Am Ende der Straße: Rechts oder links abbiegen?

  • Hallo Thomas,

    jetzt habe ich mich durch Deinen Thread gelesen.
    Alle Achtung! Deine Beschreibungen sind sehr intensiv.
    Sehr plastisch! Sehr ehrlich! Sehr lebendig!
    Und manche Deiner Beiträge füllen ein halbes Taschenbuch.
    Ich halte Dein Vorgehen für sehr strukturiert und durchdacht.
    Damit läufst Du natürlich Gefahr, dass Du trocken bleibst.
    Vermutlich kannst Du aber mit dieser Gefahr gut umgehen.
    Herzlich willkommen!

    Viele Grüße
    Correns

  • Zitat

    wer hier von "Hausieren" spricht, sollte mal nachschlagen, was denn das Wort bedeutet

    Tja, gemäss Duden "etwas allen Leuten erzählen"

    Ach Gottchen, welch ein Aufstand....

    Ernest

  • Ernest, bei mir steht bei hausieren "etwas aufdringlich weitererzählen"

    Ist aber auch total egal...

    Correns, danke für die Blumen... bin auf einem guten Weg, der lebenslang dauert, dies ist mein Bewusstsein.

  • Hallo!

    Na ja, das Wort "hausieren" hat schon einen negativen und provozierenden Beigeschmack. Daher verwende ich ihn im Hinblick auf die Information anderer nicht mehr.

    Im ersten Jahr war ich sehr negativ eingestellt, was meine Krankheit betrifft. Ein kluger Kopf hat mal geschrieben, Alkoholismus sei auch eine Wutkrankheit. Ich war sauer auf die Krankheit und daher verstimmt, dass ich auch noch anderen Leuten just diese Krankheit, die einen schlechten Ruf genießt, beichten soll. Daher resultierte bei mir der Grundgedanke, den Kreis der Eingeweihten möglichst klein zu halten.

    Das hat sich bei mir gelegt. Es ändert jedoch nichts daran, das ich meine Krankheit nicht jedem, der fragt, auf die Nase binde.

    Allerdings haben mich bislang sehr wenig Leute gefragt. Ich verkehre vornehmlich in Kreisen, in denen der Alkoholverzicht keine Besonderheit ist, die Nachfragen auslöst, wenn ich auf Alkohol bewusst verzichte.

    Es gibt enorm viele Menschen die gar keinen oder nur sehr selten und dann auch sehr wenig trinken. Nur hatte ich diese früher gar nicht im Focus. Da waren mir Zecher lieber.

    So ändert sich so einiges im Verlauf der Abstinenz.

    Gruß
    Carl Friedrich

  • Hallo Vollwaise,

    Blumen bringe ich nicht vorbei, aber meine Erfahrungen möchte ich gern hierlassen.
    Ich gehe offen mit meinen Erkrankungen um.
    Anfangs habe ich versucht, vielen von mir zu erzählen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es gar nicht alle interessierte. Manche glaubten mir nicht. Andere lenkten umgehend vom Thema ab.
    Ich erzähle heute nicht jedem, dass ich Alkoholikerin bin.
    Als ich nass war, war mir ziemlich wichtig, was andere sich vielleicht von mir zusammen denken könnten.
    Heute ist es mir vollkommen wurscht, ob ein Fremder aus meiner Ablehnung von Alkohol oder wegen irgendwelcher "Gerüchte" denkt, dass ich eventuell Alkoholikerin wäre. Warum auch?! Ich bin ja eine.
    Und warum sollte ich den Arbeitskollegen, die früher meine Fahne gerochen haben, heute was erklären? Sie riechen schon seit Jahren keine Fahne mehr. Jedenfalls nicht bei mir. Das ist mir wichtiger, als alles Lamentieren.
    Es geht fremde Leute einen Sch... an, ob ich trockene Alkoholikerin bin. Es genügt, wenn sie mir keinen Alkohol anbieten. Das tun sie nicht.
    Genauso geht es andere auch nicht an, mit wem ich verheiratet bin und welche Krankheiten ich noch so habe.
    Etwas Anderes ist es, wenn ich das Gefühl habe, jemand interessiert sich für mich und ich komme ins Gespräch. Freunde, Familie und direkte Arbeitskollegen wissen natürlich, was mit mir los ist. Das betrifft aber nicht nur den Alkoholismus, sondern alles andere auch.
    Es ist nicht nur am Arbeitsplatz meine Sache, was ich erzähle. Es ist generell meine Sache, was ich wem erzähle. Das bedeutet aber nicht, dass ich lüge. Was ist das auch für ein schräger Zusammenhang.
    Offenheit ist ganz klar ein sehr wichtiger Grundbaustein. Es ist wichtig, sich ein sicheres (trockenes) Umfeld aufzubauen. Das funktioniert nicht ohne Offenheit. Wenn du es so handhabst, dass du vielen von deinem Alkoholismus erzählst, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
    Ich habe das anfangs auch so gemacht, weil ich es seinerzeit für mich so entschieden habe.
    Ich werde es heute weiter so halten, dass ich entscheide, wem ich was von mir erzähle. Dass ich Alkoholikerin bin, steht nicht mehr ganz oben auf meiner Liste. Das hat sich mit der Zeit verändert. Erstens komme ich sehr selten bis gar nicht in die Situation, Alkohol ablehnen zu müssen und zweitens ist Alkohol bei vielen Menschen, mit denen ich heute zu tun habe, gar kein Thema.
    Ein Rückfallrisiko sehe ich darin nicht, sondern eine weitere Sicherheit durch mein inzwischen verändertes Umfeld, mein erholtes und gestärktes Selbstvertrauen und meine wachsende Unabhängigkeit von Meinungen anderer.
    Bei den meisten Menschen, mit denen ich heute zu tun habe, muss niemand erklären, warum er keinen Alkohol trinkt. Es ist normal. Unabhängig davon, ob jemand Alkoholiker ist. Ich habe Bekannte, die keinen Alkohol trinken, von denen ich nicht weiß, ob sie trockene Alkoholiker sind. Mir ist das nicht wichtig. Ich bin einfach nur gern mit ihnen zusammen.

    Viele Grüße,
    Penta

  • Das finde ich sehr gut beschrieben, Penta. Wollte ich mal anmerken, sehr zutreffend alles. Schön, dass Dein Umfeld sich so positiv verändert hat. Deine Sichtweise gefällt mir. Situationen bzw. Menschen, wo Offenheit angebracht ist, aber eben auch Situationen bzw. Menschen, wo es schlichtweg nicht interessant ist, ob ich nun trockene Alkoholikerin bin oder nicht.

    Allerdings verändern sich diese Situationen vermutlich im Laufe der Jahre. Am Anfang ist es sicherlich noch eher „nötig“ offen zu sein in bestimmten Situationen, um mich selbst zu schützen. Später wird es vermutlich dann weniger solcher Situationen geben, da sich z.B. das Umfeld verändert hat und Alkohol immer weniger ein Thema ist.

  • Hallo Cadda, entschuldige Vollwaise,

    Zitat

    Allerdings verändern sich diese Situationen vermutlich im Laufe der Jahre.


    bei mir war es so. Es dauerte Jahre.
    Was für mich heute gut ist, war es damals nicht so.
    Für mich war und ist sehr wichtig, mir über all das Gedanken zu machen und mich darüber auszutauschen, warum ich etwas wie tue.
    Am Anfang meiner Trockenheit sah ich in meinem Ausweichen vor mir selbst eine große Gefahr. Da fiel mir Offenheit noch ziemlich schwer.

    Gruß Penta

  • Ja Penta, das ist unglaublich wichtig: Sich Gedanken machen! Darüber nachdenken, welches Vorgehen einen persönlich weiter bringt und hilfreich ist. In sich selbst rein hören, dann kann man auch richtige Entscheidungen treffen. Das gilt allgemein und auch beim Thema Offenheit.

  • Hallo Vollwaise

    komme mal hier her .

    Zitat

    ja, stimmt, Aliengirl hat das Forum hier gefunden, aber Aliengirl ist nicht stabil und ich (und sie selber auch) denke, dass das Forum alleine dauerhaft nicht reicht.

    Mir hat es dauerhaft ausgereicht obwohl ich eine riesige Unstabilität hatte. Es gibt überhaupt keine Stabilität in der Anfangszeit, nur eine Gefühlte. Die Stabilität braucht Jahre. Das macht auch die Anzahl der Hilfseinrichtungen, die ich für mich besuche nicht wett. Es geht nur um das Annehmen der Hilfe mit gleichzeitigen Umsetzen

    Ich kenne Alkoholiker die rannten von Hinz zu Kuntz und wurden rückfällig. Sie waren nicht nur wegen des Rückfalles enttäuscht , sondern nachträglich auch noch dem Glauben unterworfen alles gemacht zu haben und es gar keinen Sinn mehr macht. Sie hatten eben nichts verinnerlicht oder sich nicht die Zeit gegeben, bis es verinnerlicht werden konnte

    Ich habe da zwei Fragen an dich. Wie siehst du denn deine Stabilität oder was verbindest du mit Stabilität?
    Ich finde es auch ausgesprochen gut das du dich hier aktiv beteiligst und wir von deinen kurzen Erfahrungen teilhaben können. Mache weiter so.

    Gibst du die Erfahrungen auch an andere weiter, die noch Alkohol trinken und du das Gefühl hast sie müssten auch was an Ihrem Trinkverhalten ändern, weil du selbst ein Alkoholiker geworden bist und damit eine Rechtfertigung für die stigmatisierte Krankheit für dich hast?

    Die Welt trocken legen ist ja gerade bei „Neuen“ sehr ausgeprägt.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo zusammen,

    nachdem die Wetterprognose wie fast immer wieder mal 80x schlimmer war als dann das tatsächliche Wetter, habe ich meine heutigen Termine super erledigt gekriegt und bin wieder zuhause.

    Die Gespräche über meine Alkoholsucht ergeben sich eben aus der Situation, diese ist immer anders. Ich renne aber nicht mit nem Schild in der Hand durch die Gegend...

    Muss ich zum Thema warum auch immer Stellung beziehen, sage ich den Leuten, dass ich Alkoholiker bin UND eben trocken. Manchmal ist das Thema dann durch, manchmal kommen Fragen, die mal klug und mal dämlich sind, haben Fragen eben so an sich... Einen gewissen Stolz, dass ich die Sache (derzeit) fest im Griff habe, kann ich nicht verhelen. Meistens kommen dann eben die Leute mit anderen aus ihrem Umfeld, meine Schwester, mein Schwager, mein Kollege etc. säuft auch, was kann ich tun? Meine Antwort ist immer die selbe: Nix! Außer es zu unterlassen, denen Alkohol mitzubringen und eventuell mal drauf hinzuweisen, dass die Mengen nicht mehr im Rahmen sind.

  • Klasse, das war der ganze Text für Hartmut auf einmal weg.... Also nochmal, ist ja Freitag....

    Meine Stabilität sehe ich in dem Bewusstsein der massiven Verbesserung meines Lebens in allen nur erdenklichen Belangen. Mein Leben als Säufer war recht übersichtlich: Wo kriege ich Alk her? Wie viel muss ich kaufen? Wann muss ich wieder raus bzw. mir neuen bringen lassen?

    Das war mein komplette Leben als Säufer, mehr nicht!

    Heute ist mein Leben irre vielschichtig, ich interessiere mich für unendlich viele Dinge. Ich lese viel. Wir unternehmen etwas, planen unser WE, kochen. Ich mache meine Job wieder und ich mache ihn gerne und so gut wie lange nicht mehr. Ich habe Zukunftstpläne und will wieder mit meiner Freundin zusammenwohnen. Was für Voraussetzungen dafür gibt es? Welche Wohnung/Haus etc.? Wie kriegen wir von der Entfernung her ihren Job da mit berücksichtigt?

    Das alles ist nur ein Bruchteil dessen, was sich hier alles (wieder) abspielt. Umgekehrt habe ich hier halt auf dem Sofa gesessen, gesoffen, geraucht, bin pinkeln gegangen, habe gepennt, dann wieder gesoffen.

    Die Stabilität kommt aus den beiden bewussten Alternativen, welches Leben ich denn gerne führen würde. Das jetzige Leben ist einfach total klasse! Das Säuferleben erbärmlich!

    Die Stabilität behalte ich einerseits aus dem Bewusstsein über die Existenz der beiden Alternativen und dem Wissen, dass NUR ICH entscheide, für welche ich mich denn entscheide.

    Außerdem halte ich mich an die Grundbausteine, auch wenn ich diese evtl. Anfangs ins Lächerliche gezogen habe, aber mit diesen hat man schon sehr viel erschlagen, was einem so an Tücken begegnen kann.

    Ich habe meinen Arbeitsstil komplett geändert und lasse mich von niemandem mehr unter Druck setzen. Die normal auftauchenden Probleme werden eben abgearbeitet, so wie dies Millionen Nicht-Alkis auch machen. Ich bin viel viel gelassener als vorher...

    Deine andere Frage war zum Thema die Welt trocknen. Der einzige Kontakt, den ich zu Alkoholikern habe, ist Dienstags in der Runde. Wenn dann andere erzählen, sie wären heute Abend beim Nachbarn eingeladen, mit dem sie früher immer gesoffen haben (Nachbar hat Erbsensuppe gemacht, aber leider keine Entgiftung, mein Gruppenteilnehmer aber doch) oder wenn andere erzählen, die eine Pulle Korn steht noch im Kühlschrank (warum? keine Ahnung, bei mir steht keine...) gebe ich meinen Senf dazu, indem ich dann sage, dass ich das nicht so machen würde. Wenn dann nach dem Grund gefragt wird, nenne ich diesen. Wird nicht gefragt, ist es mir egal.

    Ich Nachgang zur Runde rauchen wir dann immer vor der Türe eine. Zweimal kam dann einer auf mich zu und wollte über meine Anmerkung zu seinem Thema xy reden, habe ich dann gerne getan.

    Kommt keiner, kommt eben keiner.... Ich sehe mich nicht als vom heiligen Geist beseelt und in der Verpflichtung, ab sofort die armen Seelen zu bekehren. Wenn einer reden will, meine Meinung hören will, kann er das gerne, wenn nicht, ist es auch gut.

    Ich sehe mich übrigens genau NULL stigmatisiert, wenn einer den Umstand, dass einer Alkoholiker ist und etwas gegen seine Krankheit tut, stigmatisieren will, soll er mich kreuzweise.... Mir egal, juckt mich nicht...

    Sind eh diejenigen Leute, die in allen Bereichen die Deutungs- und Beurteilungshoheit über alles und jeden zu haben meinen... Die mögen bitte jeden Tag die Zeitung mit den großen Buchstaben lesen.

    Gibt ja auch den Satz:
    Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche!
    Nur mal so als Gedanke...

    Zum Thema SHG oder nicht SHG oder Namen tanzen oder Stricken oder Meditation oder Yoga oder Ashram oder BK oder KT oder oder oder oder oder eben hiesiges Forum kann ich nur sagen, dass es DIE richtige Methode, um von dem Zeug loszukommen, die dann für alle funktioniert, nicht gibt.

    Sicher gibt es Leute, die sich nur des Forums bedient haben und dann dadurch trocken geworden sind, wobei ich nicht glaube, dass es daran lag.

    Es lag vielmehr daran, dass sie trocken werden wollten.

    Derjenige, der in der miesesten Was-Auch-Immer versucht, seine Sucht zu beenden, sich aber klar ist, dass nur er entscheidet, ob er die Sauferei beendet oder nicht, hat bessere Chancen als derjenige, der in der Super-Luxusklinik gelandet ist, dem aber jede Überzeugung fehlt.

    Und ein Teil der Überzeugung ist es eben auch, dass man total am Arsch ist. Punkt. Ich habe mich nicht mit dem Messer in die Wanne gelegt, weil mir kalt war. Ich wusste, dass ich unten angekommen war und das es nunmehr zum Schwur kommen musste, so oder so. Und das wird bei Dir, lieber Hartmut, nicht anders gewesen sein.... Und dann ist es auch verhältnismäßig egal, ob man dann hier die Sache in den Griff kriegt oder wo auch immer, ohne die Einsicht, am Ende zu sein, geht garnix...

    Und sorry, aber solange ich mir noch Sorgen mache, wer meine Katze füttert oder wer mit dem Hund rausgeht, wenn ich in der Entgiftung bin, scheint sich diese Einsicht noch nicht so recht durchgesetzt zu haben.

    Voraussetzung für den Entzug, egal ob zuhause oder wo auch immer ist, dass der Entzug meine Prio 1 ist.Die Notwenigkeit Entzug=Prio 1 ergibt sich daraus, dass ich absehbar mein Leben komplett zerstöre und mich umbringe. So einfach ist das Thema! Das muss hier JEDER und JEDE verstehen!

    Solange das nicht der Fall ist, klingelt der Rückfall mehrmals täglich an der Haustüre und es ist nur eine Frage der Zeit, wann man dann aufdrückt und dem vertrauten Besucher, der dann vordergründig alle Probleme wegspült, Einlass gewährt...

    Den Suff kenne ich zur Genüge, aber was ist ein Entzug? Was erwartet mich da? Wie reagiert mein Umfeld? Tausend Fragen auf der einen Seite. Und der alte Vertraute auf der anderen...

    Mir war halt bei aller auch bei mir vorhandenen Unsicherheit klar, dass es nicht schlimmer werden konnte, als es war. Insofern hatte ich nix zu verlieren.... Es konnte im Gegenteil nur besser werden.

    Das Adjektiv "tot" hat eben keinen Komparativ...

  • Hallo Thomas,

    kleiner Tipp am Rande:
    Ägerlich, wenn Texte verschwinden :evil:
    Schreibe Deine Texte mal vorsichtshalber auf nem Editor vor, das ist hier schon vielen passiert, das lange Texte verschwinden.
    Oder aber Du musst hier regelmäßig die "Vorschau" anklicken, ich denke, dann geht nichts verloren.
    Hat was mit der Schreibzeit zu tun.

    Wäre nämlich schade, wenn Texte wie Dein letzter verloren gingen. :wink:

    LG Sunshine

  • Hallo Vollwaise,

    so wollte ich das lesen :lol:. Ich fühlte mich bei meinen Weg stabil, was jedoch nicht heißt, das ich mich am Anfang als Alkoholiker stabil fühlte. Da musste erst eine Zeit ins Land ziehen, bis ich alles verinnerlicht hatte, um mir wieder selbst zu vertrauen. Das Vertrauen zu mir hatte ich in den nassen Jahre verloren.

    Zitat

    Ich habe mich nicht mit dem Messer in die Wanne gelegt, weil mir kalt war. Ich wusste, dass ich unten angekommen war und das es nunmehr zum Schwur kommen musste, so oder so. Und das wird bei Dir, lieber Hartmut, nicht anders gewesen sein.

    Ich bin im Nachnein, auch wenn ich mir das sicherlich nicht zurückwünsche, meinem absoluten Tiefpunkt dankbar.

    Hätte ich Diesen nicht gehabt, wäre ich sicherlich weiter einen der viel umsagten individuellen Wege gegangen und Risiken in Kauf genommen, die mich immer wieder zurück an die Flasche geführt hätten. War ja in den Trinkpausen auch immer so.


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Zitat von Hartmut


    Ich bin im Nachnein, auch wenn ich mir das sicherlich nicht zurückwünsche, meinem absoluten Tiefpunkt dankbar.

    Hätte ich Diesen nicht gehabt, wäre ich sicherlich weiter einen der viel umsagten individuellen Wege gegangen und Risiken in Kauf genommen, die mich immer wieder zurück an die Flasche geführt hätten. War ja in den Trinkpausen auch immer so.
    Gruß Hartmut

    Genau so ist das.... Ich habe mir in der Wanne die beiden einzigen und eindeutigen Alternativen ansehen können. Das Thema heißt ja auch eingangs "rechts oder links" und eben nicht rechts oder links oder geradeaus oder ein wenig links und dann wieder rechts und drei Schritte zurück....

    Die Gabelung ist bei jedem von uns vorhanden. Und jeder entscheidet selber, welchen Blinker er setzt....

  • Hallo zusammen,

    die Lage ist nach zwei Monaten Trockenheit folgende:

    Ich habe nach wie vor totale Distanz und Gleichgültigkeit dem Alkohol gegenüber, umgekehrt hat sich mein ganz normales Leben wieder eingestellt. Ich kann nicht glauben, dass ich so tief gesunken war, aber hier liegt der Entlassungsbericht aus der Entgiftung und es gibt etliche andere Beweise für meinen Absturz.
    Aber nun hat mich das Leben wieder oder besser gesagt: Ich habe mein Leben wieder!
    Die Arbeit macht großen Spaß und geht leicht von der Hand. Irre, die ich anhand unserer EDV eigentlich Kunden nennen müsste, nehme ich nicht ernst und lasse mich nicht unter Druck setzen. Wir alles nacheinander abgearbeitet...

    In den zwei Monaten hatte ich keine einzige Sekunde Saufdruck, bedrohliche Situationen hatte ich auch nicht. Ich halte mich an die Grundbausteine, die ich als sehr zielführend und richtig empfinde. Lässt ne Menge Probleme und Situationen gar nicht erst auftreten.

    Rechts und links in der Dienstagsgruppe streicht einer nach dem anderen die Segel. Heute war ich das achte Mal da und außer mir ist nur noch eine Frau dabei, die auch beim ersten Termin da war, der Rest ist rückfällig geworden oder verschwunden. Parallel kamen immer wieder neue aus der Entgiftung, von denen auch 90% weg sind. Dürften so 20 Leute sein, Quote ist also wieder mies... So, wie die Hilfsangebote gestrickt sind, kann es auch nix werden. Niemandem wird mit Sanktionen gedroht (welche auch immer), es wird bagatellisiert und trotz desaströser Fehler wie Saufankündigungen, 8. Entgiftung und Zitat (mit lachendem Gesicht) "war sicher nicht meine letzte" und offensichtlich besoffen mit Bonbon im Mund da auflaufen werden selbst diese Teilnehmer noch gelobt, "immerhin sind Sie ja heute hier".

    Mir wird das langsam zu blöde, werde die zwei fehlenden Sitzungen noch durchziehen, aber ich glaube nicht mehr, dass mir das noch was bringt. Anfangs war es der Wille, irgendwas zu tun und anfangs haben mir die Sitzungen auch gut getan. Dann kam die Zeit, in denen die Sitzungen mir dazu dienten, die anwesenden abschreckenden Beispiele als Mahnung zu nehmen. Nun ist es eben der Termin Dienstags... Ich lerne nix neues mehr und noch ein abschreckendes Beispiel mehr brauche ich auch nicht...

    Ich habe in jedem Fall dort folgendes gelernt:
    a) Es gibt Leute, die definitiv verloren sind und denen auch mit Geld und guten Worten nicht mehr zu helfen ist. Diese Leute wollen sich totsaufen und werden dies absehbar auch tun. Es gibt kein Programm oder irgendetwas, was die Leute davon abbringen könnte. Dann sollen sie es eben tun, mir egal!

    b) Die absolut einzige entscheidende Kenngröße ist man selber, sonst niemand. Die Psychologin kann für mich nicht mit dem Saufen aufhören, das musste ich selber tun und ich muss auch selber abstinent bleiben, macht keiner für mich. Alles andere ist nur Kuschelgelaber statt den Leuten klar zu sagen, dass SIE UND NUR SIE SELBER der Entscheidungsträger sind

    c) Es gibt für diejenigen, die sich nicht wehren, die logische Abfolge Entgiftung, Dienstagsrunde, Langzeittherpie, alles bitte in einer der Einrichtungen des Trägers der Entgiftung. Es wird einem klar eröffnet, dass wenn man nach der LZT rückfällig wird jederzeit wieder eine Entgiftung etc. möglich ist. Da hier die Kasse unbegrenzt zahlt, funktioniert dies bis zum Tod.

    d) Es herrscht eine gewisse Lethargie und Untätigkeit auf beiden Seiten. Die allermeisten Alkis wollen gar nicht aufhören und schieben unzählige Gründe vor, wieso das alles so schwer ist und halten sich selber klein. Vorteil ist, dass sie in dieser geschwächten Position auch nichts einfordern und zufrieden sind, dass die nächste, übernächste und 117. Entgiftung ohne Murren bezahlt wird. Die Therapeuten haben substantiell nix zu bieten, es herrscht Gleichmacherei (drüber reden hilft schon) und es findet keine individuelle Therapie statt, wieso auch? Dafür wird aber auch keiner der Alkis in den A.... getreten, wenn er wieder und wieder rückfällig wird und keinerlei Anstalten macht, seine Sauferei zu beenden, besoffen zu den Treffen kommt, obwohl fadenscheinig ja 0,0 angesagt ist und und und....

    Könnte mir alles egal sein, ich bin fast von Anfang an meine eigene Schiene gefahren, aber diejenigen, die nicht so egoman sind wie ich, werden in der Gruppe verunsichert. Ich bin mir sicher, dass Alkis nach der Entgiftung klare Ansagen und Regeln brauchen, denn man ist total verunsichert und orientierungslos. Man kann sagen, man ist in einer fremden Stadt, da wird es ohne Navi schwer... Bei sehr sehr wenigen kommen die Ansagen von einem selber, bei mir war das so, bei unserem Hartmut sicher auch... wer das aber nicht schafft, hat es sehr schwer...

    Lösungen?
    a) 5 Entgiftungen zahlt die Allgemeinheit, bei der 5. wird mitgeteilt, dass die 6. auf eigene Kosten stattfindet und alle folgenden auch.

    b) Klares individuelles Therapiekonzept abgestimmt auf das individuelle Suchtverhalten und die Saufgründe des einzelnen... Der eine ist wegen Galle auf der Inneren, der andere wegen Magen, der Dritte wegen der Leber. Die werden alle unterschiedlich behandelt. Genau so muss die Alkoholtherapie auch funktionieren

    c) Spätestens 2 Tage nach der Entgiftung muss jeder wieder halbtags arbeiten. Entweder bei seinem normalen Arbeitgeber, oder, wenn man keinen Job hat, in einer Arbeitseinrichtung. Jeder aus der Gruppe, der warum auch immer nicht gearbeitet hat, hat die Leere tagsüber als hochgefährlich beschrieben. Was soll ich nur tagsüber tun? Mir ist so langweilig, da denke ich ans Trinken... Ein klar strukturierter Tagesablauf mit sinnvoller Tätigkeit ist extrem wichtig, um von dem Zeug loszukommen und abstinent zu bleiben

    Ich habe am 4. Tag meiner Entgiftung im Krankenhaus wieder angefangen zu arbeiten, hat mir sehr gut getan und dem Tag einen Sinn gegeben. Der Gehirnskasten fing wieder an zu marschieren, dumme Gedanken wie Saufdruck konnten sich nicht einstellen, da Speicherplatz anderweitig belegt...

    d) Keine Langzeittherapie auf Helgoland oder in Wolkenkuckucksheim, sondern stattdessen drei Wochen einen "Bewährungshelfer" der zu einem zieht und den Tagesablauf regelt. Der dafür sorgt, dass man arbeiten geht, zeigt, wie man sein Leben meistert etc.

    d) Schockbilder auf Alkpullen sowie mindestens eine Verdoppelung der Preise durch eine saftige Alkoholsteuer. Von dem Geld werden dann b-d bezahlt

    Niemand, weder die Alkis noch die Therapeuten, hinterfragen das System und fühlen sich von den miesen Quoten gestört, die ja geradezu nach Veränderungen schreien, denn schlechter kann es von den Ergebnissen her kaum werden. Jeder Alki nimmt seinen Rückfall als weniger schlimm, weil ja vorher vor ihm auch 95% gescheitert sind, jeder Therapeut denkt, dass da ja eh nix zu machen ist.... Ist nun mal so, dumm für beide...

  • Hallo Tom,

    Zitat

    Rechts und links in der Dienstagsgruppe streicht einer nach dem anderen die Segel.

    wenn ich das so lese und du da immer wieder hingehst, hast du meine Bewunderung. Das wäre effektiv nicht meine Gruppe.

    Sind die „zwangsweise“ dort oder haben die Auflagen dort zu erscheinen? Wäre es keine Gruppe würde ich es als ein nicht alkoholfreies Umfeld einteilen.

    Bei deinen ganzen Beurteilungen und Lösungsvorschläge fehlt mir irgendwie die Krankheit. Sind ja alles Alkoholiker. Die einen sind noch nicht soweit, die anderen werden daran verecken und welche , sowie Du, gehen den geraden Weg. Diese Mysterien bringt die Krankheit eben mit sich. Zudem ich ja nicht mein Denken übertagen kann. Gott sei Dank nicht :lol:

    Dann sehe ich in deinen Lösungen keinen Ansatz warum der Alkoholiker danach nicht wieder saufen soll .Trocken, legen, prügeln oder streicheln geht ja nur wenn ein Alkoholiker soweit ist, Hilfe anzunehmen. Aus finanziellen Sicht, das da Geld verbraten wird, ist eine ganz andere Sache .

    Aber da hat der Gesetzgeber dafür gesorgt. Es besteht eben ein Grundgesetzlicher Anspruch auf gesundheitliche Versorgung. Chronisch Kranke gehören eben dazu.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Guten Abend Vollwaise

    Du hast am Schluss noch was vergessen: Zwangseinweisung.

    :twisted::twisted::twisted:

    Alkoholismus ist eine Krankheit. Nicht alle MENSCHEN können gleich mit der Krankheit umgehen.

    Sind denn alle Deine - manchmal gescheiten - Beiträge nur Show und PowerPoint - Abspuhlungen?

    Bist du nicht willig, brauch ich Gewalt. Dein Wahlspruch?

    Ich wünsche Dir weiterhin ein trockenes Leben.
    Ernest

  • Vollwaise,

    Deine Vorschläge hören sich gut an. Ich bin aber, wie Hartmut, der Meinung, dass dadurch wohl keine signifikante Veränderung erreicht werden würde.

    Du hast zwei Monate geschafft. Gratulation. Als ich damals diese Zeit trocken war (und recht zufrieden mit mir war) habe ich folgende Rückfallstatistik gelesen, die meine damalige Euphorie sehr gedämpft hat:

    Nach Therapieende (Entgiftung und/oder LZT) wurden rückfällig: (nach Maffli et all)

    nach drei Monaten 40%
    nach 6 Monaten 50%
    nach 12 Monaten 58%
    nach 24 Monaten 66%
    nach 36 Monaten 69%
    nach 48 Monaten 75%
    mach 60 Monaten 77%
    nach 72 Monaten 81%

    Nächsten Monat sind es bei mir 72 Monate.
    Völlig sicher sein, dass ich trocken bleibe, werde ich wohl nie.

    Carl

  • Hartmut, wie immer von Dir die richtigen Sätze und eben auch Fragen....

    Die Gruppe ist offen, es kommen frisch Entgiftete und auch ich war ja mal zum ersten Mal da... Hatte damals Leute, die 3 oder 7 oder keine Ahnung mehr Monate trocken waren und habe mich anfangs an denen orientiert.

    Man meldet sich dort zu 10 aufeinanderfolgenden Sitzungen an und kann dann hingehen oder auch nicht. Manche gehen immer hin (ich war selbst ohne Zähne da, als ich die Nummer mit dem ZA hatte) und verschwinden dann einfach so, andere kommen 2x, sind dann weg und 3 Wochen später wieder da....

    Da gibbet nix, was es nicht gibt...

    Ich finde es abartig, wenn Leute da besoffen auflaufen, aber noch schlimmer, dass die angesagten 0,0 Promille nicht eingefordert oder kontrolliert werden. Ist so kein sicherer Raum, mir aber egal, juckt mich nicht, ekelt mich eher an und zeigt mir erneut, wie abartig einen der Alk macht, dass man andere Leute betrügen muss. In Wirklichkeit betrügen die sich selber, aber es sind nicht alle so stabil wie ich und ich bin mir sicher, dass der eine oder andere verunsichert wird.

    Ich gehe da hin, weil ich gesagt habe, dass ich 10x dahin gehe, Punkt.

    Hat was mit Stringenz zu tun, ich bin mir sicher, dass es mir mittlerweile mehr bringen würde, wenn ich mir in der Zeit mit Dir oder anderen hier schreiben würde und selbst dann, wenn ich nur auf der Toilette sitze und meinen Fußnägeln beim Wachsen zusehe, würde dies wegen der resultierenden Beruhigung auch einen größeren Beitrag zur Trockenheit leisten als es die Dienstagsgruppe mittlerweile tut.

    Die Akupunktur, die ich auch noch mache und die auch dort stattfindet, hilft mir sehr und diese werde ich durchziehen, bis meine KK Konkurs anmeldet...

    Das hiesige Forum hat mittlerweile einen großen Stellenwert für mich und es bringt mir irre viel, mich hier mit anderen auszutauschen.

    Zu den sehr plakativen Ideen, die ich so habe:
    Klar sind das alle kranke Menschen, aber die Notwendigkeit einer wie auch immer gearteten Veränderung der Tehrapie ergibt sich aus der miesen Quote.

    Ich habe in der Entgiftung etliche Leute gesehen, die über das System gelacht haben und komplett angstfrei ihre nächste Entgiftung angekündigt haben. Haken dran, würde dann nicht mehr gehen, totsaufen tun die sich eh, so oder wenn sie Nr. 6 selber zahlen müssen.

    Die Therapie wäre zielgerichteter und individueller und soweit zu sein, Hilfe anzunehmen, kann man auch beigebracht bekommen, indem man den Sinn der Übung lernt, sprich, dass es Sinn macht und sehr gut ist, nicht mehr zu saufen.

    Die 7 Tage Entgiftung haben bei mir 3.200 Euro gekostet, kriege ja die Rechnung und leite sie dann weiter... Dies würde ich ab Entgiftung Nr. 4 bei jedem machen, damit sich mal ein Gefühl einstellt, was denn bei Nr. 6 so auf einen zukommt...

    Dumm formuliert glaube ich, dass die meisten Leute keine Bank überfallen, weil man dafür in den Knast kommt... Evtl. versteht dann der eine oder andere die Entgiftung nicht mehr als Freibrief ohne Limit.... Es ist kein Druck vorhanden, dass es diesmal klappt... Dann mache ich halt noch eine und noch eine....

    Vom therapeutischen Ansatz her ist wie beim Fußball auch "Näher am Mann" nie verkehrt, die Idee mit dem Bewährungshelfer macht aus meiner Sicht Sinn. Ich hatte echt Muffe vor den ersten Tagen nach der Entgiftung, ich hatte aber auch meine Freundin und war nicht alleine...

    Nur Du und der lustige Flyer, den Du da bei der Entlassung aus der Entgiftung bekommst, ist für den Anfang wenig, wenn man keinen Partner hat oder dann eben jemanden, der einen an die Hand nimmt. Und 90% sind danach alleine.... Da hilft dann der Bewährungshelfer...

    Die Krankheit? Klar ist es eine Krankheit, keine Frage... Aber wir sind doch an dem Punkt, wo diese nach Schema xyz behandelt wird und trotz der unzähligen Facetten der Krankheit jeder die selben Medikamente bekommt mit dem sensationell guten Ergebnis, dass 90% sterben....

    Arbeit wäre Therapie, echte Hilfe vor Ort wäre Therapie und würde dem einen oder anderen eine faire Chance geben, von der Sache loszukommen.

    Am wichtigsten: NUR DU kannst DICH selber von der Sauferei befreien, muss man Dir ja nicht erklären.... alle wie auch immer gearteten Hilfestellungen ersetzen diese Einsicht nicht, und diese wird weder in der Dienstagsgruppe noch in der Entgiftung klar kommuniziert.

    Wenn das bei anderen anders war, immer her mit den Beispielen, das Thema, wie die Entgiftung bei anderen gelaufen ist, interessiert mich echt. Evtl, ist ja nur meine Einrichtung Mist und andere sind besser....

  • Ernest, ich stand bei meiner Einweisung wegen Suizidgedanken einen Millimeter vor der geschlossenen Abteilung. Die Definition für die geschlossene ist Selbst- oder Fremdgefährdung. Wann diese Selbstgefährdung anfängt, ist eben Definitionssache.

    Meines Wissens nach gilt diese Definition auch für Zwangseinweisungen und man sollte hier sicher sehr vorsichtig sein mit der Grenze, ab wann jemand zwangseingewiesen werden muss.

    Wie sieht denn Deine Lösung aus? Es ist Dein gutes Recht, meine Idee sch... zu finden, aber was würdest Du denn am System ändern? Würdest Du nach wie vor der Allgemeinheit unbegrenzt Kosten für 40 Entgiftungen einer Person (wir reden hier über >120.000 Euro pro Person!) zumuten, die einerseits aus dem Fenster geschmissen sind, da kein Wille und kein Erfolg machbar sind, an anderen Stellen aber Geld fehlt und so mancher Opa die 30 Euro Zuzahlung für seinen Rollator nicht hat und dann das Inkassobüro auf den Hals gehetzt bekommt?

    Was sind denn Deine Ideen?

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