenn in dieser Zeit die Eltern labil sind und dem Kind nicht die entsprechende Sicherheit bieten können, dann ist das ja schon mal ne "gute" Grundlage um Tür und Tor für die verschiedensten Süchte und Persönlichkeitsstörungen zu öffnen. Aber das werden die meisten, die sich mit dem Thema befasst haben, ja schon mal gehört haben.
    Jedenfalls ist das ein Prozess, ich mach das alles alleine, war schon immer autonom und hatte Aufgrund von Beziehungsangst wenige bis kaum feste Bindungen. Ich merk schon, dass ich noch viele Baustellen habe, die ich nun im trockenen Zustand nach und nach bearbeiten kann.

    PS: zum Thema luzides Träumen habe ich noch keine persönlichen Erfahrungen machen dürfen. Vor ein paar Jahren habe ich mal den Film "Waking Life" gesehen. Der Film hat mich richtig beeindruckt. Da geht es genau um dieses Thema. Kann ich nur empfehlen.

  • Hallo Karsten,

    vorneweg möchte ich auch Dir danken, dass Du deine Erfahrungen mit mir teilst und ehrliche wenn auch direkte Worte an mich richtest! Ich habe das wohl etwas in den falschen Hals bekommen.

    Jetzt wo Du es sagst, kann ich mir vorstellen, dass es bestimmt ermüdend ist, immer und immer wieder die selben guten Vorsätze der ersten posts zu lesen, um dann ein halbes Jahr später nichts mehr von dem oder derjenigen zu hören. Immer und immer wieder zu sehen, welche Fehler gemacht werden und welche Risiken eingegangen werden.

    Du hast die Erfahrung und weißt wovon Du schreibst. Ich werde das in Zukunft berücksichtigen.


  • Die Dinge sind manchmal schwer zu begreifen
    jede Einsicht braucht ihre Zeit zum reifen
    Am Ende der Nacht steht eine neue Erkenntnis
    ein kleines Zugeständnis über ein großes Missverständis

    Den Freund als Unglücksbringer zu entlarven
    ist nicht so einfach in Anbetracht seiner Taten
    Er gab mir Mut und Trost in schweren Zeiten
    das er das tat um mich heimlich zu betrügen ist schwer zu greifen

    Das Glück das er versprach fängt an zu bröckeln
    was bleibt ist die Suppe auszulöffeln
    Er redete auf mich ein mit goldener Zunge
    ich glaubte ihm alles wie ein kleiner Junge

    Jetzt ist es an der Zeit die eigenen Augen zu benutzen
    keine trübe Sicht soll mein Sichtfeld mehr verschmutzen
    Es ist zwar neu und fremd was vor mir liegt
    doch diesmal bin ich es selbst der das Leben sieht

  • Puh, ich habe in den letzten Tagen soo viel nachgedacht und kann es nun sagen: Ich bin Alkoholiker! Allerdings trocken :D zwar noch nicht lange, aber trocken.

    Um den Titel des Thread auch in die Tat umzusetzen, habe ich mich für den erweiterten Forenzugang entschieden. Es gibt so viele Baustellen, die ich gerne intensiver und in einem geschützten Rahmen angehen möchte. Daher werde ich hier jetzt wohl weniger aktiv sein.

    Vielen Dank für Euren input bisher! Ich fühle mich wirklich wohl hier.

  • Toller Thread! Herzlich Willkommen und alles Gute! Kann viele deiner Ansichen und Erfahrungen sehr gut nachvollziehen und finde mich in deinen Gemütsbeschreibung oft wieder.

    Von der körperlichen Verfassung oder, ich nenne es mal von dem Hinrichtungslevel her, ging es mir glaube vor 4 oder 5 Jahren ähnlich wie Dir, alles noch nicht so wild... Von der Einsicht war ich jedoch noch nicht so einsichtig zu mir wie Du heute! Ich wusste ich habe ein Problem aber viel mehr auch nicht... Vor einem Jahr war ich dann in etwa so auf deinem jetzigen Einsichtslevel oder kurz davor und bin anschließend noch 2 mal übel abgestürzt! War Quartalstrinker, alles ging 2 Monate gut und dann habe ich innerhalb von 2 Wochen das reingekippt, was andere über Monate täglich verteilt trinken... Kann dir nur raten, Dir diese Ehrenrunden zu ersparen... Habe auch das Problem, dass ich es nicht so schwarz/weiß sehen kann... Die Langjährigen werden es am Besten wissen, jedoch finde ich auch, dass das optimale Umsetzen aller Grundratschläge schwere umzusetzen ist... Beste Grüße

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